Ich verstehe die Fragestellung nicht so recht. Eine ETW wird nicht deswegen ein gutes Geschäft, weil du für ca. 5 Jahre ein bißchen billiger wohnen kannst. Selbst bei einem Steuersatz deiner Eltern von 50% und ca. 50qm Wohnfläche und ca. 30-40% unter üblicher Miete schätze ich die Steuerersparnis auf maximal 7000 EUR für die gesamte Zeit.
Viel entscheidender ist die Werthaltigkeit des Objekts. So sind z.B. kleine Wohnungen sind in Berlin momentan so gut wie unverkäuflich.
Also ich studiere seit diesem Semesester in Köln und möchte im
Verlauf des nächsten halben Jahres unziehen. Durch einen
Bekannten bin ich auf folgendes aufmerksam geworden: Der Kauf
einer Wohnung ist billiger als die Miete.
Bei einem Neubaueigentumswohnung in einer Großstadt möchte ich das vorgerechnet haben. Starke Zweifel - solche Rechnungen sind meiner Erfahrung nach meist unseriös.
Da werden zukünftige Mietsteigerungen zugrunde gelegt, die abenteuerlich sind.
Da werden Abschreibungen immer nur unter positivem steuerlichen Aspekt gesehen. Das dem auch ein realer Wertverlust gegenübersteht, wird übersehen.
Das Leerstandsrisiko, das Risiko, dass der Mieter die Miete nicht zahlt, dass Miteigentümer kein Wohngeld bezahlen (können) wird nicht berücksichtigt.
Kreditkonditionen werden immer für die 5 jährige Laufzeit genommen…
Das das Wohngeld nicht komplett vom Mieter bezahlt wird, erfährt der erstaunte Käufer erst bei der ersten Nebenkostenabrechnung…
In Berlin bekommt man zur Zeit Wohnungen in Studentengröße also so 1- 1 1/2 Zi. spottbillig zu mieten.
Ich hab mich da schon etwas schlau gemacht.
Folgendes Szenario
Meine Eltern kaufen in Köln eine (neue) Eigentumswohnung, die
sie an mich zu einem geringeren Mietsatz (75% der ortsüblichen
Miete oder sogar 50%; wie sieht da die Gesetzeslage
aus)vermieten.
Steuerlcih geltend machen können wir die
Werbungskosten, Darlehenszinsen und die 5% Abschreibung für
5% nur bei Neubau für die ersten 8 Jahre und auch nur auf den Gebäudewert. Der Anteil des Grundstücks wird vom Finanzamt herausgerechnet. Solche Details unterschlagen Verkäufer von ETW immer gerne.
die Eigentumswohnung.
Meine Fragen
- Ist das Szenario so weit korrekt?
- Könnte wir noch zusätzlich von der Eigenheimzulage
profitieren?
nein
- Könnte ich auch als Mieter gelten, wenn es eine Wohnung mit
1-2 anderen Studenten ist?
- Wie würde ich das rechtlich mit den anderen Studenten
klären können?
Entweder deine Eltern machen den Mietvertrag mit mehreren Personen.
oder du bist Hauptmieter und vermietest unter.
- Welche Nachteile seht ihr an der Sache.
Wegen der paar Euros Steuervorteil so viel Geld in die Hand nehmen, Arbeit und Risiko - halte ich für abstrus.
Wenn man aber sowieso eine Immo als Kapitalanlage (dazu muss man Kapital haben- als Spekulationsobjekt m.E. zu riskant) kaufen will, vor Ort auch wohnt (!), vielleicht auch handwerklich geschickt ist und wg. tropfenden Wasserhahn nicht gleich einen Klempner beauftragen muss, warum nicht.