Student sucht Hilfe

Also ich studiere seit diesem Semesester in Köln und möchte im Verlauf des nächsten halben Jahres unziehen. Durch einen Bekannten bin ich auf folgendes aufmerksam geworden: Der Kauf einer Wohnung ist billiger als die Miete.

Ich hab mich da schon etwas schlau gemacht.
Folgendes Szenario
Meine Eltern kaufen in Köln eine (neue) Eigentumswohnung, die sie an mich zu einem geringeren Mietsatz (75% der ortsüblichen Miete oder sogar 50%; wie sieht da die Gesetzeslage aus)vermieten. Steuerlcih geltend machen können wir die Werbungskosten, Darlehenszinsen und die 5% Abschreibung für die Eigentumswohnung.

Meine Fragen

  1. Ist das Szenario so weit korrekt?
  2. Könnte wir noch zusätzlich von der Eigenheimzulage profitieren?
  3. Könnte ich auch als Mieter gelten, wenn es eine Wohnung mit 1-2 anderen Studenten ist?
  4. Wie würde ich das rechtlich mit den anderen Studenten klären können?
  5. Welche Nachteile seht ihr an der Sache.

Erstmal vielen Dank für eure Zeit,
ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen,
schon mit Links auf interessante Seiten
würdet ihr mir weiterhelfen.

Max

Hallihallo

Meine Fragen

  1. Ist das Szenario so weit korrekt?

Soweit ich das sehen kann, ja.

  1. Könnte wir noch zusätzlich von der Eigenheimzulage
    profitieren?

Das kann ich dir leider nicht sagen. Aber ein guter Asp wäre der Steuerberater.

  1. Könnte ich auch als Mieter gelten, wenn es eine Wohnung mit
    1-2 anderen Studenten ist?

Natürlich, warum denn nicht?

  1. Wie würde ich das rechtlich mit den anderen Studenten
    klären können?

Da gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder Ihr mietet die Wohnung gemeinsam bei deinen Eltern an. d.h. jeder Mieter ist gegenüber den Vermietern in der Pflicht. Oder du machst eine Untervermietung. D.h. allerdings, das deine Kumpels bei dir bezüglich der Miete in der Pflicht stehen.

  1. Welche Nachteile seht ihr an der Sache.

Deine Eltern müssen natürlich die Mieteinnahmen beim Finanzamt angeben und als Einnahmen versteuern. Aber ob das ein Nachtteil ist, solltet Ihr mit dem Steuerberater klären.

Erstmal vielen Dank für eure Zeit,
ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen,
schon mit Links auf interessante Seiten
würdet ihr mir weiterhelfen.

Max

Gruß Marco

Hallo Max,

Meine Fragen

  1. Ist das Szenario so weit korrekt?

Dein Szenario ist meiner Ansicht nach OK. Bei der Höhe der AFA bin ich mir nicht sicher.Hängt vom Alter der Wohnung ab, Denkmalschutz usw. Details dazu vom Steuerberater!

  1. Könnte wir noch zusätzlich von der Eigenheimzulage
    profitieren?

Nein. Deine Eltern müssten Dir die Wohnung unentgeltlich zu eigenen Wohnzwecken überlassen.
Steuervorteile und EHZ geht nicht gleichzeitig.
ansonsten siehe vorige Antworten!

Wolfgang

Hallo Max,

eine Ergänzung zu den vorherigen Antworten: Die steuerliche Abschreibung für Deine Eltern ist nach meinen Kenntnissen gefährdet, wenn Ihr einen Mietvertrag únter den ortsüblichen Konditionen (soweit ich mich erinnere unter 75% der ortsüblichen Miete) macht. Dann sind die Abschreibungsmöglichkeiten für Deine Eltern um den Faktor unter der Ortsüblichkeit reduziert.

Außerdem kommt mir die 5% Abschreibung zu hoch vor, sind es nicht 2,5% (nämlich grandlinig auf 40 Jahre)?

Außerdem - und bei solchen Rechnungen häufig vergessen - wie wirken sich die Kosten für Notar, Grunderwerbssteuer, Wohngeld und eventuelle Sonderumlagen (wir haben in diesem Jahr mehr an Sonderumlage als Wohngeld für diverse Sanierungen gezahlt!) aus? Gerade wenn man als Student nicht ewig in der Wohnung bleibt…

Empfehle den Gang zum Steuerberater, der kennt sich zumindest mit dem steuerlichen Teil solcher Modelle aus.

Gruss
Moritz

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Ich verstehe die Fragestellung nicht so recht. Eine ETW wird nicht deswegen ein gutes Geschäft, weil du für ca. 5 Jahre ein bißchen billiger wohnen kannst. Selbst bei einem Steuersatz deiner Eltern von 50% und ca. 50qm Wohnfläche und ca. 30-40% unter üblicher Miete schätze ich die Steuerersparnis auf maximal 7000 EUR für die gesamte Zeit.
Viel entscheidender ist die Werthaltigkeit des Objekts. So sind z.B. kleine Wohnungen sind in Berlin momentan so gut wie unverkäuflich.

Also ich studiere seit diesem Semesester in Köln und möchte im
Verlauf des nächsten halben Jahres unziehen. Durch einen
Bekannten bin ich auf folgendes aufmerksam geworden: Der Kauf
einer Wohnung ist billiger als die Miete.

Bei einem Neubaueigentumswohnung in einer Großstadt möchte ich das vorgerechnet haben. Starke Zweifel - solche Rechnungen sind meiner Erfahrung nach meist unseriös.

Da werden zukünftige Mietsteigerungen zugrunde gelegt, die abenteuerlich sind.
Da werden Abschreibungen immer nur unter positivem steuerlichen Aspekt gesehen. Das dem auch ein realer Wertverlust gegenübersteht, wird übersehen.
Das Leerstandsrisiko, das Risiko, dass der Mieter die Miete nicht zahlt, dass Miteigentümer kein Wohngeld bezahlen (können) wird nicht berücksichtigt.
Kreditkonditionen werden immer für die 5 jährige Laufzeit genommen…
Das das Wohngeld nicht komplett vom Mieter bezahlt wird, erfährt der erstaunte Käufer erst bei der ersten Nebenkostenabrechnung…

In Berlin bekommt man zur Zeit Wohnungen in Studentengröße also so 1- 1 1/2 Zi. spottbillig zu mieten.

Ich hab mich da schon etwas schlau gemacht.
Folgendes Szenario
Meine Eltern kaufen in Köln eine (neue) Eigentumswohnung, die
sie an mich zu einem geringeren Mietsatz (75% der ortsüblichen
Miete oder sogar 50%; wie sieht da die Gesetzeslage
aus)vermieten.

Steuerlcih geltend machen können wir die

Werbungskosten, Darlehenszinsen und die 5% Abschreibung für

5% nur bei Neubau für die ersten 8 Jahre und auch nur auf den Gebäudewert. Der Anteil des Grundstücks wird vom Finanzamt herausgerechnet. Solche Details unterschlagen Verkäufer von ETW immer gerne.

die Eigentumswohnung.

Meine Fragen

  1. Ist das Szenario so weit korrekt?
  2. Könnte wir noch zusätzlich von der Eigenheimzulage
    profitieren?

nein

  1. Könnte ich auch als Mieter gelten, wenn es eine Wohnung mit
    1-2 anderen Studenten ist?
  2. Wie würde ich das rechtlich mit den anderen Studenten
    klären können?

Entweder deine Eltern machen den Mietvertrag mit mehreren Personen.
oder du bist Hauptmieter und vermietest unter.

  1. Welche Nachteile seht ihr an der Sache.

Wegen der paar Euros Steuervorteil so viel Geld in die Hand nehmen, Arbeit und Risiko - halte ich für abstrus.
Wenn man aber sowieso eine Immo als Kapitalanlage (dazu muss man Kapital haben- als Spekulationsobjekt m.E. zu riskant) kaufen will, vor Ort auch wohnt (!), vielleicht auch handwerklich geschickt ist und wg. tropfenden Wasserhahn nicht gleich einen Klempner beauftragen muss, warum nicht.