Schlusslicht
Cleverer Student wird Pixel-Millionär
Egal ob in einer Hochglanzzeitschrift oder im Internet - wer Anzeigen schaltet, legt normalerweise Wert darauf, dass sein Inserat sich in einem für Leser besonders interessanten Umfeld befindet, groß und auffällig ist und nicht in einem Haufen anderer Werbeanzeigen versinkt. Alex Tew aus der südenglischen Grafschaft Wiltshire hat bewiesen, dass auch das Gegenteil attraktiv sein kann: Bei ihm standen Firmen Schlange, um winzige Anzeigen zu schalten - auf einer Homepage, die aus nichts anderem besteht.
Tew richtete seine Homepage ein, um sein Wirtschaftsstudium an der Universität in Nottingham zu finanzieren und „dabei noch irgendwie angenehm“ zu leben. Eine Million Pixel Werbefläche für jeweils einen Dollar, ansonsten nichts - so lautete das Konzept seiner „Million Dollar Homepage“. Und tatsächlich: 990.000 der Bildpunkte wurden ihm für den Preis abgekauft: Jetzt werben winzige Anzeigen nebeneinander für Absinth, billige CDs, Webhosting und tausende weitere teils dubiose Dienstleistungen und Produkte - optisch fast schon Popart.
Screenshot: Viele, viele bunte Pixel [Bildunterschrift: 999.000 Pixel Werbefläche verkaufte Tew für einen Dollar pro Stück - die restlichen versteigerte er auf eBay für ein Vielfaches]
„Ich bin völlig überwältigt“, gab sich Tew gegenüber dem Sender BBC als sympathischer Jüngling. Gleichzeitig bewies der Brite die Kaltschnäuzigkeit des künftigen Ökonomen und orientierte sich am Prinzip von Angebot und Nachfrage: Die letzten 1000 Pixel Werbefläche bot er gegen Höchstgebot beim Internet-Auktionshaus eBay an: Noch bis heute Abend läuft die Veranstaltung - doch Tew ist bei einem Gebot von mehr als 140.000 Dollar schon längst Millionär. Und Medienstar: Das „Wallstreet Journal“, britische und deutsche TV-Sender wollten Interviews. Außerdem hat Tew nach Angaben auf seiner Homepage diverse Job-Angebote bekommen. Als nächstes will sich der frischgebackene Millionär erst mal eine Auszeit gönnen, um Leben und Finanzen zu ordnen - aber im September trotzdem mit der Uni weitermachen.
wer hat hierfür eine nachvollziehbare Erklärung: Ein Student
wird Millionär, weil er seine Werbefläche auf seiner Homepage
verkauft.
Ist die Idee so genial? Ich finde sie ganz originell - mehr
aber auch nicht!
Auffällig ist, dass sich dort nur wenige namhafte Firmen
finden.
Hi
viele finden, dass diese Idee recht sinnvoll ist - weil sie vorher in diesem Stil noch nicht dagewesen ist.
Wenn Du Dir aber einzelne Firmen dazu anschaust - Golden Palace ( Papst-Golf ), Ebay,TÜV,div. Spielcasion’s etc - für die ist 1 $ wenig… und ein rießen Werbegag.
Die wenige namhaften Firmen haben aber ein recht hohes Kundenpotenzial… und hey, mach mal für ne weltweise Seite nen guten Banner mit Link auf deine Homepage - da kommste mit 1$ nicht weit - wenn überhaupt bekommste damit grad ne Werbeagentur an’s Telefon…
1 Dollar PRO Pixel
Nun gut, das ist aber nur ein Dollar pro Pixel. Bei einem Pixel sieht man auf dem Bildschirm gar nix.
Wenn man sich die „Pixel List“ dort anschaut, dann stellt man fest, dass es für unter 100 Dollar gar nichts gab. RentPixelads.com zahlte immerhin 10.000 Dollar. Mit der heutigen Versteigerung bei Ebay wurden für 1000 Pixel US $38,100.00 bezahlt.
Aber ihr gebt mir doch recht, dass dies eine einmalige Möglichkeit war (wg. der guten Idee) und sich nicht wiederholen ließe, oder?
Schau mal aktuell auf Ebay. Da is bei den Top-Auktionen nun eine damit wo einer des gleiche mit 2 Mio Pixeln versucht - Beobachten & schauen, wie des ausgeht *g
Gruß
Blue
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Billig ist ja schön und gut - aber es muss auch etwas bringen!
Wer guckt sich die mehreren hunderten beworbenen Firmen an?
„Internet-Blase“:
Also gut, wenn wir uns gerade vier Jahre zurück in dem Internethype befinden würden, in dem keiner Kosten-Nutzen prüft und keine wirtschaftliche Bewertung vornimmt, würde ich das alles verstehen?
Sorry, habe von Wirtschaft und Marketing keine Ahnung und hätte gerne eine Erklärung (oder ebenso ein Zeichen der Verwirrung …).
Billig ist ja schön und gut - aber es muss auch etwas bringen!
Wer guckt sich die mehreren hunderten beworbenen Firmen an?
Zugegeben: Nachahmer dieser Idee werden nicht mehr so gut wegkommen.
Allerdings ist diese Form der Werbung für die Firmen eine billige Sache. Ausserdem sind grössere (oder renommiertere) Firmen wie MS oder IBM irgendwie nicht zu entdecken.
„Internet-Blase“:
Also gut, wenn wir uns gerade vier Jahre zurück in dem
Internethype befinden würden, in dem keiner Kosten-Nutzen
prüft und keine wirtschaftliche Bewertung vornimmt, würde ich
das alles verstehen?
Vermutlich etwas eher. Obwohl die Gründe für die Werbebanner dort sicher vielfältiger Natur sind
wer einen Link auf dieser Seite hat, der wird also von einer Seite verlinkt, auf die abertausede Links von Nachrichtendiensten etc. verweisen. Das gibt ein gutes Ranking bei Suchmaschinen, oder? Also nicht so dumm, die Idee.