Hi,
da ich gerade in einem Studentenwohnheim sitze, kann ich ja mal antworten:
Geringe Kosten (also zwischen 200-max500€ warm)
Nahe gelegen an der FH bzw. UNI
Kein Stress mit Haustieren anderer etc.
man findet schnell Anschluss. Wobei man sich dann das Wohnheim mal vorher angucken soll. Gibt auch sehr anonyme.
versteckte kosten?
z.B.? Kann einem in ner eigenen Wohnung glaube ich eher passieren, da im Wohnheim Nebenkosten eher pauschal abgerechnet werden.
Lärm auf dem Flur durch andere Bewohner???
Sollte man sich drüber bewusst sein. Aber man kann sich dran gewöhnen. Aber auch hier gilt, dass man sich das Wohnheim angucken sollte. In meinem ist es so, dass man selbst wenn es mal lauter wird, in den Zimmern davon nicht so viel mitbekommt.
allgemeine Ruhezeiten???
eher schwierig. Weniger die Existenz, als die Durchsetzbarkeit.
Internet/Kabelzugang ???
Meistens gegeben. Oft in der Miete schon integriert, manchmal auch mit Extrakosten verbunden. Dann aber oft auch günstiger als ein DSL Anschluss.
Hängt aber auch vom jeweiligen Wohnheim, vom Betreiber und auch von der Uni ab.
Also wäre interessant zu erfahren, warum es hier so ein
negtaives Bild gibt und ob es tatsächlich berechtigt ist.
Ich glaube, dass manche Leute mit falschen Vorstellungen in so ein Wohnheim einziehen. Für 200 Euro darf man keinen absoluten Luxus erwarten, aber ich mag mein Wohnheim eigentlich sehr. Bin demnächst ein Jahr im Ausland und plane schon danach hier wieder einzuziehen.
meine Studienzeit ist nun schon etliche Jährchen vorbei und somit ist meien Aussage nur bedingt tauglich.
Was sich eher nicht geändert hat.
+
man kriegt schnell Anschluss
Es ist meistens was los
Wenn eine Kneipe im Haus ist, ist die meist sehr günstig
und der Weg ins Bett ist kurz
Relativ günstig.
Es ist meistens was los
Zu meiner Zeit gabs im Foyer des Wohnheims zwei Telefonzellen und das wars mit der Telekommunikation. Kurz bevor ich auszog, wurde pro Etage ein Telefon installiert und findige E-Techniker bastelten Kabel dran, die lang genug waren, daß man es ins Zimmer mitnehmen konnte.
Mittlerweile gibts in jedem Zimmer einen DSL-Anschluss, der im Mietpreis incl. ist.
Ich möchte die Zeit dort nicht missen.
Zwar mußte man sich immer zusammenreißen wenn man lernen mußte oder Berichte/Hausaufgaben zu schreiben hatte, aber toll war es doch.
Wir hatten damals eine zeitliche Beschränkung auf sieben Semester, dann mußte man raus, ob es das immer noch gibt, ev. sogar verkürzt is, kann ich nicht sagen.
Wenn Du ein Zimmer kriegst, würde ich es auf jeden Fall nehmen, so kannst Du recht entspannt nach was anderem suchen, wenns DIr dort nicht gefällt. Wir konnten damals zum Monatsende kündigen, weil es eine lange Warteliste gab.
ich habe in den frühen 90ern in einem Studentenwohnheim gelebt. War ein riesiges Hochhaus, jedes 18qm-Appartement hatte eigenen Telefonanschluß & Kabel-TV, Mini-Bad & Küchenzeile, so dass man wie in jedem anderen Wohnsilo nur dann Kontakt zu den Nachbarn hatte, wenn man ihn aktiv suchte. Vom hauseigenen Partykeller bekam man nichts mit, wenn man in entsprechend hoch gelegenem Stockwerk wohnte.
Ich habe sehr gern dort gewohnt, gab aber auch negative Stimmen, die die Anonymität beklagten.
ich habe in den 70er Jahren in zwei Wohnheimen gewohnt. Durch die Gemeinschaftsküche, Dusche und Waschraum war man gezwungen Kontakt zu haben. Es fanden häufiger Feten statt, eine Kneipe/Bar tat ein übriges für Kontakte. Man hat viele Leute kennengelernt, insbesondere auch ausländische Kommilitonen. Telefon war auf dem Flur, Kabel war nicht.
Von Okt. 2007 bis Okt 2008 habe ich ein Aufbaustudium gemacht und in zwei verschiedenen Wohnheimen gewohnt. Es waren abgeschlossene Wohnungen, also eigene Küche und Naßzelle. Internet und Telefon waren noch nicht vorhanden, aber geplant. Manche Kommilitonen haben sich Telefon und Internetzugang legen lassen und per WLan anderen - gegen finanzielle Beteiligung - die Mitbenutzung angeboten. Ein Miteinander habe ich nicht mehr erkennen können, manche Studenten guckten einen schon merkwürdig an, wenn ich mal „Hallo“ sagte. Ich glaube nicht, dass es nur daran liegt, dass ich natürlich jetzt deutlich älter bin als die „normalen“ Studenten, ich bin jetzt 54.
Über die Ausstattung, z.B. Internet, Telefon, Kabel usw., musst Du Dich über jedes Heim konkret informieren. Ich würde durchaus wieder in ein Wohnheim ziehen, was man draus macht, liegt auch an einem selbst. In dem einen Wohnheim gab es „Mentoren“, die die „Neuen“ das Wohnheim vorstellten, z.B. Waschmaschinenraum usw. zeigten und auch verschiedene Aktivitäten angeboten haben, z.B. Ausflüge. Aber das ist sicher von Heim zu Heim sehr unterschiedlich.
Angenehm ist es natürlich, wenn Du mit Kommilitonen dort wohnst, die das Gleiche und vllt. auch im gleichen Semester studieren.
hier in Osnabrück gibt es ein „Studentenwohnheim“, dass aus 3 Etagen je 8qm besteht. Das ganze ist ein alter Wachturm der Stadtbefestigung.
Was ich sagen möchte: Schau dir das Wohnheim an, es kann in jede Richtung gehen.
Hallo Christian,
als Mutter einer Nochstudentin rate ich Dir, vor Einzug mal die in Frage kommenden Häuser zu besuchen.
Unsere Tochter ist von Berlin nach Duisburg in einen Klotz von Studentenwohnheim gezogen. Und wir waren beim Antransport der nötigen Sachen überrascht: 2-Zimmer-Apartments, klein aber fein. Frisch gemalert, mit Küche und Dusche/Toilette. Kein Hotel, aber praktisch und sauber. Auch die etwas gewöhnungsbedürftigen Flure: Sauber.
In den Zimmerkosten war alles drin: Wasser, Abwasser, Internet-Anschluß, Grundmobiliar (Tisch, Bett, Stuhl, Schrank). Und richtig preiswert.
Viele Bekannte haben ob der Wohnheimkosten die Stirn gerunzelt: Jena, Greifswald, Rostock, Leipzig, Dresden - alle genannten Städte hatten wesentlich höhere Wohnheimkosten für Studenten.
Bei Problemen waren entweder der Hausmeister und Mitstudenten greifbar: Unserer Tochter spielte der Computer einen derben Streich: Im Keller des Wohnheims hatten sich ein paar Computerfreaks ein Zimmer hergerichtet. Und in kurzer Zeit lief das gute Stück wieder. Im Fachgeschäft hätte das eine Studentin Geld gekostet, bei den Jungs im Keller taten es ein paar Flaschen Bier und ein selbstgebackener Kuchen.
Die Mitbewohnerinnen unserer Tochter (u. a. 3 Japanerinnen) unterstützten unserer Große beim Sprachgebrauch und waren die letzten drei Weihnachtsfeste dafür bei uns mit Familienanschluß. Unsere Große möchte die Wohnheimzeit nicht missen. Jetzt steht ihr Auszug vor der Tür (in 14 Tagen) und danach düst sie gleich ab nach Japan.
Also - nach anfänglicher Skepsis - würde ich uneingeschränkt ja zum Wohnheim sagen. Zumal das für uns als „Finanziers“ unserer Großen auch wesentlich kontofreundlicher war.
Geld spielt auch eine große Rolle. Habe vor meinem Studium knapp zwei Jahre gearbeitet und gut was zuürck gelegt. Somit würde ich mir gerne mein Studium komplett eigentständig finanzieren (meine Eltern haben es auch nicht so dick)
Außerdem achte ich schon ein wenig auf Sauberkeit. Das ist so meine Hauptsorge. Will nicht in einem Siffloch hausen. Alles andere ist eher zweitrangig.
Das/Die Wohnheim/e sind alle nur knapp 500m auseinander. Da dürfte das besichtigen nicht allzu schwer werden. Werde das auf jeden Fall auch in anspruch nehmen.
Hatte während des Studiums alles - Appartement, WG, Wohnheim.
Das Wohnheim der FH Hof war günstig (150 D-Mark) und sauber. Die Zimmer sehr „funktionell“ (9 qm, alle Möbel eingebaut), aber o.k. Die Gemeinschaftsduschen und Gemeinschaftsküchen waren tragbar.
Lärm ging, meistens krachte es am WE, als ich ohnehin arbeitete oder unterwegs war.
Während der Prüfungszeit war sowieso Ruhe, man konnte auch mal anderen eine Frage stellen, war nicht ganz auf sich allein gestellt.
Man muss sich um nichts kümmern, nicht renovieren u.s.w. Heute ist sicherlich auch W-Lan kein Thema mehr.
Da aber jedes Wohnheim anders ist, würde ich es mir genau ansehen.
Gruß und viel Erfolg!
M. (der im letzten Jahrtausend studiert hat…)