ich bin zur Zeit in der 13ten und habe eigentlich vor nach dem Zivi Physik zu studieren. Das Problem ist:
Nach allem, was ich bisher über das Physikstudium gelesen habe, ist zu Beginn v.a. die Mathematik ein ziemliches Problem. Mich stellt zwar weder Mathematik noch Physik am Gymi vor unlösbare Probleme, aber ich komme (leider) aus Baden-Württemberg und bin einer im ersten Jahrgang mit reformierter Oberstufe, in der man keine Mathe- oder Physik-LKs mehr belegen kann, sondern in abgespeckte 4stündige Kurse gesteckt wird. In diesen Mathe-Kursen sitzen nun alle Jahrgängler, egal ob interessiert oder nicht, und man lernt fast nix mehr(im Physik-Kurs ist es besser). Ich kenne nun aber schon frühere LKler, die derzeit Physik studieren und echte Probleme mit Mathe haben.
Ich habe nun echte Zweifel, ob ein Physikstudium für mich ohne weiteres noch zu packen ist. Könntet ihr mir bitte schreiben, wie hart es dort wirklich ist?
Danke
ich studiere momentan Physik im 3.Semester in Darmstadt. Ich hatte noch den Mathe-LK und einen Physik-GK. Und ich muss sagen, dass die Physik „eigentlich“ keine großen Probleme darstellt. Also da musst Du Dir keine Gedanken machen. Und was Mathe angeht, so hat das nichts mit der Schulmathematik zu tun!! Da muss man erstmal ins 3. Sem. kommen um zu lernen was ne Ableitung ist. Und selbst dann, wenn man meint, man steht wieder auf bekanntem Boden, merkt man erst, dass in der Schule eigentlich alles anders war. Es kommt einfach darauf an, wie Deine Auffassungsgabe ist. Manche tun sich schwer, andere eben nicht. Du wirst auf der Uni eben ganz anders unterrichtet und kratzt nicht nur an der Oberfläche. Und keine Angst, Dir wird alles mindestens einmal erklärt, doch dann solltest Du es auch können. Wobei man Dir Zeit lässt, denn alles können geht nicht.
Ach ja, wenn Du Glück hast, gibt es an Deiner Uni „Mathematik für Physiker“, bei uns hocken wir mit den Mathematikern in einer Vorlesung. Kannst Dir ja vorstellen, dass man da lediglich die Hälfte gebrauchen kann als Physiker. Ich meine, mir ist die Zahlentheorie als Physiker ziemlich schnurtz.
Und ich kann Dir „Das gelbe Rechenbuch“ von Furlan ans Herz legen. Gerade für den Anfang. Alles recht gut und einfach erklärt.
für die meisten ist der Studienbeginn ein Sprung ins kalte Wasser, speziell in den Ing- und NaWi-Fächern.
Da mußt Du durch, allerdings die anderen auch, das zum Trost.
Das was in Mathe in der Oberstufe gebracht wird, kommt noch mal dran, in den ersten zwei Wochen und dann gehts ans Eingemachte.
Mein Tip:
Viele Unis bieten Vorkurse, speziell in Mathe an, die zu empfehelen sind, weil da schon mal Sparring geboxt wird.
ich bin vor etwas über einem Monat mit einem Physikstudium in Oldenburg angefangen (hatte vorher Mathe und Physik LK) und muss sagen, dass die Physik bis jetzt im großen und ganzen ein Kinderspiel ist, was bei der Mathematik aber ein klein wenig anders aussieht. Nur ist die Mathematik nicht ein Problem, weil es so schwer oder schlecht zu verstehen ist, sondern weil man einfach seine Zeit dafür braucht, die Übungen jede Woche zu erledigen.
Mit mir zusammen studieren auch viele, die nur einen Mathe Gk hatten, und denen geht es auch nicht besser oder schlechter als mir. Einem wird schließlich alles von Grund auf neu beigebracht.
Twister
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