Hallo,
Angenommen irgendwer beantragt Bafög und der Antrag wird
abgelehnt.
Soll aus diversen Gründen vorkommen
Dieser Irgendwer kann aber dann maximal 1 Tag arbeiten
Wieso? Ich erinnere mich dunkel an einen Jurastudenten der vor gar nicht langer Zeit brav bei Mama und Papa wohnte, die Rate für den selbst angezahlten kleinstmöglichen Kleinwagen bezahlt bekam (waren damals DM 70,–) und sich ansonsten sein Studium als IT-Ler in einer öffentlichen Verwaltung und mit eigener kleiner IT-Firma selbst finanzierte, und dafür deutlich mehr als einen Tag pro Woche arbeiten musste und auch problemlos konnte. Und dann wäre da noch die Jurastudentin, die ebenfalls brav bei Mama wohnen blieb, ein wenig Halbwaisenrente bekam, und ansonsten sich ebenfalls als Fräulein vom Amt selbst finanzierte. Beide schafften das Studium +/- in offiziell vorgegebener Studiendauer (Madame nicht ganz, weil sie nebenbei schon promovierte und noch so das ein oder andere öffentliche Ehrenamt inne hatte).
Hat
derjenige im Falle der Bafögablehnung(die Eltern verdienen
recht wenig und er selbst ist Ausländer) Anspruch auf
Sozialleistungen?(Wohnunggeld, Sozialhilfe etc.?)
Nein, und irgendwas kann da auch nicht ganz stimmen. Denn wenn da wirklich nicht genug verdient wird, gibt es Bafög. Allerdings ist es eine schon recht alte Erkenntnis, dass gerade die Studenten, deren finanziellen Familienverhältnisse so gerade eben kein Bafög mehr hergeben üblicherweise schon schlechter als die Bafögempfänger dastehen.
Bafög kommt eben direkt dem Studenten zu, während das Familieneinkommen oft bereits anders verteilt ist, und nicht gestattet, mal eben schnell trotz Auto- und Immobilienfinanzierung dem Filius jetzt seinen Teil für das Studium auszuzahlen. Daher sind dies oft die Studenten, die eben keine eigene Bude finanzieren können, und nicht nur mal ein paar Stunden für Party, Klamotten und Urlaub jobben, sondern wirklich einen echten eigenen Beitrag zum eigenen Unterhalt dazu verdienen müssen. Ist nicht unbedingt schön, wenn man zu dieser Gruppe dazugehört und sehen muss, was andere sich von bescheidener eigener Arbeit an Luxus gönnen können, während man selbst seine Bücher verdienen muss, ist aber auf der anderen Seite schon auch eine Schule für das Leben, die meiner Liebsten und mir auch nicht geschadet hat.
Es ist auch gar nicht so selten zu beobachten, dass gerade diese Studenten besonders zielstrebig und schnell studieren und eine ganz andere Einstellung zum Studium und zur eigenen Arbeit und zum Wert des so verdienten Geld gewinnen.
Gruß vom Wiz