Studiengebühren

Hallo Peter

also erst mal soviel: mit Studiengebühren hätte ich nicht
studieren können.
nein, ein Stipendium habe ich auch nicht bekommen und von
Reichtum in der Familie ganz zu schweigen.

Das geht mir ähnlich. Ich hätte dann auch nicht studieren können, denn neben dem Studium SOVIEL zu jobben, dass man die Studiengebühr UND sein Leben bezahlen kann, haut nicht hin. Das führt zu Studienabbrüchen, Resignation oder jahrzehntelangen Studien.
Der neue Turbo-Kapitalismus lässt nun auch hier nichts mehr vom Sozialstaat übrig. Nur die Kinder schwerreicher Eltern werden studieren können, egal wie geeignet oder unbegabt sie sind. Das ist schon deprimierend.
Wenn man die Leute, die nur wegen der Vergünstigungen des Studienausweises eingeschrieben sind, hätte treffen wollen, hätte man ja nur die ganzen Studentenausweis-Vergünstigungen abschaffen brauchen.
Gruß,
Branden

Hallo Markus

mfg M.L., der seine Sachen im Supermarkt ja auch selbst
bezahlt und nicht nach der Allgemeinheit ruft, dass diese
dafür geradesteht…

Der Vergleich mit dem Supermarkt hinkt etwas. :wink:
Ein passenderer Vergelcih wäre: Konseuqent absurd, aber zu dieser Studiengebühr passend, wäre, dass ab sofort JEGLICHER Schulbesuch, auch schon ab der Grundschule, nicht schulpflichtig wäre, sondern mit teuren Gebühren belegt würde, damit die Gesetzgeber sehen, wie schnell das Land in unglaublicher Dummheit versinkt. Dagegen ist PISA ein kleiner Lacher.
Gruß,
Branden

Hallo,

Meine jetzige Uni hat ca. 4500 Studenten. Ich habe meinen
persönlichen Tutor und auch die anderen Dozenten nehmen sich
Zeit für die Studenten. Gut, ich bezahle dafür und kann auch
eine Gegenleistung erwarten.
Durch die Einführung von Studiengebühren wird sich an deinem
Problem in Deutschland nicht schlagartig was ändern. (Ich
weiss, das Problem haben noch andere Leute, besonders an den
großen Unis.) Aber vielleicht kommt mit der Zeit endlich mal
das Bewusstsein, dass Universitäten in gewisser Weise auch
eine Dienstleistung anbieten, für die die Studenten bezahlen.
In Deutschland hatte ich ständig das Gefühl, dass einige
Dozenten von einem erwarten immer alles schon zu wissen. Wenn
ich alles wüsste, wäre ich deren Vorgesetzte und müsste nicht
mit Fragen nerven.
Hier schmeisst mir keiner an den Kopf, dass ich nicht für ein
Hochschulstudium geeignet wäre, weil mein Referat nicht den
Anforderungen entspricht. (Und das, nachdem ich eine Woche vor
dem Termin erfahren habe, dass ich das Thema meiner Partnerin
ebenfalls bearbeiten soll. Nach drei Anfragen hab ich den
Hinweis bekommen „Ja, machen Sie das doch wie Sie wollen.“ Die
Frau hat doch echt einen an der Klatsche, die Gute…und
spielt sich auch noch ohne Lehrbefähigung so auf.) Versteh
mich nicht falsch, mein Notendurchschnitt lag bei 1,8.
Ich bezahle Studiengebühren, ok. Dafür machen sich meine
Dozenten aber auch die Mühe meine Referate und Hausarbeiten
mit mir durchzusprechen. Ich bekomme „konstruktive“ Kritik,
und Tipps, wie ich mich verbessern kann, woran ich arbeiten
muss usw. Sowas erwarte ich von einem Studium und einer guten
Universität. In Halle hatte ich auch einige sehr gute
Dozenten, die auf diese Weise gearbeitet haben. Leider gab es
aber auch viele, die am liebsten einfach so in ihrem Büro
vergammelt wären, ohne jemals Studenten zu sehen.

Das alles sollte an eienr Uni in Deutschland auch sein. Sicher. Nur bin ich mir sicher, dass allein weil man Geld bezahlt sich in absehbarer Zeit nichts ändern wird. Das Seminar wird voll sein, der Prof in seiner Firma mit der er Geld verdient und die Assistenten werden kaum mehr Zeit für dich haben. Eine persönliche Betreuuung gab es an der Uni Mannheim in BWL nie für mich. Es war eine Behörde und anonym bis auf die letzten ein - zwei Semester. Dafür würde ich niemals 500 Euro pro Sem. bezahlen.

Semesterbeitrag
Hi,

Man schaue auf die Verwaltungsgebühren, die meiner Meinung
nach ebenfalls rechtswidrig erhoben werden. In BW bezahlt man
80 Euro / Jahr für die Verwaltung. Eine Verwaltung, die 80
Euro pro Studenten braucht, sollte entlassen werden. Das kann
jeder Steuerberater für einen Bruchteil der Summe.

ich bazahle so an die 130€ „semesterbeitrag“. Mag viel sein, dafür bekomme ich aber auch ein studiticket, das von bonn bis hinter leverkusen reicht, so daß ich die kohle locker wieder drin hab…

Meine frage ist nur: Wer wird das geld einziehen?
Das land? - Dann gehts überall hin und wenn was übrig ist, darf die uni sich sicherlich EIN buch aussuchen…

Oder zahlt man das dirket an die uni??? - dann wär ja alles paletti…

LG Alex:smile:

Hi,

Man schaue auf die Verwaltungsgebühren, die meiner Meinung
nach ebenfalls rechtswidrig erhoben werden. In BW bezahlt man
80 Euro / Jahr für die Verwaltung. Eine Verwaltung, die 80
Euro pro Studenten braucht, sollte entlassen werden. Das kann
jeder Steuerberater für einen Bruchteil der Summe.

ich bazahle so an die 130€ „semesterbeitrag“. Mag viel sein,
dafür bekomme ich aber auch ein studiticket, das von bonn bis
hinter leverkusen reicht, so daß ich die kohle locker wieder
drin hab…

Schön, wenn man regelmäßig hinter Leverkusen fahren will. Und was machen die anderen? Ich nehme an, man kann sich wenn übernhaupt dann mit massivem bürokratischen Aufwand den Fahrausweis herausnehmen lassen. Wieso sollen diese mit ihrem Semseterbeitrag die Fahrausweise zahlen, die sie überhaupt nicht brauchen?

Hallo,

der Semesterbeitrag ist etwas ganz anderes. Der kommt noch zusätzlich drauf und geht (als Zwangsmitgliedschaft) ans Studentenwerk.

Der Verwaltungskostenbeitrag geht ans Land, angeblich um die Im/Exmatrikulationen zu verwalten.

Studiengebühren kämen hier nochmal drauf.

Gruß

Peter

Hallochen,

Schön, wenn man regelmäßig hinter Leverkusen fahren will. Und
was machen die anderen? Ich nehme an, man kann sich wenn
übernhaupt dann mit massivem bürokratischen Aufwand den
Fahrausweis herausnehmen lassen. Wieso sollen diese mit ihrem
Semseterbeitrag die Fahrausweise zahlen, die sie überhaupt
nicht brauchen?

Süß! Das gleiche Argument im ganz kleinen! „Wääää! Warum muss ich als Autofahrer die Radwege mitfinanzieren?“ Wieso überhaupt Steuern zahlen? Wozu „Solidargemeinschaft“. Mein Ellenbogen ist stärker!

*knuff*

Fritze

Semesterticket
Hi, nur zur Info, dadurch das in NRW irgendwie alle etwas mehr zahlen ist der Anteil für das Ticket ansich relativ günstig. Ich habe in Karlsruhe studiert und dort wurde von allen Studenten abgestimmt, ob es ein Semesterticket geben soll oder nicht. Jetzt haben wir ein verbilligtes Ticket, zahlen etwas mehr und können den normalen Studiausweis ab 19 Uhr bis Ende als Ticket benutzen. Also ein Kompromiss zwischen Ticket und keinem Ticket. Fand ich gut, aber jetzt bin ich leider keine Studentin mehr.

Allerdings wegen der Studiengebühren auch wieder froh, weil Bafög gab es für mich keines und bei drei studierenden Kindern hätten meine Eltern doch auch Probleme bekommen die 3000€ Studiengebühr mehr zu finanzieren.

Gruß
Juhe

man regelmäßig hinter Leverkusen fahren will. Und
was machen die anderen? Ich nehme an, man kann sich wenn
übernhaupt dann mit massivem bürokratischen Aufwand den
Fahrausweis herausnehmen lassen. Wieso sollen diese mit ihrem
Semseterbeitrag die Fahrausweise zahlen, die sie überhaupt
nicht brauchen?

Hi,

ich bazahle so an die 130€ „semesterbeitrag“. Mag viel sein,
dafür bekomme ich aber auch ein studiticket, das von bonn bis
hinter leverkusen reicht, so daß ich die kohle locker wieder
drin hab…

Schön, wenn man regelmäßig hinter Leverkusen fahren will. Und
was machen die anderen? Ich nehme an, man kann sich wenn
übernhaupt dann mit massivem bürokratischen Aufwand den
Fahrausweis herausnehmen lassen. Wieso sollen diese mit ihrem
Semseterbeitrag die Fahrausweise zahlen, die sie überhaupt
nicht brauchen?

Ich sehe das anders…
Ich versuche auch, wo es geht den ÖPNV zu meiden, bin aber dankbar, daß es das ticket gibt. Man kann es sich im übrigen recht komplikationslos erstatten lassen.
Die einführung des studitickets an unserer uni wurde von jedem begrüßt und stellt gleichzeitig auch die so ziemlich einzig nützliche sache dar, die das SP mal gesleistet hat…
Und, man braucht das ticket. Mir ist zumindest niemand bekannt, der sich den btrag mal hat auszahlen lassen…

LG Alex:smile:

Hallochen,

Schön, wenn man regelmäßig hinter Leverkusen fahren will. Und
was machen die anderen? Ich nehme an, man kann sich wenn
übernhaupt dann mit massivem bürokratischen Aufwand den
Fahrausweis herausnehmen lassen. Wieso sollen diese mit ihrem
Semseterbeitrag die Fahrausweise zahlen, die sie überhaupt
nicht brauchen?

Süß! Das gleiche Argument im ganz kleinen! „Wääää! Warum muss
ich als Autofahrer die Radwege mitfinanzieren?“ Wieso
überhaupt Steuern zahlen? Wozu „Solidargemeinschaft“. Mein
Ellenbogen ist stärker!

Und? Wo ist die Antwort auf die Frage?
Falls der Student in Zukunft selbst anstelle der Steuerzahler für das Studieren zahlen soll, so soll gefällligst auch nur der Student die Fahrscheine zahlen, der sie auch braucht.

Dann lies doch mal…
Hi,

die antwort, die du wolltest ist längst gegeben.
Es ist leicht möglich auf das studitickt zu verzichten, nur ist mir noch niemand begegnet der das wollte…

Wo bleibt also deine frage???

LG Alex

Semesterticket

ich bazahle so an die 130€ „semesterbeitrag“. Mag viel sein,
dafür bekomme ich aber auch ein studiticket, das von bonn bis
hinter leverkusen reicht, so daß ich die kohle locker wieder
drin hab…

Wenn Du mal genau nachdenkst, wirst Du einsehen,
dass auch das Semesterticket höchst ungerecht ist,
da dadurch Nicht-Städter (wie ich, die auf
ihr Auto angewiesen sind) Geld für etwas
für sie absolut unnützes wie ein Semesterticket
(zwei Busse pro Tag) zahlen.

Dein Ticket ist so *billig*, weil andere
das ihnen zustehende Ticket nicht nutzen (können),
und dadurch für Dich mitzahlen!

Aber auch wenn das Geld allen zu gute kommen
würde… (wers glaubt)…:

Soll man sich Geld abknöpfen lassen, um
es später nach Verwaltungskostenabzug teilweise
wiederzukriegen???

Gruss, Marco

Hi,

die antwort, die du wolltest ist längst gegeben.
Es ist leicht möglich auf das studitickt zu verzichten, nur
ist mir noch niemand begegnet der das wollte…

Die Antwort wurde erst nach der Frage gegeben.