Studiengebühren

Hi,

tja, was soll man davon halten?
Was herr frankenberg aus baden württemberg vorgeschlagen hat klingt ja erstmal ganz vernünftig: Man bezahlt seine gebühren erst im eigentlichen berufsleben…
Die lehre soll verbessert werden (wenns denn klappt), Da ist ja auch zunächst nix schlimmes dran…

Vielleicht VERBESSERT es auch den bildungs-wettbewerb.
Ich kann hier nur für meinen studiengang sprechen, da ist die führende uni, die privat uni in witten herdecke (kaum abbrecher, extrem hohe und gute examensschnitte).

Nur ob die, meist konservativ-wählenden dozenten wissen, was auf sie zukommt…
Gut, ich lebe im, im moment noch unbedrohten, nrw. Aber sobald ich auch nur einen cent für mein semester bezahle, wird das für mich mehr oder weniger eine dienstleistung sein. Großartig!!!
Dann brauch ich, wenn ich zu haus mal nicht mehr weiter weiß, nicht nen kommi… kommuli… mitstudierenden anzurufen. Ich telefonier einfach den prof. an…

Da sieht man auch mal, was son SP für einen tut…
Bei uns, z.b. wurde n bissl demonstriert und das wars dann.
Wir haben ne neue, beschissene, Approbationsordnung, in cdu-ländern gibts bald gebühren…
Dafür kann ich fairen kaffe für 7€ das pfund und öko-papier kaufen…

Naja, wenigstens wird dann dieser laden entlich mal entstaubt von denen, die ewig studieren, nur um ein bisschen uni-spaß-politik zu betreiben…

später mehr

LG Alex:smile:

Studiengebühren!
Sers!

tja, was soll man davon halten?
Was herr frankenberg aus baden württemberg vorgeschlagen hat
klingt ja erstmal ganz vernünftig: Man bezahlt seine gebühren
erst im eigentlichen berufsleben…

Naja … wenns denn sein muss … die Frage ist nur, wieviele Leute da dann wieder Möglichkeiten finden, das ganze zu umgehen. Und: Je mehr und je diffiziler eine Regelung wird, desto mehr Leute braucht man, um sie durchzusetzen, soll heissen, desto teurer wirds. Aber prinzipiell ist der Gedanke nicht verkehrt.

Nur ob die, meist konservativ-wählenden dozenten wissen, was
auf sie zukommt…
Gut, ich lebe im, im moment noch unbedrohten, nrw. Aber sobald
ich auch nur einen cent für mein semester bezahle, wird das
für mich mehr oder weniger eine dienstleistung sein.
Großartig!!!
Dann brauch ich, wenn ich zu haus mal nicht mehr weiter weiß,
nicht nen kommi… kommuli… mitstudierenden anzurufen. Ich
telefonier einfach den prof. an…

exakt das dürfte dann nämlich ein Problem gerade für kleine Unis (wie die an der ich bin :smile:) werden: da sind zwar die Verhältnisse Professor/Studi sehr gut, aber natürlich auch nicht genug Platz für alle. Nur: wenn ich für etwas bezahle, habe ich doch auch ein Recht auf Gegenleistung? Dann muss ich in jeden Kurs, für den ich qualifiziert bin, reinkommen und das wird dann die halbe Uni umwerfen.

Dafür kann ich fairen kaffe für 7€ das pfund und öko-papier
kaufen…

Muhahaha … ich weiss, was Du meinst.

Naja, wenigstens wird dann dieser laden entlich mal entstaubt
von denen, die ewig studieren, nur um ein bisschen
uni-spaß-politik zu betreiben…

Muhahaha … wieder ein Volltreffer!

später mehr

hoff ich doch!

MfG
Jimmy, der aber trotzdem kein Geld für die Gebühren hat

Hallochen,

Vielleicht VERBESSERT es auch den bildungs-wettbewerb.
Ich kann hier nur für meinen studiengang sprechen, da ist die
führende uni, die privat uni in witten herdecke (kaum
abbrecher, extrem hohe und gute examensschnitte).

Wenn das die Kriterien sind, dann ließe sich dass an jeder Dorf-Uni ganz einfach per Dienstanweisung an die Professoren hinbekommen: Einfach jede Prüfung mit 1+ bewerten. Dann gibts keine Abbrecher und nur supergute Examina.

Nur ob die, meist konservativ-wählenden dozenten wissen, was
auf sie zukommt…

Was denn? Für die Dozenten und Professoren ändert sich aber auch rein gar nichts. Das ist ja das tolle.

Gut, ich lebe im, im moment noch unbedrohten, nrw. Aber sobald
ich auch nur einen cent für mein semester bezahle, wird das
für mich mehr oder weniger eine dienstleistung sein.

Für Dich vielleicht, aber ganz sicher nicht für die Hochschulverwaltung und (da bin ich bereit ganz doll hohe Summen zu wetten) bestimmt nicht für die Professoren. Die bleiben doch nach wie vor Beamte mit C3/C4 und (je nach Fachrichtung) säckeweise Beraterverträgen.

Großartig!!!

Ja! Ich bin heilfroh, dass ich den Scheiß hinter mir habe. Zahl mal schön für Deine „Dienstleistung“ :smile:

Dann brauch ich, wenn ich zu haus mal nicht mehr weiter weiß,
nicht nen kommi… kommuli… mitstudierenden anzurufen. Ich
telefonier einfach den prof. an…

Genau. Prima Idee. Da wäre ich ja gerne dabei. (Abgesehen davon habe ich sogar im alten System ab und zu mal einen Prof angerufen oder außerhalb seiner Vorlesungszeit aufgesucht. Das ging bei ungefähr einem von hundert und das wird sich wie gesagt durch Deine Gebühren auch nicht ändern).

Da sieht man auch mal, was son SP für einen tut…
Bei uns, z.b. wurde n bissl demonstriert und das wars dann.

Ähm, demonstrieren musst Du schon selbst, Pappnase. Seit wann lässt man denn andere für sich demonstrieren??

Wir haben ne neue, beschissene, Approbationsordnung, in
cdu-ländern gibts bald gebühren…

Ist doch toll, sagst Du.

Dafür kann ich fairen kaffe für 7€ das pfund und öko-papier
kaufen…

Auch nicht schlecht :smile:

Naja, wenigstens wird dann dieser laden entlich mal entstaubt
von denen, die ewig studieren, nur um ein bisschen
uni-spaß-politik zu betreiben…

Genau, die sind schließlich an der Misere schuld!

Das ganze erinnert mich entfernt an den von Feynman geprägten Begriff „Cargo Cult Science“. Wenn wir hier munter Gebühren einführen, dann wird jede Hochschule ganz wie Harvard. Die nehmen ja schließlich auch Gebühren.

http://www.physics.brocku.ca/etc/cargo_cult_science…

Ich glaube, die Realität sieht anders aus. In Hamburg wird von den Studiengebühren das Mühlenberger Loch zugeschüttet, in NRW die Steinkohle subventioniert und was sie in BW damit vorhaben, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber mit Sicherheit nicht den Etat der Hochschulen erhöhen!

Gruß

Fritze

Auch hallo.

Beim Thema Studiengebühren muss man mal die beiden Modelle (freie Hochschulbildung vs. Studiengebühren) miteinander vergleichen. Im ersten Fall kann es passieren, dass der Einzelne für eine Leistung zahlt auf die er wg. der Voraussetzungen keinen Anspruch hat. Im zweiten Fall kann man anführen, dass der Einzelne ja auch Geld für anderen Firlefanz hat oder die Qualität der Lehre möglichst neutral kontrolliert werden muss. ‚Schlechte‘ Bildung mit hohen Kosten (egal ob wg. des Geldes oder der Qualifikation) kann man sich dagegen in beiden Systemen an Land ziehen.
Ich will beide Seiten der Medallie betrachten, deswegen bringe ich hier jetzt den Link an: http://www.google.de/search?hl=de&q=%22Studiengeb%C3…
Aber dieser Vorschlag, die Gebühren erst im Erfolgsfall (=Arbeit gefunden) zu bezahlen, hat was für sich :smile:

mfg M.L., der seine Sachen im Supermarkt ja auch selbst bezahlt und nicht nach der Allgemeinheit ruft, dass diese dafür geradesteht…

Guten Morgen, :smile:

tja, was soll man davon halten?
Was herr frankenberg aus baden württemberg vorgeschlagen hat
klingt ja erstmal ganz vernünftig: Man bezahlt seine gebühren
erst im eigentlichen berufsleben…
Die lehre soll verbessert werden (wenns denn klappt), Da ist
ja auch zunächst nix schlimmes dran…

Ach, wie schön, dass ich hier nix an Nachrichten mitbekomme. Könnte ja mal Zeitung lesen…oder fernsehen…aber nee. Ist mir eigentlich egal. Gebühren nach dem Studium bezahlen. Geile Idee. *grins* Das darf ich auch, schön, dass dann noch andere Leute mitmachen. Bei mir werden es wenn es gaaaaaaaaanz dicke kommt so um die 9000 Euro, die ich zahlen muss. Vielleicht sollte ich mal meine Uni anrufen und fragen wie die sich das so vorgestellt haben. *lächel* Naja, bei mir zahlt die Regierung wahrscheinlich so 3600 Euro der Gebühren, ausserdem bekomme ich wohl noch ein Stipendium von ca. 10500 Euro. Auch net schlecht.

Dann brauch ich, wenn ich zu haus mal nicht mehr weiter weiß,
nicht nen kommi… kommuli… mitstudierenden anzurufen. Ich
telefonier einfach den prof. an…

Ich schreib denen normalerweise ne Mail. Oder ich geh hin, wenn ich mal Zeit habe…oder ich rufe kurz an, …oder frage nach der Vorlesung, wann sie denn mal kurz Zeit haben. Bisher hat das noch keine Probleme gegeben und sie haben sich immer ganz freundlich Zeit für mich genommen. (Aber ich zahl ja auch schon Studiengebühren.)

Dafür kann ich fairen kaffe für 7€ das pfund und öko-papier
kaufen…

Ich trink keinen Kaffee…aber das ist doch echt nett, dass du sowas machen kannst. :smile:

Schönen Gruß
Kel

Hallo,

Ich schreib denen normalerweise ne Mail. Oder ich geh hin,

wenn ich mal Zeit habe…oder ich rufe kurz an, …oder frage
nach der Vorlesung, wann sie denn mal kurz Zeit haben. Bisher
hat das noch keine Probleme gegeben und sie haben sich immer
ganz freundlich Zeit für mich genommen. (Aber ich zahl ja auch
schon Studiengebühren.)

Ich sehre du bist in England?

Dann glaubst du nicht wirklich, dass du in D an eienr normalen Uni einen Prof am Telefon erreichst oder ihm eine EMail schreiben brauchst? Dann kannst du auch ein Gespräch mit seinem Briefkasten beginnen. Und ich bin sehr sicher, dass sich daran nichts ändern wird, nur weil man dann Gebühren zahlt.

Hi

Ich sehre du bist in England?

Dann glaubst du nicht wirklich, dass du in D an eienr normalen
Uni einen Prof am Telefon erreichst oder ihm eine EMail
schreiben brauchst? Dann kannst du auch ein Gespräch mit
seinem Briefkasten beginnen. Und ich bin sehr sicher, dass
sich daran nichts ändern wird, nur weil man dann Gebühren
zahlt.

Also ich weiss ja nicht an was für einer Uni du bist, aber bei uns ist das kein Problem. Die Profs sind per email gut erreichbar und auch per Telefon ist kein Problem. Ein Prof hat uns sowohl Instituts- als auch Privatnummer (!) gegeben und ist eher beleidigt, wenn ihn mal niemand angerufen hat :smile: Nur seine Frau klingt manchmal etwas genervt wenn man anruft *gg*

Grüße
diemaus

Hallo!

Dann glaubst du nicht wirklich, dass du in D an eienr normalen
Uni einen Prof am Telefon erreichst oder ihm eine EMail
schreiben brauchst? Dann kannst du auch ein Gespräch mit
seinem Briefkasten beginnen. Und ich bin sehr sicher, dass
sich daran nichts ändern wird, nur weil man dann Gebühren
zahlt.

Die Erreichbarkeit der Professoren hängt sicherlich stark von Fachrichtung und Größe des Instituts ab. Ich als Professorin würde auch eher 16 Leuten im Seminar als 600 Leuten in der Vorlesung meine Daten geben… Telefon, eMail, auch mal vor oder nach der Veranstaltung den Professor ansprechen - ich studiere an drei Fachbereichen, an den beiden nicht überfüllten ist das möglich…

Gruß sannah

Sers!
Also, ich denk halt mal das ist Uni- und Profabhängig. Wenn ich mir meine Uni ansehe, da war ich im 1. Semester mit 2 Profs per Du. An anderen Unis/Fakultäten wollen die Leute mit Herr Professor angesprochen werden.
Genauso wird sichs auch mit der Verfügbarkeit für Studenten ausserhalb der Vorlesungszeit haben.
MfG
Jimmy

Hallo Michael,

Ich sehre du bist in England?

Stimmt. :smile:

Dann glaubst du nicht wirklich, dass du in D an eienr normalen
Uni einen Prof am Telefon erreichst oder ihm eine EMail
schreiben brauchst? Dann kannst du auch ein Gespräch mit
seinem Briefkasten beginnen. Und ich bin sehr sicher, dass
sich daran nichts ändern wird, nur weil man dann Gebühren
zahlt.

Ich hab vorher in Deutschland studiert und hatte auch dort keine Probleme damit. Vielleicht liegt es eher an deiner Uni oder deinem Fachbereich. Gut, in D. musste ich mich eher an die Sprechzeiten halten, es hat aber immer geklappt. :smile: Vielleicht bist du auch nur nicht laut genug… *hüstel*…und deine Profs bemerken dich nicht. *fg*

Hallo,

Ich hab vorher in Deutschland studiert und hatte auch dort
keine Probleme damit. Vielleicht liegt es eher an deiner Uni
oder deinem Fachbereich. Gut, in D. musste ich mich eher an
die Sprechzeiten halten, es hat aber immer geklappt. :smile:
Vielleicht bist du auch nur nicht laut genug… *hüstel*…und
deine Profs bemerken dich nicht. *fg*

Naja, sehr witzig. Das kommt natürlichauf die Uni an. An einer FH ist es sowieso kein Thema, da dort eher schulisch ausgebildet wird. An einer Uni an der du nicht gerade ein Fach wie Politik oder sonst was hast, wo eh nur eine Handvoll Studenten rumlaufen ist es aber normal, dass man den Prof nie richtig sieht. BWL in Mannheim z. B. ist so voll, dass es kaum üblich ist, mit dem Prof zu reden oder zu telefonieren. Den Prof für meine Diplomarbneit habe ich jedenfalls ganze 10 Minuten in meinem Leben persönlich gesporchen. Und das nicht weil ich nicht wollte, sondern weil er eben nicht mehr Zeit hat. Der Rest wird an die Assis abgegeben.

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Hallo,

Beim Thema Studiengebühren muss man mal die beiden Modelle
(freie Hochschulbildung vs. Studiengebühren) miteinander
vergleichen. Im ersten Fall kann es passieren, dass der
Einzelne für eine Leistung zahlt auf die er wg. der
Voraussetzungen keinen Anspruch hat. Im zweiten Fall kann man
anführen, dass der Einzelne ja auch Geld für anderen Firlefanz
hat oder die Qualität der Lehre möglichst neutral kontrolliert
werden muss.

Ähm, kannst Du mir mal erklären, was Du mit „Firlefanz“ meinst?

Ist aber ein interessanter Ansatz. Warum soll die Allgemeinheit z.B. für Bibliotheken zahlen, obwohl der größte Teil sie niemals nutzt? Also, weg mit den öffentlichen Bibliotheken. Warum sollen Menschen mit Hauptschulabschluss für Realschulen oder gar Gymnasien bezahlen? Weg mit den öffentlich finanzierten Schulen! Warum sollen kinderlose Arbeitnehmer für solchen Luxus wie Kindergärten und -Krippen bezahlen? Ist ja wohl die Höhe. Weg mit den öffentlich finanzierten Kindergärten. Warum soll die Allgemeinheit dafür aufkommen, dass eine Minderheit im Park spazieren gehen kann? Weg mit den öffentlich finanzierten Grünanlagen. Warum sollen Radfahrer mit ihren Steuern den Straßenbau unterstützen? Weg mit den öffentlich finanzierten Verkehrswegen (denn die Autofahrer wollen schließlich auch keine Radwege bezahlen).

Warum sollen Heerscharen von gesunden Menschen die paar Siechen durchfüttern? Weg mit öffentlich finanzierten Krankenhäusern und den ganzen gesetzlichen Krankenkassen.

Hach, es ließen sich so unendlich viele Beispiele finden … warum sollen gerade die Studenten dran glauben? Hmm … vielleicht weil es einfach ist, sich immer eine kleine Gruppe herauszupicken? Mal sehen, wer als nächstes dran ist.

Gruß

Fritze

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Auch hallo.

Also so undifferenziert (jeder zahlt nur für das, was er/sie tatsächlich braucht) darf man die Situation sicherlich nicht betrachten. Immerhin gibt es Ausgaben die der Staat, mangels Rentabilität aus privatwirtschaftlicher Sicht, übernimmt und von denen ALLE einen Nutzen haben sollen (z.B. ein Krankenhaus. Für das übrigens auch gezahlt sein will…). Hier ist ja noch unmittelbar einzusehen, WOFÜR gezahlt wird. Zudem sind hierja auch keine formalen Voraussetzungen gegeben um die gegebene Dienstleistung (be)nutzen zu dürfen. Im Gegensatz zu z.B. einem Studium, für dessen Aufnahme Bedingungen erfüllt sein wollen. Und da ja keiner zu seinem Glück gezwungen werden soll, überlässt man den Individuum selbst, OB es eine erreichbare Dienstleistung in Anspruch nimmt.
Wenn man dagegen ALLES privatisieren würde, wäre nur der Nutzen für den Einzelnen der Antrieb zur technischen (Weiter)Entwicklung der Gesellschaft. So etwas wie eine Hüftprothese wäre also noch gar nicht erfunden, WENN es nicht jemanden gäbe, der diese bräuchte…

mfg M.L.

Auswahlverfahren
Zu viele Studenten gibts ja eigentlich nicht,
es wird nach immer mehr Bildung verlangt,
also ist jedes Studierhemmnis sowieso
schlecht für die Wirtschaft.

Was ist die Folge des Auswahlverfahrens
„Studiengebühren“? --> nur noch Kinder reicher
Eltern dürfen ihren Doktor machen.

Das ist eine nicht-leistungsspezifische
Vorauswahl. Sie wird der Hochschulqualität
sehr schaden. --> Noch mehr Arbeitsplätze
wander ins Ausland.

Gruss, Marco

Hallo.

Man muss erstmal sehen, dass je reicher und gebildeter die Eltern eines Kindes sind, dieses umso eher einen Abschluss errreicht, welcher zum Studium berechtigt. Bei unserem heutigen Steuersystem zahlen zwar alle für die ‚freie Hochschulbildung‘, aber nicht alle können ihren Anteil daran auch dementsprechend geltend machen. Hier noch ein Link: http://de.news.yahoo.com/050126/286/4e0p5.html
Noch was: wenn tatsächlich eine Einteilung reicher Student-&gt:stuck_out_tongue_winking_eye:rivatstudium, armer Student->öffentliches Studium stattfinden würde, wären die besser Ausgebildeten in ihrem Fach auf dem Arbeitsmarkt klar im Vorteil. Beim Privatstudium erwartet man für sein Geld schliesslich eine entsprechend gute Gegenleistung.

HTH
mfg M.L.

WOW! an die uni will ich auch… owt
.

Hallo,

Also so undifferenziert (jeder zahlt nur für das, was er/sie
tatsächlich braucht) darf man die Situation sicherlich nicht
betrachten.

Dann verkneif Dir doch das nächste mal das saublöde „ich will ja auch nicht, dass die Allgemeinheit meine Ausgaben im Supermarkt bezahlt“ Argument.

Immerhin gibt es Ausgaben die der Staat, mangels
Rentabilität aus privatwirtschaftlicher Sicht, übernimmt und
von denen ALLE einen Nutzen haben sollen (z.B. ein
Krankenhaus. Für das übrigens auch gezahlt sein will…).

Hä? Krankenhäuser sollen nicht rentabel sein? Sie werden gerade in großem Tempo privatisiert. Übrigens in Hamburg gegen den erklärten Willen von 75% der Bevölkerung, aber seit wann hören Politiker denn darauf, was das Volk gerne möchte.

Ich verstehe auch nicht, wieso die Allgemeinheit mehr von Krankenhäusern, als von Universitäten profitiert. Ich kenne einen Haufen Menschen, die noch nie ein Krankenhaus von innen gesehen haben. Aufnahmekriterien gibt es da zwar nicht direkt, aber in jedem (öffentlichen) Krankenhaus haben die Chefärzte ihre (öffentlich) bezahlte Privatabteilung, wo dann nur Privatpatienten behandelt werden. Wieso ist da also das öffentliche Interesse größer?

Im Gegensatz zu
z.B. einem Studium, für dessen Aufnahme Bedingungen erfüllt
sein wollen.

Die Bedingung für Krankenhaus ist: Krankheit und ggf. Privatpatient. Insbesondere letzteres ist per Gesetz den meisten Menschen hierzulande streng verboten. Bedingung für Studium ist Abitur. Der entsprechende Schulbesuch steht jedem frei (noch)!

Und da ja keiner zu seinem Glück gezwungen werden
soll, überlässt man den Individuum selbst, OB es eine
erreichbare Dienstleistung in Anspruch nimmt.

Es steht doch wohl außer Frage, dass die Allgemeinheit ein extrem starkes Interesse an hochqualifizierten Menschen hat. Wenn wir uns hier alle nur noch gegenseitig die Haare schneiden bzw. den Müll wegkarren, dann ist hier schnell zappenduster. Mit den Studiengebüren wird eine große Bevölkerungsgruppe (nämlich die Kinder gerade derer, die jetzt besonders laut „Jaa! Die blöden Studis sollen mal kräftig bluten!“ gröhlen) de Facto vom Studium ausgeschlossen. Und das, obwohl sie die Aufnahmekriterien (Abitur) erfüllen.

Das Stiependienwesen ist in Deutschland so unbedeutend, das man sagen kann, es existiert nicht. Föderung nach BAFöG ist ein schlechter Witz.

Und das beste ist: Die Gebühren kommen ja nicht einmal den Hochschulen zu Gute! Anstatt deren Budgets zu erhöhen, werden munter Haushaltslöcher gestopft.

Wenn man dagegen ALLES privatisieren würde, wäre nur der
Nutzen für den Einzelnen der Antrieb zur technischen
(Weiter)Entwicklung der Gesellschaft.

Hä?

So etwas wie eine
Hüftprothese wäre also noch gar nicht erfunden, WENN es nicht
jemanden gäbe, der diese bräuchte…

Hmm, wieso meinst Du ist den die Hüftprothese erfunden worden? Ein verbeamteter Wissenschaftler mit Dotter im Bart hat in einem Topf gerührt bis „Huch? Was ist denn das?“ … eine Hüftprothese rauskam?

Interessanter ist da schon der „Junge Union“ Ansatz, dass alte Menschen kein Anrecht mehr auf eine solche haben. Sind ja schließlich alt und könnten eigentlich demnächst sowieso mal sterben bitte. Liegen der Öffentlichkeit sonst nur auf der Tasche und nehmen manchmal sogar jungen, aufstrebenden Akademikern einen Studienplatz weg!

Gruß

Fritze

Hallo,

Noch was: wenn tatsächlich eine Einteilung reicher
Student-&gt:stuck_out_tongue_winking_eye:rivatstudium, armer Student->öffentliches
Studium stattfinden würde, wären die besser Ausgebildeten in
ihrem Fach auf dem Arbeitsmarkt klar im Vorteil.

Klar. Dann doch lieber: Arme Familie->gar kein Studium, Reiche Familie->Studiengebühren für den Kohlebergbau

Gruß

Fritze

Hallo,

also erst mal soviel: mit Studiengebühren hätte ich nicht studieren können.
nein, ein Stipendium habe ich auch nicht bekommen und von Reichtum in der Familie ganz zu schweigen.

Heute bin ich selbst Professor.

  1. Ich glaube nicht, dass das Geld wirklich den Universitäten zugute kommt. Wieso denn auch. Andere Einnahmen werden doch auch abgeführt.

  2. Die Universitäten haben nicht zu wenig Geld. Zumindest ist die Rechnung viel Geld = viel Qualität falsch. Die Universitäten brauchen mehr Verantwortung und Selbständigkeit. Wenn die Mittel bis Ende November eingefroren sind und dann innerhalb von 2 Wochen verheizt werden müssen, kann dabei auch nichts sinnvolles rauskommen.

  3. Wenn die Hauptarbeit eines Professors das Schreiben von Anträgen ist, woher soll dann die Forschungsleistung kommen.

Kurz:

Man wird sich mit dem Geld die Taschen füllen und mit jedem vereinnahmten Euro die Grundförderung verringern.

Man schaue auf die Verwaltungsgebühren, die meiner Meinung nach ebenfalls rechtswidrig erhoben werden. In BW bezahlt man 80 Euro / Jahr für die Verwaltung. Eine Verwaltung, die 80 Euro pro Studenten braucht, sollte entlassen werden. Das kann jeder Steuerberater für einen Bruchteil der Summe.

Gruß

Peter

Hallo nochmal,

Naja, sehr witzig.

Och, net grummelig werden. *lächel*

Das kommt natürlichauf die Uni an. An einer
FH ist es sowieso kein Thema, da dort eher schulisch
ausgebildet wird. An einer Uni an der du nicht gerade ein Fach
wie Politik oder sonst was hast, wo eh nur eine Handvoll
Studenten rumlaufen ist es aber normal, dass man den Prof nie
richtig sieht. BWL in Mannheim z. B. ist so voll, dass es kaum
üblich ist, mit dem Prof zu reden oder zu telefonieren. Den
Prof für meine Diplomarbneit habe ich jedenfalls ganze 10
Minuten in meinem Leben persönlich gesporchen. Und das nicht
weil ich nicht wollte, sondern weil er eben nicht mehr Zeit
hat. Der Rest wird an die Assis abgegeben.

Hast du schonmal versucht in ein Seminar für Politikwissenschaften reinzukommen? Bei meinem letzten Versuch, passte ich nicht mal mehr durch die Tür (und soooo dick bin ich gar nicht). Natürlich, BWL ist nicht gerade ein Studiengang mit wenig Leuten aber die Fachbereiche sind dann auch meist größer. (Im übrigen hatte ich in dem Fachbereich auch nicht unbedingt ein Problem…aber ich war ja nur in Halle, die Uni ist schön klein.)

Meine jetzige Uni hat ca. 4500 Studenten. Ich habe meinen persönlichen Tutor und auch die anderen Dozenten nehmen sich Zeit für die Studenten. Gut, ich bezahle dafür und kann auch eine Gegenleistung erwarten.
Durch die Einführung von Studiengebühren wird sich an deinem Problem in Deutschland nicht schlagartig was ändern. (Ich weiss, das Problem haben noch andere Leute, besonders an den großen Unis.) Aber vielleicht kommt mit der Zeit endlich mal das Bewusstsein, dass Universitäten in gewisser Weise auch eine Dienstleistung anbieten, für die die Studenten bezahlen.
In Deutschland hatte ich ständig das Gefühl, dass einige Dozenten von einem erwarten immer alles schon zu wissen. Wenn ich alles wüsste, wäre ich deren Vorgesetzte und müsste nicht mit Fragen nerven.
Hier schmeisst mir keiner an den Kopf, dass ich nicht für ein Hochschulstudium geeignet wäre, weil mein Referat nicht den Anforderungen entspricht. (Und das, nachdem ich eine Woche vor dem Termin erfahren habe, dass ich das Thema meiner Partnerin ebenfalls bearbeiten soll. Nach drei Anfragen hab ich den Hinweis bekommen „Ja, machen Sie das doch wie Sie wollen.“ Die Frau hat doch echt einen an der Klatsche, die Gute…und spielt sich auch noch ohne Lehrbefähigung so auf.) Versteh mich nicht falsch, mein Notendurchschnitt lag bei 1,8.
Ich bezahle Studiengebühren, ok. Dafür machen sich meine Dozenten aber auch die Mühe meine Referate und Hausarbeiten mit mir durchzusprechen. Ich bekomme „konstruktive“ Kritik, und Tipps, wie ich mich verbessern kann, woran ich arbeiten muss usw. Sowas erwarte ich von einem Studium und einer guten Universität. In Halle hatte ich auch einige sehr gute Dozenten, die auf diese Weise gearbeitet haben. Leider gab es aber auch viele, die am liebsten einfach so in ihrem Büro vergammelt wären, ohne jemals Studenten zu sehen.