Mal was zur Bergiffsdefinition: Regelstudienzeit = Zeit, in der ein durchschnittlicher Student fertig wird. Insbesondere ist das ungleich der Mindeststudienzeit lt. Studienordnung. Also z.B. Medizin: Mindestens 8 Semester (hihi), Regelstudienzeit 14 Semester + 20% (großzügig: 3 Semester extra) macht 17 Semester. Aber es geht weniger um die eigentliche Semesterzahl, sondern zu besuchende Veranstaltungen. Es wird stark von der jeweiligen Fachrichtung abhängen müssen.
Naja, aber damit wäre ja immer noch nicht die Freiheit
gegeben, mal den ein oder anderen Sprachkurs oder sowas zu
machen, bzw fächerübergreifende Sachen, die man theoretisch
nicht wirklich braucht.
Doch, das sollte mit dieser großzügigen Annahme ohne weiteres möglich sein. Außerdem zählen Sprachkurse nicht dazu (Studium Generale ode wie das damals genannt wurde … da konnte man so ziemlich alle Sprachen lernen inkl. Maja) – die waren schon immer für Vollzeit-Studenten an der Uni gratis.
Ich zumindest würde dann schön drauf achten, meine Studentzahl
so gering wie möglich zu halten, denn wer weiß denn schon, ob
ich nicht kurz vor Ende krank werde oder Prüfungsangst
entwickle oder mir sonstwas dazwischen kommt.
Das mit der Prüfungsangst ist eher unwahrscheinlich, über ein Jahr andauernde Krankheiten auch (ausserdem schreibst Du Dich dann ja auch nicht ein). Bei zwigenden Gründen (Attest) sollte man auch über Ausnahmeregelungen nachdenken.
Aber vielleicht ist das alles dann auch so kompliziert zu verwalten, dass es günstiger ist, das Erststudium – egal wie lange es dauert – ohne Studiengebühren zu ermöglichen. Das spart am Verwaltungsapparat.
[…]
(Waren das jetzt genug Absätze? Oder wieder zu viele? ;o))
Wenn überhaupt…
Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust:
Grundsätzlich sollte Bildung nicht zur Ware werden - ein Staat hat auch im eigenen Interesse die Pflicht, jedem Bürger die Möglichkeit eines Studiums zu ermöglichen. Nur so kann ist Berufsbefähigung nach Qualifikationen gewährleistet und nicht durch finanzielle Möglichkeiten.
Andererseits habe ich (ebenfalls grundsätzlich) nichts dagegen, für eine erbrachte Leistung Geld zu zahlen. Man muss sich mal realistisch klarmachen, auf welche Massen an Informationen, Materialien, Angebote und Personen man an einer Uni zurückgreift - ohne einen Cent dafür zu löhnen.
WENN überhaupt Studiengebühren (und ich glaube, die werden uns nicht ewig erspart bleiben), dann so:
Direkte Nutzung des gezahlten Geldes an der Universität zum Wohle der Studenten - also Leistung gegen Geld. Investitionen in konkurrenzfähige Bibliotheken, moderne Technik und Hörsäle ohne jahrelang kaputte Sitzbänke. Das Geld darf nicht in den Haushalt einfliessen, es sei denn, es fliesst von da aus wieder direkt in die Uni.
Keine Bestrafung für Langzeitstudenten, wenn nur wenige der Universitäten für ein schnelles und zielorientiertes Studium optimiert sind. Eine „Bestrafung“ dürfte es nur geben, wenn
jeder - auch Bafög-beziehende, nebenher arbeitende, alleinerziehende Studenten - problemlos sein Studium in der Regelzeit durchziehen könnte und das tatsächlich nur aus Unlust nicht macht. Dafür müssten Struktur und Art des Studiums gestrafft werden.
Keine Pauschale, sondern eine an das Einkommen des Studenten prozentual angepasste Summe.
Qualitätsmanagement an Universitäten. Wer sollte dafür zahlen, daß ein Professor in einer Veranstaltung sein herausgegebenes Buch herunterliest?
Das wären jetzt die Punkte, die meiner Meinung nach ganz sinnvoll wären.