Studiengebühren für sog. Langzeitstudierende

In Schleswig-Holstein will die FDP Studiengebühren für sog. Langzeitstudierende (€ 500,00/Semester) einführen.

Warum sind Langzeitstudierende eigentlich teuer? Sind sie als Arbeitslose nicht noch teurer? Oder steckt etwas ganz Anderes dahinter?

Hallo Axel
Das Problem ist, dass viele Leute, die de facto nicht mehr studieren, sich nur pro Forma als Student einschreiben, um billig an das Semesterticket, billige Krankenversicherung usw. zu kommen.

Tommy

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Hi Axel,

In Schleswig-Holstein will die FDP Studiengebühren für sog.
Langzeitstudierende (€ 500,00/Semester) einführen.

Nicht nur dort, sondern u.a. in NRW auch (€ 650/Sem.)

Warum sind Langzeitstudierende eigentlich teuer?

Sie führen zu einer Fehlleitung von Mitteln (Kapazitäten an Hochschulen werden u.a. über die Anzahl der eingeschriebenen Studenten geplant). Weiterhin nutzen sie Vorteile, die ihnen zum Teil nicht zustehen. Und sie versauen:smile: den Ruf der dt. Hochschulen, da sie die Abruchsraten und Studiendauern nach oben treiben, ein nicht unwesentlicher Nachteil, wenns ums anwerben von einträglichen ausländischen Studenten geht.

Sind sie als
Arbeitslose nicht noch teurer?

Ich glaube nicht, dass viele arbeitslos sind. Die meisten sind Karteileichen, die durchaus erfolgreich arbeiten und Geld verdienen!

Oder steckt etwas ganz Anderes
dahinter?

Natürlich. Erstmal braucht der Fiskus dringend Geld. Und zweitens ist es ein Einstieg in den Umbau unseres Ausbildungssystems (vom bezahlfreien zum bezahlten Studium, eine Sache, die ich zumindest nicht einmal ablehnen würde, auch wenn es mich als berufsbegleitender Student der Fernuni Hagen ebenfalls trifft).

Grüße
Jürgen

500Euro sind in meinen Augen zu wenig!

Und: Wer noch nie gearbeitet hat, kann auch nicht arbeitslos sein! Also kostet er auch nichts!

Jedi

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Hi Jedi,

500Euro sind in meinen Augen zu wenig!

Nur mal so aus Interesse: Wie hoch sollen sie Deiner Meinung nach sein und warum?

Und: Wer noch nie gearbeitet hat, kann auch nicht arbeitslos
sein! Also kostet er auch nichts!

Woher nimmst Du Deine Meinung, dass Langzeitstudenten nicht bereits gearbeitet haben bzw. arbeiten?
Weiterhin: Wieso meinst Du, dass ein solcher Nichtarbeitsloser nichts kostet?

Grüße
Jürgen

Und: Wer noch nie gearbeitet hat, kann auch nicht arbeitslos
sein! Also kostet er auch nichts!

Woher nimmst Du Deine Meinung, dass Langzeitstudenten nicht
bereits gearbeitet haben bzw. arbeiten?
Weiterhin: Wieso meinst Du, dass ein solcher Nichtarbeitsloser
nichts kostet?

Nur mal so zur Info:
Studis haben keinen Anspruch auf Sozialhilfe. Brechen die ihr Studium ab, und finden keinen Job oder haben keinen Bock auf Arbeit (das wollen hier doch viele hören, oder?), können sie mal ganz locker „Stütze“ abkassieren.
Die Krankenkassenbeiträge, die der Studi selbst löhnen muss, werden dann wohl auch noch vom Sozialamt übernommen.

Ich weiss nicht, was wirklich billiger ist. Viele Studis oder viele Sozialhilfeempfänger? Ob von den kassierten Studiengebühren nach Verwaltungskosten noch viel übrigbleibt ist außerdem fraglich.

Wahrscheinlich kommts bei der Sache mal wieder nur darauf an:
Welche Behörde muss welche Kosten tragen?
Da spart sich die eine Behörde zu Lasten der anderen kaputt.
Eine reine Kostenverlagerung nützt keinem.

Wahrscheinlich wird man erst merken, welchen negativen Einfluss das Sparen im Bildungssektor auf den Standort Deutschland hat, wenn in 10 Jahren eine Studie aufdeckt, dass deutsche Studis im Vergleich mit der Welt nicht mehr viel taugen.
Dann wird es aber zu spät sein.

MfG
Stephan

PS: Sollen die in NRW erstmal die Kohlesubventionen abschaffen, bevor sie anfangen Studis abzukassieren, die sowieso schon ständig am Existenzminimum kratzen.

Hi!

Keine Antwort auf deine Frage, aber eine Frage die ich mir selbst diesbezüglich stelle: Warum eigentlich bei den Studenten *während* des Studiums abkassieren, wenn sie doch dann sowieso kein Geld haben und vielleicht aus Angst vor Schulden das Studium abbrechen, bzw gar nicht erst aufnehmen (bis auf jene Betrüger, die nur gerne steuerfrei arbeiten möchten und tatsächlich gar nicht studieren)? Warum nicht *nach* dem Studium kassieren, also einen gewissen Prozentsatz vom Gehalt abziehen, und zwar proportional so lange, wie auch studiert wurde?
Dadurch würde man einerseits Faulenzer zur Eile antreiben, andererseits auch wirklich gerechte „Studiengebühren“ haben, denn es gäbe keinen Pauschalsatz - wer dank seiner akademischen Ausbildung einen Superjob bekommen hat, zahlt mehr, wer trotz akademischer Ausbildung Taxi fährt zahlt weniger. Und wer arbeitslos ist, der zahlt halt gar nichts, bis er wieder Arbeit hat.
Stell ich mir das zu einfach vor, oder was spricht dagegen?

Rätselnd
Annie