das ja bald das bewerben für das wintersemester losgeht, wollte ich mich dochnochmal schlau machen ob es noch andere gute studienrichtungen für mich gäbe. was kann man bei uns noch alles studieren, womit man später auch eine perspektive hat, und nicht „brotlos“ rumsitzt. das studium sollte nicht unbedingt sehr viel mit chemie oder mathe zu tun haben. bisher möchte ich in die richtung pädagoik studieren- mich aber auch gerne für andere studienrichtungen bewerben.
vielen dank
Hallo,
ich habe Pädagogik studiert (warte noch auf Zusendung des Diplomzeugnisses, sonst alles fertig) und rate dringlichst jedem davon ab.
Im Stern oder im Spiegel stand letztens etwas (hat mir Schwiegermutter in spe mitgeteilt), dass es für 20.000 Pädagogik-Absolventen ca. 1.000 bis 2.000 Stellen gäbe. Alle anderen müssten - wie ich jetzt auch - quer einsteigen bzw. das Beste daraus machen. Mein Pädagogik-Studium war zwar relativ breit angelegt, jedoch leider auch sehr seicht, weswegen man zwar überall etwas Ahnung hat, aber nirgendwo so viel, als dass man draus etwas machen könnte.
Fakt ist: Ich ärgere mich so, dass ich Pädagogik studiert habe. Ist zwar durchaus ein interessantes Fach, aber Zukunftsperspektiven damit hat man keine besonderen. Mal schauen, vielleicht wird ja was aus dem Job im Callcenter was…
Grüße
Manor
Oh Gott!
Hallo zusammen,
studiert man heute wirklich nur noch, weil einem gerade nichts besseres einfällt? Und dann auch nur ein Fach, was gerade laut Statistik vom Arbeitsamt, pardon, von der Bundesagentur für Beschäftigung, besonders gefragt ist?
Mich gruselts …
Fritze
Hallo Fritze,
studiert man heute wirklich nur noch, weil einem gerade nichts
besseres einfällt? Und dann auch nur ein Fach, was gerade laut
Statistik vom Arbeitsamt, pardon, von der Bundesagentur für
Beschäftigung, besonders gefragt ist?
So ziemlich die gleichen Gedanken sind mir auch gekommen, als ich die Frage laß.
Mich gruselts …
Dito
Gandalf
unter www.hochschulkompass.de bekommst Du einen Überblick was alles studiert werden kann und wo. Viel Spaß beim Stöbern…
Gruß anna
nein. aber man kann auch nicht nur frei nach schnauze, egal obs einen was bringt, studieren. es sei man hat reiche eltern.
thx an die anderen antworten
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Hallo Felicidy,
KLar kann man frei nach Schnauze studieren! Wenn es das ist, was man wirklich will und man daher auch wirklich gut in dem Fach ist, kann man mit jedem Studienfach einen Job finden!
Jedenfalls wesentlich eher, als bei einem Fach, das man nur „weils gute Aussichten hat“ studiert!
Vampy
Hi Felicidy,
nein. aber man kann auch nicht nur frei nach schnauze, egal
obs einen was bringt, studieren. es sei man hat reiche eltern.
als ich mit dem Chemiestudium begann, waren die Berufaussichten nicht gerade rosig. Aber alles andere hätte mich nicht interessiert.
Wenn ich statt dessen Maschinenbau oder E-Technik studiert hätte (weil da die Berufaussichten damals wesentlich besser waren), wäre ich sicher kein guter Maschinenbauer geworden und nach dem Studium zum einen kreuzunglücklich gewesen und zum anderen arbeitslos, weil ich zum einen schlechte Noten gehabt hätte und ein schlechter Ing geworden wäre.
Meine Schwester (und wir haben wahrlich keine reichen Eltern) hat Kunstgeschichte und Psychologie studiert, also (wie eine Freundin von ihr scherzhaft meinte) programmierte Arbeitslosigkeit; sie ist im Messebereich untergekommen. Auch im Nachhinein würde sie wieder so entscheiden.
Sich nach prognostizerten Jobaussichten zu orientieren, hat z.B. viele arbeitslose Juristen produziert, die jetzt hoffen, daß viele Streithansel unsere Gerichte blockieren.
Meine Meinung ist, daß sich alle, solange es noch geht, nach ihren Neigungen orientiert ihr Studienfach aussuchen sollten. Arbeitslos werden kann man in jedem Fach und wenn man dann auch noch untalentiert/unmotiviert ist, macht es die Situation nicht besser, unter keinem Aspekt!
Gandalf
ist klar, und eure argumente werde ich bei meinen eltern mit anführen 
nur habe ich viele interessen und dort auch ergeiz. anderseits das problem, dass vieles wo man gut verdienen kann mir gar nicht liegt. darum wollte ich eine kleine orientierung haben.
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Hallo!
Eine Ausbildung lenkt Dich in eine Richtung, in der Du sehr lange, u. U. ein Leben lang tätig sein wirst. Damit bestimmst Du also einen großen Teil Deines Lebensinhalts. Angesichts dieser Bedeutung solltest Du Deine Entscheidung nicht von der Meinung des Arbeitsamtes abhängig machen und auch nicht von Leuten, die vorgeben, in die Zukunft sehen zu können und Berufsaussichten prognostizieren. Das ist alles Unfug! Was Du machst, kannst Du nur gut machen, wenn Du mit Engagement und Spaß an der Sache dabei bist. Deshalb sollten Deine Neigungen und Fähigkeiten das Entscheidende sein und sonst nichts.
Bewußt habe ich den Beitrag mit „Berufswahl“ und nicht mit Studienrichtung überschrieben. Wenn nämlich Deine Neigungen in eine Richtung gehen, die kein Studium erfordert, wärst Du in solchem Beruf besser aufgehoben als in einem Studium um seiner selbst Willen. Verstehe das bitte nicht als Aussage gegen ein Studium, sondern nur als dringende Empfehlung, Deinen eigenen Neigungen nachzugeben, damit Du nicht vorhersehbar kreuzunglücklich wirst.
Gruß
Wolfgang
Hallo Felicidy,
ich kann Dich sehr gut verstehen. Auch habe mich nach dem Abitur sehr schwer mit einer Studien- und damit auch einer Brufswahl getan. Ich hatte super Noten, eine Vielzahl von Fächern haben mir viel Spaß gemacht, ich war auch außerhalb der Schule vielseitig interessiert und hatte nur ganz weniges,das ich auf keinen Fall machen wollte. Wenn ich Dich richtig verstanden habe, geht es Dir ähnlich: Zu viele Möglichkeiten und Angst, das Falsche zu wählen!!
Ich habe mich damals mit möglichst vielen Leuten aus den in Frage kommenden Berufen unterhalten. Darüber hinaus habe ich auch Angebote der Uni genutzt (Auszug stand nicht zu Debatte, darum hab ich mich nur in der näheren Umgebung umgesehen. Außerdem hat die Uni Stuttgart auch einen ganz passablen Ruf). Das beste war das Programm „Probiret die Uni aus“, das es nur für Mädels in naturwissenschaftlich-technischen Fächern gibt. Dort kann man sich mit anderen Studentinnen der entsprechenden Studienrichtung unterhalten, wie Studium, Arbeitsplatzchancen, Unileben,… ist.
Vertraue aber bitte nie und nimmer den Aussagen des Arbeitsamts bezüglich Prognosen auf dem Arbeitsmarkt. Jeder, den ich kenne und der darauf vertraut hat, ist bisher immer übel auf die Nase gefallen. Denn das Arbeitsamt ist (zumindest bei uns) mit den Prognosen immer mindestens 3 - 5 Jahre hinterher. D.h. bis Du im entsprechenden Beruf ausgebildet bist, gibt es dort wieder eine Schwemme, da das Arbeitsamt immer allen das gleiche rät. Mach Dir Dein eigenes Bild, frag in Firmen nach, wie die die Situation einschätzen, mach möglichst viele Praktika in den Dich interessierenden Branchen, knüpfe schonmal Kontakte (helfen später ungemein). So findest Du am ehesten das, was Dich wirklich interessiert, ein Leben lang.
Grüße und viel Erfolg bei der Wahl
Nina
Mathematik
Mehr als die Hälfte meines Abijahrgangs '99 studiert auf
Grundschullehramt. Und dann gibt es noch ein paar andere die
irgendwelche anderen Pädagogikfächer gewählt haben.
Klar, es ist der einzige Beruf den man über eine längere Zeit
betrachten konnte. Und alle wollen um jeden Preis Mathe vermeiden.
Meine Erfahrung (und die meiner Freunde) ist, dass man in jedem
Studium mehr mit Mathematik zu tun hat, als man vorher dachte und
hoffte.
Auch bei Pädagogik z.B. mit Statistik und vielem mehr.
Und das ist gar nicht schlecht. Denn die Mathematik ist eine
internationale Sprache. Ausgezeichnet um logische Folgerungen zu
verstehen. Das wichtigste Werkzeug unserer Zivilisation.
Allgegenwärtig. Man was laber ich fürn sch…
Was ich eigentlich sagen wollte: freunde dich mit der Mathematik an
und mache auch daran nicht deine Berufswahl fest. Es könnte sich
lohnen. Manchmal macht sie sogar Spaß.