Studieren an einer Berufsakademie?

Hola, ihr Lieben.

Wie der Titel schon sagt, würde ich gerne - vielleicht sogar aus erster Hand - erfahren, was ein Studium an einer BA empfehlenswert macht, bzw. was gänzlich davon abrät.
Vor allem würde mich dabei interessieren, wie es um die Qualität der Ausbildung (an den staatlichen!) BA bestellt ist, oder ob man eine private (die nehme ich an sicher einen Batzen Geld kosten?!) vorziehen sollte. Und wie die Abschlüsse an Berufsakademien am Arbeitsmarkt angenommen werden, das heisst ob sie einen guten oder schlechten Ruf haben. Nicht, dass irgendeiner mal meine Bewerbung auf dem Tisch liegen hat, und einen von der Uni mir vorziehen würde, weil ich eben „nur“ eine BA besucht habe.

Wär jedenfalls schön, wenn jemand seine positiven oder negativen Erfahrungen mit mir teilen könnte, geht mir dabei hauptsächlich um den bereich Sozialpädagogik (ja, eure Ratschläge wurden erhört), anderes les ich mir selbstverständlich aber auch interessiert durch :smile:

Vielen Dank, bis dann

Dangermouse

Hallo,

wenn man an eine BA geht, dann unbedingt an eine staatliche. Diese Berufsakademien sind akkreditiert und du bekommst einen gleichwertigen Abschluß wie an einer Hochschule oder Universität also den Bachelor.

Die Bezeichnung Berufsakademie ist nicht geschützt. Also darf sich so jeder nennen. Wichtig ist staatlich oder wenigstens staatlich anerkannt und das die Studiengänge Akkreditiert sind.

Das Studium ist stark verschult. Man hat ein festes Programm, anwesenheitspflicht und einen festen Klassenverband von etwa 30 Studenten.

Du kannst ja mal bei:

http://www.ba-community.de

schauen. Das ist ein BA-Forum.

Gruß

Peter

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Hallo,

bei BA´s muß man unterscheiden zwischen solchen mit akademischen Abschluß und nichtakademischen. Erstere erkennbar an der Zugangsvoraussetzung Abitur und am akademischen Titel Diplom oder Bachelor. Diese sind dem Fachhochschulabschluß gleichgestellt. Im Sozialwesen sind mir, mit Ausnahme einer, auch nur solche bekannt.s. http://infobub.arbeitsagentur.de/kurs/advancedSearch…
Die eine Ausnahme ist die Fachschule in Bernau. Alle anderen enden alle mit dem akademischen Abschluß. Uniabschlüsse in Sozialpädagogik sind in D eher selten. Die Regel sind Fachhochschulabschlüsse. Insofern sind Uniabsolventen auch kein ernsthaften Wettbewerber. diese erwarten ja auch höhere Vergütungen.
Ein BA-Studium ist im Prinzip ein duales, d.h. hälftig im Ausbildungsbetrieb und hälftig an der Akademie. Verteil: der praktische Teil erfolgt an der Praxis im Betrieb. Praxisnähe ist somit zwangsläufig. Nach dem Studium ist im selben Betrieb keine weitere Einarbeitung erforderlich. Die Chance, im gleichen Betrieb eine Anstellung zu bekommen, ist gegeben.
s.auch http://infobub.arbeitsagentur.de/berufe/start?dest=p…

Gruß
Otto

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Hallo!

Der Vorteil der BA ist, dass man beim ausbildenden Unternehmen schon einen Fuß in der Tür hat. Der Nachteil ist, dass Aufstiegschancen oft begrenzt sind.

Welcher Studiengang soll es denn sein? Da gibt es verhältnismäßig große Unterschiede, weil sich ja auch die Berufsfelder ziemlich unterschieden. Ich kenne es nicht aus eigener Erfahrung, aber ich weiß, dass die große Praxisnähe z. B. bei Ingenieuren sowohl Vorteile als auch Nachteile bietet. Man traut einem Uni-Absolventen einfach ein höheres Maß an Abstraktionsvermögen und Innovation zu, als einem BA-Absolventen. Deswegen werden in F+E-Abteilungen (vor allem in großen Firmen) hauptsächlich Uni-Absolventen anzutreffen sein. Wenn es Dein Berufsziel ist, Konstrukteur zu werden, solltest Du also die Sache mit der BA gut überlegen.

Michael

Hallo,

du bekommst einen gleichwertigen Abschluß wie an einer Hochschule
oder Universität also den Bachelor.

Ja, klar. Und ein Hauptschulabschluss ist das gleiche wie ein Abitur, oder wie?
Gruß
loderunner

Hallo, und danke schon mal für die Antworten, ging ja mal wieder schnell.

Also, nochmal vorweg, interessiere mich für Sozialpädagogik, also, kein Ingenieurwesen, etc.
Ich dachte mir immer eigentlich allgemein, dass Praxisnähe noch eigentlich nur Vorteile haben kann, deswegen wundert es mir, dass es bei Ingenieuren anders sein soll.

Dass mir eher zu staatlichen BA geraten wird, beruhigt mich insofern, dass ich mir über Kosten wohl weitaus weniger Gedanken machen muss - jedenfalls sagt mir das das Arbeitsamt.
Wenn dessen Angaben stimmen, kommen bei mir nur leider zwei BA in Frage, aus rein geographischen Gründen. Das wären die BA in Heidenheim und Villingen-Schwenningen, beide in Baden-Württemberg.

Wie soll man sich so eine BA eigentlich vorstellen? Ist es vergleichbar mit einer Fachhochschule oder ist es eher wie eine „Ausbildung“ mit „Blockunterricht“ in der Schule und praktischer Ausbildung im Betrieb? Klingt vielleicht ein bisschen doof, aber kenne nun mal keinen, der das macht oder gemacht hat, und daher habe ich leider keine Vorstellung, wie das ganze ablaufen soll.

Zum Abschluss würde ich allerdings gern noch wissen, was es mit dieser Bemerkung auf sich haben soll:

Ja, klar. Und ein Hauptschulabschluss ist das gleiche wie ein
Abitur, oder wie?

Danke sehr und liebe Grüße

Hallo,

wenn man keine Ahnung hat, sollte man besser die Klappe halten.

Ja, die Abschlüsse von Uni, FH und BA sind nach der Studienreform gleichgestellt. BA-Absolventen haben auch keine Probleme, in einen entsprechenden Masterstudiengang zu kommen. Es gibt sogar die Möglichkeit sich unmittelbar nach dem BA-Abschluss für ein Promotionsstipendium zu bewerben. (Das ist aber wirklich selten. Ich habe nur von einem Fall gehört, dass das auch jemand gemacht hat)

Überheblichkeit ist übrigens keine Tugend und nichts worauf man stolz sein sollte. Manch einer, der auf der Hauptschule angefangen hat, hat später erfolgreich studiert. Und viele, die das Abitur gemacht haben, haben ihr Studium geschmissen.

Gruß

Peter

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Hallo,

das mit dem Hauptschulabschluss hat der Schreiber vermutlich selbst nicht verstanden.

Bei einer BA ist man immer abwechselnd 3 Monate in der Firma (Praxisphase) und dann wieder 3 Monat in der BA (Theoriephase).
Am Abschluss jeder Theoriephase werden Klausuren geschrieben.
In der Praxisphase kommt man in verschiedene Bereiche der Firma. Auch hier wird dann ein Praxisbericht geschrieben, der geprüft wird.
Nach 3 JAhren schließt das Studium mit einer Diplomarbeit und einer Diplomprüfung ab. Aus den dann über 30 Einzelnoten wird die Gesamtnote berechnet.

Ein ganz großer Vorteil der BA ist, dass man bereits 3 Jahre in einer Firma ist und die Leute einen kennen und deshalb die Übernahme sehr wahrscheinlich ist. Der Durchschnitt der BAler, die nach ihrem Studium eine Anstellung haben liegt bei über 90 Prozent.

Gruß

Peter

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Hallo,

wenn man keine Ahnung hat, sollte man besser die Klappe
halten.

Genau.

Ja, die Abschlüsse von Uni, FH und BA sind nach der
Studienreform gleichgestellt.

Sind sie nur dem Namen nach.

BA-Absolventen haben auch keine Probleme, in einen entsprechenden
Masterstudiengang zu kommen.

Kann sein.
Aber das Ziel eines Abschlusses ist doch nicht, den nächsten Abschluss zu bekommen. Das Ziel ist schlussendlich, eine Stelle zu bekommen, für die man irgenwie bezahlt wird. Und dann ist Schluss mit gleichwertig.
Es ist nichtmal egal, ob man eine BA in Württemberg oder eine in Niedersachsen besucht, geschweige denn das auch noch mit einer FH oder gar Uni gleichzusetzen.

Es gibt sogar die Möglichkeit sich unmittelbar nach dem
BA-Abschluss für ein Promotionsstipendium zu bewerben. (Das
ist aber wirklich selten. Ich habe nur von einem Fall gehört,
dass das auch jemand gemacht hat)

Genau. Und das liegt schlicht daran, dass man dafür eine Prof finden muss, der das akzeptiert. Wenn Du da keinen im persönlichen Bekanntenkreis hast, kannst Du das komplett vergessen.
Und wenn Du das jetzt schon selbst so siehst, wieso bezeichnest Du das alles als gleichwertig?

Überheblichkeit ist übrigens keine Tugend und nichts worauf
man stolz sein sollte. Manch einer, der auf der Hauptschule
angefangen hat, hat später erfolgreich studiert. Und viele,
die das Abitur gemacht haben, haben ihr Studium geschmissen.

Ich weiß jetzt nicht, was das mit meinem Post zu tun hat.

Gruß
loderunner

Ein ganz großer Vorteil der BA ist, dass man bereits 3 Jahre
in einer Firma ist und die Leute einen kennen und deshalb die
Übernahme sehr wahrscheinlich ist. Der Durchschnitt der BAler,
die nach ihrem Studium eine Anstellung haben liegt bei über 90
Prozent.

Hallo,

das klingt ja ziemlich gut, aber diese 90% sind die nich in bisschen hochgegriffen…? Wenn nicht - umso besser :smiley:
Sache ist ja nur die, wahrscheinlich werde ich ja nicht ewig in dem Betrieb arbeiten wollen oder können, wie sieht das mit anderen Betrieben aus? Da hatte ich ja nicht die Chance mich „einzuarbeiten“. Wollen die denn Menschen mit BA-Abschluss überhaupt haben? Oder besteht mein einziger Vorteil durch das ganze lediglich darin, dass ich meinen Ausbildungsbetrieb schon kenne?
Das wär ja dann Unsinn.

Es ist nichtmal egal, ob man eine BA in Württemberg oder eine
in Niedersachsen besucht, geschweige denn das auch noch mit
einer FH oder gar Uni gleichzusetzen.

Führ doch mal das, was du sagst ein bisschen aus.
Wo besteht denn da der Unterschied? Für mich würde wie gesagt sowieso nur eine BA in BaWü in Frage komme, evtl. Bayern oder Saarland, aber eher ungern. Bestehen da so große regionale Unterschiede? Und wiher weisst du das? Selber auf einer BA gewesen oder schon schlechte Erfahrungen mit Absolventen gehabt?

Es muss ja jetzt nicht sein, dass hier wieder um Kleinkram diskutiert werden muss, wäre schön, wenn man schlicht und einfach mal darüber reden könnte, ohne sich gegenseitig anzugiften.

Hallo,

du solltes schon anstreben, die ersten zwei Jahre im Betrieb zu bleiben. Kurz gesagt: bis zwei Jahre Berufserfahrung bist du ein Nichts, danach (urplötzlich) eine gesuchte Fachkraft.
Das BA-Studium ist gut - aber leider hat sich das nicht überall rumgesprochen. Tatsächlich überholen BAler im Beruf ihr Uni-Kollegen. (Laut einer IBM-Studie) Aber wenn man neu in einen Job rein will stellt man sich hinter die FH-Absolventen an.

Gruß

Peter

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Hallo,

Es ist nichtmal egal, ob man eine BA in Württemberg oder eine
in Niedersachsen besucht, geschweige denn das auch noch mit
einer FH oder gar Uni gleichzusetzen.

Führ doch mal das, was du sagst ein bisschen aus. Wo besteht denn
da der Unterschied?

Ich habe an einer Uni studiert und arbeite jetzt an einer FH. Zusätzlich durfte ich bei ‚meinem‘ Professor mal BA-‚Studenten‘ betreuen. Deshalb kann ich aus eigener Erfahrung sagen: das Nieveau unterscheidet sich nicht nur, dazwischen liegen Welten.

Für mich würde wie gesagt
sowieso nur eine BA in BaWü in Frage komme, evtl. Bayern oder
Saarland, aber eher ungern. Bestehen da so große regionale
Unterschiede? Und wiher weisst du das? Selber auf einer BA
gewesen oder schon schlechte Erfahrungen mit Absolventen
gehabt?

Ich habe nur vom Hörensagen durch Arbeitskollegen erfahren, dass die BA in Württemberg tatsächlich einer FH nahekommt. Meine Erfahrungen beziehen sich ausschließlich auf Niedersachsen (FH) bzw. NRW (BA) und Hamburg (Uni). Außerdem bezieht sich das auf die Ingenieurwissenschaften, mit denen Du ja nichts zu tun hast.

Es muss ja jetzt nicht sein, dass hier wieder um Kleinkram
diskutiert werden muss, wäre schön, wenn man schlicht und
einfach mal darüber reden könnte, ohne sich gegenseitig
anzugiften.

Okay.

Gruß
loderunner

Sache ist ja nur die, wahrscheinlich werde ich ja nicht ewig
in dem Betrieb arbeiten wollen oder können, wie sieht das mit
anderen Betrieben aus? Da hatte ich ja nicht die Chance mich
„einzuarbeiten“. Wollen die denn Menschen mit BA-Abschluss
überhaupt haben?

Hallo,

ich habe SozPäd an der BA in Stuttgart studiert. Von meinem „Ausbildungsbetrieb“ konnte ich aus wirtschaftlichen Gründen nicht übernommen werden, habe aber nach dem Studium innerhalb von zwei Monaten eine Stelle in einer privaten Klinik in Niederbayern gefunden (Sozialdienst). Das war 1997 - da sah es so toll mit Stellen für SozPäds auch nicht aus.

Meine zweite Stelle hatte ich ca. 3,5 Jahre später in einem Jugendamt, also im öffentlichen Dienst. Da wurde in dem BA-Abschluss auch kein Problem gesehen, obwohl es in Bayern keine BAs gibt.

Wenn im sozialen Bereich ein neuer Mitarbeiter eingestellt werden soll, ist meine Erfahrung, dass sehr gerne jemand genommen wird, der zwar schon Erfahrung in einer verwandten, nicht aber in dem gleichen Berufsfeld hat. Zum Beispiel Jugendgerichtshilfe: Die notwendigen Grundkenntnisse sollte man sich, wenn man ein Studium absolviert hat, innerhalb überschaubarer Zeit aneignen können. Interessant ist ein Bewerber dann, wenn er z.B. schon in Haftanstalten, im Heim, in einer Kinderpsychiatrie, im Suchtbereich, oder in einer Schule gearbeitet hat - dann kann er sehr bereichernd für ein bestehendes Team sein.

Kurz: Eine Stelle in einem anderen Bereich sollte kein Problem sein.

Grüße

Mira
(huch, ist das jetzt lang geworden)

Hallo,

du bist also an eine „falsche“ BA geraten.

Die BAs nach BW-Vorbild sind tatsächlich wie FHs. (Darüber gibt es einen Kultusministerbeschluß) Die Ost-BAs sind in der Regel nach BW-Vorbild, die Berliner BA ist sogar eine duale FH.

Andere BAs, die möglicherweise noch nicht einmal staatlich anerkannt sind, vergeben Abschlüsse, die oft das Papier nicht wert sind, auf das sie gedruckt sind. Dagegen ist der Abschluß an einer BW-BA bereits seit Jahren dem FH-Abschluß gleichgestellt und gesetzlich geregelt. Seit einigen Jahren wird zusammen mit der Open University bereits der Bachelor with Honors vergeben, was einem beim Auslandsstudium sehr nützlich sein kann. Die Neuanfänger seit diesem Jahr bekommen den eigenen akkreditierten Bachelor.

Die „falschen“ BAs können das nicht. Für die Akkreditierung muss man einiges an Qualitätssicherung und Studienumfang und Inhalt nachweisen.

Gruß

Peter

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Hallo,

du bist also an eine „falsche“ BA geraten.

Und wie soll man die voneinander unterscheiden? Die ‚falsche‘ BA ist eine staatliche (nicht nur staatlich anerkannt) und der Bachelor dort auch offiziell akkreditiert.

Die „falschen“ BAs können das nicht. Für die Akkreditierung
muss man einiges an Qualitätssicherung und Studienumfang und
Inhalt nachweisen.

Soweit die Theorie.

Gruß
loderunner

Hallo loderunner,

Zusätzlich durfte ich bei ‚meinem‘ Professor mal
BA-‚Studenten‘ betreuen. Deshalb kann ich aus eigener
Erfahrung sagen: das Nieveau unterscheidet sich nicht nur,
dazwischen liegen Welten.

und Du bist Dir sicher, dass das mit FH- und Uni-Absolventen nicht passieren könnte? Da solltest Du Dich mal in meinem Bekanntenkreis umsehen/-hören. Was da alles mit Diplom von der FH München oder TU München „entlassen“ worden ist…

Gruß, Karin

Hallo,

und Du bist Dir sicher, dass das mit FH- und Uni-Absolventen
nicht passieren könnte?

Nein, da bin ich keineswegs sicher.
Allerdings habe ich als Gundlage meiner Aussage wirklich das Niveau der Ausbildung, sprich die Lehrinhalte, nicht das Niveau der Absolventen genommen. Was Du ansprichst, ist ein ganz anderes Problem.
Gruß
loderunner

So, hallo noch mal :smile:

Habe mich jetzt zwei (?) Tage nicht mehr gemeldet, will mich aber natürlich nochmal ganz herzlich bedanken, was mich noch mehr freut ist, dass fast alle Antworten fast durch die Bank weg positiv sind :smile:…!
Danke an Mirasol, schreibe dir jetzt keine extra Antwort, hast mir aber damit ungemein weiter geholfen.

So, aber eine Frage hab ich dann doch noch.

Mein Freund zum Beispiel, der macht momentan eine duale Ausbildung, Berufsschule ab nächsten Jahr ~80 Kilometer von zuhause weg, arbeiten in seiner Heimatstadt. Er hat das Glück für diese Zeit in einer Art Internat unterzukommen.
Was ist denn jetzt nun, wenn ich „Pech“ habe und meine praktische Ausbildung vielleicht auch 80, 90 oder noch mehr Kilometer entfernt machen muss? Bis dahin habe ich sehr wahrscheinlich meinen Führerschein gemacht, aber so ganz billig wird das ja auch nicht, pendeln ist dann wahrscheinlich nicht drin.
Mir würde es da ja sicher nicht als einzige so gehen und in einer Stadt wie Villingen-Schwenningen gibt es ja sicherlich auch nicht Angebote zu Hauf.
Blöd gefragt: Bezahlt mir mein Betrieb eine Unterbringung (habe schon gelesen, dass es nicht unbedingt unüblich ist)…? Es ist ja nicht unbedingt möglich eine Wohnung für drei Monate zu bewohnen, dann wieder drei Monate wo anders, das geht ja nicht und das ganze Jahr zwei Wohnungen bezahlen - das ist wohl auch nicht drin.

Entschuldigt, dass ich alles immer so genau wissen will, aber irgendwie liegt das in meiner Natur :smile:

Und zwei kurze letzte Frage hab ich dann noch: Sind die Aufnahmebedinungen mit denen der Unis zu vergleichen/ härter/ lascher/ etc…?

Und Nummer 2: Ich gehe davon aus, dass ich den praktischen Teil bezahlt bekomme, oder ist das anders? Wird nur der praktische Teil an sich bezahlt oder durchgehend das ganze Jahr (was ich super fänd :smiley:…)…?

Wär klasse, wenn noch jemand schreiben würd, dann bin ich denke ich auch erstmal für eine Weile ruhig gestellt.
Machts gut und vielen Dank für die Hilfe…!!

Hallo,

Blöd gefragt: Bezahlt mir mein Betrieb eine Unterbringung
(habe schon gelesen, dass es nicht unbedingt unüblich ist)…?

Das war zu meiner Zeit ganz verschieden. Manche Arbeitgeber bieten Untersützung, manche nicht. Wenn man das große Glück hat, eine BA-Stelle zu ergattern, kann man m.E. in diesem Punkt keine Ansprüche stellen.

Folgende Varianten fallen mir auf die Schnelle ein:

  • Während der Theoriephasen haben viele sich ein Zimmer mit einem anderen BA-Studenten geteilt, der jeweils in dem versetzten Rhythmus da war. Andere sind vom Elternhaus aus gependelt, mit der Bahn z.T. über 100 km.
  • Während der Praxisphasen: Manche Arbeitgeber stellen ein Zimmer - das ist aber oft wirklich nur ein kleines Zimmer, z.B. direkt auf der Wohngruppe in einem Heim (mit dem schönen „Vorteil“, dass man jederzeit als Ansprechpartner fungieren darf). Ich kam mal in den Genuß einer schönen, aber unmöblierten 3-Zimmer-Wohnung zusammen mit einer Erzieherin in Ausbildung. Andere Arbeitgeber unterstützen einen nur bei der Suche nach einer Unterkunft, z.B. über Vermittlung in ein Schwesternwohnheim. Ein Mal habe ich mir ein Zimmer per Anzeige ganz eigenständig gesucht und auch bezahlt.

Also sind ganz verschiedene Varianten möglich. Der Normalfall wird sein, dass man im 3-Monats-Rhythmus komplett umziehen muss. (Das hat den Vorteil, dass sich nicht so viel Krempel ansammeln kann.)

Und zwei kurze letzte Frage hab ich dann noch: Sind die
Aufnahmebedinungen mit denen der Unis zu vergleichen/ härter/
lascher/ etc…?

M.E. nicht zuvergleichen: Man muss sich für eine BA-Stelle „ganz normal“ bei einer Einrichtung bewerben, und man wird so wie jeder andere Azubi ausgewählt (nach Noten, persönlichem Eindruck, Vorkenntnissen, etc.). Die Entscheidung trifft der zukünftige Arbeitgeber; die BA nimmt dann jeden, der einen Vertrag in der Tasche hat.

Und Nummer 2: Ich gehe davon aus, dass ich den praktischen
Teil bezahlt bekomme, oder ist das anders? Wird nur der
praktische Teil an sich bezahlt oder durchgehend das ganze
Jahr (was ich super fänd :smiley:…)…?

Das ganze Jahr wird bezahlt. (Dafür gibt es dann auch keine Semesterferien. :stuck_out_tongue: )

Grüße

Mira