Studieren in Hamburg

Ich bin verzweifelt, bitte helft mir!

Ich habe 2005 mein Abi mit dem Schnitt 3,5 gemacht. Ich möchte so gerne in Hamburg studieren oder auch ein Ausbildung machen. Allerdings weiss ich nicht so genau was. Ich möchte gerne was im Bereich Soziales machen.
Es wäre wirklich unheimlich nett wenn mir jemand einen Vorschlag machen könnte, was ich machen kann.

Ich brauche wirklich Hilfe.

1000 Dank

Hallo Angelika,

Hamburg ist groß. Die Wahrscheinlichkeit, dort etwas zu finden ist also entsprechend groß. Du solltest dir eher überlegen: wo liegen deine Stärken und Schwächen. Das Arbeitsamt hilft und es gab zumindest zu meiner Zeit dort so ein Buch zur Berufswahl. Da waren tausende von Berufen drin und was man dort tun muss.

Ich will nach Hamburg, halt eich jetzt mal für das schlechteste Argument für eine Berufswahl. (Böse gesagt: wenn du die Wahl hättest zwischen Anschaffen auf der Reeperbahn und einem geilen Job in München, was würdest du tun?)

Mit 3,5 ein Studium anzustreben halte ich eher für gewagt. Da sollte es schon gewichtige Gründe geben, wie diese Note zustande gekommen ist und warum ein Studium nicht genauso laufen sollte. Allerdings gilt das auch für eine Ausbildung.

Gruß

Peter

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Hallo,

zuvorderst würde ich dir anraten, dich bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit über die Kriterien einer Berufswahl beraten zu lassen. Du solltest dir auch über den Begriff „sozial“ konkrete Vorstellungen haben. Ist es Plegebedürftigen bei den körperlichen Ausscheidungen zu unterstützen, ist es Ausländerhasser zu einem allgemeinverträglichen Verhalten zu verhelfen oder Erziehungsunfähigen zu unterstützen und damit Kleinkinder vor Mißhandlung zu schützen? Die Palette ist vielseitig.

Unabhängig davon solltest du wissen, dass es für dich
-Studiengänge an Fach- und Hochschulen
-schulische Ausbildungen an Berufsfachschulen
-duale Ausbildungen in Betrieben
als Ausbildungsalternativen gibt.
Für die beiden Ersten findest du das gesamte Angebot hier http://infobub.arbeitsagentur.de/kurs/index.jsp
Suche dabei nacheinander mit den Bildungsbereichen Berufsausbildung und Hochschule. Beidesmal mit Ort Hamburg. Dadurch erhälst du einen Gesamtüberblick. Deine Interessensgebiete kannst du dann auswählen.
guck auch http://www.machs-richtig.de/Berufswahlmagazin_6_2006…

Gruß
Otto

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Hallo Peter

Ich will nach Hamburg, halt eich jetzt mal für das
schlechteste Argument für eine Berufswahl. (Böse gesagt: wenn
du die Wahl hättest zwischen Anschaffen auf der Reeperbahn und
einem geilen Job in München, was würdest du tun?)

Dieser (ersten) Teil deiner Antwort finde ich sehr gut - ich sehe das ähnlich und habe meinen Kindern auch so etwas rüber"wachsen lassen".

Mit 3,5 ein Studium anzustreben halte ich eher für gewagt. Da
sollte es schon gewichtige Gründe geben, wie diese Note
zustande gekommen ist und warum ein Studium nicht genauso
laufen sollte.

Hier möchte ich dir allerdings sehr widersprechen!
Eine einzige schlechte Note (z.B. eine aus Ressentiment gegebene 6 auf dem Abitur-Zeignis … ich weiß, wovon ich spreche…) kann einem den Abitur-Durchschnitt dermaßen verhauen, dass man ganz schnell bei 3,5 oder schlechter ist, ohne dass dieses einen wirklichen Bezug zu einer Universitäts-Laufbahn haben muss.
Gruß,
Branden

Hallo Peter,
Den Einwand, dass eine Abinote von 3,5 nicht zum Studium rät, muss ich einfach nochmal kommentieren.
In erster Linie auch aus dem Grund, Entmutigungen vorzubeugen. Wer sich ein Studium wünscht, soll Eins bekommen.
Denn: Eine schlechte Abinote hat weder etwas mit Intelligenz, noch mit mangelndem Willen sich selbst zu Bilden zu tun!
Eher kann „Versagen“ in der Schule damit begründet werden, dass Frustrationen seitens der Schüler bestehen, die PRIMÄR durch schlechte Pädagogen hervorgerufen werden.
Ein Universitätsprofessor motiviert deutlich mehr, als ein Lehrer…

Diese Erfahrungen habe ich gemacht, sowie einige meiner Kollegen, mitdenen ich nun erfolgreich studiere.

Nix für ungut, gruß Yvonne

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Volle Zustimmung.
Zitat Mathelehrer: „Wer hier nicht mitkommt hat auf dem Gymmnasium NICHTS zu suchen!“ genau, es gibt ja nur Mathe und kein anderes Fach…
während die Profs, die ich habe, wirklich versuchen „ihre Kinder“ durchzukriegen. Und während man bei der Facharbeit in der Schule hängen gelassen wird, bekommt man bei den Hausarbeiten in der Uni auch mal Unterstützung bei der Themenwahl oder Lektüresuche

lg
Kate

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Hallo!

Wer sich ein Studium wünscht, soll Eins bekommen.

na klar…das Problem ist allerdings, dass es so gut wie keine Studiengänge gibt, wo man mit 3,5 nicht eine ganze Menge Wartesemester braucht

Denn: Eine schlechte Abinote hat weder etwas mit Intelligenz,
noch mit mangelndem Willen sich selbst zu Bilden zu tun!

Damit hast du recht, mein Abi wäre auch deutlich besser wenn mich alle Lehrer gemocht hätten :smile:
Aber man darf auch nicht unterschätzen, dass einem unter Umständen wirklich wichtige Grundlagen fehlen und man bereit sein muss, die zusätzlich zum normalen Unilernpensum, das ja auch deutlich über dem schulischen liegt, nacharbeiten muss. Einen 3,5er-Schnitt bekommt man ja bei allem Respekt nicht nur durch böse Lehrer bei guten Leistungen, da müssen ja schon einige Lücken da sein.
Wenn man sich darüber klar ist und willens, das, was nötig ist, aufzuholen ist ein Studium natürlich keine schlechte Idee, aber pauschal sagen, der Abischnitt sagt nichts darüber aus kann man m.E. nicht.

Grüße
Sonja

Hallo!

Na ja, ich habe da gaaaaanz andere Erfahrungen gemacht.

  1. Die Anforderungen in der Schule sind viel niedriger. Jede einzelne Uni-Klausur ist vom Stoffumfang mit einer Abi-Klausur im entsprechenden Fach vergleichbar, nur dass du keine zwei Jahre, sondern 6 Monate zum Lernen hast. Und die Ausrede, an der Uni gäbe es ausschließlich superspannende Fächer, die einem liegen, lasse ich nicht gelten. Zumindest bei mir im Studium ist es so, dass in den ersten beiden Jahren sehr viel Grundlagenwissen aus den verschiedensten Gebieten vermittelt wurde und es gab wohl keinen Studenten, dem ALLE diese Fächer lagen.

  2. Ich kann mich in meinem Studiengang nicht über überfüllte Hörsäle beklagen: In den meisten Vorlesungen sind wir etwa 40 Leute. Aber sogar bei uns gibt es sehr wohl Profs, die ihre Vorlesungen nur pflichtgemäß durchziehen und trotz der Möglichkeit von Mitarbeit (Fragen stellen) ausschließlich zum Schlafen motivieren. Solch kleine Vorlesungen sind aber geradezu Luxus, wenn man sich die beliebten Studiengänge anschaut. In proppelvollen Riesenhörsälen ist die Konzentrationsfähigkeit noch um einiges gesenkt.

Im Vergleich zum Studium sind die Bedingungen in der Schule geradezu paradiesisch (bis zu 30 Schüler pro Kurs, langsames Tempo, Möglichkeit der aktiven Mitarbeit, insgesamt viel weniger Schüler pro Lehrer als Studenten pro Professor, Lehrer haben ausschließlich der Lehre verpflichtet und müssen nicht auch noch um Forschungsgelder bangen). Insofern sehe ich in der Abiturnote durchaus ein Indiz für die Studierfähigkeit. Man müsste sich aber im Speziellen ansehen, woran gerade in dem Fall der Fragestellerin diese Note liegt, bevor man sich ein konkretes Urteil bildet.

Viele Grüße,
Anja

während die Profs, die ich habe, wirklich versuchen „ihre
Kinder“ durchzukriegen. Und während man bei der Facharbeit in
der Schule hängen gelassen wird, bekommt man bei den
Hausarbeiten in der Uni auch mal Unterstützung bei der
Themenwahl oder Lektüresuche

Hallo,

das kann man bestimmt nicht pauschalisieren. Die weitgehendste Unterstützung, die ich jemals bei einer Hausarbeit bekommen habe war: „Bei dem Thema werden Sie Schwierigkeiten mit Literatur finden haben.“ Und das war meine allererste Hausarbeit, das war dann wohl der Ersti-Bonus. Ansonsten allenfalls ein Abnicken der Gliederung, wenns hoch kommt. Was ich völlig ausreichend finde, es ist ja meine Hausarbeit…
Profs, die ihre „Kinder“ durch die Klausur durchkriegen wollen gibt’s vielleicht, aber man darf auch nicht ignorieren, dass es in der Uni schonmal Durchfallquoten von 60-70% gibt; in den Naturwissenschaften angeblich noch höhere. Das hab ich in der Schule nicht erlebt.

Grüße
Sonja

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Hier möchte ich dir allerdings sehr widersprechen!
Eine einzige schlechte Note (z.B. eine aus Ressentiment
gegebene 6 auf dem Abitur-Zeignis … ich weiß, wovon ich
spreche…) kann einem den Abitur-Durchschnitt dermaßen
verhauen, dass man ganz schnell bei 3,5 oder schlechter ist,
ohne dass dieses einen wirklichen Bezug zu einer
Universitäts-Laufbahn haben muss.

hier muss ich DIR widersprechen… ich habe (dank jugendlicher Trotz- und Rebellionsphase) die ersten 3 semester der oberstufe echt mist gebaut und in vielen faechern reihenweise 5en abkassiert. bis es mir dann aufging, dass das abi doch nicht sooo unwichtig ist… und tatsaechlich habe ich noch ein 1,9er abi rausgehauen, mit dem letzten semester und den pruefungen. 3,5 ist aus meiner sicht ein „gnadenabi“, gerade noch so geschafft (das schlechteste noch bestandene ist doch 3,6, oder nicht?)
allerdings, zum studieren ist das abi nur zum „reinkommen“ wichtig - wartesemester etc. danach entscheiden lernbereitschaft und koennen, und spaetestens nach dem studium ist die abinote eh egal!

gruesse von
arwhyn.

p.s. ich habe auch in hamburg studiert; glaube aber, „kleinere“ unis sind besser. gerade fuer soziales oder „exotische“ studiengaenge vielleicht lueneburg? ist ja fast hamburg :wink:

Hi, arwhyn!

ich habe (dank jugendlicher
Trotz- und Rebellionsphase) die ersten 3 semester der
oberstufe echt mist gebaut und in vielen faechern reihenweise
5en abkassiert.

Das ist was Anderes! Ich sprach von EINER 6, die einem den Durchschnitt versauen kann.

3,5 ist aus meiner sicht ein „gnadenabi“, gerade
noch so geschafft (das schlechteste noch bestandene ist doch
3,6, oder nicht?)

Nee, wieso denn? 4,0 ist doch -wie das Wort schon selbe sagt- ausreichend! Es reicht also völlig aus, ein Abitur mit einer Note von 4,0 zu bauen.
Also gut, dann oute ich mich eben:
Ich habe einen Abitur-Durchschnitt von 3,6 erhalten, weil mir die Lateinlehrerin mal so einfach eine 6 als Abitursnote in Latein verpasst hat. Ich hatte vorher eine andere Lehrerin und war der Beste in Latein, stand zwischen 1 und 2. Mit der zweiten Lehrerin gab es Ärger. Na schön, das hat meinen Durchschnitt eben auf 3,6 gezogen, aber ich habe trotzdem Medizin studiert damit.
Übrigens: Die Lehrerin starb wenige Zeit später an einem schweren Autounfall.
Gruß,
Branden

Übrigens: Die Lehrerin starb wenige Zeit später an einem
schweren Autounfall.

…jetzt machst du mir aber angst…

…jetzt machst du mir aber angst…

Tja…man sollte halt nicht allzu ungerechte Zensuren verteilen :wink:

Abi: 3,7
Magister: 1,5
nun Doktorand in den USA.

Also lass dich von niemanden verunsichern. Deutsches Gymnasium und Abitur war mal besser als jedes heutige Uni-Studium.
Heute hat es keinen Anspruch auf Bildung mehr.