mein Freund möchte gerne studieren (vielleicht Politikwissenschaften). Allerdings hat er kein Abi, sondern nur eine abgeschlossene Berufsausbildung und etwas Berufserfahrung im kaufmännischen Bereich.
Die BOS oder FOS möchte er nicht besuchen, da er mit Mathe (sowie Physik) und einer zweiten Fremdsprache auf Kriegsfuß steht. Da er auch nie ein mathehaltiges Studium einschlagen möchte, würde er dies gerne umgehen. Daher suchen wir nach Bundesländern / Hochschulen, die einen Zugang für Berufstätige anbieten.
Wir wohnen in Niedersachen und er würde daher gerne in den nördlichen Bundesländern bleiben (wenn es nicht anders geht, auch in den Süden).
In Hamburg gibt es die Möglichkeit einer Einstufungsprüfung, bei der nur studienrelevantes Wissen (eine Klausur studiengangspezifisch, eine Klausur allgemeines Themengebiet) abgefragt wird.
–> Hat jemand diese Einstufungsprüfung gemacht und kann etwas darüber berichten?
–> Gibt es noch andere Hochschulen, zu denen er leicht einen Zugang bekommt?
meines Wissens nach bietet fast jede (Fach-)Hochschule einen Zugang ohne Abi an. Dabei gibt es jedoch verschiedene Verfahren. Z.B. die sog. Immaturenprüfung (fachgebundene Hochschulreife) oder aber auch der Zugang durch entsprechende Berufsqualifikation. Wobei diese glaub ich zumeist aus einer entsprechenden Berufsausbildung UND einer entsprechenden Weiterbildung (Betriebswirt, etc.) besteht.
Info dazu sollte eigentlich auf den Websites der Unis unter Zulassungsvorraussetzungen o.ä. zu finden sein.
Hi,
habe selbst gerade die FOS besucht und ich muss sagen, dass ich vor Mathe und Physik ebenso bedenken hatte. Doch wenn er etwas lernt und ejrgeizig ist, denn wird er es ohne Probleme schaffen. Sein Ziel ist ja ein Studium und dieses wird er auch nicht ohne lernen schaffen. Da ist der geringe Aufwand für die FOS ein Lacher gegen. Wirklich!!!
Außerdem sollte er sich mal mit studierenden unterhalten. Ich denke gerade Politik o.ä. wirtschafswisselschaftliche Bereiche bedienen sich sehr viel der Mathematik. Themen wie Statistik oder einfache wirtschaftliche Berechnungen sind normaler Gegenstand im Studium und wenn er den Stoff der FOS nicht mal kann, denn hat er auf einer FH oder gar Uni wirlich nichts verloren. Sorry, wenn ich es so deutlich schreibe, aber m.E. ist es so!
Er soll nicht vor dem Jahr zurückschrecken. Im Endeffekt geht es so schnell rum. Nach Abzug der Ferien ist es gerade mal ein halbes Jahr. Und nebenbei kann er gut jobben. Alles kein Problem.
meines Wissens nach bietet fast jede (Fach-)Hochschule einen
Zugang ohne Abi an.
Ja, das stimmt. Die allgemeinen Bestimmungen findet man ja im Internet. Das ist nicht das Problem. Ich möchte gerne wissen, welche davon relativ einfach zu bewältigen sind. Ich habe von einer FernFH gelesen, dass diese unter Umständen bis zu zwei Jahren für die Genehmigung brauchen und als Prüfungsstoff schon Studieninhalte abfragen. Wie gesagt, es sollte möglichst kein Mathe beinhalten.
Ich habe viel mehr nach Erfahrungen bezüglich der Prüfungen gesucht.
Doch wenn er etwas lernt und ejrgeizig ist, denn wird er es ohne robleme schaffen.
Sein Ziel ist ja ein Studium und dieses wird er auch
nicht ohne lernen schaffen. Da ist der geringe Aufwand für die
FOS ein Lacher gegen. Wirklich!!!
Ja, das mag sein, nur liegt ihm Mathe einfach nicht. Soll es ja geben…
Außerdem sollte er sich mal mit studierenden unterhalten.
Das kommt noch…
Ich denke gerade Politik o.ä. wirtschafswisselschaftliche Bereiche
bedienen sich sehr viel der Mathematik.
Wirtschaftswissenschaften will er nicht studieren. Eher geht es in den sozialen Bereich. Außer diese paar Vorlesungen Statistik braucht man da echt kein Mathe. Und da im sozialen Bereich recht viele Angst vor Mathe haben (und es z.T. wirklich nicht können) fangen die meisten Profs recht harmlos an. Ich kenne Studenten, die können noch nicht einmal 15000 - 12000 rechnen oder Kommazahlen richtig im Taschenrechner eingeben. Sooo schlimm ist es bei ihm nicht.
Ich studiere auch ohne Abi an der Uni und habe bisher nichts vermisst. Dafür hab ich mehr Vorwissen in meinem Studienfach. Leider will er kein Erzieher werden…
Wie schon deinem Vorposter geschrieben… ich bin eigentlich auf der Suche nach Erfahrungen bezüglich der Einstufungsprüfungen.
Trotzdem werden wir das mit der FOS nicht ganz aus den Augen lassen.
Noch mal zu Mathe, was macht ihr da inhaltlich?
Häufig ist im Fernstudium, insbesondere bei privaten Anbietern, ein Studium ohne Abitur möglich. Zwar gelten hier die gleichen Regeln wie für Präsenz-Hochschulen, nur schöpfen die privaten Anbieter diese eher aus.
Häufig ist im Fernstudium, insbesondere bei privaten
Anbietern, ein Studium ohne Abitur möglich.
Das hab ich auch schon gelesen.
Die Fern Uni Hagen bietet unseren Recherchen tatsächlich ein paar in Frage kommende Studiengänge an.
Allerdings hab ich irgendwo anders gelesen, dass es hier teilweise bis zu zwei Jahren dauern kann, bis die Einschreibung genehmigt wird. Zudem wird bei den Prüfungen schon Stoff aus den Vorlesungen verlangt. Der Verfasser ist dann zur AKAD gegangen. Diese bieten aber (wie viele andere FernUnis auch) für ihn keine interessanten Studiengänge an. Hast du Erfahrung mit der Eingangsprüfung bei der Fern Uni Hagen?
Selbst habe ich (allerdings mit Abi) an der PFFH Darmstadt Informatik studiert. Dort werden Prüfungen des laufenden Studiums auf die Hochschulzulassungsprüfung angerechnet, so dass man ohne Unterbrechung mit dem Fernstudium weiter machen kann.
Hier ist der Einstieg ohne Abitur möglich, wenn man eine abgeschlossene Berufsausbildung besitzt, über 22 Jahre alt ist und 3 Jahre bereits gearbeitet hat oder einer vergleichbaren Tätigkiet (familiäre Pflege, Kindererziehung) nachgegangen ist.
Zunächst werden die Zugangsvorraussetzungen also nach schriftlicher Bewerbung geprüft - dies geht i.d.R. sehr schnell, rechtzeitig zur nächsten ZVS-Bewerbungs-Frist. Der Termin zur Prüfung wird dann mit den jeweiligen Prüfern vereinbart (an dem jeweiligem Instutut der gewünschten Fakultät). Konkrete Prüfungsordnungen für diesen Fall gibt es erst in zwei Fachbereichen in Düsseldorf, ansonsten liegt dies bis jetzt im Ermessen der jeweiligen Fakultät/Institute.
Bei uns in Psychologie werden z.B. 2 Fachbereiche des Grundstudiums ausgewählt, wobei hier eben ein Fachbuch gelesen und zusammengefasst werden soll bzw. die mathematischen Grundlagen in einem anderen Fachbereich für das Grundstudium abgefragt werden sollen. Dabei ist es keinesfalls Ziel, Lehrinhalte des Grundstudiums bereits hier zu vermitteln; es soll lediglich überprüft werden, ob der Student mit der Auseinandersetzung der Lehrinhalte geeignet ist.
Unabhängig von dem Ausgang der Zulassungsprüfung muss aber in der Folge (bei Notwendigkeit) auch noch eine Bewerbung über die Hochschule oder ZVS für einen Studienplatz stattfinden.
Ich schätze, an anderen Universitäten ist dieses Vorgehen ähnlich; schliesslich ist ein Nachholen des Abitur nicht in jedem Fall notwendig und kostet alle Beteiligten (Studienwilligen und Staat) nur unnötig Zeit und Geld. Deswegen wird die Hürde insgesamt auch an Präsenzuniversitäten nicht allzu hoch liegen.
Also mein bruder studiert Politikwissenschaften und VWL zusammen. Und was ich von ihm gehört hab, ist da mathe gerade auch wegen statistik sehr wichtig. Mathe ist nu mal ne schlüsselkompetenz und die sollte er so9weit beherrschen, dass er auch das Abi schafft. Zudem: wenn er auch noch mit der Fremdsprache auf Kriegsfuß steht- was will er z.B. dann mit Politikwissenschaften machen? Du musst bei den Geisteswissenschaften eigentlich im besten drittel wohl sein um eine chance am Arbeitsmarkt zu haben. Dazu gehören nu mal auch Fremdsprachen. Zudem kannst vergessen nach den Politikwissenschaften zu sagen, dass du was im sozialen Bereich tätig sien willst, sondern du musst für fast ALLES offen sein => du musst breit gebildet sein, und meiner meinung nach wird er es ohne Fremdsprachenkenntnisse und Mathematischen Kenntnissen kaum ne Chance spätestens am Arbeitsmarkt haben.
Alles was im sozialen Bereich ist braucht übrigens Psychologie- und da ist die Statistik knüppelhart, was ich gehört habe.
ZUdem, die Profs fangen bei null noch mal an, aber dafür machst auch den ganzen Stoff absolut schnell durch- dagegen ist das ABi wirklich, glaub ich, n spaziergang.
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Mathe ist nu mal ne
schlüsselkompetenz und die sollte er so9weit beherrschen, dass
er auch das Abi schafft. Zudem: wenn er auch noch mit der
Fremdsprache auf Kriegsfuß steht- was will er z.B. dann mit
Politikwissenschaften machen?
Ja, da gab ich dir soweit Recht. Das war auch nur eine spontane Idee von ihm…
Wir haben den Plan vom Studieren auch fast wieder verworfen - aber noch nicht ganz.
Alles was im sozialen Bereich ist braucht übrigens
Psychologie- und da ist die Statistik knüppelhart, was ich
gehört habe.
Hmm, na nicht ganz. Ich studiere Erziehungswissenschaften und finde Statistik nicht knüppelhart - viele hingegen schon. Meine Mathekenntnisse sind nicht so prall, aber ich hab ein etwas besseres Verständnis für Mathe als mein Freund. Trotzdem denke ich, dass es an dem Statistik-Schein bei ihm nicht scheitern würde.
Hallo Tato,
ich versuche mal auf deine Eingangsfrage bezgl. der Aufnahmeprüfung einzugehen. Ich gehe mal davon aus, dass Du von der Uni-Hamburg Department für Wirtschaft und Politik sprichst. Der ehemaligen HWP (Hochschule für Wirtschaft und Politik).
Ich habe zwar nicht diese Aufnahmeprüfung gemacht, war aber mehrfach als studentische Beisitzerin bei der mündlichen Prüfung anwesend. Ich halte sie für sehr fair und machbar. Für eine gute Note, die für die Zulassung zum Studium dann wieder relevant wird, sollte man sich schon einwenig vorbereiten, aber mit intensiven Zeitungslesen über aktuelle politische Geschehnisse sollte es gut möglich sein.
Die Prüfung besteht soweit ich mich erinnern kann aus vier schriftlichen Teilen und einem mündlichen, der aus einem freigewähltem Vortrag zu dem dann Fragen gestellt werden und dann Fragen zum Allgemeinwissen.
Die schriftlichen Teile bestehen aus Allgemeinwissen inkl. Mathe (dieser Prüfungsteil gilt als nichtbestanden, wenn man die Matheaufgaben nicht besteht…kann man aber mit den anderen Prüfungen wieder ausgleichen), einem Vortrag und einem Text der schriftl. zusammengefasst werden muss und einer Erörterung zu einem vorgegebenem Thema. Alles wirklich machbar… und das Studium ist eben auch für Leute eingerichtet die mal den Anschluss verpasst haben
und sich dann doch für ein Studium netscheiden.
An der Aufnahmeprüfung sollte es also nicht scheitern, was er aber vorher genau klären sollte ist, ob das was er sich unter dem Studium vorstellt auch mit dem Studium übereinstimmt (vor Studienbeginn mal die Prüfungs- und Studienordnung durchlesen)
ich hoffe ich konnte einwenig helfen
wescat
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