Hi!
Da aber BAFöG
meistens in homöopatischen Dosen ausgezahlt wird, kommen die
allerwenigsten ohne zusätzlichen Job aus. In der Regel wirkt
sich das auf die Studiendauer und die Qualität der Arbeit
während des Semesters negativ aus. Dann steht man mit dem Ende
des Studiums erst einmal mit den BAFöG Schulden da. Natürlich
besser, als ein Kredit von der Bank, aber es sind immer noch
Schulden, die gerade für Berufsanfänger nicht zu unterschätzen
sind.
Fazit ist: einen Job braucht man sowieso, da kann man sich auch gleich seinen gesamten Lebensunterhalt verdienen und steht am Ende des Studiums ohne Schulden da.
Meine Faustregel für den Geldbedarf während des Studiums und
mit Einschränkungen beim Klamottenkauf: man kommt mit 500
EUR/Monat aus, wenn man im Wohnheim unterkommt, sonst 1000
EUR/Monat. Wenn schon kein BAFöG, dann sollte wenigstens ein
sog. „Paragraph 5 Schein“ erhältlich sein, der es Dir erlaubt,
begünstigte Wohnungen anzumieten.
Da gehe ich mit.
Zum Thema Wohnung: warum nicht in einer kleinen Stadt studieren, wo die Wohnungen soweiso billig sind?
Ich habe z.B. in Hof studiert, wo ein sehr ordentliches 1ZKB Appartement mit Küchenblock im Wohnzimmer und großem Balkon ca. EUR 280 warm im Monat gekostet hat.
Das ganze wird noch ätzender, wenn Du an einer der tollen,
fortschrittlichen Unis studierst, an denen Studiengebühren
verlangt werden. Da ist dann die Lehre natürlich besonders
lehrreich und die Bedingungen alle super (versichern
jedenfalls die verantwortlichen Politiker aller Parteien),
aber Du brauchst selbstverständlich noch mehr Geld pro
Semester.
Studiengebühren sind hier kein Thema, sie fallen erst beim Zweitstudium oder bei extrem langer Studiendauer an. Der Kommentar ist also polemisch und obsolet…
Zum Glück verdienen Akademiker anschliessend so enorm viel,
dass man sie fast zur Kasse bitten MUSS, aus Anständigkeit den
anderen Mitbürgern gegenüber. Ist ja klar. Schließlich
bekommen Studenten diesen enormen Rabatt, wenn sie ins Theater
oder Museum gehen.
Ob sich deshalb aber ein Studium lohnt, habe ich nie
nachgerechnet.
Ich schon. Gegenüber einem qualifizierten, versierten Handwerker muss ich 40 werden, bis ich ihn gehaltlich überhole. Und er hat in den 20ern, wo das ja auch richtig Spass macht, schon ordentlich Geld.
Der Mensch lebt nicht vom Geld allein 
Richtig. Wer nur für das Geld studiert, so habe ich gelernt, sollte doch besser Automechaniker werden und danach zum Autoverkäufer aufsteigen. Mit Studium jedenfalls wird man es kaum hinbekommen, mit 27 ca. 80.000 € im Jahr zu verdienen, so wie ein guter Freund von mir dies gemacht hatte…
Grüße,
Mathias