Studieren ohne Bafög?!

Hallöchen Ihr lieben,

hab mir vom Studentwerk Rostock ausrechnen lassen wieviel Bafög ich wohl bekommen würde, tja…nichts… komisch, denn Schüler-Bafög bekam ich, wenn auch nicht viel.

Jetzt bin ich am grübbeln wieviel Geld man so mind. brauch um zu überleben. Vielleicht geht es ein paar von Euch auch so ,also ohne staatliche Unterstützung studiren. Das ich mir ne Arbeit nebenbei suchen muss ist mir schon klar, aber es wird trotzdem hart.

Oder sollte ich besser noch 3 Jahre arbeiten und dann elternunabhängiges-bafög bekommen? Bin jetz im 23. Lebensjahr.

Hoffe auf hilfreiche Tipps oder eigenen Geschichten die mir beim entscheiden helfen.

Vielen Dank schon mal im voraus
Bianca

Hallo Bianca,

darf ich fragen, warum Du kein Bafög bekommst? Verdienen Deine Eltern zuviel?

Wieviel man im Monat so braucht, hängt sehr vom eigenen Lebensstandard ab. Z.B. wie hoch Deine Miete ist, wenn Du nicht mehr zuhause wohnst. Vielleicht kannst Du ja in eine günstigere Wohnung oder in ein Studi-Wohnheim ziehen, da gibts oft Pauschalmieten. Ansonsten kommt noch Strom und eine Nebenkostenabrechnung hinzu. Dann kommen so Faktoren wie Telefon resp. Handy (vielleicht sogar beides) inkl. Internet, dann einmal im Semester Studiengebühren bzw. Semesterbeitrag, Studienmaterial (Bücher etc.).

Weitere Lebenshaltungskosten sind natürlich für Lebensmittel und so und je nachdem, wie man das benötigt, Klamotten.

Einen genauen Betrag da zu nennen, finde ich schwierig, jeder hat seine eigenen Ansprüche und Bedürfnisse…und vor allem die Kosten fürs Studium sind von Fach zu Fach und Bundesland zu Bundesland verschieden. Bei Dir gibts doch sicher auch eine Fachschaft, die können eher beurteieln, was für Anschaffungen Du so machen müßtest.

Vielleicht kannst Du Dir einen Job suchen, bei dem Du in den Semesterferien richtig reinhauen kannst und ein paar reserven scheffelst, dann mußt Du während der Vorlesungszeit nicht so häufig ran.

Viel Erfolg! :smile:

Hallöchen Elma,

also laut denen vom Studentwerk in Rostock verdienen meine Eltern anscheinend zuviel.
Es ist nur komisch weil ich während meines Fachabis auch Bafög bekam, zwar nur 49€ aber immerhin, und nu nischt. Naja vielleicht stimmt das was die errechnet haben ja auch nicht ganz. Das werde ich aber erst näcstes Jahr wissen wenn ich dann den richtigen Antrag einreiche. Habe mich schon mit Eltern zusammen gesetzt, sie meinen wir schaffen das schon. Arbeiten werd ich sowieso. Und zur Sparsamkeit wurd ich erzogen. Auto muss dann zwar verkauft werden, aber da muss man durch.

So wünsche Dir ein schönes Osterfest und wenn Du noch Tipps hast wie und woran man noch sparen könnte dann lass es mich wissen,
hab z.B. auch gelesen das man die Pille in bestimmten Fällen umsonst bekommt.

Ciaoi Bianca

hi,

http://www.bafoeg-rechner.de

die online berechnung hat bei mir 100,00% hingehauen. verrechnen wird sich der computer im bafögamt nicht, zu prüfen sind immer ob die eingaben korrekt sind.

vorrangige fehlerquellen: angaben zu anderen unterhaltspflichtigen geschwistern die noch in ausbildung sind, angaben zum fördergrundbetrag (auswärts, selber versichert etc.) oder angaben zum bewilligungszeitraum und der hierfür insgesamt angesetzten einkünfte stimmen nicht überein.

teste mal den rechner und lese dir die fragen gewissenhaft durch.

gruss vom

showbee

Hallöchen Ihr lieben,

Hallo auch,

habe mir die bisherigen Beiträge gerade durchgelesen und will mal meinen Senf dazu geben.

BAFöG ist so eine Sache. Erst einmal bekommt man zwar Geld (meist weniger, selten mehr), doch muss man dieses irgendwann zurückzahlen. Man bekommt evtl. einen Teil erlassen, wenn man entweder besonders gut ist (sog. Streber-Erlass) oder besonders schnell (sog. Dalli-Dalli Prinzip). Da aber BAFöG meistens in homöopatischen Dosen ausgezahlt wird, kommen die allerwenigsten ohne zusätzlichen Job aus. In der Regel wirkt sich das auf die Studiendauer und die Qualität der Arbeit während des Semesters negativ aus. Dann steht man mit dem Ende des Studiums erst einmal mit den BAFöG Schulden da. Natürlich besser, als ein Kredit von der Bank, aber es sind immer noch Schulden, die gerade für Berufsanfänger nicht zu unterschätzen sind.

Meine Faustregel für den Geldbedarf während des Studiums und mit Einschränkungen beim Klamottenkauf: man kommt mit 500 EUR/Monat aus, wenn man im Wohnheim unterkommt, sonst 1000 EUR/Monat. Wenn schon kein BAFöG, dann sollte wenigstens ein sog. „Paragraph 5 Schein“ erhältlich sein, der es Dir erlaubt, begünstigte Wohnungen anzumieten.

Das ganze wird noch ätzender, wenn Du an einer der tollen, fortschrittlichen Unis studierst, an denen Studiengebühren verlangt werden. Da ist dann die Lehre natürlich besonders lehrreich und die Bedingungen alle super (versichern jedenfalls die verantwortlichen Politiker aller Parteien), aber Du brauchst selbstverständlich noch mehr Geld pro Semester.

Zum Glück verdienen Akademiker anschliessend so enorm viel, dass man sie fast zur Kasse bitten MUSS, aus Anständigkeit den anderen Mitbürgern gegenüber. Ist ja klar. Schließlich bekommen Studenten diesen enormen Rabatt, wenn sie ins Theater oder Museum gehen.
Ob sich deshalb aber ein Studium lohnt, habe ich nie nachgerechnet.

Der Mensch lebt nicht vom Geld allein :smile:

Viel Glück und frohe Ostern!

Fritze

Hi!

Da aber BAFöG
meistens in homöopatischen Dosen ausgezahlt wird, kommen die
allerwenigsten ohne zusätzlichen Job aus. In der Regel wirkt
sich das auf die Studiendauer und die Qualität der Arbeit
während des Semesters negativ aus. Dann steht man mit dem Ende
des Studiums erst einmal mit den BAFöG Schulden da. Natürlich
besser, als ein Kredit von der Bank, aber es sind immer noch
Schulden, die gerade für Berufsanfänger nicht zu unterschätzen
sind.

Fazit ist: einen Job braucht man sowieso, da kann man sich auch gleich seinen gesamten Lebensunterhalt verdienen und steht am Ende des Studiums ohne Schulden da.

Meine Faustregel für den Geldbedarf während des Studiums und
mit Einschränkungen beim Klamottenkauf: man kommt mit 500
EUR/Monat aus, wenn man im Wohnheim unterkommt, sonst 1000
EUR/Monat. Wenn schon kein BAFöG, dann sollte wenigstens ein
sog. „Paragraph 5 Schein“ erhältlich sein, der es Dir erlaubt,
begünstigte Wohnungen anzumieten.

Da gehe ich mit.
Zum Thema Wohnung: warum nicht in einer kleinen Stadt studieren, wo die Wohnungen soweiso billig sind?
Ich habe z.B. in Hof studiert, wo ein sehr ordentliches 1ZKB Appartement mit Küchenblock im Wohnzimmer und großem Balkon ca. EUR 280 warm im Monat gekostet hat.

Das ganze wird noch ätzender, wenn Du an einer der tollen,
fortschrittlichen Unis studierst, an denen Studiengebühren
verlangt werden. Da ist dann die Lehre natürlich besonders
lehrreich und die Bedingungen alle super (versichern
jedenfalls die verantwortlichen Politiker aller Parteien),
aber Du brauchst selbstverständlich noch mehr Geld pro
Semester.

Studiengebühren sind hier kein Thema, sie fallen erst beim Zweitstudium oder bei extrem langer Studiendauer an. Der Kommentar ist also polemisch und obsolet…

Zum Glück verdienen Akademiker anschliessend so enorm viel,
dass man sie fast zur Kasse bitten MUSS, aus Anständigkeit den
anderen Mitbürgern gegenüber. Ist ja klar. Schließlich
bekommen Studenten diesen enormen Rabatt, wenn sie ins Theater
oder Museum gehen.
Ob sich deshalb aber ein Studium lohnt, habe ich nie
nachgerechnet.

Ich schon. Gegenüber einem qualifizierten, versierten Handwerker muss ich 40 werden, bis ich ihn gehaltlich überhole. Und er hat in den 20ern, wo das ja auch richtig Spass macht, schon ordentlich Geld.

Der Mensch lebt nicht vom Geld allein :smile:

Richtig. Wer nur für das Geld studiert, so habe ich gelernt, sollte doch besser Automechaniker werden und danach zum Autoverkäufer aufsteigen. Mit Studium jedenfalls wird man es kaum hinbekommen, mit 27 ca. 80.000 € im Jahr zu verdienen, so wie ein guter Freund von mir dies gemacht hatte…

Grüße,

Mathias

Hey Showbee,

also das mit dem Rechner hab ich schon gemacht und da kam 307 € raus. Vielleicht hast Du es ja überlesen, aber ich hatte ja noch keinen richtigen Antrag zum Bafög Amt geschickt sondern nur zu einem Studentenwerk die so überm Daumen gepeilt man kurz durchrechnen wollten, ohne Garantie das es auch stimmt.

Also bleibt mir nur das abwarten.

Will zum Glück in ner Kleinstadt studieren die auch nicht weit vom Elternhaus entfernt liegt. Dort sind die Wohnungen recht günstig, will dann auch noch mit ner Freundin zusammen ziehen.

Nun gut
Frohes Osterfest
Bianca

Hallo,

BAFöG ist so eine Sache. Erst einmal bekommt man zwar Geld
(meist weniger, selten mehr), doch muss man dieses irgendwann
zurückzahlen. Man bekommt evtl. einen Teil erlassen, wenn man
entweder besonders gut ist (sog. Streber-Erlass) oder
besonders schnell (sog. Dalli-Dalli Prinzip).

es gibt noch andere Kriterien, die zu einer Reduzierung der Rückzahlung führen. Einerseits ist sowieso die Hälfte geschenkt, andererseits gibt bei Ausnutzung aller Möglichkeiten noch einmal 20% Rabatt.

Meine Faustregel für den Geldbedarf während des Studiums und
mit Einschränkungen beim Klamottenkauf: man kommt mit 500
EUR/Monat aus, wenn man im Wohnheim unterkommt, sonst 1000
EUR/Monat.

Das ist aber ordentlich. Alles in allem habe ich inkl. Urlaub, Wohnung in der DDorfer Innenstadt, studentengemäßem Abendverhalten und insgesamt nicht gerade zurückhaltendem Lebensstil im Schnitt DM 1.300 gebraucht. Laß das nach Preissteigerungen in 5 Jahren 750 Euro sein, dann wären das immer noch 25% weniger als nach Deiner Kalkulation.

Ob sich deshalb aber ein Studium lohnt, habe ich nie
nachgerechnet.

Tja, ob man so an die Sache rangehen sollte, wurde ja schon angezweifelt. Je nach Annahmen läßt sich aber ausrechnen (und das mache ich spaßeshalber mit allen Azubis, die meinen, sie müßten nach der Ausbildung unbedingt BWL studieren), daß sich ein Studium in der Regel nach 12-18 Jahren finanziell gerechnet hat (typischen Karriere- und Gehaltsverlauf unterstellt).

Gruß
Christain