Eine Freundin & ich überlegen, ob wir nächstes Jahr nicht doch noch mal mit einem Studium an der FH anfangen sollten. Allerdings wird es mit den imensen Studiengebühren etc. nicht gerade einfacher das zu finanzieren und ich blicke da momentan auch nicht mehr durch.
Als Info kann ich noch sagen, dass wir beide (27) eine Ausbildung haben und seitdem in dem Beruf arbeiten in Niedersachsen.
Ich habe gehört, die Studiengebühren sollen bald richtig hoch werden, so um die 1000 Eur im Semester? Wie hoch werden sie wirklich und kann man hierfür Zuschüsse bekommen?
Wie sieht es mit dem Bafög aus? Auch da habe ich irgendwoher eine Info, dass man mit 30 keins mehr bekommt?? Oder bekomme ich es doch, wenn ich noch vor dem 30. Geburtstag anfange zu studieren?
Gibt es auch irgendeine Regelung, da es ja der 2. Bildungsweg ist? ich glaube, man bekommt dann Elternunabhäniges Bafög? Wie hoch liegt da etwas der Satz?
Fragen über Fragen. Danke schonmal für Eure Hilfe!!
Was die finanzielle Seite angeht: das Erststudium ist kostenlos und ist unabhängig von einer vorher absolvierten Berufsausbildung. Nur wer die Regelstudienzeit mehr als 50% überzieht, zahlt ~1000 Euro (je höher der Überzug, desto teurer wird’s) pro zusätzlichem Semester.
Die Eltern sind nur zur Unterstützung des Erststudiums verpflichtet. Für das Zweit… müssen triftige Gründe vorliegen um Anspruch auf Unterstützung durch letztere zu bekommen.
Was das Bafög angeht: interessant ist die finanzielle Situation der Unterstützer sowie der Studenten. Nur die Hälfte des B. ist zinslos rückzahlungspflichtig.
Hier was dabei (falls die rechtliche Seite nicht schon veraltet ist): http://www.studentenwerk.mhn.de/foerderung/bafoeg/do… ?
Und die Lebenshaltungskosten nicht zu vergessen…
Oh, das sind schonmal nützliche Infos! Ich hatte schon Angst, dass man neuerdings nun noch 1000 Eur zusätzlich aufbringen müsste. Dann hätte ich das ganze knicken können, denn wie soll man sich denn das noch leisten können? Zum einen soll man in Regelstudienzeit durchkommen, zum anderen müsste man zusätzlich arbeiten, um sich das leisten zu können, wobei das Studium dann wieder etwas zu kurz kommen könnte. Ein Teufelskreis.
Aber dennoch: studieren wird echt immer teurer. Semestergebühren (ich glaube die liegen hier in Hannover bei der FH bei 207,00 Eur, dafür kann man mit dem Studentenausweiß durch ganz Niedersachsen, Bremen, Hamburg fahren einschließlich Straßenbahnen). Dazu die Materialkosten und wie Du sagst auch die Lebensunterhaltungskosten. Aber da muss man wohl durch. Die Umstellung auf weniger Geld - wenn man vorher gearbeitet hat - wird sicher nicht einfach, aber irgendwie klappt’s ja immer.
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Ich habe gehört, die Studiengebühren sollen bald richtig hoch
werden, so um die 1000 Eur im Semester?
Man redet von 500 Euro pro Semester. Langzeitstudiengebühren ab dem 10. oder 13. Semester sind verabschiedet. Die Studiengebühren (von 500 Euro pro Semester) ab dem ersten Semester sind in Planung. Diese Regelung gilt für Niedersachsen. Am 26. Januar wird ein Urteil erwartet, dann wird entschieden, ob Studiengebühren zulässig sind und ob das Hochschulgesetz entsprechend geändert wird.
Die Gebühren muss man erst am Ende des Studiums zahlen - woher sollte man sonst das Geld nehmen?
Da kann man auch nachlesen, dass man bei mehr als 3 Jahren Berufstätigkeit (plus Ausbildung), elternunabhängiges Bafög beziehen kann. Der Höchstsatz beträgt 585 Euro.
Mehr dazu: http://www.bafoeg.bmbf.de/fragen_fhoehe_antw02.php
die Gebühr ist Standortabhängig, auf dem Campus Ricklinger Stadtweg, also quasi in der Zentrale kostet es sogar 219,40 € mal locker 40 € mehr als noch im lezten Semester! Die Gebühren sind seit meinem Studienbeginn jedes Semester gestiegen, aber nur einmal so dass es einzusehen war - als wir das Niedersachsenticket bekommen haben! Aber die ständige Erhöhung der Verwaltungsgebühr nervt schon…
207,40 € gilt für die ExpoPlaza, was möchtet ihr denn hier studieren?
Gruß aus Hannover
Soera
Aber dennoch: studieren wird echt immer teurer.
Semestergebühren (ich glaube die liegen hier in Hannover bei
der FH bei 207,00 Eur, dafür kann man mit dem Studentenausweiß
durch ganz Niedersachsen, Bremen, Hamburg fahren
einschließlich Straßenbahnen). Dazu die Materialkosten und wie
Du sagst auch die Lebensunterhaltungskosten. Aber da muss man
wohl durch. Die Umstellung auf weniger Geld - wenn man vorher
gearbeitet hat - wird sicher nicht einfach, aber irgendwie
klappt’s ja immer.
Aber dennoch: studieren wird echt immer teurer.
Semestergebühren (ich glaube die liegen hier in Hannover bei
der FH bei 207,00 Eur, dafür kann man mit dem Studentenausweiß
durch ganz Niedersachsen, Bremen, Hamburg fahren
einschließlich Straßenbahnen).
Das kommt auf den Standort an. Hier kannst du dir die aktuellen Gebühren angucken: http://www.fh-hannover.de/de/i-amt/studierende/beitr… Von Leuten aus dem 5. Semester habe ich gehört, dass sie mal bei etwas über 80 € angefangen haben, sie steigen stetig. Ok, im letzten Semester lag das am eingeführten Niedersachsenticket, aber auch dieses Mal ist es doch wieder ordentlich raufgegangen.
Dazu die Materialkosten und wie
Du sagst auch die Lebensunterhaltungskosten. Aber da muss man
wohl durch. Die Umstellung auf weniger Geld - wenn man vorher
gearbeitet hat - wird sicher nicht einfach, aber irgendwie
klappt’s ja immer.
Ich weiß zwar nicht, was du studieren willst, aber bei meinem Studiengang (Informationsmanagement) sind bislang eigentlich nur Druckkosten angefallen, Bücher haben wir uns meistens vollkommen grundlos angeschafft, wenn welche empfohlen wurden, kaufen mussten wir nur 5, die aber je ca. 5 € gekostet haben.
um die Studiengebühren wirst du nicht herum kommen. Ob dir Bafög zusteht, kann dir das Sozialamt sagen. Da hatte ich mich damals auch erkundigt, weil ich noch keine Ahnung hatte, ob und wo ich studieren würde und dass es dann dort ne Bafög-Stelle gibt.
Die Materialkosten hängen natürlich auch vom Studiengang ab. Wenn es nach manchen Profs geht, kannst du ein ordentliches Monatsgehalt pro Semster für deren Bücherlisten hinlegen. Sieht natürlich nicht schlecht aus im Bücherregal, muss aber meistens nicht sein. Erst mal abwarten, in der Bibliothek ausleihen oder durch Aushang am Schwarzen Brett oder bei Ebay vielleicht günstig erstehen.
Was du dann ansonsten zum Lebensunterhalt brauchst, hängt von dir selbst ab. Im Studentenwohnheim lässt sich normalerweise günstig wohnen, oft auch mit kostenlosem Internet-Zugang. Ist dann zwar kein Luxus, aber man kann halt nicht alles haben . Und um was dazu zu verdienen kannst du evtl. nen Hiwi-Job an der FH annehmen (gibt es zwar eigentlich erst für Studenten im Hauptstudium, aber ich konnte auch im ersten Semester schon einen ergattern). Die sind nicht sonderlich gut bezahlt, lassen sich aber leicht mit dem Stundenplan arrangieren. Oder du arbeitest in den Semesterferien in einer Fertigung. Da gibt es in relativ kurzer Zeit verhältnismäßig viel Geld. Und dann kannst du ja auch mal noch bei deinem derzeitigen Arbeitgeber anfragen, ob du z.B. auf Stundenbasis bei ihm weiterjobben kannst. Wenn du während der Vorlesungszeit zuviele Stunden arbeitest, werden wieder Sozialleistungen fällig. Da musst du dann abwägen, was dir lieber ist.
Ich hatte damals (1997 - 2001) von meinen Eltern 500 Mark im Monat bekommen, den Rest (auch etwa 500 DM monatlich) hatte ich mir nebenbei dazuverdient. Und davon hatte ich Studiengebühren, Bücher, Kopierkosten, Essen, Miete, Auto usw. bezahlt. Lediglich die Krankenversicherung von damals knapp 100 DM hatten meine Eltern noch bezahlt.
die Gebühr ist Standortabhängig, auf dem Campus Ricklinger
Stadtweg, also quasi in der Zentrale kostet es sogar 219,40 €
mal locker 40 € mehr als noch im lezten Semester! Die Gebühren
sind seit meinem Studienbeginn jedes Semester gestiegen, aber
nur einmal so dass es einzusehen war - als wir das
Niedersachsenticket bekommen haben! Aber die ständige Erhöhung
der Verwaltungsgebühr nervt schon…
207,40 € gilt für die ExpoPlaza, was möchtet ihr denn hier
studieren?
Hi Soera,
ich bin Mediengestalterin (mache viele Websachen und sowas) und arbeite in dem Beruf nun schon seit 4 Jahren, aber auf Dauer muss mir da noch mehr passieren. Wollte praktisch darauf aufbauen und Kommunikationsdesign mit Fachrichtung Multimedia studieren. Ich erhoffe mir dadruch, auch noch mehr in Sachen Animationen, Video etc. zu lernen. Leider ist es ja so: wenn man erstmal arbeitet und fest in seinen Projekten drin ist, bleibt nebenbei nicht mehr so viel Zeit sich solche Sachen anzueignen. Klar - abends am Rechner was machen kann man schon, hab aber echt gemerkt dass mich das gut schlaucht, wenn man 8-10 Stunden tagsüber vorm Rechner sitzt und nach Hause kommt und gleich noch ein paar STunden dran hängt. Geht ab und an, aber auf Dauer möchte ich auch mal was mit Freunden machen & soziale Kontakte pflegen.
Meine Freundin will in die ähnliche Richtung, Kommunikationsdesign, Fachrichtung Fotografie. Auch ein sehr reizvolles Studium.
Aber das die Semestergebühren stetig steigen ist schon heftig. Aber irgendwie gehts ja immer mit dem Geld.
Ich habe gehört, die Studiengebühren sollen bald richtig hoch
werden, so um die 1000 Eur im Semester?
Man redet von 500 Euro pro Semester. Langzeitstudiengebühren
ab dem 10. oder 13. Semester sind verabschiedet. Die
Studiengebühren (von 500 Euro pro Semester) ab dem ersten
Semester sind in Planung. Diese Regelung gilt für
Niedersachsen. Am 26. Januar wird ein Urteil erwartet, dann
wird entschieden, ob Studiengebühren zulässig sind und ob das
Hochschulgesetz entsprechend geändert wird.
Das wäre ja echt ganz schön heftig, wenn die „tollen“ Politiker sich darauf einigen, dass man schon ab dem 1. Semester 500 Eur zahlen müsste. Die haben doch echt einen an der Waffel. Da kann man ja echt nur hoffen, dass es nicht so kommen wird, denn dann haben es Sozialschwache noch schwerer. Es ist ja schon echt toll, dass es das Bafög gibt, aber gemein finde ich es trotzdem, dass Kinder von „reichen“ Eltern es echt einfacher haben, da sie am Ende nicht einen Berg „Schulden“ nach ihrdem Studium abzahlen müssen, und die die auf Bafög angewiesen sind, erstmal schön dieses am Ende des Studiums abbezahlen dürfen.
Da kann man auch nachlesen, dass man bei mehr als 3 Jahren
Berufstätigkeit (plus Ausbildung), elternunabhängiges Bafög
beziehen kann. Der Höchstsatz beträgt 585 Euro.
Mehr dazu: http://www.bafoeg.bmbf.de/fragen_fhoehe_antw02.php
Na, das hört sich ja positiv an. Hätte dann also die Chance auf den Höchstsatz. Werde mich mal durch deine Links durchforsten und Infos sammeln. Danke!!
schöne grüße nach hannover
hab hier in dortmund auch mit foto-design angefangen, dann aber zu objekt-und
raumdesign gewechselt… foto is an material einfach sau-teuer…mit 100-200
euro pro monat würd ich evtl rechnen… für objekt geb ich immer noch etwa
hundert im durchschnitt aus…
die semestergebühren lagen hier übrigens diesmal bei 144 euro, mit ticket für
den gesamten vrr-bereich (fast bis köln runter)
aber nachm studium zieh ich dann auch endlich nach hannover
mfg
jj
tja ist bestimmt auch ein nettes Studienfach
Aber da kann ich dir leider überhaupt nix zu den Matrialkosten sagen. In meinem Fachbereich hält es sich doch sehr in Grenzen,
. Ausser nem Block oder mal 1,50 wenn du das Buch vergessen hast rechtzeitig in der Biblio wieder abzugeben. Manchmal ein „Skript“ von nem Prof aber da das alles nur Kopien sind, liegen die meist so um die 2 Euro.
Alles in allem ist die Mensa wohl das teuerste an dem Studium
schöner Beitrag heute in der FTD. Studieren lohnt sich nicht in D. Es sei denn du wirst RA oder Zahnarzt. Alles andere kostet mehr als es bringt. Denn Akademiker verdienen in D nicht so viel mehr wie ihr Studium kostet. Ein Facharbeiter bei BMW oder Daimler kommt auf Summen die nur unwesentlich geringer sind. Ich würde heute auch kein Studium mehr machen, vor allem nicht, wenn es noch etwas kosten sollte.
Abgesehen von den Kosten - wozu all die jahrelange Mühe? Abi - Ausbildung - Geld verdienen. Viel besser.
Findest du deine Sichtweise nicht etwas zu eingeschränkt, wenn du deine Ziele nur am Geld festmachst? Es ist doch auch die Freude die man (hoffentlich) an seiner Arbeit haben sollte. Die Herausforderung, die einem mit seinen Aufgaben gestellt werden. Mit einem Studium ist das Spektrum an Tätigkeitsfeldern wesentlich größer als mit einer Ausbildung. Selbst wenn ein Daimler-Angestellter möglicherweise fast so viel verdient wie ich, so möchte ich im Leben nicht mit ihm tauschen. Ich finde es viel zu unkreativ und zu eingeschränkt beispielsweise am Fließband zu arbeiten (jaja, heute nennt man das anders und man arbeitet in einem sog. „Team“, wer mit dieser Formulierung glücklicher ist - bitte). Die persönliche Identifikation mit dem Betrieb ist wesentlich größer wenn man selbst kreativ mitgestalten kann. Als Facharbeiter mit „nur“ einer betrieblichen Berufsausbildung stehen dir dabei nicht so viele Möglichkeiten offen.
außerdem lernt man an der Uni ja durchaus - nicht immer, aber doch öfter - Dinge, die übers reine Fachwissen hinaus gehen: Denkweisen, Konzeptionierung, Problembewußtsein, Analysefähigkeit etc.
Das sind übertragbare Fähigkeiten, die einen zumindest teilweise für andere Aufgabenfelder und Verantwortlichkeiten qualifizieren.
Hallo Michael!
Steckt man wirklich mehr rein als raus kommt? Macht dann das Abi Sinn?
Mal das Finanzielle bei Seite!!!
Macht studieren Sinn, wenn man als Hauptfaktor die geringere Arbeitslosigkeit nimmt?
Nikea
Bildung macht immer Sinn! Wenn man die Möglichkeit hat, das Abitur zu machen, dann sollte man dies auch tun. Nicht nur, um sich alle Möglichkeiten bezüglich der Weiterbildungsmöglichkeiten offenzuhalten, sondern um einen größeren Weitblick zu bekommen. Das wird einem bestimmt nicht in der Zukunft schaden.
Zum Geld kann man sicherlich keine allgemeingültige Aussage machen. Es gibt Studiengänge nach denen man besser verdient als nach anderen. Da ist wie mit Angebot und Nachfrage. Was gerade gesucht wird, wird eben mit Geld gelockt.
Wenn du den Faktor Arbeitslosigkeit ansprichst, dann zeigt sich ganz deutlich, daß die Arbeitlosenquote unter den Akademikern im Schnitt sehr niedrig ist.
Ich kann nur raten, nicht unbedingt das zu studieren, was gerade unheimlich gefragt ist, oder wo man die „meiste Kohle“ macht. Das kann sich schnell ändern. Nicht, daß du solche Kriterien ganz außer acht lassen solltest, aber im wesentlichen sollte dir dein Beruf Spaß machen. Du mußt dir schließlich darüber im klaren sein, daß du ihn 40 Jahre machen mußt. Jeden Tag 8 Stunden oder mehr. Wenn du dich solange quälst, macht dir das Geld auch nicht mehr so viel Spaß.
Aber das ist natürlich nur meine eigene, bescheidene Meinung.
flo
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