Studium an und für sich

Hallo Gemeinde,

hurra, hurra, jetzt sind die Deutschen endlich wach geworden und passen sich dem Rest der Welt an. Das merkwürdige und überfrachtete Diplom-Studium verschwindet und macht den strammen und inhaltlich klareren Bachelor- und Masters-Studiengängen Platz.
Dann hören auch Studienzeiten von 10,12,15, oder noch mehr Semestern auf, die die betroffenen Studenten vom Arbeiten abhalten und der Gesellschaft nur Geld gekostet haben. Bzw. es werden die Studenten, die dennoch so lange studieren wollen, selbst zur Kasse gebeten.
Damit wird das Studium wieder zu dem, was es eigentlich sein soll, zu einer qualifizierten Berufsausbildung.
In allen Bereichen in der Wirtschaft und in der Gesellschaft werden hochqualifizierte Wissenschaftler benötigt. Diese aber nach ihren Qualifikationen und die sind nicht die Länge der Studienzeiten.

Gruß,
Francesco

Hallo,
genau, wir passen uns dem Rest der Welt an. Damit (fast) alle studieren können, wird einfach da Niveau des Abiturs gesenkt, ebenso die Ansprüche im Studium. Und schwupps: Da haben wir die geforderten Hochschulabsolventen.
Aber wer glaub denn im Ernst, dass wir dadurch mehr qualifizierte Arbeitskräfte haben?
Ich würde das eher Bildungsinflation nennen.

Gruß,
Aragorn

Besonders lustig finde ich daran, dass die BAs zu einem Zeitpunkt angeboten werden, zu dem in anderen Ländern (z.B. Dänemark), die Bachelor-Studiengänge wieder abgeschafft werden. Vielleicht sollte uns das zu denken geben?
Im übrigen können die deutschen Hochschulen noch so viele BAs anbieten, die deutschen Arbeitgeber sind da nicht drauf erpicht und bevorzugen immer noch Diplomanden oder wenigstens einen abgeschlossenen Masterstudiengang, der aber auch 8-10 Semester dauert und schwupps sind wir wieder bei der Länge eines Diplomstudiengangs. Na sowas aber auch!

Genau,

jippieh, dann können auch nur noch die studieren, die jemanden haben, der für sie zahlt, weil dann nämlich niemand mehr Zeit hat, neben dem Studium zu arbeiten, was für einige leider oft bitter nötig ist!

Aber Hauptsache, die Studienzeit wird gekürzt…

Grüße

Cess

Besonders lustig finde ich daran, dass die BAs zu einem
Zeitpunkt angeboten werden, zu dem in anderen Ländern (z.B.
Dänemark), die Bachelor-Studiengänge wieder abgeschafft
werden.

Selbst deutsche Hochschulen fluchen teilweise und möchten ihr altes Diplom wiederhaben.

… die deutschen Arbeitgeber sind da nicht drauf
erpicht und bevorzugen immer noch Diplomanden

Jaap! Erklär mal einem Arbeitgeber das man den Bachelor macht und kein Dipl… Es ist nicht nur peinlich, weil der den Bachelor gar nicht kennt, oder wenn doch, sofort denkt man is einer dieser überkantitelten PseudoFortschrittsPinkel. Zu dem klingt es schei**:
„Welchen Abschluß haben Sie?“
„Ich habe den akademischen Grad eines Bachelors.“
„Gesundheit! - Bitte welchen Abschluß haben Sie?“
„Ich habe den akademischen Grad eines Bachelors. Das ist eine in D relativ neu eingeführte internationaliserte Form des Hochschulabschlußes.“
„Aha, na dann und was kann man dann?“…

…Ich find es zu würgen…

Wenn man zusätzlich noch bedenkt, dass die meisten Bachelorstudiengänge von der Dauer her nicht länger (bei Einbezug der Vorlesungsfreien Zeit sogar kürzer) sind als ne normale Ausbildung im dualen System, dann merkt mann was dieser Bachelor wert sein muss.

Klar der Stoff der vermittelt werden soll wird kompakter verpackt. In kürzerer Zeit werden mehr Themen besprochen, aber auch das ist einfach nur Mist, denn allzuoft bleibt jeglicher Tiefgang auf der Strecke. Oder aber es sind soviele Informationen, dass Student nur noch auf kurze Sicht lernt (lernen kann) und dabei das Eigentliche gar nicht mehr verinnerlicht.

Naja ein kurzes Statement von einem der gerade seine Bachelorarbeit schreibt (Die vom Umfang dem einer Diplomarbeit gleich kommt, aber in kürzerer Zeit zu erstellen ist…eine Folge dessen, dass die Wirtschaft mit nem Bachelor nichts anfangen kann, die hatten einach nur Dipl.Themen…).

Grüße
Kroeger

Hey Kroeger!
Toitoitoi für die Bachelorarbeit!
Das Gespräch mit dem Arbeitgeber war sehr gut dargestellt, genauso ging es mir auch, sogar Unis haben gefragt, was das denn bitte für ein Abschluss sei und wozu der mich befähigen würde, deshalb (zwar nicht nur aber es ist mit ein Grund) studiere ich ab kommendem WS nochmal auf Diplom.

LG
cent.

etikettenschwindel
hallo erstmal,
meiner meinung nach ändert es schlichtweg gar nichts, wenn man in den gleichen staubigen institutionen auf die gleichen drögen veranstaltungen von den gleichen verknöcherten leuten mit den gleichen lahmen inhalten einfach nur ein neues etikett drauf pappt.
da sind die entscheidungsträger der wirtschaft diesmal wohl mit recht zurückhaltend…

Damit wird das Studium wieder zu dem, was es eigentlich sein
soll, zu einer qualifizierten Berufsausbildung.

das war es nie (in dieser form), wenn es das mit ausschließlichkeit tut, ist die wissenschaft hierzulande endgültig am ende-
m.a.w.: das halte ich für ein missverständnis.

Diese aber
nach ihren Qualifikationen

und das spannende: heutzutage kann eigentlich keiner mehr so genau sagen, was das sein soll.

und die sind nicht die Länge der
Studienzeiten.

treffer: genau deswegen wird es überhaupt nichts einbringen, an den zeiten rumzudoktern.
wie die oecd schon feststellte: deutschland ist ein bildungspolitisches entwicklungsland (imho auch deswegen, weil man hierzulande mit oberflächlichen spiegelfechtereien viel zeit und geld verplempert)

greetings
bernd

BA
Hi,
Du hast schon recht.
in meinen Augen ist der BA die Lizenz ohne Anerkennungsstress die Hochschule zu wechseln - und nichts mehr(im Physikstudium entspricht der BA in etwa dem Niveau Vordiplom + 1 fortgeschrittene Vorlesung + 6-wöchiges Laborpraktikum). Insbesondere ist das IMO kein vollwertiger akademischer Abschluss. Die Industrie wird sich wundern, wie wenig die Leute mit einem BA in der Praxis können. Es ist ja schon beim Dipl.-Ing./Dipl.-Phys. nicht alles so wie es sein sollte.
Ciao Rossi

Hallo Francesco,

hurra, hurra, jetzt sind die Deutschen endlich wach geworden
und passen sich dem Rest der Welt an. Das merkwürdige und
überfrachtete Diplom-Studium verschwindet und macht den
strammen und inhaltlich klareren Bachelor- und
Masters-Studiengängen Platz.

mal ehrlich, glaubst Du denn wirklich, daß sich mit Änderung des Namens irgendetwas inhaltliches ändern wird? Wohl kaum, denn wenn wirklich der Wille zur Änderung bestünde, könnte man die auch unter dem Namen ‚Diplomstudiengang###‘ durchführen.

Dann hören auch Studienzeiten von 10,12,15, oder noch mehr
Semestern auf, die die betroffenen Studenten vom Arbeiten
abhalten und der Gesellschaft nur Geld gekostet haben. Bzw. es
werden die Studenten, die dennoch so lange studieren wollen,
selbst zur Kasse gebeten.

Wenn die Rahmenbedingungen nicht geändert werden, ändert sich auch an den Studienzeiten nichts, denn die kommen sehr häufig dadurch zustande, daß nebenher gejobbt werden muß, daß Seminarplätze (oder Praktiumsplätze etc.) verlost werden, weil nicht genug davon da sind. Wer dieses mal nicht dran kommt, hat eben Pech gehabt und muß warten.

Damit wird das Studium wieder zu dem, was es eigentlich sein
soll, zu einer qualifizierten Berufsausbildung.

Das ist sie (zumindestens kann ich das für diverse Naturwissenschaften sagen) auf jeden Fall heute auch. Wenn es das nicht ist, wird sich durch die Änderung in ein anderes Namensystem nichts ändern. Zaubern kann nur Harry Potter.

In allen Bereichen in der Wirtschaft und in der Gesellschaft
werden hochqualifizierte Wissenschaftler benötigt. Diese aber
nach ihren Qualifikationen und die sind nicht die Länge der
Studienzeiten.

Wenn es (wie im Moment gerade mal wieder) zu wenige Studenten gibt, werden restriktive Maßnahmen die benötigten Absolventen auch nicht herzaubern.
Francesco, wach auf, mit markigen Worten ändert sich nicht.

Gandalf

treffer & armutszeugnisse
hallo gandalf,
du bringst so manches auf den punkt, was mich an der vorherrschenden bildungsideologie schon lange ärgert:

Wenn die Rahmenbedingungen nicht geändert werden, ändert sich
auch an den Studienzeiten nichts, denn die kommen sehr häufig
dadurch zustande, daß nebenher gejobbt werden muß,

und das absurde ist: zuerst wird mit viel aufwand (und auch sehr berechtigter weise!) versucht, kindern einkommensschwacher familien ein studium zu ermöglichen. wenn aber gleichzeitig die hochschulen den leistungsdruck so erhöhen, dass man kaum noch nebenbei jobben kann ohne seine prüfungen zu gefährden, dann werden diejenigen, die man gerade mühselig zum studium motiviert hat, gleich wieder rausgeprüft. die abbruchquoten sprechen bände…

Seminarplätze (oder Praktiumsplätze etc.) verlost werden, weil
nicht genug davon da sind. Wer dieses mal nicht dran kommt,
hat eben Pech gehabt und muß warten.

eben- und der grund ist schlicht: der bildungssektor ist jahrzehntelang wortwörtlich kaputtgespart worden. das einzige, was ich nicht verstehe ist, warum man sich nun über internationale armutszeugnisse wundert…

Das ist sie (zumindestens kann ich das für diverse
Naturwissenschaften sagen) auf jeden Fall heute auch.

ja- aber: in unserem hochschulsystem ist institutionell angelegt, dass berufliche qualifikation quasi ein nebenprodukt der wissenschaft ist. ich finde, dass ist inzwischen in dieser form nicht mehr haltbar.

Wenn es (wie im Moment gerade mal wieder) zu wenige Studenten
gibt, werden restriktive Maßnahmen die benötigten Absolventen
auch nicht herzaubern.

word up- auch ein kardinales übel: zu wenige machen sich bewusst, dass unser gesamtes bildungssystem vom start weg darauf ausgelegt ist, barrieren zu errichten. solange die politik weiterhin der ansicht ist, sich den luxus leisten zu können, weite teile der bevölkerung von wissen/bildung auszusperren, braucht hinterher keiner über fehlendes wirtschaftswachstum zu lamentieren, finde ich.

beste grüße
bernd

Hmh…
Hallo Bernd,

Wenn die Rahmenbedingungen nicht geändert werden, ändert sich
auch an den Studienzeiten nichts, denn die kommen sehr häufig
dadurch zustande, daß nebenher gejobbt werden muß,

und das absurde ist: zuerst wird mit viel aufwand (und auch
sehr berechtigter weise!) versucht, kindern
einkommensschwacher familien ein studium zu ermöglichen. wenn
aber gleichzeitig die hochschulen den leistungsdruck so
erhöhen, dass man kaum noch nebenbei jobben kann ohne seine
prüfungen zu gefährden, dann werden diejenigen, die man gerade
mühselig zum studium motiviert hat, gleich wieder rausgeprüft.
die abbruchquoten sprechen bände…

Du willst das Niveau des Studiums (das nach meiner Meinung zum Teil jetzt schon erbärmlich ist - Eigene Erfahrung aus zwei Studien) noch weiter absenken, damit man das Studium so nebenbei neben sonstigen Beschäftigungen machen kann? Das ist nicht Dein Ernst…

Seminarplätze (oder Praktiumsplätze etc.) verlost werden, weil
nicht genug davon da sind. Wer dieses mal nicht dran kommt,
hat eben Pech gehabt und muß warten.

eben- und der grund ist schlicht: der bildungssektor ist
jahrzehntelang wortwörtlich kaputtgespart worden. das einzige,
was ich nicht verstehe ist, warum man sich nun über
internationale armutszeugnisse wundert…

Wohl wahr…

Das ist sie (zumindestens kann ich das für diverse
Naturwissenschaften sagen) auf jeden Fall heute auch.

ja- aber: in unserem hochschulsystem ist institutionell
angelegt, dass berufliche qualifikation quasi ein nebenprodukt
der wissenschaft ist. ich finde, dass ist inzwischen in dieser
form nicht mehr haltbar.

Zum einen ist das nicht so (deswegen gibts u.a. auch die FHs, die eigentlich keinen(!) wissenschaftlichen Anspruch haben, ihn sich aber in Konkurrenz und Profilierungswut zu den Unis anmaßen.
Zum anderen ist(!) die Uni-Ausbildung eine wissenschaftliche Ausbildung. Ob dies für die Mehrzahl der Studierenden die richtige Ausbildung ist, sei dahingestellt. Hier wäre eine Selektion vor dem Studium (und nicht nach der Schule) in meinen Augen richtig…

Wenn es (wie im Moment gerade mal wieder) zu wenige Studenten
gibt, werden restriktive Maßnahmen die benötigten Absolventen
auch nicht herzaubern.

word up- auch ein kardinales übel: zu wenige machen sich
bewusst, dass unser gesamtes bildungssystem vom start weg
darauf ausgelegt ist, barrieren zu errichten.

Wo bitte?

solange die
politik weiterhin der ansicht ist, sich den luxus leisten zu
können, weite teile der bevölkerung von wissen/bildung
auszusperren, braucht hinterher keiner über fehlendes
wirtschaftswachstum zu lamentieren, finde ich.

Wo wird wer ausgesperrt?

Grüße
Jürgen

grenzenloses Studieren
ist ja angeblich ein Pro des Bachelor/Master Systems.
Hmm, ich erinnere mich noch gut an eine AP Meldung dieses Jahres, die verlautbarte, dass laut des NARIC der deutsche Bachelor in England u.U. nicht zum Master-Studium berechtigt.
Eigentlich nur fair, da man mit einen englischen BA in Deutschland auch kaum was anfangen kann.

Hi Francesco,

wir hatten damals einen Gastprof aus den USA zu besuch, der auch selber im Labor stand und experimentierte.

Dabei kriegt er mit, wie sich Laboranten-Azzubis auf ihre Zwischenprüfung(!) vorbereiteten. Er schaute sich die Unterlagen an und frug, ob sie sich auf ihr ‚Diploma‘ vorbereiten würden. Er war ganz erstaunt, daß es keine Studenten waren, sondern ‚Auszubildende‘ Das System der Dualen Ausbildung war und ist in den USA unbekannt.
Neugierig geworden schaute er sich auch Unterlagen für die Abschlußprüfung an und meinte, daß das durchaus das gleiche Niveau hätte wie Prüfungen zum Abschluß des College!

Nur soviel zum Niveau des Chemiestudiums in den USA.

Gandalf

Hallo,

die langen Studienzeiten liegen doch nicht am Namen. Ich finde allerdings, dass für einen Wissenschaftler, der über sein gesamtes Fachgebiet einen Überblick haben soll, 10 Semester schon ganz angemessen sind. Und an der Uni sollen nun mal Wissenschaftler ausgebildet werden, keine Techniker!.

In vielen Berufen, für die ein Universitätsstudium notwendig ist, werden aber gar keine Wissenschaftler benötigt, z.B. in der Medizin. Wir Naturwissenschaftler lästern immer ein wenig über Medizner, die in kürzerer Zeit eine Doktorarbeit schreiben als unsereins für die Diplomarbeit benötigt. Das ist natürlich Folge der absurden Vorstellung vom „Onkel Doktor“. Eine Doktorarbeit ist der Nachweis, dass man selbstständig wissenschaftlich arbeiten kann, hat also mit dem Berufsbild eines Arztes nichts zu tun. Insofern wäre Medizin eigentlich ein klassischer Kandidat für ein FH-Studium, aber wer das fordert wird gesteinigt werden.
Der Studiengang Medizin vrsucht, Ärzte und Wissenschaftler auszubilden, das sollte man besser trennen. Z.B. gibt es in Marburg und Greifswald den Studiengang „Humanbiologie“, dessen Absolventen besser für die medizinische Forschung qualifiziert sind, eben Wissenschaftler.
Die meisten Studienanfänger wissen vermutlich, ob sie später in die Forschung wollen oder nicht, also: Ärzte auf die FH und Wissenschaftler an die Uni.

Das war jetzt ein Beispiel, es gibt viele Berufsbilder, für die ein Uni-Studium auch keinen Sinn macht, z.B. Apotheker, Lehrer, Anwälte. Die FH’s ausbauen, das System in sich reformieren, wäre sicher besser, als halbqualifizierende neue Abschlüsse zu erfinden.

Vielleicht ist es für unser Bildungssystem ncoh nicht zu spät!

Viele Grüße

Bianca

eben dies
hallo jürgen,

Du willst das Niveau des Studiums (das nach meiner Meinung zum
Teil jetzt schon erbärmlich ist - Eigene Erfahrung aus zwei
Studien) noch weiter absenken,

ja, das gehört in meine private liste der populären missverständnisse :wink: die qualität der ausbildung misst sich (nicht nur imho) eben nicht in anzahl und härte der prüfungen. diese art sozialdarwinismus ist eine deutsche spezialität- die finnen haben inzwischen das gegenteil bewiesen: in den dortigen schulen gibt es keine noten bis zur oberstufe (oh graus… :wink: und die schüler zählen laut pisa-studie zu den besten der welt. schlimmer noch: ich finde durchaus, dass dieser ansatz für erwachsene auch nicht so verkehrt sein kann…

damit man das Studium so
nebenbei neben sonstigen Beschäftigungen machen kann? Das ist

mal sehr im ernst: ich rede hier nicht von taschenbilliard, sondern von leuten, die keine reichen eltern haben…

Zum einen ist das nicht so (deswegen gibts u.a. auch die FHs,
die eigentlich keinen(!) wissenschaftlichen Anspruch haben,
ihn sich aber in Konkurrenz und Profilierungswut zu den Unis
anmaßen.

ja- und die marktakzeptanz tut ein übriges…

Zum anderen ist(!) die Uni-Ausbildung eine wissenschaftliche
Ausbildung.

schon recht: die unis bilden wissenschaftler aus (und das ist ja auch gut so :wink: nur werden 99,99% aller absolventen eben keine wissenschaftler. und dass hochschulabsolventen pauschal für alles mögliche spitzenkräfte darstellen sollen, halte ich inzwischen für eine milchmädchenrechnung.
deswegen gebe ich dir hier völlig recht:

Ob dies für die Mehrzahl der Studierenden die
richtige Ausbildung ist, sei dahingestellt.

gesamtwirtschaftlich betrachtet halte ich das für ein großes problem.

Hier wäre eine
Selektion vor dem Studium (und nicht nach der Schule) in
meinen Augen richtig…

ich sehe es genau anders rum: weniger schematische angebote, die den tatsächlichen erfordernissen besser entsprechen.

Wo bitte?

hier: die zentrale barriere ist die einteilung, zu welcher art bildung dir der zugang erlaubt wird. wir bekommen allen ernstes im kindesalter den stempel auf die stirn geknallt und in den meisten fällen heißt das immer noch lebenslänglich. das negiert spätere entwicklungsmöglichkeiten fast vollständig. und wenn du mal genau hinsiehst, fällt dir vielleicht auch auf, dass große teile unseres bildungssystems hauptsächlich damit beschäftigt sind. riesige bürokratien machen nichts anderes, als berechtigungsscheine zu prüfen- für mich ist das ressourcenverschwendung allerhöchsten ausmaßes.
keine angst, ich hebe nicht noch weiter ab :wink:

greetings
bernd

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Du hast doch garkein Magister gemacht! Du glaubst doch nicht im ernst. Für wen ist den das Magister wirtschaftlicher?

Es unterscheidet sich kaum vom Dipl.! Kein Prof hat so wirklich Ahnung, was er groß anders machen soll! - Welches unternehmen stellt Bachelorstudenten ein?! Magister ist nicht kürzer und hat noch keinen Ruf!

Kein Student studiert ewig lange, weil es ihm Spaß macht! Die Durchfallraten sind zu hoch, um sagen zu können das alle Studenten faul oder dumm sind!

ABER früher war das ja anders … bestimmt, da war man auch noch nicht so spezialisiert wie heute!