eben dies
hallo jürgen,
Du willst das Niveau des Studiums (das nach meiner Meinung zum
Teil jetzt schon erbärmlich ist - Eigene Erfahrung aus zwei
Studien) noch weiter absenken,
ja, das gehört in meine private liste der populären missverständnisse
die qualität der ausbildung misst sich (nicht nur imho) eben nicht in anzahl und härte der prüfungen. diese art sozialdarwinismus ist eine deutsche spezialität- die finnen haben inzwischen das gegenteil bewiesen: in den dortigen schulen gibt es keine noten bis zur oberstufe (oh graus…
und die schüler zählen laut pisa-studie zu den besten der welt. schlimmer noch: ich finde durchaus, dass dieser ansatz für erwachsene auch nicht so verkehrt sein kann…
damit man das Studium so
nebenbei neben sonstigen Beschäftigungen machen kann? Das ist
mal sehr im ernst: ich rede hier nicht von taschenbilliard, sondern von leuten, die keine reichen eltern haben…
Zum einen ist das nicht so (deswegen gibts u.a. auch die FHs,
die eigentlich keinen(!) wissenschaftlichen Anspruch haben,
ihn sich aber in Konkurrenz und Profilierungswut zu den Unis
anmaßen.
ja- und die marktakzeptanz tut ein übriges…
Zum anderen ist(!) die Uni-Ausbildung eine wissenschaftliche
Ausbildung.
schon recht: die unis bilden wissenschaftler aus (und das ist ja auch gut so
nur werden 99,99% aller absolventen eben keine wissenschaftler. und dass hochschulabsolventen pauschal für alles mögliche spitzenkräfte darstellen sollen, halte ich inzwischen für eine milchmädchenrechnung.
deswegen gebe ich dir hier völlig recht:
Ob dies für die Mehrzahl der Studierenden die
richtige Ausbildung ist, sei dahingestellt.
gesamtwirtschaftlich betrachtet halte ich das für ein großes problem.
Hier wäre eine
Selektion vor dem Studium (und nicht nach der Schule) in
meinen Augen richtig…
ich sehe es genau anders rum: weniger schematische angebote, die den tatsächlichen erfordernissen besser entsprechen.
Wo bitte?
hier: die zentrale barriere ist die einteilung, zu welcher art bildung dir der zugang erlaubt wird. wir bekommen allen ernstes im kindesalter den stempel auf die stirn geknallt und in den meisten fällen heißt das immer noch lebenslänglich. das negiert spätere entwicklungsmöglichkeiten fast vollständig. und wenn du mal genau hinsiehst, fällt dir vielleicht auch auf, dass große teile unseres bildungssystems hauptsächlich damit beschäftigt sind. riesige bürokratien machen nichts anderes, als berechtigungsscheine zu prüfen- für mich ist das ressourcenverschwendung allerhöchsten ausmaßes.
keine angst, ich hebe nicht noch weiter ab 
greetings
bernd