Ich spiele mit dem Gedanken nach dem Abi eine Offizierslaufbahn bei der Bundeswehr einzuschlagen. Da ist ja nun am 1. März Bewerbungsschluss, was ich erst kurzfristig erfahren habe, da sich die Bundeswehr auch erst vor 2 Wochen als mögliche Alternative aufgedrängt hat. Kurz vor Bewerbungsschluss sind Termine beim Wehrdienstberater natürlich rar. Also hat der mir schonmal per Post alle Formulare & Infobroschüren zukommen lassen, damit beim Beratungstermin alles da und soweit wie möglich ausgefüllt ist. In einem der Infohefte )„Abitur - was dann?“) steht ein Satz, der aussagt, dass Fächer wie Biologie, Chemie, Physik… an zivilen Universitäten studiert werden können und die Bundeswehr dafür Kontingentplätze hat. Da ich gerne Biologie & Psychologie studieren würde, wäre das aus meiner Sicht die optimale Lösung und aufgrund dieser Möglichkeit ist die Option Bundeswehr erst wieder attraktiv (Hatte vorher schon mal mit dem Gedanken gespielt, ihn dann aber verworfen, weil die Studienfächer an den BuWe-Unis nicht 100%ig meine Interessen treffen.) geworden.
Und was sagt mir der Wehrdienstberater? Das geht gar nicht… Den Satz in diesem Infoheft könne er sich auch nicht erklären. Wir haben die Bewerbung jetzt erstmal mit Biologie & Psychologie abgeschickt, frei nach dem Motto : Sollen die bei der OPZ entscheiden, was zu machen ist. Ich solle mir aber auf jeden Fall ein alternatives Studienfach an den BuWe-Unis ausgucken.
Jetzt will ich natürlich dennoch wissen, ob ich überhaupt eine Chance habe damit durchzukommen. Ich mein… wenn die Kombination nun wirklich nicht geht - obwohl zumindest Biologie ausdrücklich in diesem Büchlein erwähnt wird - und ich auch kein alternatives Studienfach an den BuWe-Unis finde… kann ich mir das Einstellungsverfahren auch sparen.
Weiß da vielleicht jmd. von euch mehr?
Es wird zum Beispiel Medizin an zivilen Unis Studiert bei der Bundeswehr, das ist dann für die Ärzte ob es sowas auch noch mit anderen Studiengängen gibt weiss ich leider nicht.
Die Typen im KWEA haben meisst keine Ahnung, und erzählen einem das blaue von Himmel.
Falls du an einer BW Uni studieren willst eins gleich vorweg, es gibt dort Trimester, dadurch ist alles etwas komprimierter und stressiger, dafür braucht man sich um seinen Lebensunterhalt keine Sorgen zu machen.
Ich selbst hab mal 1Jahr Maschinenbau an der UniBW Hamburg studiert, war nicht mein Fall.
Jetzt studiere ich seit 2 Jahren Physikalische Technik (FH) und bin damit glücklich geworden.
Aus einer Karriere beim Bund wurde dann allerdings nichts.
Hi WoW,
musstest du, nachdem du bei der Bundeswehr dein Studium abgebrochen hast,hohe finanzielle Entschädigungsleistungen erbringen?
Wir hatten mal einen Referenten in der Schule, der für kurze Zeit an der BwUni Hamburg Wirtschaftsingenieurswesen studiert hat und nachdem er das Studium abgebrochen hat, finanzielle Leistungen in Höhe von damals 12000 DM zu leisten hatte.
Andererseits hat er sein Studium zivil fortgesetzt und arbeitet mittlerweile bei Airbus als Project-Manager.
Du studierst nicht zufällig an der FH Wedel??
Wenn ja hätte ich mal ein paar Fragen, werde wahrscheinlich im Oktober an der PTL Ausbildung zur physikalisch technischen Asistentin anfangen.
Hi Morph,
nein ich musste nichts bezahlen, aber das hatte auch einen Grund:
Ich war bei der Luftwaffe.
Dort ist die Laufbahn anders als beim Heer.
Beim Heer ist man erstmal 3 (oder 4?) Jahre in militärischer Ausbildung zum Offizier, danach kommt das Studium.
Wenn diese dann das Studium grob Fahrlässig versauen (glaubich) dann mussten sie Entschädigung leisten.
Bei Luftwaffe und Marine geht die Ausbildung vor dem Studium nur 1 Jahr, und danach kommt das Studium wenn man dort versaut braucht man nix zu bezahlen (könnte aber sein, dass man später auch bezahlen muss, weil beim Studium wird man nachdem Vordiplom zum Offizier befördert, und wenn man dann als Offizier im Studium scheitert könnte es durchaus sein, daß man wieder was bezahlen muss).
Einige lassen sich auch mit Absicht am Ende bei einer leichten Prüfung durchfallen, werden dann entlassen und studieren draussen zuende. Sie haben sich dann die Ausbildung beim Bund finanzieren lassen, werden aus der BW entlassen (weil Offizier ohne Studium ist nicht (oder nur selten) vorgesehen. Da verstehe ich es, daß diese Leute dann Entschädigungen zahlen sollen.