Hallo Rosalia,
Nun weiß ich eigentlich nicht so recht, ob ich lieber den
Diplom-Studiengang wählen soll oder einen Bachelor, wobei bei
beiden Institutionen mehrere Bachelor-Studiengänge angeboten
werden.
Hier kann man sich vielleicht an folgendem orientieren:
Dank Bologna haben nun auch die Herrschaften an Uni und FH das „Vergnügen“, mit weiteren angelsächsischen Begrifflichkeiten (Bachelor und Master) konfrontiert zu werden.
Das „Problem“ an der Sache ist, dass die Unis und FH’s größtenteils selbst noch nicht so recht wissen, wie sie damit umgehen müssen.
In Deutschland ist nunmal das Diplom über Jahre hinweg gereift und sozusagen zu einer „deutschen Eiche“ geworden. Auch in der Wirtschaft wusste man damit immer sofort etwas anzufangen. Es hatte halt große Reputation.
Jetzt kommen B und M und es stellt sich zunächst -aus Sicht der Wirtschaft- ein Vergleichbarkeitsproblem. Der moderne Personaler von heute kennt zwar B und M, aber eben nur aus den angelsächsischen Ländern.
Jetzt kan man aber nicht unbedingt davon ausgehen, dass der US-Bachelor dem deutschen Bachelor entspricht. Dies stellt die Wirtschaft vor Probleme. Natürlich ist dies angestrebt, aber die Betonung liegt eben auf „angestrebt“.
Hinzu kommt, dass der Bachelor selbst in seinen Heimatländern eigentlich weder Fisch noch Fleisch ist. So sind Leute die „nur“ einen B haben oftmals als besser- oder höherqualifizierte Sachbearbeiter einzustufen. Sie müssen sich darüber hinaus entweder über einen Master oder aber Training on the job Maßnahmen im Unternehmen weiterbilden.
Vor diesem Hintergrund sollte man sich das wie gesagt überlegen. Es kommt ja auch darauf an, wo man seine berufliche Zukunft sieht. Liegt diese eher in Deutschland bzw. Kontinentaleuropa, wäre das Diplom trotz des aktuellen B/M-Hypes sicherlich nicht (!) die schlechteste Wahl.
Meine Frage ist auch, was kann ich mit dem jeweiligen
Stuidiengang dann anfangen.
Das hängt ja auch maßgeblich davon ab, was man studieren will und wo man mal arbeiten will. So pauschal kann man das nicht sagen.
Ich weiss jedoch von der FOM, dass diese schon eine gewisse Anerkennung in der Wirtschaft genießt. Ein Bekannter hat es damit auch in das mittlere Management bei RWE (Bereich Steuern) geschafft.
Ich habe mal Finanzwirtschaft studiert (Grundstidium). Müßte
nun aber von Null beginnen.
Ja, dann würde sich etwas mit Steuern ja anbieten. Ganz bei Null fängt man ja auch nie an, auch wenn es einem so vorkommen mag.
Ich habe nach dem abgebrochenen Studium eine Ausbildung zur
Steuerfachangestellten begonnen und arbeite jetzt in einem
Unternehmen in der Buchhaltung.
Momentan mache ich eine Weiterbildung zum Betriebswirt bei der
Akademie der Handwekskammer.
Ja, das wäre doch alles schon sehr passend. Mit einem BWL Studium im Bereich Steuern würde sich der Lebenslauf auch durchaus „schlüssig“ lesen. Wenn Dich das Thema interessiert, würde ich das auf jeden Fall in Erwägung ziehen.
Ich möchte aber studieren und bin nun auf der Suche nach dem
richtigen nebenberuflichen Studiengang. Ich interessiere mich
für Wirtschaft und Management - will nicht unbedingt in der
Buchhaltung bleiben.
Also Steuern wollen ja auch „gestaltet“ werden
) Das würde sich ja nicht nur auf Buchhaltung und stupide Sachbearbeitung beschränken.
VErwirrend für mich sind zum Beispiel solche Aussagen:
"Deutschsprachiger Studiengang Business Administration
Abschluss: Diplom-Kaufmann/-frau (FH)
Dieses Studium qualifiziert Sie, genauso wie der Studiengang
mit dem Abschluss „Bachelor of Business Administration““
Ja, hat wie gesagt damit zutun, dass diese „Abschlüsse“ momentan (wegen der Übergangsphase - es gibt in Zukunft ja kein Diplom mehr an Unis und FH’s und nur noch den B/M). Damit wollen diese privaten Einrichtungen potentielle Bewerber/Kunden nicht verunsichern. Ihnen also zeigen, dass sie damit die gleiche Qualifikation (trotz Umbruch in der Uni-Landschaft) erlangen können.
VG
Sebastian