Literaturempfehlungen Etechnikstudium
H wie Hola.
Ich habe mit Blick auf meine eigene Ingenieurbücherwand einige Werke herausgesucht,
die qualitativ und didaktisch das breitgefächerte Mittelmaß an Fachliteratur überstrahlen.
* Höhere Mathematik
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http://www.amazon.de/Vektoranalysis-Klemens-Burg/dp/…
http://www.amazon.de/Funktionentheorie-Klemens-Burg/…
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Der BURG-HAF-WILLE ist defacto das Standardwerk überhaupt.
Hohes Niveau, vollständiges Stoffspektrum, guter Stil, herzerfrischender ironischer Humor.
Nicht wundern, früher war es ein fünfbändiges Werk, doch neuerdings wurde der alte Band 4 (Vektoranalysis und Funktionentheorie) zerteilt.
Allerdings nichts für die Stud-Ings mit bescheidener Begabung in Mathematik!
Alternativ sei der Form halber der PAPULA erwähnt.
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Damit jedoch vorsichtig sein. Der dreibändige PAPULA hat für die Bedürfnisse eines Elektrotechnikers ziemlich große Lücken, einge ganze Reihe von Themen wird gar nicht behandelt. Zudem ist das Niveau oft nicht ausreichend hoch. Ärgerlich ist die ungeschickte Stoffverteilung auf die drei Bücher sowie die unkonventionelle Gliederung.
Weit besser als der PAPULA ist der LEUPOLD!
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Der LEUPOLD ist eine klassische, didaktisch hervorragende DDR-Fachliteratur. Das zweibändige Werk wurde einst exakt auf die Bedürfnisse der Technischen Hochschulen/ Ingenieurfachschulen zugeschnitten und deckt den Stoff der 4 Semester vollständig ab.
Band 1 umfaßt das 1. Studienjahr, Band 2 das 2. Studienjahr.
Zu Anfang wird nochmal das einfache Grundwissen der Mittelstufe
(5. - 10. Klasse) wiederholt; also Mengenlehre, komplexe Zahlen, Funktionen, Gleichungen & Gleichungslösen, algebraisches Rechnen, Geometrie. Beide Bücher sind vollgepackt mit unzähligen Beispielen und einer üppigen Zahl an Übungsaufgaben.
Der LEUPOLD ist dem PAPULA in jeder Hinsicht deutlich überlegen,
nicht zuletzt vom Preis her.
* Physik für ET
Bei uns war die Physik für ET eine Katastrophe, weniger fachlich, sondern mehr von der Betreuung. Der Prof ein didaktisches Anti-Genie, konnte keine drei Zeilen Rechnung korrekt an die Tafel bringen und noch viel weniger erklären. Übung, Praktikum, Zwischenklausuren und Klausur lagen in der Hand der Betreuer -
die ließen sich gerne an uns Nebenfächlern aus, praktizierten eine unfaire Bewertung sondersgleichen.
Wir erkannten schnell, daß es nicht galt, in der Physik vorwärtszukommen, sondern daß möglichst viele Studenten der Exmatrikulation zugeführt werden sollten.
Schau am besten einmal in den HALLIDAY hinein.
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Den gab es zu meiner Zeit noch nicht übersetzt und ich bin erst
mit der Übersetzung darauf gestoßen. Der HALLIDAY macht einen guten Eindruck und ist didaktisch ansprechend, wie ich finde.
Einige bei uns verwendeten auch den GERTHSEN;
dazu kann ich allerdings nichts sagen, weil ich es nicht benutzte.
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Wieder andere nahmen den HERING zur Hand;
auch hier keine Beurteilung von mir, weil ich es nicht benutzte.
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Ich weiß nur, daß alle HERING-Benutzer mit Pauken und Trompeten durch
die Prüfung gerasselt sind. 
Den DOBRINSKI kannte ich bis neulich überhaupt nicht -
durch Zufall in der Bibliothek drüber gestolpert.
Ein erstes Überfliegen hinterließ einen guten Eindruck.
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Letztes Jahr lief mir desöfteren ein Trupp unserer Erstsemestler über den Weg, die immer den DOBRINSKI unter dem Arm hatten.
Soweit ich in Erfahrung bringen konnte, schnitten die Kerle bei der Mörderklausur gut ab (4mal 4,0 ; 2mal 3,0 ; 1mal 2,0).
Hervorheben möchte ich das hier
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Das Buch stand bei mir in einer älteren Version schon zur Oberstufe in der Bücherwand. Mit dem einfachsten mathematischen Apparat ohne höhere Mathematik, verständlich und anschaulich geschrieben.
Ideal im Grunde zur Wiederholung des Stoffes; ich habe es dann sogar im 1. Semester Physik für ET benutzt als Einführungsliteratur in die jeweiligen Kapitel. Durch den mathematischen Minimalismus bleibt der Blick frei auf die eigentliche Physik.
Den HARTEN identifizierte ich auch in so mancher studentischen Lerngruppe; die Leute waren ausgesprochen zufrieden damit.
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Den fettesten Brocken wollen wir nicht vergessen, gemeint ist
natürlich der olle TIPLER.
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Den hatte ich einige Male in der Bibliothek in der Mache;
es gibt Besseres. Vielen gefällt er, ich konnte der dicken Schwarte nichts abgewinnen -
da gefällt mir der HALLIDAY viel besser.
Persönlich habe ich die Vorlesung übrigens mit einem alten DDR-Buch begleitet, was ich eher nebenbei günstig bei eBay ergattern konnte.
Wie sich erfreulicherweise zeigte, hingen die Betreuer ihren Studiengewohnheiten aus tiefsten DDR-Zeiten immer nach, anders gesagt,
war ich damit der einzige, der ein didaktisch passendes Buch für Übung & Praktikum besaß.
Zur Prüfung überkam mich dann ein gutes Gefühl, als ich den Großteil der Aufgaben wiedererkannte - Übungsaufgaben aus meiner alten Fachliteratur. Das Niveau variierte von knackig bis superknackig, doch ich hatte ja zumindest ein bißchen gelernt.

Bei den meisten anderen verriet das Mienenspiel: „Schiffbruch!“.
(Davon abgesehen ist das uralte Buch an sich hervorragend aufgemacht und läßt den Nebenfächler weiß Gott nicht im Regen stehen.)
Hier noch ein Tip, falls Du ein umfassendes Verständnis für Physik erwerben möchtest. Wird Dich im Studium allerdings nicht konkret vorwärts bringen. Dennoch, der „feine Mann“ hält den Geist wach:
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* Grundlagen der Elektrotechnik (GET)
Das Kernfach im Grundstudium.
Kurbelt die Exmatrikulationsrate über alle Maßen an. 
Natürlich das absolut unübertroffene Standardwerk zuerst,
der PHILIPPOW. Ein Muß für den ambitionierten Etechniker.
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Darüber hinaus empfehle ich Philippows „Taschenbuch Elektrotechnik“, ein herausragendes sechsbändiges (!) Werk.
Die Bücher sind auf Grund ihres Alter (ab 1976 VEB Verlag Technik) billig über eBay oder bei Online-Antiquariaten zu bekommen.
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Behalte im Hinterkopf „Was nicht im Philippow steht, gibt es in der Elektrotechnik nicht.“ –
vor allem für die fallstrickreichen Prüfungen in GET findet man in seinen Büchern wirklich die unmöglichsten Spezialfälle ausgebreitet mit Erörterungen und Lösungen, bei denen es einem die Hutkrempe hochklappt.
Nicht minder genial, der LUNZE. Fast so stark wie der PHILIPPOW,
hohes Niveau, didaktisch glänzend, wunderbar aufbereitet.
Für das Etechnikstudium ein echter Klassiker.
(Alle Bände billig über eBay oder Online-Antiquariate zu bekommen.)
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http://www.amazon.de/Theorie-Wechselstromschaltungen…
http://cgi.ebay.de/Einfuehrung-in-die-Elektrotechnik…
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(Die Bilder zeigen die Version von 1991, zu DDR-Zeiten sahen die drei Bücher
etwas anders aus.)
Falls Du rechenwütig sein solltest, hier noch drei dünne Schwarten, mit denen Du Dich ergiebig auslassen kannst. Es werden die klassischen Kapitel der GET in ordentlicher Reihenfolge abgedeckt.
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http://www.amazon.de/Elektro-Aufgaben-Lindner-Helmut…
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Das soll es erstmal gewesen sein. Zwar fehlen noch viele, viele Tips, bspw. für das zweite wichtige Fach im Grundstudium - Theoretische Elektrotechnik (TET) -, doch das würde jetzt zuweit führen und nur vom Studium abschrecken. Wir brauchen aber Ingenieure… 
Ciao