Studium Elektrotechnik: Anforderungen

Hallo erstmal

bin neu hier im Forum un hoffe ich hab in das richtige Unterforum geschrieben…

Ich hätte mal ein paar fragen zum Elektrotechnik Studium:
Da ich in der Oberstufe kein Physik mehr hatte und Mathe nur Grundkurs, wollte ich meinen Zivildienst dazu nutzen, Grundkenntnisse nach zu arbeiten.

Kann mir vielleicht einer ein paar Tipps geben welche Themen wichtig sind zum Nacharbeiten und welche Literatur ich dafür verwenden könnte?

Welche Anforderungen werden sonst noch gestellt?

mfg

Haens89

Hallo,

Ich hätte mal ein paar fragen zum Elektrotechnik Studium:
Da ich in der Oberstufe kein Physik mehr hatte und Mathe nur
Grundkurs, wollte ich meinen Zivildienst dazu nutzen,
Grundkenntnisse nach zu arbeiten.

Klasse, will E-technik studieren, wählt Physik ab und läßt Mathe
links liegen?

Kann mir vielleicht einer ein paar Tipps geben welche Themen
wichtig sind zum Nacharbeiten und welche Literatur ich dafür
verwenden könnte?

E-Technik-Grundstudium ist in erster Linie Mathe in allen Formen
und Farben. Heißt nur immer anders.
Da solltest du also schon mal anfangen den Abiturstoff durchzuackern.
Der Rest geht dann schon.

Gruß Uwi

Hallo Haens89,

Kann mir vielleicht einer ein paar Tipps geben welche Themen
wichtig sind zum Nacharbeiten

neben der allgemeinen Mathe (sprich Differential- und Integralrechnung, Differetialgleichungen) solltest Du Dir speziell die komplexen Zahlen und hier speziell die Polardarstellung anschauen.
Damit spielen die E-Techniker gerne herum :wink:

Gandalf

schonmal vielen dank…

auf welche Themen in Physik sollte ich mich denn konzentrieren(weil da sollte das eigentliche Problem liegen)?

Hat jemand vielleicht ein Paar Tipps für gute Bücher, wo die Themen komplexe Zahlen und halt die Themen für Physik(werd mir unser Schulbuch von der Oberstufe (Metzler-Verlag) morgen auf jedenfall schonmal bestellen) behandelt werden? Will halt genugend Literatur zur Wiederholung haben und ich denke verschiedene Bücher könnten dabei hilfreich sein.

danke schonmal für eure weitere Hilfe

schonmal vielen dank…

auf welche Themen in Physik sollte ich mich denn
konzentrieren(weil da sollte das eigentliche Problem liegen)?

willst du elektrotechnik an der fh oder th studieren?
wir haben an der fh im 1. semester die themen

  • mechanik
    -> kinematik (alle bewegungsformen)
    -> dynamik
    -> statik (kräfte)
  • grundlagen der festigkeitslehre/elastizitätstheorie
  • einführung in die schwingungen und wellen
  • grundlagen der optik

im 2. semester kommt noch akkustik und anderes, was ich grad nicht weiß:wink:

Vor allem Interesse
Hallo,
Du solltest Dir vielleicht erstmal überlegen, welches Berufsziel Du hast (Lehrer, Entwickler, Verkäufer usw.).
Zu meiner Zeit lag die Studienabbrecherquote bei mindestens 50 %. Von den anderen 50%, die es dann bis zum Diplom schafften, würde ich wiederum min. der Hälfte bescheinigen, dass ihnen das Studium außer dem akademischen Titel nicht wirklich etwas gebracht hat. Du solltest Dich auch nicht der Illusion hingeben, dass man alleine durch Lernen ein guter Ingenieur werden kann. Ich kannte Leute, die sich 8-10 Jahre durchs Studium gequält haben und es schließlich nach unzähligen Wiederholungsprüfungen zum lange ersehnten Titel brachten, ohne jemals in der Lage zu sein, eine einfache Schaltung zu entwerfen.
Grundvoraussetzung für ein wirklich effektives ET-Studium ist ein gewisses Talent und reges Interesse an Mathematik und Physik. Deine Fächerkombination läßt auf weniger Interesse schließen. Ich will Dich jetzt nicht abschrecken, aber ich würde mir ernsthaft Gedanken machen, ob das das Richtige für Dich ist. Das ist jedenfalls besser als etliche verlorene Jahre.
Viele Unis bieten Vorbereitungskurse an, insbesondere in Mathematik (dort gibt es die häufigsten Probleme). Das wäre vielleicht eine gute Anlaufstelle. Du kannst Dir auch sicher ein Vorlesungsscript zu den Grundlagen der Elektrotechnik besorgen und mal reinschauen. Wenn Dich dass nicht abschreckt, kannst Du Dein Glück versuchen :wink:

Jörg

H wie Hola.

Ich hätte mal ein paar fragen zum Elektrotechnik-Studium

Da ich in der Oberstufe kein Physik mehr hatte und Mathe nur
Grundkurs…

Willkommen im Klub. :smile:

Physik zwangsweise abgewählt, Mathematikgrundkurs, Leistungsfach Deutsch, in absehbarer Zeit einen sehr guten Uniabschluß Etechnik in der Tasche.

Allerdings habe ich nach dem Realschulabschluß meine allgemeine Hochschulreife an einem technischen Gymnasium abgelegt. Technik (Informationsverarbeitungstechnik) war also Leistungsfach.

Dadurch konnte ich im Grundstudium einiges an Vorlesungen großzügig kürzen, Prüfungen vorzeitig oder besonders gut ablegen.

In Sachsen habe ich zudem den Vorteil, daß der Grundkurs das gleiche behandelt wie der Leistungskurs, nur daß der Leistungskurs an manchen Stellen tiefer schürft.
Die größte Hürde war höchstens der Auftakt des Studiums. Mehr als ein Jahr aus der Schule gewesen, dumm den stumpfsinnigen vaterländischen Pflichten nachgegangen und dann rauchte nach der ersten Matheübung erstmal der Kopf. :smiley:

Allgemein mußt Du begreifen, daß Elektrotechnik die Ingenieurwissenschaft ist, die mit Abstand zum Rest am meisten Gewicht auf die Mathematik legt.
Dich erwarten mindestens 4 Semester knüppelharte Mathematik;
bei uns wurden die Prüfungen ohne Hilfsmittel geschrieben, also ohne Taschenrechner, ohne Tafelwerk. Das Niveau war trotzdem nicht zimperlich, man mußte alles eben aus dem Effeff können.

Den Stoff der gymnasialen Oberstufe ackert man in wenigen Wochen durch, jedoch nicht am Stück.

Die Ingenieurmathematik entfaltet sich klassisch so:

Grundlagenwiederholung, Lineare Algebra, Analysis einer reellen Variablen,
unendliche Reihen, Integraltransformationen, Distributionen, gewöhnliche Differentialgleichungen (Ende 1. Jahr)

Analysis mehrerer reeller Variabler, Vektoranalysis, partielle Differentialgleichungen,
Funktionentheorie, Stochastik (Ende 2. Jahr)

Zusätzlich mußten wir noch 1 Semester lang hören Funktionalanalysis, Tensoranalysis, Numerische Mathematik.

Und das ist nur die Mathematik, die als solche gekennzeichnet ist.

-D

In diversen Nebenfächern kommt jede Menge andere Mathematik, die immer dem Thema nahesteht und wahrscheinlich nicht mehr in das Fach Höhere Mathematik paßte :wink:
so kam bspw. bei einigen informationstechnischen Fächern tendenziell viel Algebra (Gruppen, Ringe, Körper, …) mit.

Das Fach Theoretische Elektrotechnik
(technische Elektrodynamik/ Feldtheorie) wird Dich das Fürchten lehren. Hier darfst Du endlich alle Deine Mathesemester plus Physik plus Grundlagen der Etechnik in die Schlacht werfen. :smiley:
Trotzdem alles schaffbar, keine Sorge.

Ich rate übrigens zum Unistudium. Auch das FH-Studium leidet unter Praxismangel, doch beim Unistudium lernst Du bedeutend mehr.
Ich hab schon FH-Leute getroffen, die konnten nichtmal aus dem GAUSSschen Satz das Feld einer Punktladung herleiten…
(Doppelumlaufintegral lösen)

Gewahr sei Dir aber eines: Zum Praktiker wirst Du nicht.
Das leistet eine Hochschule heutzutage nicht mehr.

Die Fachrichtung, in die Du Dich innerhalb der Elektrotechnik dann nochmal spezialisieren wirst, nimmt ebenfalls eine Schlüsselrolle ein. Je nachdem was Du wählst, verfällt ein gewisser Teil des Wissens aus dem Grundstudium einfach völlig.
Ich als Energietechniker kann keine echte Schaltung entwickeln, nicht im Ansatz, berechnen auch kaum noch, da das schon wieder Jaaaaahre her ist. Bastlerelektronik ist einfach uninteressant - damit habe ich im Alltag nichts zu tun. Die entsprechenden Fächer gingen damals auch viel zu schnell, um als Unbedarfter ein Gefühl oder Interesse dafür zu entwickeln.
Im Gegenzug beherrsche ich mein Metier gut –
Hochspannungstechnik, Energieerzeugung, Energieübertragung, elektromagnetische Felder, elektrische Maschinen, Leistungselektronik/Bauelementephysik.
(Im Vergleich mit Sicherheit die abwechslungsreichste Vertiefungsrichtung.)

Du wirst in den Vorlesungen fast ausschließlich mit Leuten sitzen, die wie Du vom Regelgymnasium kommen. Die nie technische Praktika vorher absolviert haben. Die noch nie einen Lötkolben in der Hand gehabt haben.

Bastler sind defacto ausgestorben.
Leute mit zuvor absolvierter Lehre sind eine Rarität.

In Sachen Literatur empfehle ich Dir eher gleich den Griff zu vernünftigen Studienbüchern. Schreib mir eine eMil, oder melde Dich, wenn ich einige Links hier hineinstellen soll.

Fazit.
Keine Angst haben, das ergibt sich alles in der Hitze des Gefechts.
Und wenn nicht, tröstet eine Abbrecherquote bis zum 4. Semester von 50 bis 70%. :wink:

Nachdem Grundstudium geht die Quote übrigens gegen Null.
Das heißt, wer sich durch das Grundstudium beißt, bekommt in aller Regel auch ein Diplom. Nur schwere Ausnahmefälle, die eher Opfer finanzieller oder sozialer Schwierigkeiten werden, brechen nach erfolgreichem Vordiplom (Diplomzwischenprüfung) noch ab.

Ein bißchen Mitleid habe ich mit Dir auch. Du wirst ja im Prinzip Grundstudium und Hauptstudium nicht mehr kennenlernen. Der Diplomstudiengang ist inzwischen so ziemlich überall durch den Bachelor-Master ersetzt worden. Nachdem ersten Blick in unsere neue Bachelorordnung sagte ich mir auf der Stelle „Ich wöllte den Mist nicht studieren…“.
Den Herren Professoren kam nichts Beßres ein, als das ohnehin schon harte Studium restlos zu überladen. Grabenkämpfe wie im Kindergarten kleinste Gruppe hat es gegeben, jeder wollte am liebsten alle seine Vorlesungen in den Bachelor stopfen.
So ähnlich kam es dann auch. Egal was, egal wie, Hauptsache die eigenen Vorlesungen.
Die gesetzlich erlaubte Grenze von 30 CP je Semester (entspricht einer 60-Stunden-Woche) wurde in jedem Semester bis Anschlag ausgelotet. Für den noch in Arbeit befindlichen Master fehlen deswegen Fächer, so daß nun zwei ehemals getrennte Vertiefungsrichtungen in einen Masterstudiengang geschmissen werden müssen. :smiley: :smiley:

Bezüglich der einzelnen Lehrveranstaltungen sind meine einstigen Voraussagen eingetroffen: Das Diplom wurde einfach in zwei Teile auseinandergebrochen, die Fächer heißen noch wie früher, haben den gleichen Inhalt, die gleiche Wochenstundenzahl.
Die ehemals gute zeitliche Abstimmung ist allerdings durch die lächerliche Stopferei verschwunden, was den Studienkomfort nochmals drastisch senkt.
Niemand hat die Umstellung für Innovationen genutzt. Auf uns Diplomanden macht der Bachelor jedenfalls den Eindruck, daß sich so einen gequirlten Quark wieder einmal nur Professoren ausdenken konnten, die das nicht selber studieren müssen… :smiley:

Viel Spaß also in der schönen neuen Welt.

Gute Nacht

Guten Morgen,

erstmal vielen Dank für die wirklichen vielen und hilfreichen Beiträge :smile:

Zu meiner Kurswahl und dem Interesse:
Also an Interesse sollte es nicht mangeln. Nur weil ich kein Physik mehr hatte (was ich im Nachhinein auch bereuhe), heißt das doch nicht gleich, dass ich ich mich nicht dafür interessiere oder gar ein schlechter Ingenieur sein muss :wink:.

Meine LKs waren Chemie, Biologie und Englisch, also hauptsächlich Naturwissenschhaften. Die Versuche in Chemie haben mir auch immer sehr viel Spaß gemacht und ich war auch nicht ungeschickt oder so. Zudem hatte ich 2 Jahre Informatik in der Oberstufe und MINT in der Mittelstufe(beides freiwillig), wo meine Noten auch durchweg im 2er-Bereich lagen.
In Mathematik hatte ich eigentlich immer 9-12 Punkte ohne wirklich viel machen zu müssen (Dazu muss man sagen das ich die 9 Punkte in Epo regelrecht gebucht hatte :frowning: ).

Ich habe auch bei Jugend Forscht in Chemie einen 3. Preis gewonnen und eine Facharbeit von 12p geschrieben.
Ich habe auch Löterfahrungen.

Es geht mir jetzt halt nur darum, die theorethischen Sachen besonders in Physik nach zu arbeiten. Wenn bei mir erst garkein Interesse bestehen würde, würde ich doch bestimmt nicht meine Freizeit dazu verwenden wollen, die Sachen nach zu arbeiten :wink:.

Ich hatte vor in Lautern an der Uni zu studieren und mich bei einigen Unternehemen für ein BA-Studium zu bewerben. Besonders würde mich halt die Forschung interessieren weil ich es interessant finde etwas neues zu entwickeln.
Leider dauert das ganze noch etwas wegen meinem Zivildiesnt, der erst am 1.4. beginnt! Aber genau diese Zeit möchte ich nicht ungenutzt lassen um nachher dumm da zu stehen.

mfg

Haens89

Literaturempfehlungen Etechnikstudium
H wie Hola.

Ich habe mit Blick auf meine eigene Ingenieurbücherwand einige Werke herausgesucht,
die qualitativ und didaktisch das breitgefächerte Mittelmaß an Fachliteratur überstrahlen.

* Höhere Mathematik

http://www.amazon.de/H%C3%B6here-Mathematik-Ingenieu…
http://www.amazon.de/H%C3%B6here-Mathematik-f%C3%BCr…
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http://www.amazon.de/Vektoranalysis-Klemens-Burg/dp/…
http://www.amazon.de/Funktionentheorie-Klemens-Burg/…
http://www.amazon.de/Mathematik-Ingenieure-Funktiona…

Der BURG-HAF-WILLE ist defacto das Standardwerk überhaupt.
Hohes Niveau, vollständiges Stoffspektrum, guter Stil, herzerfrischender ironischer Humor.
Nicht wundern, früher war es ein fünfbändiges Werk, doch neuerdings wurde der alte Band 4 (Vektoranalysis und Funktionentheorie) zerteilt.

Allerdings nichts für die Stud-Ings mit bescheidener Begabung in Mathematik!

Alternativ sei der Form halber der PAPULA erwähnt.

http://www.amazon.de/Mathematik-Ingenieure-Naturwiss…
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Damit jedoch vorsichtig sein. Der dreibändige PAPULA hat für die Bedürfnisse eines Elektrotechnikers ziemlich große Lücken, einge ganze Reihe von Themen wird gar nicht behandelt. Zudem ist das Niveau oft nicht ausreichend hoch. Ärgerlich ist die ungeschickte Stoffverteilung auf die drei Bücher sowie die unkonventionelle Gliederung.

Weit besser als der PAPULA ist der LEUPOLD!

http://www.amazon.de/Mathematik-Studienbuch-Ingenieu…
http://www.amazon.de/Mathematik-Studienbuch-Ingenieu…

Der LEUPOLD ist eine klassische, didaktisch hervorragende DDR-Fachliteratur. Das zweibändige Werk wurde einst exakt auf die Bedürfnisse der Technischen Hochschulen/ Ingenieurfachschulen zugeschnitten und deckt den Stoff der 4 Semester vollständig ab.
Band 1 umfaßt das 1. Studienjahr, Band 2 das 2. Studienjahr.
Zu Anfang wird nochmal das einfache Grundwissen der Mittelstufe
(5. - 10. Klasse) wiederholt; also Mengenlehre, komplexe Zahlen, Funktionen, Gleichungen & Gleichungslösen, algebraisches Rechnen, Geometrie. Beide Bücher sind vollgepackt mit unzähligen Beispielen und einer üppigen Zahl an Übungsaufgaben.

Der LEUPOLD ist dem PAPULA in jeder Hinsicht deutlich überlegen,
nicht zuletzt vom Preis her.

* Physik für ET

Bei uns war die Physik für ET eine Katastrophe, weniger fachlich, sondern mehr von der Betreuung. Der Prof ein didaktisches Anti-Genie, konnte keine drei Zeilen Rechnung korrekt an die Tafel bringen und noch viel weniger erklären. Übung, Praktikum, Zwischenklausuren und Klausur lagen in der Hand der Betreuer -
die ließen sich gerne an uns Nebenfächlern aus, praktizierten eine unfaire Bewertung sondersgleichen.
Wir erkannten schnell, daß es nicht galt, in der Physik vorwärtszukommen, sondern daß möglichst viele Studenten der Exmatrikulation zugeführt werden sollten.

Schau am besten einmal in den HALLIDAY hinein.

http://www.amazon.de/Physik-Bachelor-David-Halliday/…
http://www.amazon.de/Physik-David-Halliday/dp/352740…

Den gab es zu meiner Zeit noch nicht übersetzt und ich bin erst
mit der Übersetzung darauf gestoßen. Der HALLIDAY macht einen guten Eindruck und ist didaktisch ansprechend, wie ich finde.

Einige bei uns verwendeten auch den GERTHSEN;
dazu kann ich allerdings nichts sagen, weil ich es nicht benutzte.

http://www.amazon.de/Gerthsen-Physik-Springer-Lehrbu…

Wieder andere nahmen den HERING zur Hand;
auch hier keine Beurteilung von mir, weil ich es nicht benutzte.

http://www.amazon.de/Physik-Ingenieure-Springer-Lehr…

Ich weiß nur, daß alle HERING-Benutzer mit Pauken und Trompeten durch
die Prüfung gerasselt sind. :smile:

Den DOBRINSKI kannte ich bis neulich überhaupt nicht -
durch Zufall in der Bibliothek drüber gestolpert.
Ein erstes Überfliegen hinterließ einen guten Eindruck.

http://www.amazon.de/Physik-f%C3%BCr-Ingenieure-Paul…

Letztes Jahr lief mir desöfteren ein Trupp unserer Erstsemestler über den Weg, die immer den DOBRINSKI unter dem Arm hatten.
Soweit ich in Erfahrung bringen konnte, schnitten die Kerle bei der Mörderklausur gut ab (4mal 4,0 ; 2mal 3,0 ; 1mal 2,0).

Hervorheben möchte ich das hier

http://www.amazon.de/Techniker-technische-Beispiele-…

Das Buch stand bei mir in einer älteren Version schon zur Oberstufe in der Bücherwand. Mit dem einfachsten mathematischen Apparat ohne höhere Mathematik, verständlich und anschaulich geschrieben.
Ideal im Grunde zur Wiederholung des Stoffes; ich habe es dann sogar im 1. Semester Physik für ET benutzt als Einführungsliteratur in die jeweiligen Kapitel. Durch den mathematischen Minimalismus bleibt der Blick frei auf die eigentliche Physik.

Den HARTEN identifizierte ich auch in so mancher studentischen Lerngruppe; die Leute waren ausgesprochen zufrieden damit.

http://www.amazon.de/Einf%C3%BChrung-Ingenieure-Natu…

Den fettesten Brocken wollen wir nicht vergessen, gemeint ist
natürlich der olle TIPLER.

http://www.amazon.de/Physik-Wissenschaftler-Ingenieu…

Den hatte ich einige Male in der Bibliothek in der Mache;
es gibt Besseres. Vielen gefällt er, ich konnte der dicken Schwarte nichts abgewinnen -
da gefällt mir der HALLIDAY viel besser.

Persönlich habe ich die Vorlesung übrigens mit einem alten DDR-Buch begleitet, was ich eher nebenbei günstig bei eBay ergattern konnte.
Wie sich erfreulicherweise zeigte, hingen die Betreuer ihren Studiengewohnheiten aus tiefsten DDR-Zeiten immer nach, anders gesagt,
war ich damit der einzige, der ein didaktisch passendes Buch für Übung & Praktikum besaß.
Zur Prüfung überkam mich dann ein gutes Gefühl, als ich den Großteil der Aufgaben wiedererkannte - Übungsaufgaben aus meiner alten Fachliteratur. Das Niveau variierte von knackig bis superknackig, doch ich hatte ja zumindest ein bißchen gelernt. :smile: :smile:
Bei den meisten anderen verriet das Mienenspiel: „Schiffbruch!“.

(Davon abgesehen ist das uralte Buch an sich hervorragend aufgemacht und läßt den Nebenfächler weiß Gott nicht im Regen stehen.)

Hier noch ein Tip, falls Du ein umfassendes Verständnis für Physik erwerben möchtest. Wird Dich im Studium allerdings nicht konkret vorwärts bringen. Dennoch, der „feine Mann“ hält den Geist wach:

http://www.amazon.de/Feynman-Vorlesungen-%C3%BCber-P…

* Grundlagen der Elektrotechnik (GET)

Das Kernfach im Grundstudium.
Kurbelt die Exmatrikulationsrate über alle Maßen an. :smile:

Natürlich das absolut unübertroffene Standardwerk zuerst,
der PHILIPPOW. Ein Muß für den ambitionierten Etechniker.

http://www.amazon.de/Grundlagen-Elektrotechnik-Eugen…

Darüber hinaus empfehle ich Philippows „Taschenbuch Elektrotechnik“, ein herausragendes sechsbändiges (!) Werk.
Die Bücher sind auf Grund ihres Alter (ab 1976 VEB Verlag Technik) billig über eBay oder bei Online-Antiquariaten zu bekommen.

http://www.abebooks.de/servlet/BookDetailsPL?bi=6166…

Behalte im Hinterkopf „Was nicht im Philippow steht, gibt es in der Elektrotechnik nicht.“ –
vor allem für die fallstrickreichen Prüfungen in GET findet man in seinen Büchern wirklich die unmöglichsten Spezialfälle ausgebreitet mit Erörterungen und Lösungen, bei denen es einem die Hutkrempe hochklappt.

Nicht minder genial, der LUNZE. Fast so stark wie der PHILIPPOW,
hohes Niveau, didaktisch glänzend, wunderbar aufbereitet.
Für das Etechnikstudium ein echter Klassiker.
(Alle Bände billig über eBay oder Online-Antiquariate zu bekommen.)

http://www.amazon.de/Einf%C3%BChrung-Elektrotechnik-…
http://www.amazon.de/Einf%C3%BChrung-Elektrotechnik-…
http://www.amazon.de/Theorie-Wechselstromschaltungen…

http://cgi.ebay.de/Einfuehrung-in-die-Elektrotechnik…
http://cgi.ebay.de/Einfuehrung-in-die-Elektrotechnik…
http://cgi.ebay.de/Theorien-der-Wechselstromschaltun…

(Die Bilder zeigen die Version von 1991, zu DDR-Zeiten sahen die drei Bücher
etwas anders aus.)

Falls Du rechenwütig sein solltest, hier noch drei dünne Schwarten, mit denen Du Dich ergiebig auslassen kannst. Es werden die klassischen Kapitel der GET in ordentlicher Reihenfolge abgedeckt.

http://www.amazon.de/Elektro-Aufgaben-Elektroaufgabe…
http://www.amazon.de/Elektro-Aufgaben-Lindner-Helmut…
http://www.amazon.de/Elektro-Aufgaben-Elektroaufgabe…

Das soll es erstmal gewesen sein. Zwar fehlen noch viele, viele Tips, bspw. für das zweite wichtige Fach im Grundstudium - Theoretische Elektrotechnik (TET) -, doch das würde jetzt zuweit führen und nur vom Studium abschrecken. Wir brauchen aber Ingenieure… :smile:

Ciao

Vielen vielen Dank für diese vielen Büchertipps :smile:

Werd mir wohl fürs Erste den LEUPOLD für Mathe anschaffen und mit Hilfe von diesem alles aufarbeiten und versuchen meine Kenntnisse noch aus zu weiten!

Für Physik reicht mir im Moment erstmal unser LK Buch, welches ich heute bekommen habe und auch schon angefangen habe durch zu arbeiten. Ich denke aber noch dadrüber nach mir ein Buch mit guten Übungen (und mit Lösungen) anzuschaffen.

Werde mir dann später wohl „Grundlagen der Elektrotechnik“ kaufen.

Soweit schon mal vielen Dank. Wenn du noch ein paar Tipps hast, immer her damit :smile:

mfg

Haens89