Studium....?Hilfe!

Hallo liebe Wissenden,
also ich bin 20 Jahre alt und habe eine Ausbildung zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel gemacht.Seit einem Jahr bin ich nun in dem Beruf tätig. Eigentlich wollte ich aber schon immer was soziales machen.Nur damals wollte ich nicht ohne Ausbildung da stehen und habe deswegen den oben genannten Beruf erlernt. Da ich auch aufs Geld angewiesen bin kommt eigentlich nur ein Fernstudium in Frage.Ich würde gerne Soziale Arbeit studieren.

So jetzt zu meinem Problem. Es gibt verschiedene Institute, die diesen Studiengang in Form eines Fernstudiums anbieten. Allerdings sind die Zulassungsvoraussetzungen sehr streng. Man muss mind. 3 Jahre in einem sozialen Beruf tätig gewesen sein und zusätzlich während des Studiums noch mind. 15 Std./Woche im sozialen Bereich arbeiten.
Quelle: www.basa-online.de und www.zfh.de
Ich verstehe nicht so ganz warum.Wenn ich an die FH gehen würde bräuchte ich diese Voraussetzungen ja auch nicht.Ich müsste wahrscheinlich ein Praktikum o.Ä. machen aber sonst nichts.

Kennt vielleicht jemand von euch noch andere Institute die dieses Fernstudium anbieten ohne die speziellen Voraussetzungen?Oder hat jemand eine Idee, ob ich etwas Ähnliches studieren könnte?

Ich habe auch schon überlegt Vollzeit zu studieren, aber da mein Freund das ebenfalls vor hat steht das Problem mit dem Geld im Raum.

  1. Wir wohnen in Hessen, das bedeutet wir müssen Studiengebühren bezahlen.
  2. Soweit ich informiert bin bekommt man nur Bafög, wenn die Eltern nicht genug verdienen.Mein Vater verdient allerdings ziemlich gut.Außerdem ist das Problem bei Bafög ja auch das Zurückzahlen.Mein Onkel musste das mit Ende 30 noch abstottern.
    Was gibt es noch für Unterstützungsmöglichkeiten???

Für eure Ratschläge wäre ich sehr dankbar.
Gruß Dazy

Hallo, also ein Fernstudium ist meist teurer als ein normales Studium, was das ganze am Ende kostet ist schwer vorrauszusehen.
An einer Präsenzuni musst du deine Lebenshaltungskosten tragen (wie sonst auch) und pro Sememster einen gewissen Beitrag (ca. 100 Eu), der aber auch Vorteile hat (Semsterticket, Günstiges Mensaessen, Beratung in allen LEbenslagen durch Asta und Co.), naja und mancherorts auch die leidigen Studiengebühren, aber wer zwingt dich dort zu bleiben wo man die zahlen muss.

Due Studiengänge, die du dir ausgesucht hast, das sind Weiterbildungsstudiengänge, also für solche die bereits einen Beruf haben oder ihre bisherige ungelernte Tätigkeit legalisieren wollen. Dort zahlst du für jedes Modul was extra, bei der Basa sind das 17+7 Module zu je 65 Eu (also gut 1500 Eu, an einer Präsenzuni sind das schon 10-15 Semester Semesterbeitrag!)

Was du brauchst ist ein „Grundständiges Angebot“, wo man auch inhaltlich bei Adam und Eva anfängt. Die findest du u.a. beim hochschulkompass.de. Meist aber nicht per Fernstudium.

Zum Geldproblem, jobben kann man in jeder Unistadt,zT auch an den Instituten selber (Studentische Hilfskraft/Hiwi ist das Stichwort) wohnen kann man im Wohnheim für meist günstiges Geld und wenn die Eltern zuviel Verdienen, dass man kein Bafög bekommt, heißt das dass die angeblich genug verdienen um einem Unterhalt zu zahlen.
Irgendwie hat das auch schon bei Tausenden vor dir geklappt.
Gruß Susanne

Nicht für den Freund aufs Studium verzichten
Hallo

Ich würde gerne
Soziale Arbeit studieren.

Gerade bei Sozialarbeit sollte man sich aber auch nach den späteren Berufschancen erkundigen. Sozialarbeit trägt sich ja so gut wie nie selbst, und ob sich ein Staat Sozialarbeiter leistet, das hängt ja sehr von den Umständen ab, es ist also kein krisensicherer Beruf.

Na ja, aber andererseits, da du ja außerdem noch Kauffrau bist, hättest du ja noch eine Ausweichmöglichkeit. Vielleicht hättest du sogar irgendwann eine Idee, wie man beides kombinieren kann (ich denke im Moment an eine Art selbständiger Mediator = Unternehmensberater im Personalbereich => gute Einnahmen)

Ich habe auch schon überlegt Vollzeit zu studieren, aber da
mein Freund das ebenfalls vor hat steht das Problem mit dem
Geld im Raum.

Verzichte keinesfalls wegen des Freundes auf dein Studium! Es gibt etliche Frauen, die früher ihrem Freund oder Ehemann das Studium finanziert haben, und jetzt einfach nur die Dummen sind.

Viele Grüße

Eigentlich wollte ich aber schon
immer was soziales machen.

hallo,

was verstehst du denn unter „was soziales“?

das klassische Arbeitsfeld eines SozPäd ist der Allgemeine Soziale Dienst bei den Jugendämtern.
Berufsanfänger (derzeit noch Dipl. Soz. Päd FH) bekommen derzeit etwas über 1200 € netto,(Steuerklasse 1) Aufstiegsmöglichkeiten bis ca 1600 € (so ca mit 40 Jahren), in diversen Einzelfällen können mal 2000 € zusammenkommen bei einer 50 Stundenwoche, und einem extrem belastenden Job.

Man kann an jedem Jugendamt mal anfragen ob man mal 14 Tage Hospitieren darf. Das kann man auch mal während eines Urlaubs machen.
Einfach so mal studieren würde ich nicht empfehlen
grüsse
dragonkidd

Hallo Susanne,
danke erst mal für die schnelle Antwort.

Hallo, also ein Fernstudium ist meist teurer als ein normales
Studium, was das ganze am Ende kostet ist schwer
vorrauszusehen.

Ja das stimmt wohl, aber bei einem Fernstudium kann ich eben nebenher arbeiten und hab so noch Geld zur Verfügung.

An einer Präsenzuni musst du deine Lebenshaltungskosten tragen
(wie sonst auch) und pro Sememster einen gewissen Beitrag (ca.
100 Eu), der aber auch Vorteile hat (Semsterticket, Günstiges
Mensaessen, Beratung in allen LEbenslagen durch Asta und Co.),
naja und mancherorts auch die leidigen Studiengebühren, aber
wer zwingt dich dort zu bleiben wo man die zahlen muss.

Zwingen tut mich natürlich keiner, aber ich bin dort eben erst hin gezogen und wir haben unsere ganzen Freunde da und würden eigentlich gern dort wohnen bleiben.

Due Studiengänge, die du dir ausgesucht hast, das sind
Weiterbildungsstudiengänge, also für solche die bereits einen
Beruf haben oder ihre bisherige ungelernte Tätigkeit
legalisieren wollen. Dort zahlst du für jedes Modul was extra,
bei der Basa sind das 17+7 Module zu je 65 Eu (also gut 1500
Eu, an einer Präsenzuni sind das schon 10-15 Semester
Semesterbeitrag!)

Hab ich inzwischen auch rausgefunden.Das ist also nichts für mich.

Was du brauchst ist ein „Grundständiges Angebot“, wo man auch
inhaltlich bei Adam und Eva anfängt. Die findest du u.a. beim
hochschulkompass.de. Meist aber nicht per Fernstudium.

Ich versteh nicht ganz was du mit „grundständigem Angebot“ meinst???

Zum Geldproblem, jobben kann man in jeder Unistadt,zT auch an
den Instituten selber (Studentische Hilfskraft/Hiwi ist das
Stichwort) wohnen kann man im Wohnheim für meist günstiges
Geld und wenn die Eltern zuviel Verdienen, dass man kein Bafög
bekommt, heißt das dass die angeblich genug verdienen um einem
Unterhalt zu zahlen.
Irgendwie hat das auch schon bei Tausenden vor dir geklappt.

Schon klar, dass es irgendwie geht.Mein Vater bezahlt mir aber bestimmt nicht den kompletten Unterhalt. Arbeiten gehen hatte ich natürlich auch vor.Ich habe nur von vielen Studenten gehört, dass das Arbeitspensum ziemlich hochgeschraubt wurde und ein Job nebenher fast unmöglich zu schaffen sei.
Naja ich werden mich noch mal weiter informieren und schauen was ich mach.Eilt ja nicht.
danke für die Antwort
Gruß Dazy

Hallo Simsy,

Gerade bei Sozialarbeit sollte man sich aber auch nach den
späteren Berufschancen erkundigen. Sozialarbeit trägt sich ja
so gut wie nie selbst, und ob sich ein Staat Sozialarbeiter
leistet, das hängt ja sehr von den Umständen ab, es ist also
kein krisensicherer Beruf.

Das weiss ich. Bevor ich mich endgültig dafür entscheide werde ich noch einige Gespräche führen.

Na ja, aber andererseits, da du ja außerdem noch Kauffrau
bist, hättest du ja noch eine Ausweichmöglichkeit. Vielleicht
hättest du sogar irgendwann eine Idee, wie man beides
kombinieren kann (ich denke im Moment an eine Art
selbständiger Mediator = Unternehmensberater im
Personalbereich => gute Einnahmen)

Eben, da habe ich ja einen Vorteil.Ich kann immer noch in meinen langweiligen Beruf zurück wenn nix mehr geht.
Ja das was du vorschlägst hört sich gut an.

Verzichte keinesfalls wegen des Freundes auf dein Studium! Es
gibt etliche Frauen, die früher ihrem Freund oder Ehemann das
Studium finanziert haben, und jetzt einfach nur die Dummen
sind.

Ich glaube du schätzt mich da etwas falsch ein. Ich bin keinesfalls eine von den Dummen.Mein Freund weiß ja erstens selbst noch nicht ob er studiert und zweitens suchen wir ja nach einer Lösung mit der wir beide studieren können.Wenn ich mich dazu entschließe zu studieren, dann tu ich das auch und da kann mich dann kein Mann der Welt von abhalten :smile:

Viele Grüße

Grüße zurück und danke für deine Antwort.
Dazy

Hey draggonkidd,

was verstehst du denn unter „was soziales“?

ich versteh unter „was soziales“ mit Menschen arbeiten und Ihnen in schlechten Zeiten helfen zu können.

das klassische Arbeitsfeld eines SozPäd ist der Allgemeine
Soziale Dienst bei den Jugendämtern.
Berufsanfänger (derzeit noch Dipl. Soz. Päd FH) bekommen
derzeit etwas über 1200 € netto,(Steuerklasse 1)
Aufstiegsmöglichkeiten bis ca 1600 € (so ca mit 40 Jahren), in
diversen Einzelfällen können mal 2000 € zusammenkommen bei
einer 50 Stundenwoche, und einem extrem belastenden Job.

Dass der Job allgemein recht schlecht bezahlt ist ist mir lbewusst.Allerdings denke ich nicht dass das klassische Arbeitsfeld der soziale Dienst im Jugendamt ist.Meine beiden Eltern sind Sozialpädagogen.Meine Mutter hat Jahrelang im paritätischen Wohlfahrtsverband gearbeitet und hat dann noch eine Zusatzausbildung als Heilpraktikerin gemacht und hat jetzt ihre eigene Praxis. Mein Vater hat viel mit behinderten Menschen zu tun gehabt und ist mittlerweile auch selbständig als Berufsbetreuer und er verdient ein schweinegeld damit.Dann kenn ich noch einen Sozialarbeiter aus dem Jugendzentrum der dort die Jugendlichen betreut und mit Ihnen alles mögliche organisiert und unternimmt.

Man kann an jedem Jugendamt mal anfragen ob man mal 14 Tage
Hospitieren darf. Das kann man auch mal während eines Urlaubs
machen.
Einfach so mal studieren würde ich nicht empfehlen

Nur um das klar zu stellen, ich studiere nicht einfach so…
Da ich den Wunsch nach einer sozialen Arbeit schon länger habe,habe ich mir da natürlich auch Gedanken gemacht.
Ich habe zwei Praktika in einer Ergotherapiepraxis gemacht.Dort habe ich mit behinderten Kindern und Alzheimerpatienten gearbeitet.Außerdem habe ich ein dreimonatiges Praktikum im Krankenhaus auf der inneren Männerstation gemacht.Ich denke ich weiss schon ein bissl mehr als für einfach mal so studieren.

Trotzdem Danke für deine Antwort
Gruß Dazy