Studium & Kosten

Hallo,

in Gesprächen mit (teilw. ehemaligen) Studenten und zukünftigen Abiturienten wurde immer wieder diskutiert, ob man sich heute ein Studium noch leisten kann und wenn ja, wie. Ich würde ja auch gern studieren - aber die Prognosen, die ich hörte, sind eher frustrierend.

Also, liebe (ehemalige) Studenten: wie kommt Ihr so über die Runden? Daß man neben dem Studium arbeiten muß, scheint i. d. R. unvermeidlich (auch wenn es heißt, dadurch dauere alles viel länger). Wie bringt man das unter einen Hut? Oder kann man nur vom Bafög leben - und wenn ja, wieviel Geld hat man dann so in etwa zur Verfügung? Wie bringt man Vorlesungs- und Arbeitszeiten in Einklang?

LG & danke für Denkanstöße / Meinungen etc.

Schnägge

Hallo,

in Gesprächen mit (teilw. ehemaligen) Studenten und
zukünftigen Abiturienten wurde immer wieder diskutiert, ob man
sich heute ein Studium noch leisten kann und wenn ja, wie. Ich
würde ja auch gern studieren - aber die Prognosen, die ich
hörte, sind eher frustrierend.

Also, liebe (ehemalige) Studenten: wie kommt Ihr so über die
Runden? Daß man neben dem Studium arbeiten muß, scheint i. d.
R. unvermeidlich (auch wenn es heißt, dadurch dauere alles
viel länger). Wie bringt man das unter einen Hut? Oder kann
man nur vom Bafög leben - und wenn ja, wieviel Geld hat man
dann so in etwa zur Verfügung? Wie bringt man Vorlesungs- und
Arbeitszeiten in Einklang?

LG & danke für Denkanstöße / Meinungen etc.

Man kann von Bafög leben, wenn auch nicht in München :wink: Arbeitszeiten bringt man am Besten in Einklang, wenn man am Wochenende arbeitet oder freiberuflich (also auch am Wochenende). Wahleweise auch in den Sem-Ferien, sofern man nicht Praktika absolvieren muss, aber selbst wenn, dann kommt dafür auch meist was rüber.

Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Das trifft auch auf die Finanzen von Studenten zu, auch wenn der AStA gerne versucht, etwas anderes darzustellen.

moe.

hALLO sCHNAGGE

…aber die Prognosen, die ich
hörte, sind eher frustrierend.

Das kann man wohl laut sagen.
Allerdings wurde das hier schon öfter diskutiert und ein Großteil der gepamperten Kids meinte, das wäre völlig okay so mit den Studiengebühren.

Also, liebe (ehemalige) Studenten: wie kommt Ihr so über die
Runden? Daß man neben dem Studium arbeiten muß, scheint i. d.
R. unvermeidlich (auch wenn es heißt, dadurch dauere alles
viel länger).

Genau so ist es. Wenn man ein lern- und zeit-aufwendiges Studium wie z.B. Medizin studiert, und man muss nebenbei arbeiten, um Lebensunterhalt und Studiengebühren zu finanzieren (weil amn wenig Lust hat, Kredite später jahrzehntelang zurückzahlen zu müssen), dann auert so ein Studium eben statt 7 Jahre mal locker 10 bis 14 Jahre. Und dann kriegt man u.U. auch noch zusätzlich Stress wegen der Studiendauer, obwohl die ja vom Staat nun so angelegt ist. Verrücktes System, oder?
Gruß,
Branden

Hallo Schnägge,

man kann von Bafüg leben. Ich würde mir nur nicht gerade westdeutsche Großstädte als Studienort raussuchen, anderswo kannste Dir damit sogar noch das eine oder andere feiergetränk leisten.

Ich hatte während des Studiums im Schnitt mehr Geld als danach. Allerdings konnte ich als BWLer meine Zeit recht variabel einteilen und hatte somit genug Zeit zum Arbeiten nebenbei. Es hat für diverse Praktika und Projekte ebenso gelangt…und als ehrenamtliches Mitglied in einem Studentenclub hats sogar noch für jede Menge Partyspaß gereicht.

Es gibt auch direkt an den Unis den einen oder anderen Job, sehr begehrt war die Zeit in der Bibo als ausleihe abzusitzen oder der Hiwi-Job beim Prof.

P

Hallo Schnägge,

ich kann dir eigentlich nur dazu raten, ein Studium aufzunehmen.
Die Zeit war herrlich, man lernt jede Menge dazu. Während der 5 1/2 Jahre habe ich hart für die Uni gearbeitet, ich hatte jedoch danach nicht mehr so viel Spass und freie Zeiteinteilung wie zu der Zeit. Mit dem Bafög kann man über die Runden kommen, wenn man auch bereit ist, an der richtigen Stelle zu sparen, soll heißen, lieber im Stuwo oder einer preisgünstigen WG wohnen. Zu meiner Zeit konnte man auch noch sehr gut nebenher jobben. Das Angebot ist heute leider nicht mehr so groß. Wenn man jedoch nicht so anspruchsvoll ist, findet sich auch etwas.

Lieben Gruß
numbat3

Hallo Schnägge,

vor die Wahl gestellt, würde ich auch heute wieder zu einem Studium tendieren.

Du hast anschließend schlicht interessantere Arbeitsmöglichkeiten

Das Gehalt ist trotz viele Unkenrufe höher als das von Nichtstudierten

Die Zeit des Studiums war trotz chronischer Ebbe in der Kasse einfach toll, ich habe ettliche Freunde fürs Leben gefunden, mit denen ich auch nach rund 20 Jahren immer noch Kontakt habe.

Auch wieder gegen die Unkenrufe; Du lernst was.

Gandalf

Hi,

zu meiner Zeit kostete das Studieren „nichts“.
Dennoch habe ich damals nebenher deutlich mehr verdient, als zum reinen Lebensunterhalt einschliesslich heutiger Studiengebühr erforderlich gewesen wäre.
Es handelte sich ausnahmslos um „Dreckarbeiten“ im wahrsten Wortsinne.
Wählerisch sein sollte man da nicht.

So ein Studium (vor allem Uni) ist zwar für den Kopf ziemlich belastend, trotzdem hat man nebenher seeehr viel Zeit für Sonstiges (zB. Arbeiten). Man tut sogar gut daran, weil es von der reinen Kopfarbeit ablenkt.

Ich bin mir fast sicher, dass Strudiengebühren kein wirkliches Hindernis für’s Studieren sind.
Und wenn doch: Mach’s trotzdem.
Die Möglichkeiten danach sind selbst bei nicht so gutem Abschluss um Grössenordnungen vielfältiger.
Vielleicht nicht gleich direkt nach dem Studium, aber spätestens nach ein paar Jahren.
Man braucht nur ein Mindestmass an Zutrauen und Optimismus.

Gruss,

Hi!

Ich bin gerade dabei, meine Diplomarbeit zu schreiben und werde mein Studium -trotz Nebenjob- in der Regelstudienzeit schaffen. Solange Du überschaubare Kosten hast, sprich Miete, Lebensmittel, etc., solltest Du mit der Unterstützung Deiner Eltern auskommen (falls sie Dich unterstützen). Jeder weitere Luxus, allen voran das eigene Auto oder eine größere Wohnung, DSL, etc., kostet natürlich auch mehr und muss eigenfinanziert werden.

Ich hatte ein Abkommen mit dem Unternehmen, wo ich während des Semesters gearbeitet habe, dass ich frei hatte, sobald die Klausuren näher rückten. In den Semesterferien ist dann eben 40-Stundenwoche angesagt :smile:

Gruß, Gerrit

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