Studium Physik / Maschinenbau

Hallo wer-weiss-was User!

Da am 15. Juli der Bewerbungsschluss für die meisten Universitäten in Deutschland nun direkt bevor steht wende ich mich hilfesuchend an euch. Ich kann mich einfach nicht zwischen den Studiengängen Physik und Maschinenbau entscheiden (beides am liebsten an der TU in Münschen).

Zur Zeit rät mir jeder zu einem Maschinenbau Studium da dort die Berufschancen ab besten sein. Ich persönlich tendiere eher zu Physik da es mit Mathematik an der Schule zu meinen Lieblingsfächern gehört hat und ich am liebsten in der Forschung/Entwicklung arbeiten würde. Das einzige was mich stört ist die Tatsache dass mir niemand sagen kann wo und als was ich dann einmal arbeiten kann. Ich bekomme immer nur die Antwort „ein Physiker kann überall arbeiten“.

Vielleicht hat hier ja jemand Physik studiert oder studiert noch und könnte mir einen Einblick in das Spätere Berufsleben geben.

Würde mich sehr freuen wenn wir hier eine kleine Diskussion über die Vor und Nachteile dieser Studienfächer entfacht wird.

MfG

Auch hallo.

Ich kann mich einfach nicht
zwischen den Studiengängen Physik und Maschinenbau :entscheiden

Und mit Physik anfangen und später (vielleicht sogar parallel) weiter Masch.bau studieren geht nicht ?

Zur Zeit rät mir jeder zu einem Maschinenbau Studium da :dort die Berufschancen ab besten sein.

Das hängt aber auch von der Aktualität des Wissens des Einzelnen ab.

Ich bekomme immer nur die
Antwort „ein Physiker kann überall arbeiten“.

Stimmt, z.B. im Finanzbereich. Das beruht aber mehr auf der Denkweise und dem Herangehen an Probleme dieses Studiengangs.
Aber vielleicht tragen die Seiten http://www.vdi-nachrichten.com & http://www.pro-physik.de zur weiteren Erleuchtung bei.

mfg M.L.

Hallo,

natürlich hast du mit einem Maschinenbaustudium im Moment gute Chancen, ich selbst habe es auf der Bonding (Firmenkontaktmesse) gesehen. Allerdings weißt du nicht, was in 5/6 Jahren sein wird, wenn du mit deinem Studium fertig bist. Böse formuliert: die Regierung ist grad dabei das Einwanderungsgesetz für qualifizierte Arbeitskräfte zu lockern (sprich auch Ingenieure). Deswegen orientiere dich nicht nur danach, was grad im Moment gesucht wird.
Z.B. gab es vor ein paar Jahren einen Mangel an Betriebswirten. Kurz darauf haben sehr viele angefangen BWL zu studieren, bis der Markt übersätigt war.

Wenn du Lust auf Physik hast, dann mach das!!! Ich habe zwar kein Physik studiert, denke aber, dass Physiker auch zu denen gehören, die man flexibel überall einsetzen kann. Und um einen Job brauchst du dir wirklich keine Gedanken zu machen. Schwieriger wird es sein, das Studium zu beenden, als hinterher einen Job zu finden. :smile:

Das einzige was mich
stört ist die Tatsache dass mir niemand sagen kann wo und als
was ich dann einmal arbeiten kann. Ich bekomme immer nur die
Antwort „ein Physiker kann überall arbeiten“.

Was du willst, entweder als Programmierer, in der Lasertechnologie (CD, DVD etc, neue Formate/Technologien), in der Optik (auch Augenlaser), auch als Lehrer (wenn du noch ein zweites Fach hast) :wink:
In Consulting Firmen. Aber das sollen dir lieber Physiker sagen, was du noch so alles machen könntest.
Was dir vielleicht auch helfen könnte ist die Studienberatung.

Ich hoffe ich konnte dich motivieren Physik zu studieren :smile:

x303

huhu,

Zur Zeit rät mir jeder zu einem Maschinenbau Studium da dort
die Berufschancen ab besten sein. Ich persönlich tendiere eher
zu Physik da es mit Mathematik an der Schule zu meinen
Lieblingsfächern gehört hat und ich am liebsten in der
Forschung/Entwicklung arbeiten würde.

im studium ist physik theoretischer und mathematischer als maschinenbau. bei physik beschäftigst du dich mit der relativitätstheorie oder der quantenmechanik - bei maschinenbau bwl und qualitätsmanagement. bei maschinenbau sind die aufgaben praktisch orientierter. ein mix aus herleiten und werten/formeln aus tabellenbüchern anwenden.

Das einzige was mich
stört ist die Tatsache dass mir niemand sagen kann wo und als
was ich dann einmal arbeiten kann.

überall:smile:))
du wirst bei beiden kein problem haben, arbeit zu finden, wenn du dich nicht gehen lässt oder ausruhst oder unflexibel bist.

mfg:smile:
rené

Moin,

zwischen den Studiengängen Physik und Maschinenbau entscheiden
(beides am liebsten an der TU in Münschen).

Dann mach doch beides :smile:.

die Berufschancen ab besten sein. Ich persönlich tendiere eher

das ändert sich, bis Du fertig bist. Jedoch gilt m.E. generell, daß Du mit keinem der beiden Berufe falsch liegen dürftest. Deshalb: mach das, wo Du meinst, daß Du mehr Spaß und Vergnügen dran haben wirst. Es wird nämlich in jedem Studienfach lästige und nervige Sachen geben, Tage, wo Du einfach keine Lust hast, den Sch%$&/ zu machen oder kein Land siehst. Für solche Tage brauchst Du dann die Grundmotivation :smile:, diese auch durchzustehen und Dich durchzubeißen.

zu Physik da es mit Mathematik an der Schule zu meinen
Lieblingsfächern gehört hat und ich am liebsten in der
Forschung/Entwicklung arbeiten würde. Das einzige was mich

Dann ist Physik sicher geeignet. War vor kurzem bei uns im Kolloq: der Leiter von F&E bei VW hat Physik studiert. Unsere Bundeskanzlerin auch :smile:, genauso wie Links-Parteiler Lafontaine.

stört ist die Tatsache dass mir niemand sagen kann wo und als
was ich dann einmal arbeiten kann. Ich bekomme immer nur die
Antwort „ein Physiker kann überall arbeiten“.

Stimmt ja auch :smile:. Es kommt da sehr darauf an, wohin Du Dich orientieren willst, sprich was Dir Spaß macht und wo Du Deine Schwerpunkte hin legen willst, ob eher theoretisch, eher numerisch, eher experimentell, und dann noch welche Fachrichtung. Vielleicht sogar ein gar nicht so physikalisches Nebenfach, vielleicht gar Maschbau?

Ich kenne Physiker, die arbeiten in F&E, die arbeiten bei ESA, andere bleiben an Unis, andere gehen zu (Wissenschafts-)Verlagen, zu Unternehmensberatungen, zu Versicherungen (Schadensabschätzung und -vorhersage), …
Nach meinen Erfahrungen und denen aus meinem Bekanntenkreis, ist es als Physiker kein Problem in F&E unterzukommen. Neben den Ingenieuren wollen die auch immer Physiker haben - die kennen zwar nicht jede Ingenieusformel auswendig, haben dafür aber gelegentlich das notwendige Überblickswissen oder einfach eine ganz andere Herangehensweise, die neue Blickwinkel und Perspektiven eröffnet. :smile:

Für meinen Teil ist Physik sicher das richtige Studium gewesen.

Beste Grüße,
Ingo

Hallo dragoon,

ich bin weder Matschbauer noch Phymosiker, bei mir hats nur zur Chemie gereicht :wink:
Trotzdem möchte ich Dir ein paar Ratschläge geben.

  • Studiere das, was Dir! an besten zusagt.
  • Höre nur bedingt auf Leute, die genau wissen, was in ein paar Jahren sein wird.
  • Du kannst in jedem Beruf arbeitslos werden.
  • Wenn Du einen Beruf als Berufungs siehst, bist Du besser als die, die einen Beruf gewählt haben, weil ‚Experten‘ ihnen dazu geraten haben.

So, und nun gehe in Dich und püfe, was Dir mehr Spaß macht/was Dir mehr zusagt und wähle dieses Fach.
Beide Studien sind zukunftsicher, soweit man das momentan sagen kann und mit ein wenig Flexibilität kriegst Du in beiden eine Stelle.

Gandalf

Hallo Eric,

Zur Zeit rät mir jeder zu einem Maschinenbau Studium da dort
die Berufschancen ab besten sein. Ich persönlich tendiere eher
zu Physik da es mit Mathematik an der Schule zu meinen
Lieblingsfächern gehört hat

Du wirst dich wundern, was an Mathe den angehenden Maschinenbauern abverlangt wird ! Wer im Irrglaube sein Maschinenbaustudium begonnen hat, dafür müsse man nur gut schrauben können, der sah sich sehr schnell bitter enttäuscht.

und ich am liebsten in der Forschung/Entwicklung arbeiten würde.

Das kannst du ganz gewiss auch als Maschinenbauer. Das Unternehmen aus der Kfz-Zulieferindustrie, in dem ich gearbeitet habe (schau mal in meine Vita) hat bei 3000 Mitarbeitern gut 400 in der Entwicklung: Maschinenbauer und Elektroniker, weniger als fünf davon reine Naturwissenschaftler (Chemie und Physik).
Auch in den Entwicklungsabteilungen der Fahrzeugindustrie selber (dorthin hatte ich jede Menge an Kontakte) kommt die weit überwiegende Mehrzahl nicht aus der Physik, sondern aus den klassischen Ingeneurs-Disziplinen.
Und entsprechend sind dann auch die Führungs/Management-Positionen besetzt.
Physiker stellt man idR (nur) dann ein, wenn man eine spezielle mehr theoretisch orientierte Aufgabenstellung personell besetzen muss.
Im schmalen Segment der absoluten High-Tec-Industrie sind die Chancen für Physiker sicher höher.
In absoluten Zahlen die Nachfrage nach Ingenieuren wesentlich höher sein, als die nach Physikern. Entsprechendes gilt auch für die Zahl der Absolventen. Ob das Verhältnis „Nachfrage/Absolventen“ bei Ingenieuren oder Physikern besser ist ? Wer weiß das schon fundiert ?
Als Daumenregel (wenn auch vielleicht auch nur ein gepflegtes Vorurteil) gilt : Ingenieur = Pragmatiker. Physiker = Theoretiker . Und nun stell dir selber die Frage, womit hiervon die Industrie ihr überwiegendes Geschäft betreibt.

Das einzige was mich
stört ist die Tatsache dass mir niemand sagen kann wo und als
was ich dann einmal arbeiten kann. Ich bekomme immer nur die
Antwort „ein Physiker kann überall arbeiten“.

Auf eine so generelle Antwort ist die Gegenfrage zu stellen „Wird ein Physiker auch überall eingestellt?“, wozu ich auf meinen obigen Kommentar verweise.
Generell kann man sagen : Wer als Physiker wirklich gut ist, kann seinen Weg machen. Und erst recht als Maschinenbauer.
Gruß
Karl

Vielleicht hat hier ja jemand Physik studiert oder studiert
noch und könnte mir einen Einblick in das Spätere Berufsleben
geben.

Würde mich sehr freuen wenn wir hier eine kleine Diskussion
über die Vor und Nachteile dieser Studienfächer entfacht wird.

MfG

Hallo,

ich kann zu deiner eigentlichen Frage nichts mehr hinzufügen, was die anderen nicht auch schon erwähnt haben.

Nur zwei Sachen: Hast du schon einmal konkret die Studienpläne verglichen?
Fürs Grundstudium z.B.
http://www.mw.tum.de/Dateien/Pruefungen/Grundstudium…
http://www.physik.tu-muenchen.de/studium/angebote

Zum zweiten: Ich studiere Physik an der TUM und bin in Physik für Erstsemesterinfo zuständig, also wenn du sonst noch Fragen hast, kannst du mir gerne eine Mail schreiben.

Viele Grüße
Kati