Hallo allerseits,
ich bin techn. Zeichner und Maschinenbautechniker. Jetzt habe ich von einer Immobilienfirma eine Anfrage erhalten Papier-Bestandspläne auf CAD umzusetzen. Inkl. Aufmaßarbeiten in den Objekten. Welchen Stunden- und Nebenkostensätze kann ich da anrechnen. Ein Gewerbe meinerseits liegt vor. Eine Abrechnung als Unternehmen ist gegeben.
es gibt da wohl mehre möglichkeiten deinen stundensatz festzulegen:
einmal von vorn nach hinten(1.), einmal von hinten nach vorn(2.) und mal mix(3.),
1.(grob) du ermittelst deine fixkosten (alle kosten die du immer hast ob du einen auftrag hast oder nicht), dann alle variablen kosten (alle kosten die während des auftrages anfallen), schätzt die zeit ab die du für die konstruktion brauchst, schlägst den gewinn drauf den du machen willst und rechnest das ganze dann auf die abrechenbar möglichen stunden um, teilst das durch deine geschätzte zeit - fertig
(BWLer werden jetzt wohl den kopf über den händen zusammenschlagen aber du willst ja eigentlich nur dich während des auftrages abrechen, dafür genügt das)
2. du erkundest was du verlangen kannst (z.b. konkurenz anrufen und ähnlichen auftrag in aussicht stellen, stundensätze dort erfragen, mitarbeiter deines AG ausfragen was die bisher so abgerechnet haben etc.), diesen satz rechnest du rückwärts wie oben fixkosten, variable kosten, gewinn etc.
3. 1x wie 1., 1x wie 2., abgleich der ergebnisse und dann den einen oder anderen punkt solange verändern bis er passt, z.b. der markt gibt weniger her als du brauchst, entweder deinen tatsächlich benötigten zeitanteil „verlängern“, variable kosten senken oder dem AG als „sonstiges“ Spesen etc. aufdrücken oder oder
wie oben schon gesagt, BWL/ Banker/ o.ä. werden ob meiner erklärung wohl wieder lächeln oder laut lachen, aber du kalkulierst keine mio. stückzahlen mit 7.000 versch. zulieferkomponenten, sondern so wie ich dich verstanden habe willst du einfach einen „marktgerechten“ preis finden, der für dich und deine AG o.k. ist