Sturz aus großer Höhe

Keine Angst, ich bin nicht pervers oder so :wink:, stolpere nur bei der Übersetzung eines Romans über einen aus großer Höhe (Fesselballon) herabgestürzten Protagonisten und möchte wissen: wie „kaputt“ ist ein menschlicher Körper nach einem solchen Aufprall? Bleibt da nur ein „Klecks“ oder wirken die physikalischen Kräfte eher auf das Innere?

Habe schon im Netz gesucht, aber scheinbar bin ich zu vernagelt, um meine Frage so zu formulieren, dass ich brauchbare Links kriege.

Danke & Gruß,
Eva

Keine Angst, ich bin nicht pervers oder so :wink:, stolpere nur
bei der Übersetzung eines Romans über einen aus großer Höhe
(Fesselballon) herabgestürzten Protagonisten und möchte
wissen: wie „kaputt“ ist ein menschlicher Körper nach einem
solchen Aufprall? Bleibt da nur ein „Klecks“ oder wirken die
physikalischen Kräfte eher auf das Innere?

Habe schon im Netz gesucht, aber scheinbar bin ich zu
vernagelt, um meine Frage so zu formulieren, dass ich
brauchbare Links kriege.

Hallo Eva,

aus welcher Höhe denn?

http://www.zentral-schweiz.com/hiflyer/

Manu

Hi

Naja… beim Anblick solcher Bilder kann einem auf jeden Fall gut schlecht werden. Deswegen würde ich aus Mitleid mit den Leuten die die Schweinerei wegputzen müssen, niemals von einem Hochhaus springen.

Du musst es dir halt so vorstellen: es tritt hoher Druck auf, und der Druck will entweichen…

Ein Link poste ich bewusst nicht!!

mfg
Matze

Moin

wie „kaputt“ ist ein menschlicher Körper nach einem
solchen Aufprall?

Hängt von der Höhe und dem Boden ab. Bei den Brückenspringer (70-90 m) hier in Luxemburg-Stadt die mit den Füssen zuerst aufkommen stehen z.B. die Oberschenkelhälse schonmal oben aus den Schultern raus. Vom Rest ist entsprechend nicht viel über und die Sauerei ist grossflächig verteilt.

Bleibt da nur ein „Klecks“ oder wirken die
physikalischen Kräfte eher auf das Innere?

Wenn der Boden hart und der Ballon hoch ist trifft „Klecks“ es ganz gut. Bei weichem Boden könnte der Körper intakter bleiben und „versinken“.

cu

Hallo Eva,

wie „kaputt“ ist ein menschlicher Körper nach einem
solchen Aufprall? Bleibt da nur ein „Klecks“ oder wirken die
physikalischen Kräfte eher auf das Innere?

Kommt natürlich auf die Höhe drauf an - ich hatte mal einen Patient mit Sturz aus 30m Höhe - der war zwar mausetot, aber äusserlich sehr unauffällig (minimale Blutung im Schädelbereich, sonst nichts - trotz hartem Boden).
Kollegen von der Bergwacht berichteten von einem Sturz aus 50m - der Pat. hat entgegen seiner ursprünglichen Absicht noch gelebt, da der Sturz von Bäumen und Schnee abgefangen wurde.

Habe schon im Netz gesucht, aber scheinbar bin ich zu
vernagelt, um meine Frage so zu formulieren, dass ich
brauchbare Links kriege.

Versuch’s mit „Dezelerationstrauma“.

Grüße, Simon

Kommt natürlich auf die Höhe drauf an

Hallo Simon!

Fallschirmspringerhöhe. Kein Schirm, also ungebremst. Landung auf Steppenboden. Autor schreibt was von „eingebettet“. Habe mal irgendwo in dem Zusammenhang gehört, dass u. U. die Haut ganz bleibt und nur das Innere zermalmt wird. Und wenn er in der Erde „versinkt“ - bleibt der Umriss nur aufgrund dessen erhalten und in der Erdform ist - naja, Matsch eben?

Versuch’s mit „Dezelerationstrauma“.

Danke. Hab ich gemacht, aber da kommt nur vergleichsweise Harmloses zum Vorschein und natürlich ist kein seriöser Mensch so geschmacklos, ausführliche Beschreibungen des Zustand der Getöteten ins Netz zu stellen. Oder…?

Sorry für meine Penetranz, aber es ist ein Fantasyroman und da braucht’s schon eine bildgewaltige Sprache und dazu muss ich erst mal ein Bild im Kopf haben :smile:

Danke & Gruß,
Eva

Moien!

Hängt von der Höhe und dem Boden ab.

Ich bin bei der Antwort an Simon weiter ins Detail gegangen, deshalb hier nur in Kürze: ca. 4000m, ungebremst. Steppenboden, Autor schreibt von „eingebettet“. Inwieweit bleib der Körper heil, d.h. was ist in jedem Fall perdu?

Ville merci :wink:
Eva

Du musst es dir halt so vorstellen: es tritt hoher Druck auf,
und der Druck will entweichen…

Hmmm. Ich glaube, in der Sendung CSI wurde mal gesagt (da gab es mal eine Folge mit einem abgetriebenen und dann abgestürzten Gleitschirmflieger), dass tatsächlich u.U. die Körperhülle kaum beschädigt ist und wie ein Sack das zermalmte Innere zusammenhält. Keine Ahnung, ob’s stimmt oder welche Umstände dafür gegeben sein müssen.

Gruß,
Eva

Hallo Eva,

Fallschirmspringerhöhe. Kein Schirm, also ungebremst. Landung
auf Steppenboden.

Wie wärs mit Möllemann als Referenz? Fällt mir nur grad spontan ein.

Autor schreibt was von „eingebettet“. Habe
mal irgendwo in dem Zusammenhang gehört, dass u. U. die Haut
ganz bleibt

könnte ich mir vorstellen

und nur das Innere zermalmt wird.

dazu fehlt mir die vorstellungskraft - siehe unten

Und wenn er in
der Erde „versinkt“ - bleibt der Umriss nur aufgrund dessen
erhalten und in der Erdform ist - naja, Matsch eben?

Naja, die einzelnen Organe werden schon noch vorhanden sein, nur fehlt eben jeder Zusammenhang.

Versuch’s mit „Dezelerationstrauma“.

Danke. Hab ich gemacht, aber da kommt nur vergleichsweise
Harmloses zum Vorschein

Stimmt, insbesondere landen zuviele Google-Treffer bei heilpflanzen-welt.de, wo dann doch nix steht.

http://www.gesundheit.de/roche/ schreibt zum Dezelerationstrauma:
[…] Typisch sind v.a. Organabrisse, -einrisse (z.B. des Pankreas bzw. der Aorta), aufprall- u. schleuderungsbedingte Knochenbrüche (v.a. Schädel-, Bein-, Wirbelfrakturen) […]

Auf deinen Fall bezogen, dürften diverse wichtigen Gefäße reißen. Der Schädelknochen bekommt auch einiges ab, also Gehirnblutungen.
Meiner Lainenmeinung nach führt das recht schnell mindestens zu Bewusstlosigkeit, der biologische Tod folgt auf dem Fuße.
Dass weitere offene Brüche der Extremitäten wahrscheinlich sind, spielt zwar zum Todesgeschehen keine Rolle mehr, aber vielleicht hilft’s deiner Fantasie.

und natürlich ist kein seriöser Mensch
so geschmacklos, ausführliche Beschreibungen des Zustand der
Getöteten ins Netz zu stellen. Oder…?

Grundsätzlich ist alles geschmacklose irgendwo im Netz zu finden. Ernsthaft, ausführliche Beschreibungen vom „Zustand nach Sturz aus Flugzeug“ (bzw. großer Höhe) o.ä. findest du in medizinischer Fachliteratur.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi
Wenn dir medizinisches Englisch geläufig ist und dir die Recherche viel Zeit wert ist.

hoffe etwas weitergeholfen zu haben,

Simon

oh je,

Meiner Lainenmeinung nach führt das recht schnell mindestens
zu Bewusstlosigkeit,

sorry, viel zu kurz gedacht.
Das Herz selbst macht das auch eher nicht mit, also Herzkreislaufstillstand.

Grüße, Simon

Moien

ca. 4000m, ungebremst. Steppenboden

Fallschirmspringer rechnen mit etwa 300-350 km/h Fallgeschwindigkeit (wenn sie den Schirm noch nicht offen haben). Der dürfte also ähnlich schnell gewesen sein.

Autor schreibt von „eingebettet“.

Also eher weicher Boden und dazu noch gute Kleidung. Er könnte durchaus noch an einem Stück sein. Der Körper kann bei sowas im Boden versinken, so dass der Boden ein platzen des Torso verhindert/vermindert. Und selbst wenn die Bauchdecke nachgibt bleibt das meiste in der Kleidung hängen.

Organe und grössere Knochen werden nicht überleben (also auch Genickbruch).

Dazu gibts eine Ganzkörperprellung, sprich die Hautfarbe dürfte unappetitlich sein.

Inwieweit
bleib der Körper heil, d.h. was ist in jedem Fall perdu?

Mit Sicherheit sind alle grösseren Knochen gebrochen. Auch die Ganzkörperprellung dürfte immer auftretten. Wenn der Körper tief in den Boden einschlägt kann sich der Inhalt nicht besonders weit verteilen. Der Rest ist mehr oder weniger Zufall.

cu

Danke -

  • mit den Angaben kann ich arbeiten :wink:

Schönen Sonntag noch,
Eva

Auch dir danke -

Wie wärs mit Möllemann als Referenz? Fällt mir nur grad
spontan ein.

Hatte ich auch dran gedacht, wollte mich aber doch nicht drauf beziehen, von wegen pietätlos. Es gibt Links zu dem Unfall, mit Spekulationen, wie das passieren konnte, es fehlen aber Schilderungen des Zustands nach Öffnen der Fallschirmspringekluft.

Genug des Makabren!

Wünsche einen schönen Sonntag!
Danke & Gruß,
Eva

OK, Du hast es so gewollt… :smile:
Hi,

auf das Posten von Links mit entsprechenden Bildern möchte ich hier lieber verzichten, obwohl es einschlägige Links gibt - die auch recht bekannt sind, eigentlich.

Um Dir eine optische Vorstellung zu machen würde ich folgendes Bild vorschlagen, das der Realität sehr nahe kommt: Spaghetti Bolognese mit ein paar rohen Stücken Koteletts dazwischen.

Das ist übrigens kein Witz, sondern trifft den optischen Eindruck einigermaßen gut.

Gruß,

MecFleih

Hi,

Fallschirmspringer rechnen mit etwa 300-350 km/h
Fallgeschwindigkeit (wenn sie den Schirm noch nicht offen
haben). Der dürfte also ähnlich schnell gewesen sein.

In X-Position sind eher 200 km/h üblich, aber das reicht auch schon. Wenn man damit auf den Boden klatscht, bleibt kaum ein Knochen in ursprünglicher Position.

CU

Axel