Hi allerseits, ich hoffe auf euer Wissen.
Wir haben auf einer Messe für Renovierung, Baunen ect. Dämmplatten entdeckt. Da wir in Kürze unser gekauftes Haus sanieren/renovieren müssen, frag ich mich, ob diese Dämmelemente nicht eine gute Alternative zu dieser Schwitzplane, „Kratzwolle“ und Rigipsplatten sind, da diese Platten (Styroporplatten mit Nut und Feder in unterschiedlichen Stärken) alle Arbeitsgänge in einem vereinnahmen. Desweiteren kann man diese Platten wohl direkt mit Putz „schmücken“.
Also, was sagt ihr? Vernünftig und gut oder „lass die Finger von“?
was möchtest Du isolieren?
Die Außenfassade oder das Dach oder wos?
Ich vermute mal, daß Du das Dach isolieren möchtest.
Da ist der typische Aufbau von außen nach innen
Dachpfannen, Lattung, Unterspannbahn, Isolierung, Dampfsperre, Lattung, Innenausbau (Rigips oder Bretter oder was auch immer).
Jetzt soll die Isolierung aus Styropurplatten geschehen.
Zwischen die Sparren wird das nicht so richtig gehen, zumindestsn stelle ich es mir problematisch vor, die Platten so exakt zuzuschneiden, daß es keine Kältebrücken gibt.
Oder sollen die Platten von innen auf die Sparren montiert werden?
Dann wird das auch mind. 15 cm dick werden müssen, ev. 12, wenn man hochisolierendes Materoal nimmt (035er).
Diese Dicke verlierst Du mithin.
Dazu kommt, daß Du an diese Konstruktion nichts mit Nägeln, Schrauben etc. befestigen kannst, weil Du sonst die Dampfbremmse zerstörst.
Aber selbst wenn das nicht passiert, so richtig stabil klingt das m.E. nicht.
Hi Ralf,
hast ja Recht mit dem Handwerkbrett, ich hatte gar nicht überlegt, gucke viel hier in Immobilien und hab nicht groß überlegt, sorry.
Danke für den Link
Hallo Gandalf,
ja Du hast Recht, wir wollen unser Dach isolieren und diese Dämmplatten kommen unter die Lattung, also von innen aus gesehen sieht man die Lattung dann nicht mehr. Da die Platten durchgehend mit Nut und Feder gesetzt werden ist es eine Riesenplatte. Befestigt werden die Platten einfach mit Schrauben in die Lattung. Die Stärke wäre 10 mm und das ganze ist wärmebrückenfrei, Unterspannfolie und Dampfsperre wären hierbei nicht nötig.
Stabil wäre es schon, wollte halt nur Meinungen bzw. Erfahrungen damit einholen. Ich glaube, ich halte mich noch an Ralfs Rat und stelle es bei Handwerk ein.
Danke Dir
Gruß Verena
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ja Du hast Recht, wir wollen unser Dach isolieren und diese
Dämmplatten kommen unter die Lattung, also von innen aus
gesehen sieht man die Lattung dann nicht mehr.
dann ist also der Raum zwischen den Sparren leer?
Aber eine Unterspannbahn habt ihr unter den Pfannen?
Da die Platten
durchgehend mit Nut und Feder gesetzt werden ist es eine
Riesenplatte.
Wie wird der Wandabschluß bewerkstelligt?
Befestigt werden die Platten einfach mit
Schrauben in die Lattung. Die Stärke wäre 10 mm und das ganze
ist wärmebrückenfrei,
Und die Schrauben?!
Das sind prima Wärmebrücken.
Unterspannfolie und Dampfsperre wären
hierbei nicht nötig.
Dampfsperre kann ich mir noch einigermaßen vorstellen, obwohl ich auch so meine Bedenken habe, aber das eine Unterspannbahn unnötig sei, halte ich für Bedenklich.
Hat das der Vertreter explizit gesagt?
Dann scheint er den Sinn einer Unterspannbahn nicht verstanden zu haben!
Der ist nämlich der, daß bei kaputten Pfannen das Wasser nicht in die Isolierung läuft.
Da bei Euch der Raum zwischen den Sparren leer bleibt, flösse das Wasser dorthin und würde wenn es nicht die Isolierung kaputtmacht, zumindestens das Holz der Sparren angreifen und prima Schimmelnester anlegen - Mahlzeit.
Stabil wäre es schon, wollte halt nur Meinungen bzw.
Erfahrungen damit einholen.
Also ich kenn das System nicht, aber ich bin ziemlich skeptisch!
Ich glaube, ich halte mich noch an
Ralfs Rat und stelle es bei Handwerk ein.
also bei uns im Dach gibt es genau diese Konstruktion (Profiarbeit) seit Jahrzehnten und ohne Probleme (wir haben Dachpfannen, darunter Mineralwolle, darunter Alufolie diffusionsoffen), darunter Holzverschalung, darunter Styroporplatten und dann Tapete. Keine Unterspannbahn, keine Dampfbremse. Das war wohl früher durchaus möglich, allerdings würde man dies heute wohl nicht mehr so machen.
Eine Unterspannbahn soll vor allem Flugschnee abwehren, normalerweise läuft ja kein Wasser unter die Pfannen.
Die Dampfbremse scheint bei Styropor offensichtlich unnötig sein, denn diese dient dazu, dass sich kein Wasser in (!) der Dämmung sammelt und dort zu Schimmel führt. Nur ist das wohl bei Styropor technisch ausgeschlossen.
Und Schimmel unter den Pfannen am Dachstuhl würde voraussetzen, das Wasser kann sich dort sammeln und nicht verdunsten. Wenn aber das Dach normal hinterlüftet ist und keine Unterspannbahn vorhanden ist, dürfte das auch kein Problem sein.
Stand der Technik wäre aber eine Styropordämmung mit einem Aufbau von außen nach innen: Dachpfannen, Unterspannbahn, Aufsparrendämmung, Dampfbremse, Dachbalken, Innenausbau.
ist vieleicht ein wenig spät für eine Antwort, aber ich habe da noch eine Anmerkung zu machen. Du hast mit allen deinen Vermutungen recht, aber es gibt da ein dickes Don´t in deiner Überlegung. Von Innen gesehen darf niemals eine Wärmeisolierung vor die Dampfsperre kommen. Man holt damit den Taupunkt ins Haus und unter Umständen vor die Dampfsperre. Diese zieht zu 100 % Feuchtigkeit ins Haus und Schimmelbildung nach sich. Also Finger weg von deinem Vorhaben.