aus dem archiv…
nochmal einige facts zu den ausgebeuteten subunternehmern:
unsere firma hat als dienstleister fuer die post gearbeitet.
der tourenplan sah taegliche 10-stunden touren mit einem 12-tonner vor. diese touren waren minutioes ausgearbeitet, wann wo angekommen, geladen und abgefahren wird.
diese zeitplaene waren in der praxis NICHT einzuhalten!
unsere frage, wie dann reagiert werden soll, wenn postamt xyz nicht angefahren werden kann, bekam als antwort: egal, dann fahren sie das einen tag spaeter an… soviel also zur laufzeitqualitaet.
ein wichtigerer punkt nun jedoch: ich erlaubte mir, bei den verhandlungen nachzufragen, wo denn die GESETZLICHEN RUHEZEITEN fuer fahrer grosser lkw vorgesehen sind! das ist ZWINGENDE vorschrift…
antwort: ähem, nun ja, ähhhhhhhhh,nun,…
also: sie war ueberhaupt nicht vorgesehen! leute, das ist der hammer! die post verstoesst BEWUSST gegen gesetzliche fahrtzeitvorschriften!!
letztendlich haben wir diese ruhezeit fuer unsere fahrer aushandeln koennen - aber nur, in dem nach den 4,5 stunden der zeitplan um eine halbe stunde nach hinten verschoben wurde - bekommen haben wir keinen cent mehr, obwohl nun de fakto eine halbe stunde mehr personal und material zur verfuegung gestellt wurde!
fuer solch eine tour gibt es - wenn man scharf verhandelt ca die haelfte bis ein drittel, was in der vollkostenkalkulation erforderlich waere.
fazit: wir arbeiten gottseidank nicht mehr fuer die post, aber es gibt weiterhin leidende kleinunternehmer, die glauben, dieses tun zu muessen.
sei gewiss, dass qualitaet und motivation unter diesem druck deutlich abnehmen - zu lasten aller postbenutzer.
gruss
khs