Subjekt, Prädikat, direktes Objekt oder indirekt?

Hallo, ich bin schon seit einiger Zeit aus der Schule raus und dachte, dass ich die Sätze noch immer in ihre ‚Einzelteile‘ zerlegen könnte… aber dem ist nicht so! Trotzdem sollte man sich auch im etwas höheren Alter fit im Kopf halten :smile:
Könntet ihr bitte einen Blick darauf werfen, ob es denn richtig ist?

Keiner der Leute weinte in der Kirche.
weinte=Prädikat, oder gehört ‚in der Kirche‘ auch noch dazu?

Sie war in Oslo, als ich sie das letzte Mal sah.
als ich sie das letzte Mal sah=direktes Objekt

Die Frau zeigte dem Mann das Haus.
dem Mann=indirektes Objekt

Das wir das Auto benötigen ist doch selbstverständlich.
Das wir das Auto benötigen=Subjekt

Das neue Haus kostet die Famile ein Vermögen.
Subjekt, Verb, indirektes Objekt, direktes Objekt

Die Mutter meine besten Freundin starb im Alter von 60 Jahren.
Subjekt, Verb, direktes Objekt

Die meisten Menschen, die ich kenne, fahren Auto.
Subjekt, Verb, direktes Objekt

Wir besuchten unsere Verwandten, obwohl wir sie nicht mögen.
Subjekt, Verb, indirektes Objekt, direktes Objekt

Die Gäste genossen die Premiere des Stückes.
Subjekt, Verb, direktes Objekt

Ich hoffe, dass ich nicht völlig daneben liege und ihr mir helfen könnt.

Hallo engize,

den Unterschied zwischen direktem und indirektem Objekt kenne ich nicht (nie gehört), aber bei den folgenden Satzgliedern kann ich dir behilflich sein:

Keiner der Leute weinte in der Kirche.
weinte=Prädikat

ja.,
oder gehört ‚in der Kirche‘ auch noch dazu? Nein, das ist ein lokales Adverbial.

Sie war in Oslo, als ich sie das letzte Mal sah.
als ich sie das letzte Mal sah=direktes Objekt

Da es sich hierbei um einen kompletten Nebensatz handelt, kann es sich um kein Objekt handeln.

Die Frau zeigte dem Mann das Haus.
dem Mann=indirektes Objekt

es ist jedenfalls ein Dativ-Objekt, die Bezeichnung „indirektes Objekt“ kenne ich wie gesagt nicht.

Das wir das Auto benötigen ist doch selbstverständlich.
Das wir das Auto benötigen=Subjekt

Nein, Subjekt ist „wir“. Dies ist wieder ein Nebensatz.

Das neue Haus = Subjekt

kostet = Prädikat
die Famile = Akkusativobjekt
ein Vermögen = Akkusativobjekt.

Die Mutter meine besten Freundin * Subjekt

starb * Prädikat
im Alter von 60 Jahren = meiens Erachtens ein temporales Adverbial

Die meisten Menschen = Subjekt,

die ich kenne,= Nebensatz (Relativpronomen, Subjekt, Prädikat)
fahren Auto = Prädikat + Akkusativobjekt.

Wir = Subjekt

besuchten = Prädikat
unsere Verwandten, = Akkusativobjekt
obwohl wir sie nicht mögen.= ganzer Nebensatz

Die Gäste = Subjekt

genossen = Prädikat
die Premiere des Stückes. = Akkusativobjekt

Du darfst übrigens Prädikat und Verb nicht vertauschen - das Prädikat ist zwar stets (mindestens) ein Verb, dieses wiederum ist aber eine Wortart, kein Satzglied.

Ich hoffe, ich konnte die ein wenig weiter helfen.
Gruß GittaG

Hallo,

Das s wir das Auto benötigen , ist doch selbstverständlich.
Das s wir das Auto benötigen=Subjekt

Nein, Subjekt ist „wir“. Dies ist wieder ein Nebensatz

der im übergeordneten Satz die Funktion des Subjekts hat - also ein Subjektsatz http://www.canoo.net/services/Controller?dispatch=gl…

Gruß
Kreszenz

Hallo

den Unterschied zwischen direktem und indirektem Objekt kenne
ich nicht (nie gehört)

Ist tatsächlich recht einfach, wenn man sich die Bezeichnungen genauer überlegt.
So verstehe ich es: Ein direktes Objekt ist das Objekt, das direkt von einer Handlung (= Prädikat) betroffen oder eher direkt Teil der Handlung ist; im Dt. meist das Akkusativobjekt: Ich gebe dir (indirektes Obkejt im Dativ, die Person wird nicht direkt berührt, gegeben, angefasst) ein Buch (direktes Objekt im Akkusativ: das Buch wird gegeben, d.h. in der Hand gehalten beim Überreichen).
Grüße
mitzisch

Keiner der Leute weinte in der Kirche.
weinte=Prädikat,

ja

oder gehört ‚in der Kirche‘ auch noch dazu?

nein - das ist adverbialbestimmung des ortes

Sie war in Oslo, als ich sie das letzte Mal sah.
als ich sie das letzte Mal sah=direktes Objekt

adverbialbestimmung der zeit

Die Frau zeigte dem Mann das Haus.
dem Mann=indirektes Objekt

ja

Das wir das Auto benötigen ist doch selbstverständlich.
Das wir das Auto benötigen=Subjekt

dass mit ss und Komma vor „ist“

Das neue Haus kostet die Famile ein Vermögen.
Subjekt, Verb, indirektes Objekt, direktes Objekt

die, der, der, die - beides direkt

Die Mutter meine besten Freundin starb im Alter von 60 Jahren.
Subjekt, Verb, direktes Objekt

Adverbialbestimmung der Zeit

Die meisten Menschen, die ich kenne, fahren Auto.
Subjekt, Verb, direktes Objekt

ja

Wir besuchten unsere Verwandten, obwohl wir sie nicht mögen.
Subjekt, Verb, indirektes Objekt, direktes Objekt

direktes objekt und kausale adverbialbestimmung

Die Gäste genossen die Premiere des Stückes.
Subjekt, Verb, direktes Objekt

ja

Hallo,

Die Mutter meine besten Freundin starb im Alter von 60 Jahren.
Subjekt, Verb, direktes Objekt

Adverbialbestimmung der Zeit

handelt es sich hier nicht eher um eine Modalbestimmung?

MFG Cleaner

Hallo,

Die Mutter meine besten Freundin starb im Alter von 60 Jahren.
Subjekt, Verb, direktes Objekt

Adverbialbestimmung der Zeit

handelt es sich hier nicht eher um eine Modalbestimmung?

wie würdest du fragen?

das mit den sätzen stimmt nicht ganz: ein satz, der im übergeordneten satz die funktion eines attributs, subjekts, objektes, adverbialbestimmung hat, nennt man dann attributiv-, objekt-, subjekt- oder adverbialsatz. Das sind dann natürlich ganze sätze.

als erklärung für die logik dahinter:

  1. das verb steht bei hauptsätzen/aussagesätzen immer an 2. stelle
  2. satzglieder kann man vertauschen

„obwohl er recht hungrig ist, isst er nichts.“

Das verb „isst“ steht an 2ter stelle. somit ist alles, was davor ist, ein satzglied, denn es muss ja eine 1. stelle geben:smile:

sorry für die kleinschreibung:-/ich geh in die ecke zum schämen…

Hallo,

Gerade bei den Modalbestimmungen ist die Fragemethode doch mitunter irreführend, da auf diese Weise nicht sicher ist, ob eine Modalbestimmung oder ein (prädikatives) Attribut die Antwort ist.
Temporale Bestimmungen würde ich beispielswiese erfragen mit:
wann? wie lange? seit wann? bis wann? wie oft?

Nach meinem Verständnis - ich bin allerdings nicht wirklich ein König der Grammatik - passt dies aber hier nicht. Das Alter von 60 Jahren bezeichnet ja eben keinen Zeitpunkt, sondern den Alterszustand den sie erreicht hatte, als sie ablebig wurde. Folglich würde ich es in diesem Fall für eine Art Umstand oder Begleitumstand halten.

Sie starb - und zwar im Alter von 60 Jahren

MFG Cleaner

Hallo,

Gerade bei den Modalbestimmungen ist die Fragemethode doch
mitunter irreführend, da auf diese Weise nicht sicher ist, ob
eine Modalbestimmung oder ein (prädikatives) Attribut die
Antwort ist.

ein attribut ist kein satzglied.

Temporale Bestimmungen würde ich beispielswiese erfragen mit:
wann? wie lange? seit wann? bis wann? wie oft?

Nach meinem Verständnis - ich bin allerdings nicht wirklich
ein König der Grammatik - passt dies aber hier nicht. Das
Alter von 60 Jahren bezeichnet ja eben keinen Zeitpunkt,
sondern den Alterszustand den sie erreicht hatte, als sie
ablebig wurde. Folglich würde ich es in diesem Fall für eine
Art Umstand oder Begleitumstand halten.

Sie starb - und zwar im Alter von 60 Jahren

also eigentlich kann man hervorragend mit „wann“ fragen…

einen umstand haette ich eher gesagt bei:
sie starb in armut.
sie starb alleine, ohne ihren mann.
sie starb wie eine koenigin.

allerdings habe ich keinen beweis oder eine handfeste begruendung. adverbialbestimmungen sind oft nicht eindeutig.

Hallo,

ich will den Gaul jetzt nicht zu Tode reiten, aber ich finde das Problem doch interessant.

ein attribut ist kein satzglied.

Eben. Mit der Fragemethode erhalte ich es aber u.U. dennoch als Antwort. Und dann stehe ich da und kucke dumm aus der Wäsche.

einen umstand haette ich eher gesagt bei:
sie starb in armut.
sie starb alleine, ohne ihren mann.
sie starb wie eine koenigin.

Und in diese Aufzählung passt doch auch:

Sie starb alt.
Sie starb jung.

Hier bezeichnet doch ‚alt‘ oder ‚jung‘ eben auch keinen Zeitpunkt, sondern den Zustand des Subjekts. Dies verhält sich m.E. auch bei der Umschreibung ‚im Alter von 60 Jahren‘ ebenso.

allerdings habe ich keinen beweis oder eine handfeste
begruendung. adverbialbestimmungen sind oft nicht eindeutig.

Auch ich kann leider keine handfeste Begründung liefern.

MFG Cleaner

Hallo,

ein attribut ist kein satzglied.

Eben. Mit der Fragemethode erhalte ich es aber u.U. dennoch
als Antwort. Und dann stehe ich da und kucke dumm aus der
Wäsche.

bevor man bestimmt, was es fuer satzglieder sind, muss man feststellen, welche woerter satzglieder sind. soll heissen: umstellprobe.
dann entpuppt sich ein attribut schnell.
erst dann kommt die frage nach dem „was fuer ein satzglied?“

wenn man es umgedreht macht, frustriert man sich selbst:smile:…was auch so noch passieren kann…allerdings nicht bei attributen, sondern eher bei partikeln, die in den letzten jahren wie pilze aus dem boden geschossen kamen.

einen umstand haette ich eher gesagt bei:
sie starb in armut.
sie starb alleine, ohne ihren mann.
sie starb wie eine koenigin.

Und in diese Aufzählung passt doch auch:

Sie starb alt.
Sie starb jung.

Hier bezeichnet doch ‚alt‘ oder ‚jung‘ eben auch keinen
Zeitpunkt, sondern den Zustand des Subjekts. Dies verhält sich
m.E. auch bei der Umschreibung ‚im Alter von 60 Jahren‘
ebenso.

„alt“ waere eine eigenschaft. das stimmt.

„wann“ starb er? antwort: im alter.

in welchem umstand/zustand starb er? was wuerdest du darauf antworten?

bei canoo wird „seit der kindheit“ als temporale adverbialbestimmung geschrieben.

kannst du mir den unterschied von „im alter“(undefinierter zeitpunkt) und „seit der kindheit“(undefinierte zeitspanne) erklaeren?