Subprimekrise - Ausblick in die Zukunft

Hallo,

die Subprimekrise erschüttert seit Sommer 2007 die Bankenwelt. Noch immer werden neue Verluste gemeldet.

Daher stellen sich mir folgende Fragen:

Wie weit ist die Subprimekrise schon überstanden, bzw wie lang wird sie noch dauern?

Welche langfristigen Folgen sind zu erwarten?
Z.B Dollarschwäche aufgrund der Eingriffe der FED

(Super wäre es wenn ihr eure Aussagen mit Quellen untermauern würdet)

Vielen Dank im Vorraus.
Gruß
Marco

hallo

Hallo,

die Subprimekrise erschüttert seit Sommer 2007 die Bankenwelt.
Noch immer werden neue Verluste gemeldet.

Daher stellen sich mir folgende Fragen:

Wie weit ist die Subprimekrise schon überstanden, bzw wie lang
wird sie noch dauern?

sie hat noch nicht mal angefangen, weil es nicht eine Immobilienkrise sondern eine Konsumenten - Kreditkartenkrise ist.Jeder Ami hat 5 Kreditkarten mit ca. 30.000$ miese drauf, und zahlt darauf zw. 15-25% Zinsen drauf, dieses wurde in der Vergangenheit teilweise auf die Immobilien umgeschuldet, dies ist nun vorbei.

Welche langfristigen Folgen sind zu erwarten?

DSer grosse Knall kommt erst noch und wird schlimmer ausfallen, wievor 80 Jahren

Z.B Dollarschwäche aufgrund der Eingriffe der FED

(Super wäre es wenn ihr eure Aussagen mit Quellen untermauern
würdet)

Vielen Dank im Vorraus.
Gruß
Marco

LG
Der Kater

hallo

Hallo,

die Subprimekrise erschüttert seit Sommer 2007 die Bankenwelt.
Noch immer werden neue Verluste gemeldet.

Daher stellen sich mir folgende Fragen:

Wie weit ist die Subprimekrise schon überstanden, bzw wie lang
wird sie noch dauern?

sie hat noch nicht mal angefangen, weil es nicht eine
Immobilienkrise sondern eine Konsumenten - Kreditkartenkrise
ist.Jeder Ami hat 5 Kreditkarten mit ca. 30.000$ miese drauf,
und zahlt darauf zw. 15-25% Zinsen drauf, dieses wurde in der
Vergangenheit teilweise auf die Immobilien umgeschuldet, dies
ist nun vorbei.

Bist Du da ganz sicher, dass das, was Du hier schreibst, auch richtig ist?

Welche langfristigen Folgen sind zu erwarten?

DSer grosse Knall kommt erst noch und wird schlimmer
ausfallen, wievor 80 Jahren

Ich bewundere Deine hellseherischen Fähigkeiten.

Z.B Dollarschwäche aufgrund der Eingriffe der FED

(Super wäre es wenn ihr eure Aussagen mit Quellen untermauern
würdet)

Vielen Dank im Vorraus.
Gruß
Marco

LG
Der Kater

Gruss Roland

Subprimekrise? Ölpreis!
Hallo Marco,

also ich denke, dass die Subprimekrise sich auf dem Aktienmarkt jetzt schon ausgelebt hat. Mit Finanzwerten und Versicherungen wäre ich vielleicht immer noch vorsichtig, weil man einfach nicht sicher sein kann, was die noch im Portfolio haben.

Was mir wesentlich mehr Sorgen macht ist der Ölpreis. Als das Öl bei 120,- stand, dachte ich noch, das sei eine gigantische Blase, aber inzwischen bin ich mir da nicht mehr so sicher. Quellen habe ich jetzt keine, aber ich habe irgendwo im Internet gelesen, dass wir jetzt definitiv „Peak Oil“ überschritten haben. Angeblich war das 2007. Mit anderen Worten: Öl wird vielleicht vorübergehend günstiger, aber nicht mehr für immer. (Und selbst wenn der Höchststand noch nicht 2007 überschritten wurde, wird es nun wohl doch in den nächsten Jahren passieren.)

Und an Öl hängt eine Menge! Ich sehe schon seit Monaten immer wieder ein Zertifikat (oder war’s eine Anleihe?) von TUI. Aber ich habe es nicht gekauft und werde es auch nicht kaufen. Kannst du dir vorstellen, wie es TUI geht, wenn ein Flug nach Mallorca plötzlich EUR 1000,- kostet? EUR 2000,-? … Ich kann es mir gut vorstellen. Aber da hängt ja noch sehr viel mehr dahinter als nur ein paar Ferienflieger. Wenn nun einige Hotels, Fluglinien, Reisebüros, etc. pleite machen, drängen Tausende von Leuten auf den Arbeitsmarkt! Wo sollen die alle unterkommen?

Andreas Eschbach hat am Ölschock jedenfalls schon gut verdient:
http://www.amazon.de/Ausgebrannt-Andreas-Eschbach/dp…

Auch wenn er natürlich übertreibt - ich denke, die Auswirkungen des hohen Ölpreises sind sehr viel dramatischer für die Wirtschaft als diese Immobilienkrise von vorgestern. Ich habe gelesen, dass Lufthansa für 2008 die Treibstoffpreise mit Finanzprodukten abgesichert hat. Soweit clever gedacht - aber was passiert 2009?

Mir gefällt das gar nicht. Wenn irgendwo eine echte Bedrohung für die Aktienkurse und auch für die Stabilität der Gesellschaft sitzt, dann doch dort. Aber die Subprimekrise? Längst vergessen.

Schöne Grüße

Petra

Hallo,

Wie weit ist die Subprimekrise schon überstanden, bzw wie lang
wird sie noch dauern?

die Ereignisse der letzten 9 Monate sind weniger eine direkte Folge der Kreditausfälle bei US-amerikanischen Immobilienkrediten gewesen als vielmehr eine Folge der Vertrauenskrise zwischen den Kreditinstituten. Weil niemand wußte, wer auf welchen Risiken saß, haben die Institute untereinander kaum noch mit Liquidität gehandelt (man hat sich also gegenseitig keinen Kredit mehr gegeben (Kredit kommt von credere (lat.)=glauben, d.h. wenn man dem anderen nicht glaubt, gibts auch keinen Kredit)).

Investoren haben Geld abgezogen und auf einmal saßen die Kreditinstitute ohne Liquidität da. Das letzte Opfer war Bear Stearns, bei dem ein klassischer bank run passierte. Aufgrund von Gerüchten im Markt kamen BS über nacht Milliarden von Dollar abhanden und die Bank stand kurz vor der Insolvenz.

Die Verluste, die viele Banken in den letzten Monaten zeigten, waren auch keine echten Kreditausfälle, sondern Bewertungsverluste. Für die Wertpapiere, auf denen man saß, gab es schlicht und ergreifend keinen Markt mehr, was man bei der Bewertung berücksichtigen mußte. Im Prinzip galt das für alle Papiere, die nur nach strukturierten Wertpapieren rochen, also auch für Papiere, bei denen es keinerlei Probleme mit Kreditausfällen gab.

Das andere Problem waren die Ratings, denen niemand mehr traute. Mal abgesehen von spektakulären Fehlgriffen der Ratingagenturen (so wurden diverse Wertpapiere über Jahre hinweg systematisch falsch beurteilt; irgendwann fiel der Irrtum dann auf und die Ratingagenturen mußten dann die Ratings um fünf Stufen reduzieren) traute man einem AAA-Rating nicht mehr über den Weg. Im Gegensatz zu den früheren Krisen waren ganz besonders sehr gut geratete Papiere von Preisabschlägen betroffen, während sie sonst praktisch überhaupt nicht auf eine veränderte Marktlage reagierten.

Mit anderen Worten: die bisher allgemein bekannten Auswirkungen (also IKB, Citigroup, Bear Stearns, UBS, Landesbanken) waren gar nicht auf konkrete Ausfälle zurückzuführen, sondern auf Unsicherheiten der Märkte. Das Thema scheint sich mittlerweile erledigt zu haben.

Von einer Erledigung der Subprime-(oder besser:Kredit-)Krise kann aber nicht die Rede sein. Der Anteil der leistungsgestörten Immobilienfinanzierungen schwingt sich Monat für Monat auf neue Höhen und auch bei anderen Krediten (Kreditkarten, Studentendarlehen, KfZ-Finanzierungen) verzeichnet man steigende Ausfälle. So ist die Kreditvergabe bei den Studentenkrediten bspw. fast vollständig zum Erliegen gekommen (wenn man mal von staatlichen Gesellschaften absieht, die die Vergabe teilweise wieder aufgenommen haben).

Das ist dann die Stelle, an der die Finanzkrise auf die Realwirtschaft übergreift. Weniger Kredite bedeuten weniger Konsum, mehr Pleiten bedeuten weniger Kredite, weniger Konsum bedeutet weniger Wirtschaftswachstum, weniger Wirtschaftswachstum bedeutet mehr Arbeitslose, mehr Arbeitslose bedeuten mehr Pleiten und weniger Konsum usw. usf.

Die einschlägigen Indizes geben derzeit widersprüchliche Signale, so daß sich über das Ausmaß und das Ende der Krise nicht viel sinnvolles sagen läßt, außer daß die Subprime-Krise noch lange nicht vorüber ist. Ob sich die Aktienmärkte dafür interessieren, wird sich zeigen. Auch wenn die Reaktionen bisher eher sparsam waren, kann sich die Börse der Realwirtschaft normalerweise nicht entziehen. Aber auch bei den Aktien entzieht sich das Geschehen an den Börsen immer mehr der Realität, d.h. die Kurse werden vor allem durch Spekulation bewegt, so daß am Ende die Frage bleibt, wer wohl den längeren Atem hat: die Spekulaten oder die Krise.

Angesichts der Anzahl der Amerikaner und der überaus großzügigen Kreditvergabe in den letzten Jahren sehe ich die Krise mit einer Nasenlänge vorn.

Gruß
Christian

P.S.
Noch eine kleine Anekdote am Schluß: Nachdem die FED seit einigen Monaten die Papiere als Sicherheiten für Kredite an Banken akzeptiert, die die ganze Krise verursacht haben, macht die EZB inzwischen das gleiche. Das ganze dient dem Ziel, die Liquidität der Kreditinstitute sicherzustellen und größeren Schaden abzuwenden.

Der Witz ist nun, daß einige Kreditinstitute dazu übergegangen sind, extra Wertpapiere zu konstruieren (d.h. Schrott wird zusammengefaßt und als Wertpapier verbrieft), die die Anforderungen gerade noch erfüllen und sich gegen diese dann Geld von der EZB zu beschaffen. Der ein oder andere EZB-Funktionär hat dieses neue Geschäftsmodell etwas säuerlich kommentiert.

„Selber schuld“ möchte ich da einwerfen. Es ist schon eine brillante Idee, ein solches Signal an die Kreditinstitute zu geben. Aber das Prinzip „too big too fail“ steht anscheinend unverrückbar fest. Im Endeffekt gibt es durch dieses stützende Verhalten eine Staatsgarantie für Kreditinstitute, was wiederum dazu führt, daß die Risikobereitschaft höher ist (die Zentralbanken machen schon irgendwas) als vernünftig, was dann immer wieder zu solchen systemimmanenten Krisen führt.

Anders formuliert: Solange die Anleger sicher sein können, daß sie ihre Guthaben durch stützendes Verhalten der Notenbanken und anderer Marktteilnehmer wiederbekommen, überlassen sie den Kreditinstituten ihr Geld für eine zu geringe Verzinsung für hochspekulative Geschäfte.

Ölblase
…dürfte das nächste sein was platzt… nur wann genau kann ich nicht sagen.

Wir haben m.E. einen Preisanstieg v.a. wegen Spekulationen von Fonds bei denen ein Run auf Rohstoffe eingesetzt hat. Gleichzeitig treten die Förderländer selbst auch als Käufer auf, weil sie beim niedrigen USD Kurs kaum noch was verdienen…

Die Ölproduktion selbst lässt sich nicht so einfach strark reduzieren - die Förderländer sitzen auf vollen Lagern. Ich hab irgendwo gelesen, dass schon erste Supertanker im Iran als zusätzliche Lager herhalten müssen…

Ich sage: Sobald sich der USD erholt, wird der Ölpreis fallen.
Wenn dann noch eine Stabilisierung bei anderen Produkten zurück kommt…

Wann? Keiner weiss es. Ich suche derkzeit jedenfalls schon mal nach einem put.

Gruss Ivo

Hallo,

…dürfte das nächste sein was platzt… nur wann genau kann
ich nicht sagen.

Ja, kurzfristig. Aber das ist meiner Meinung nach mehr als nur eine Blase. Vielleicht lässt Öl etwas Luft ab bis $100 oder so, aber dann wird es wieder steigen.

Ich meine, es ist eine Tatsache, dass das Öl weniger wird. Ebenso wie es eine Tatsache ist, dass sich das Klima ändert. Man kann nun zwar behaupten, das sei nicht so. Besser ist es aber, wenn man die Sache nicht schönredet. … Also ich würde jetzt z.B. kein Haus kaufen, das direkt am Meer liegt, um nur ein Beispiel zu nennen.

Die Ölproduktion selbst lässt sich nicht so einfach strark
reduzieren - die Förderländer sitzen auf vollen Lagern. Ich
hab irgendwo gelesen, dass schon erste Supertanker im Iran als
zusätzliche Lager herhalten müssen…

Hm, interessant. Wenn du es wieder mal liest, würde ich mich über einen Link freuen.

Ich sage: Sobald sich der USD erholt, wird der Ölpreis fallen.

Ob es nur am Dollar liegt? Es verbietet ja niemand den Erzeugerländern, nun ihr Öl in Euro abzurechnen. Und, zweite Frage: Wird der Dollar sich wirklich erholen?

Wann? Keiner weiss es. Ich suche derkzeit jedenfalls schon mal
nach einem put.

Schau dir mal das hier an: RCB9FT
Ich weiß nich mehr genau, wo ich es her habe. Irgendwo aus dem Internet. Es ist soweit ich mich erinnern kann ein Zertifikat auf einen fallenden Ölpreis mit konstantem Hebel, weil sich der Hebel jeden Tag neu anpasst. Soweit ich das mitbekommen habe, wird ca. zweimal am Tag der Preis festgestellt.

Schöne Grüße

Petra

hallo Roland

hallo

Hallo,

die Subprimekrise erschüttert seit Sommer 2007 die Bankenwelt.
Noch immer werden neue Verluste gemeldet.

Daher stellen sich mir folgende Fragen:

Wie weit ist die Subprimekrise schon überstanden, bzw wie lang
wird sie noch dauern?

sie hat noch nicht mal angefangen, weil es nicht eine
Immobilienkrise sondern eine Konsumenten - Kreditkartenkrise
ist.Jeder Ami hat 5 Kreditkarten mit ca. 30.000$ miese drauf,
und zahlt darauf zw. 15-25% Zinsen drauf, dieses wurde in der
Vergangenheit teilweise auf die Immobilien umgeschuldet, dies
ist nun vorbei.

Bist Du da ganz sicher, dass das, was Du hier schreibst, auch
richtig ist?

die Experten, die jeden tach im Forextrading unterwegs sind, sind sich da gaaaanz sicher :wink: und wenn du dir den Konsumentenwahn bei die Amis anguckst, wirst du auch zu dem Ergebnis kommen

Welche langfristigen Folgen sind zu erwarten?

DSer grosse Knall kommt erst noch und wird schlimmer
ausfallen, wievor 80 Jahren

Ich bewundere Deine hellseherischen Fähigkeiten.

musst du nicht, du solltest dir auch ab und an zu gewissen Anlässen ne neue Glaskugel bestellen :smile:

Gruss Roland

LG
Der Mikesch

Hallo,

…dürfte das nächste sein was platzt… nur wann genau kann
ich nicht sagen.

Ja, kurzfristig. Aber das ist meiner Meinung nach mehr als nur
eine Blase. Vielleicht lässt Öl etwas Luft ab bis $100 oder
so, aber dann wird es wieder steigen.

Hallo zusammen,

willkommen im Glaskugelpalast! Ich sehe das anders. Der Goldpreis war klar auf die 1.000 US$-Marke ausgerichtet und wurde solange durch’s Dorf getrieben, bis die Marke erreicht wurde. Seitdem ist die Luft etwas raus. Die 1. Ableitung des Ölpreisanstiegs ist seit längerer Zeit überproportional von der des Ölverbrauchs abgewichen. Die Wirtschaft der USA legt 'ne harte Bremsung hin, China pusht die Wirtschaft über alle Maßen, so dass diese Raketenstufe auch bald ausbrennen wird. Der US-Dollar wurde verprügelt, bis er am Boden lag, und nun hat man das Problem, dass der Dollar nicht durch den Boden geschlagen werden kann, weil die Story dahinter fehlt. Was nun? Nimmt man halt den Ölpreis, mit dem sich viele Ängste schüren lassen und auf den der Markt feini feini sensibel reagiert. Doch irgendwann geht auch hier die Luft raus. Spätestens bei 150 US$, nicht dass das so eine wichtige wirtschaftlche marke ist, sondern weil es eben eine runde schöne Zahl ist.
Und: Der Ölpreis hat sich innerhalb von 9 Monaten verdoppelt. Wir reden hier über Futures für Mitte/Ende des Jahres - nicht über den Ölpreis am Spotmarkt. Dort gibt’s das Öl günstiger. Aber bevor wir lange philosophieren: Sowohl mit Puts als auch Calls als auch anderen Strategien lässt sich am Öl Geld verdienen.

Ebenso wie es eine Tatsache ist, dass sich das Klima ändert.
jetzt z.B. kein Haus kaufen, das direkt am Meer liegt, um nur
ein Beispiel zu nennen.

Du denkst also, das innerhalb der nächsten 40-50 Jahre die Gletscher bereits soweit abgetaut sind, dass die Küstenregion futsch ist? Interessanter Einwand. Ich würde ein Wasser-Infrastruktur-Programm für den Münchener Nordseehafen auflegen, wenn Du interessiert bist!

Ich
hab irgendwo gelesen, dass schon erste Supertanker im Iran als
zusätzliche Lager herhalten müssen…

Das glaube ich kaum. Es gibt ehemalige Supertanker, die als Rohölzwischenlager fungieren, aber auf so ein Ding passen vielleicht 500.000 Tonnen totes Gewicht.
Ein Liter Erdöl wiegt etwa 800g - 500.000 Tonnen wären also ca. 615.000 Liter oder 3.900 Barrel.
Kurzversion: Auf einen Supertanker passen nicht mal 4.000 Barrel Rohöl - wobei die Tagesförderung(!) 84.000.000 Barrel beträgt. Der Supertanker fast also nicht mal 0,05 Promill der Tagesförderung.
Du siehst: Ziemlicher Humbug!

Es verbietet ja niemand den
Erzeugerländern, nun ihr Öl in Euro abzurechnen.

*kicher* Ja, der ist gut! Und im Supermarkt kann ich bald mit meinen Schokotalern bezahlen, yipeeeee!!!

Frank Wilke

Hallo,

Es verbietet ja niemand den
Erzeugerländern, nun ihr Öl in Euro abzurechnen.

*kicher* Ja, der ist gut! Und im Supermarkt kann ich bald mit
meinen Schokotalern bezahlen, yipeeeee!!!

http://de.wikipedia.org/wiki/Iranische_%C3%96lb%C3%B…

Gruß
Christian

Hallo,

…dürfte das nächste sein was platzt… nur wann genau kann
ich nicht sagen.

Ich für meinen Teil glaube das nicht. Zwar stimme ich mit Deinen Ausführungen, insbesondere den spekulativ getriebenen Preisanstiegen, überein. Gleichwohl muss man m.E. aber auch sehen, dass sich das Öl und die Entwicklung seines Preises auf Grund seiner herausragenden Bedeutung nicht abschätzen lässt.
Mehr noch muss man beim Öl sogar von einem Sonderfall sprechen, da sich die Menschheit wie bei keinem anderen Rohstoff in die Stellung einer „Top-Geisel“ begeben hat.

Schließlich wird man auch deswegen nicht von einer Blase bzw. einer blasenähnlichen Situation sprechen können, da hierfür die Marktstruktur zu stark eingeschränkt ist. Wir haben es hier mit einem eindeutigen Oligopol zutun und daher wird niemals ein solcher Druck seitens der Nachfrager erzeugt werden können, der benötigt würde, um einen immensen Preisverfall auch tatsächlich mitzutragen. Die Initiierung eines Preisverfalls, etwa durch mächtige Spekulanten kann durchaus erfolgen. Allerdings hält das nicht lange an. Eben wegen der oligopolistischgen Struktur.

Darüber hinaus sprechen immer wieder aufflackernde sog. geopolitische „Zwischenfälle“ und neuerdings die Tatsache, dass man sich schon um Territorialansprüche am Nordpol streitet, nicht gerade dafür, dass man in Sachen Öl nicht besorgt ist.
Wie war das noch ? Deutschland will jetzt auch wieder Öl fördern ? Irgendwo in Bayern.

Die Ölproduktion selbst lässt sich nicht so einfach strark
reduzieren - die Förderländer sitzen auf vollen Lagern.

Es reicht ja schon, wenn die Aussage getätigt wird, dass man diese Reduktion im Sinn hat, seine Interessen zu erreichen.

Ich sage: Sobald sich der USD erholt, wird der Ölpreis fallen.
Wenn dann noch eine Stabilisierung bei anderen Produkten
zurück kommt…

Ja, das ist aber schon der Punkt. Der Dollar. Eine Stabilisierung kann aber noch eine ganze Weile auf sich warten lassen. Andere Commodities sehe ich auch eher steigend als fallend.
Nach wie vor fährt man mit der Strategie „Angst und Panik verbreiten“ -wie ich finde- recht gut. Insbesondere an den sowieso immer verrückten Kapitalmärkten.

VG
Sebastian

Hallo,

Doch irgendwann geht auch hier die Luft raus.
Spätestens bei 150 US$, nicht dass das so eine wichtige
wirtschaftlche marke ist, sondern weil es eben eine runde
schöne Zahl ist.

Das sagt der Charttechniker oder wie ?
Das wird auch noch eine interessante Entwicklung. Ich persönlich halte von der Charttechnik nicht besonders viel und sie wurde ja auch schon gerne mal widerlegt. Beim Öl wird das übrigens auch mal wieder gut zu beobachten sein.

In Sachen Subprime sieht es mittlerweile doch so aus, als wenn man sich mehr oder weniger damit arrangiert hätte und fröhlich weiter macht.
Irgendwie wird schon sehr lange über den „ganz großen Knall“ gesprochen nur frage mich schon so langsam, wann er denn mal kommt. Nicht das die Show nachher vorbei ist und es gar keinen Knall gab. Wäre doch echt schade.

Und: Der Ölpreis hat sich innerhalb von 9 Monaten verdoppelt.
Wir reden hier über Futures für Mitte/Ende des Jahres - nicht
über den Ölpreis am Spotmarkt. Dort gibt’s das Öl günstiger.
Aber bevor wir lange philosophieren: Sowohl mit Puts als auch
Calls als auch anderen Strategien lässt sich am Öl Geld
verdienen.

Ja das finde ich auch immer so faszinierend: Was mit dem Öl nicht alles machen kann, heizen, Auto fahren, Flugzeug fliegen, Schuhe, Kleidung, Kosmetika und Medikamente herstellen und Geld verdienen bzw. auch verlieren.
Da kommt man sich als Mensch ja schon richtig schäbig vor, dass man selbst nicht so vielseitig verwendbar ist :smile:
Hoffentlich gibts auf dem Mars auch noch welches.

VG
Sebastian

Hallo,

Wie war das noch ? Deutschland will jetzt auch wieder Öl
fördern ? Irgendwo in Bayern.

nicht Deutschland, sondern private Unternehmen, wie z.B. http://www.activaresources.com/index.php?id=118&back…, das sich auf die Ausbeutung kleiner Vorkommen spezialisiert hat.

Gruß
Christian

Hallo,

Es verbietet ja niemand den
Erzeugerländern, nun ihr Öl in Euro abzurechnen.

*kicher* Ja, der ist gut! Und im Supermarkt kann ich bald mit
meinen Schokotalern bezahlen, yipeeeee!!!

http://de.wikipedia.org/wiki/Iranische_%C3%96lb%C3%B…

Jo, danke für den Link. Nach einer beachtlichen Reihe von Konjunktiven und dem ständig schwelenden Magengrummeln wenn es um Äußerungen des Iran geht, endet der Artikel mit der Meldung aus dem Februar, dass nicht in Euro, sondern in Rial bezahlt wird.

Frank Wilke

aus dem Februar, dass nicht in Euro, sondern in Rial bezahlt
wird.

Aber nicht in Dollar und das war es doch, worum es ging, sich eben vom US-$ unabhängig zu machen und Kursrisiken aus Sicht der Anbieter zu vermeiden. Der Handel in Rial ist insofern noch ein Schritt mehr in Richung Unabhängigkeit vom US-§.

C.

Hallo,

Wie war das noch ? Deutschland will jetzt auch wieder Öl
fördern ? Irgendwo in Bayern.

nicht Deutschland, sondern private Unternehmen,

Ja, ich meinte das IN Deutschland wieder Öl gefördert werden soll. Wusste jetzt aber nicht mehr wo genau das war. Der Gedanke an sich das in Deutschland Öl gefördert wird, ist ja schon etwas „strange“.

VG
Sebastian

Hallo,

nicht Deutschland, sondern private Unternehmen,

Ja, ich meinte das IN Deutschland wieder Öl gefördert werden
soll. Wusste jetzt aber nicht mehr wo genau das war. Der
Gedanke an sich das in Deutschland Öl gefördert wird, ist ja
schon etwas „strange“.

nanü, wieso das? Deutschland produziert immerhin knapp 3% seines Erdölbedarfes selbst.

Gruß
Christian

nanü, wieso das? Deutschland produziert immerhin knapp 3%
seines Erdölbedarfes selbst.

Ja ich muss gestehen, dass ich bisher immer dachte, dass es keine eigenen Ölvorkommen gibt. MIt Ausnahme der Nordsee. Kommt unser Öl denn da her ? Wusste nie, ob das nicht schon GB oder NOR ist. Das mit Bayern habe ich wie gesagt erst die Tage bei Quarks & Co. erfahren.

nanü, wieso das? Deutschland produziert immerhin knapp 3%
seines Erdölbedarfes selbst.

Ja ich muss gestehen, dass ich bisher immer dachte, dass es
keine eigenen Ölvorkommen gibt. MIt Ausnahme der Nordsee.
Kommt unser Öl denn da her ?

http://de.wikipedia.org/wiki/Erd%C3%B6lf%C3%B6rderun… :wink: