Subventionen: Ja oder Nein

Da müsste man genauer nachsehen (einige Bauern profitieren
davon, andere im Gegenteil). Insgesamt erhalten die Bauern
meines Wissens ja nicht mehr oder weniger Geld. Warum soll es
dann also für die Bauern insgesamt besser sein?

Die von Dir genannten Imagegründe und die Tatsache, daß diese Bauerngehälter nicht irgendwann von der WTO gekippt werden.

Weil der Markt (Effizienzsteigerung für Grossbetriebe) dann in
diese Richtung gehen wird. Sieht man z.B. deutlich in den USA.

Darüber muß ich mal nachdenken. Aus dem Stehgreif würde ich aber sagen, daß das nicht zwangsläufig stimmt. Daß Wassertomaten, geruchslose Mandarinen und Blanchet sehr effizient von Großbetrieben hergestellt werden, stimmt zwar. Aber die wirklich guten Produkte kommen von den ganz normalen landwirtschaftlichen Betrieben, nicht von den Großanlagen. Will sagen: Es gibt eine Existenzberechtigung für die kleinen Betriebe. Wir können an dieser Stelle gerne Wolfgang hinzu ziehen.

Bei den
Windparkanlagen bin ich mir noch nicht sicher, ob das alles so
vernünftig gelaufen ist. Daß es aber inzwischen etliche Fonds
gibt, die über Verlustzuweisungen Steuergeschenke produzieren,
ist für ein Anzeichen, daß es suboptimal abgelaufen ist.

Das bestreite ich ja gar nicht. Es ist nur die Frage, ob es
ohne Subventionen besser gelaufen wäre. Wenn ein
Staatseingriff mehr Vor- als Nachteile bringt, dann bin ich
für den Staatseingriff. Wenn ein Staatseingriff mehr Nach- als
Vorteile bringt, dann bin ich gegen den Staatseingriff. Ganz
einfach.

Dem könnte ich mich anschließen. Nur bin ich eben nicht sicher, ob hier die Vorteile überwiegen. Da Du an anderer Stelle das schöne Wort „ganzheitlich“ verwendest: Bei einer holistischen Betrachtung solltest Du eben nicht nur die Tatsache werten, daß jetzt Windanlagen einen Prozentsatz von x zur Energieerzeugung beitragen. Sondern z.B. auch, daß das Geld in falsche Kanäle floß und anders besser hätte verwendet werden können.

Hier sollte man mal untersuchen, wo genau die skandalösen
Produkte aufgetaucht sind, d.h. in welchen Geschäften und
unter welchen Marken.

Eben. Nur wie willst du es untersuchen, wenn die Lebensmittel
fast ausschliesslich aus dem Ausland kommen?

Wieso soll das nicht gehen? Zitat: „[…] wo genau die
skandalösen Produkte aufgetaucht sind, d.h. in welchen
Geschäften und unter welchen Marken.“

Weil du, wenn du Massentierhaltung als Skandal betrachtest,
dies kaum am Produkt kontrollieren kannst.

Ich kann mich nicht daran erinnern, in der Zeitung gelesen zu haben „Skandal! Rindfleisch stammt aus Massentierhaltung“. Was ich aber gelesen habe ist „Skandal! Nitrofen im Hähnchenfleisch“ usw. Unter welchen Marken und in welchen Märkten diese Waren aufgetaucht sind, ließe sich sehr wohl klären.

Natürlich sind sie das. Für den Boden, auf dem die Pestizide
ausgelassen worden sind.

Ich glaube, wir sprachen von der Gefährdung der Konsumenten.

Nein, sprachen wir nicht. Ich habe da eine
ganzheitliche Betrachtung.

Was Du hast und was Du schriebst ist/war wohl nicht ganz deckungsgleich. Aber nun weiß ich ja, was Du meinst.

Bei den beiden anderen Dingen gebe ich
Dir recht. Allerdings wäre Massentierhaltung nur durch Besuch
vor Ort zu „entlarven“

Und wie willst du das machen, wenn das Fleisch aus dem Ausland
kommt?

Was ist teurer? 5000 Rinder in der argentinischen Pampa frei
rumlaufen zu lassen oder eine Mastfabrik in die Landschaft zu
setzen?

5000 Rinder in der argentinischen Pampa frei runlaufen zu
lassen.

Wie wahrscheinlich ist es dann, daß argentinisches Rindfleisch aus Massentierhaltung stammt?

Aber genau darum geht es mir: durch Einstieg in den Weltmarkt
bei Lebensmittelprodukten gibt man die Freiheit auf, selbst
über die Qualität der Lebensmittelprodukte zu bestimmen. Man
muss dann das Lebensmittel kaufen, was auf dem Weltmarkt
angeboten wird.

Wir haben auch jetzt schon die Wahl zwischen verschiedenen Qualitätsebenen. Wer gute Produkte teuer verkaufen kann (und das geht), braucht keine Subventionen und hat in Deutschland/Europa durchaus eine berechtigte Existenz. Dies würde sich auch nicht ändern, wenn der Markt geöffnet werden würde. Was wir nicht brauchen, ist „schlechte“ Massenware, die nur aus Prinzip in Europa hergstellt wird, wofür wir dann teuer bezahlen. Diese "schlechte Massenware können wir dann genauso auf dem Weltmarkt beziehen.

Eben. Dann ist es nämlich egal, ob das Zeug im Ausland wuchs
oder im Inland.

Falsch. Ein solcher Test ist nämlich teuer. In Europa ist er
gegenwärtig noch weitgehend uninteressant, weil hier
Gentechnik kaum eingesetzt wird. Wenn man aber auf dem
Weltmarkt einkauft, dann muss man praktisch jedes Produkt
untersuchen.

Diese Annahme beruht darauf, daß derzeit in Europa ein derartiger Test unnötig ist, weil gentechnisch verändertes Material nicht in Umlauf ist. Nich daß die beiden Dinge vergleichbar wären, aber bei BSE hab´ ich das auch so in Erinnerung.

Wenn Du unterstellst, daß Produkte nicht richtig
gekennzeichnet werden, ist die ganz Sache im Eimer. Dann
spielt es auch keine Rolle, ob Inland oder Ausland.

Wo habe ich das unterstellt? Sicher besteht das Problem, aber
bislang zumindest funktioniert es weitgehend.

Dein Wort in Gottes Ohr. Ich glaube daran (aus bestimmten Erfahrungen heraus) allerdings nicht.

Nur: die deutschen Kontrollmechanismen funktionieren. Die
ökonomischen Wahrscheinlichkeiten nicht.

Das ist eine durch nichts nachgewiesene Behauptung.

Für mich ist es wahrscheinlicher, daß ein Hähnchenmastbetrieb
in Mitteleuropa seinen Opfern Antibiotika verabreicht, als bei
einem Betrieb in wo auch immer, der den Quadratkilometer Land
für 100 Euro erwerben kann.

Eine Logik kann ich dahinter allerdings nicht erkennen. Wenn
Antibiotika das Fleisch billiger macht, warum soll dann der
mit dem billigen Land, das nicht auch machen. Sein Gewinn
steigert sich dann. Zumal er keine Kontrolle befürchten muss.
Der deutsche Hähnchenbetrieb muss jedoch eine Kontrolle
befürchten (jedenfalls, wenn er sein Fleisch als
Antibiotikafrei deklariert).
Ergo: wird der deutsche Hänchenbetrieb kein Antibiotika
einsetzen, der ausserhalb der EU jedoch wahrscheinlich schon.

Dieser Argumentation vermag ich mich nicht anzuschließen. Meine Erfahrungen aus dem Wirtschaftsleben führen mich eher zu der Auffassung, daß erst dann zu unseriösen Mitteln gegriffen wird, wenn die Existenz auf dem Spiel steht.

Naja, Du kennst meine Ansichten über Holländer nicht :wink: Im
Ernst: Es ging ja nicht um Holland, sondern Europa allgemein
(Stichwort „unökologischer“ werden).

Eben. Und in ganz Europa wurde durch das holländische Gesetz
mehr grüner Strom verbraucht. Die Begründung habe ich unten
geliefert.

Ja, und ich widerspreche ihr.

Nur leider ohne Argumente. Dass durch den Verkauf des grauen
holländischen Stroms in die EU ausschließlich grüner Strom
verdrängt worden ist (nur dann würde ja deine Argumentation
stimmen), hast du ja bislang wohlweislich selbst nicht
behauptet.

Das stimmt nicht. Ich behaupte, daß die Produktion von „ökologischem“ Strom außerhalb Hollands durch das holländische Experiment nicht gestiegen ist. Was in Holland verkauft wurde, waren Überkapazitäten vor Ort.

Das finde ich ganz entscheidend. Es wird grüner Strom
eingespeist und gleichzeitig konventionell erzeugter Strom
vergeudet. Klingt nicht sehr „ökologisch“.

Nein, der wird ja nicht vergeudet. Der wird woanders verkauft.

Verkauft werden kann nur, was Nachfrage hat. Wenn Nachfrage da wäre, hätte man aber die konventionellen Kraftwerke hochgefahren, weil man sich auf Sonne oder Wind nicht insofern verlassen kann, als daß sie pünktlich zur abendlichen Höchstlast eintreffen oder wenn die Alu-Schmelze von nebenan die Elektrolyse anfährt.

Verkauft werden kann auch nur, von dem man rechtzeitig genug weiß, daß man es hat. Eine Windbö am nahestehenden Wald zu erkennen, ist in diesem Sinne nicht rechtzeitig.

Was den Rest angeht: Da war ich nicht Deiner Meinung und hatte
keine Lust, mich zu wiederholen. Daher habe ich die Sache
etwas abgekürzt.

Ok, kann man auch machen, wenn einem die Argumente ausgehen.

Stimmt, man kann es auch machen, wenn man keine Lust hat, sich zu wiederholen.

Gruß
Christian

Moin Christian,

Da müsste man genauer nachsehen (einige Bauern profitieren
davon, andere im Gegenteil). Insgesamt erhalten die Bauern
meines Wissens ja nicht mehr oder weniger Geld. Warum soll es
dann also für die Bauern insgesamt besser sein?

Die von Dir genannten Imagegründe und die Tatsache, daß diese
Bauerngehälter nicht irgendwann von der WTO gekippt werden.

Ach so. Dann habe ich dich falsch verstanden. Du findest es dann nicht für die Bauern gut. Sondern du meintest nur, dass die Bauern dies gut finden müssten.

Weil der Markt (Effizienzsteigerung für Grossbetriebe) dann in
diese Richtung gehen wird. Sieht man z.B. deutlich in den USA.

Darüber muß ich mal nachdenken. Aus dem Stehgreif würde ich
aber sagen, daß das nicht zwangsläufig stimmt. Daß
Wassertomaten, geruchslose Mandarinen und Blanchet sehr
effizient von Großbetrieben hergestellt werden, stimmt zwar.
Aber die wirklich guten Produkte kommen von den ganz normalen
landwirtschaftlichen Betrieben, nicht von den Großanlagen.

Uninteressant. Wenn die Preise niedrig sind, werden sich die guten, kleinen Betriebe nicht durchsetzen können. Ist schon heute mit den Bioprodukten. Die sind in der Regel deutlich teurer und werden daher kaum nachgefragt.

Bei den
Windparkanlagen bin ich mir noch nicht sicher, ob das alles so
vernünftig gelaufen ist. Daß es aber inzwischen etliche Fonds
gibt, die über Verlustzuweisungen Steuergeschenke produzieren,
ist für ein Anzeichen, daß es suboptimal abgelaufen ist.

Das bestreite ich ja gar nicht. Es ist nur die Frage, ob es
ohne Subventionen besser gelaufen wäre. Wenn ein
Staatseingriff mehr Vor- als Nachteile bringt, dann bin ich
für den Staatseingriff. Wenn ein Staatseingriff mehr Nach- als
Vorteile bringt, dann bin ich gegen den Staatseingriff. Ganz
einfach.

Dem könnte ich mich anschließen. Nur bin ich eben nicht
sicher, ob hier die Vorteile überwiegen. Da Du an anderer
Stelle das schöne Wort „ganzheitlich“ verwendest: Bei einer
holistischen Betrachtung solltest Du eben nicht nur die
Tatsache werten, daß jetzt Windanlagen einen Prozentsatz von x
zur Energieerzeugung beitragen. Sondern z.B. auch, daß das
Geld in falsche Kanäle floß und anders besser hätte verwendet
werden können.

Für die Diskussion hier aber uninteressant. Es ging um Staatseingriffe ja oder nein. Wenn das Geld anders besser hätte verwendet werden können, bedeutet das ja nur (ausser du meinst jetzt Steuersenkung o.ä.), dass es einen besseren Staatseingriff gegeben hätte. Dann kannst du aber nicht mehr sagen, dass Staatseingriff per se schlecht ist.

Ich kann mich nicht daran erinnern, in der Zeitung gelesen zu
haben „Skandal! Rindfleisch stammt aus Massentierhaltung“.

Dann hast du etwas überlesen. Bei Rindfleisch ist das zwar nicht der Fall. Aber bei Eiern gibt es das schon. Und wenn da „Hühner mit Freigehege“ draufsteht, aber Eier aus Massentierhaltung drin ist, dann ist das ein Skandal. Und das passiert schon heute.

Wie wahrscheinlich ist es dann, daß argentinisches Rindfleisch
aus Massentierhaltung stammt?

Gegenwärtig sehr unwahrscheinlich. Einfach weil argentinisches Rindfleisch in Deutschland noch nicht für den Massenbedarf produziert wird.

Wir haben auch jetzt schon die Wahl zwischen verschiedenen
Qualitätsebenen. Wer gute Produkte teuer verkaufen kann (und
das geht), braucht keine Subventionen und hat in
Deutschland/Europa durchaus eine berechtigte Existenz. Dies
würde sich auch nicht ändern, wenn der Markt geöffnet werden
würde. Was wir nicht brauchen, ist „schlechte“ Massenware, die
nur aus Prinzip in Europa hergstellt wird, wofür wir dann
teuer bezahlen. Diese "schlechte Massenware können wir dann
genauso auf dem Weltmarkt beziehen.

Richtig. Und genau da ist das Problem. Gute Qualitätsware braucht kaum vom Staat kontrolliert zu werden. Das tun die Unternehmen schon selbst. Da ist das Image sehr entscheidend.
Schlechte Massenware muss vom Staat kontrolliert werden, da da der Preis entscheidend ist. Und hier willst du den Staat herausnehmen. Dann bekommst du unkontrollierte, schlechte Massenware. Die Folgen dürften klar sein.

Diese Annahme beruht darauf, daß derzeit in Europa ein
derartiger Test unnötig ist, weil gentechnisch verändertes
Material nicht in Umlauf ist. Nich daß die beiden Dinge
vergleichbar wären, aber bei BSE hab´ ich das auch so in
Erinnerung.

Richtig. Sind nicht miteinander vergleichbar. Wenn du weisst, dass es in Europa angebaut wurde, dann ist weitgehend klar, dass dies Produkt gentechnikfrei ist. Einfach weil gentechnisch veränderte Organismen in Europa noch nicht grossflächig angebaut worden sind.

Nur: die deutschen Kontrollmechanismen funktionieren. Die
ökonomischen Wahrscheinlichkeiten nicht.

Das ist eine durch nichts nachgewiesene Behauptung.

Habe ich unten erläutert (jedenfalls in Bezug auf die ökonomischen Wahrscheinlichkeiten).

Dieser Argumentation vermag ich mich nicht anzuschließen.
Meine Erfahrungen aus dem Wirtschaftsleben führen mich eher zu
der Auffassung, daß erst dann zu unseriösen Mitteln gegriffen
wird, wenn die Existenz auf dem Spiel steht.

Das ist schlicht Unsinn. Sicher dann steigt der Druck, aber es liegt auch an der Einstellung. Das Beispiel Hähnchenmäster Anton Pohlmann (aus meiner Heimat Vechta) ist gerade in der Landwirtschaftsbranche ein deutliches Beispiel. Um die Existenz ging es bei ihm nie.

Naja, Du kennst meine Ansichten über Holländer nicht :wink: Im
Ernst: Es ging ja nicht um Holland, sondern Europa allgemein
(Stichwort „unökologischer“ werden).

Eben. Und in ganz Europa wurde durch das holländische Gesetz
mehr grüner Strom verbraucht. Die Begründung habe ich unten
geliefert.

Ja, und ich widerspreche ihr.

Nur leider ohne Argumente. Dass durch den Verkauf des grauen
holländischen Stroms in die EU ausschließlich grüner Strom
verdrängt worden ist (nur dann würde ja deine Argumentation
stimmen), hast du ja bislang wohlweislich selbst nicht
behauptet.

Das stimmt nicht. Ich behaupte, daß die Produktion von
„ökologischem“ Strom außerhalb Hollands durch das holländische
Experiment nicht gestiegen ist. Was in Holland verkauft wurde,
waren Überkapazitäten vor Ort.

Vor welchem Ort? Schweden wohl? Dafür fehlt jeglicher Hinweis. Schweden hat mehr grünen Strom produziert als ohne die Holland-Nachfrage. Ob es sich dabei lediglich um Überkapazitäten gehandelt hat, ist bislang nicht nachgewiesen worden. Nur eine Behauptung.

Verkauft werden kann nur, was Nachfrage hat. Wenn Nachfrage da
wäre, hätte man aber die konventionellen Kraftwerke
hochgefahren, weil man sich auf Sonne oder Wind nicht insofern
verlassen kann, als daß sie pünktlich zur abendlichen
Höchstlast eintreffen oder wenn die Alu-Schmelze von nebenan
die Elektrolyse anfährt.

Verkauft werden kann auch nur, von dem man rechtzeitig genug
weiß, daß man es hat. Eine Windbö am nahestehenden Wald zu
erkennen, ist in diesem Sinne nicht rechtzeitig.

Darum geht es ja auch nicht. Es gibt seit jeher Grund- und Spitzenlastkraftwerke. Letztere werden angefahren, wenn der Energiebedarf ansteigt. Man weiss ja ungefähr, was ein Kunde verbraucht. Dieser Verbrauch wird innerhalb des Jahres eingespeist und der Rest wird von konventionellen Kraftwerken produziert. Daher haben ja auch Ökostromer nicht nur Wind und Sonne im Angebot sondern auch gasbefeuerten KWKs. Es geht ja gegenwärtig nicht darum, den gesamten Stromverbrauch auf Sonne, Wind, Wasser umzulegen sondern einen deutlich größeren Teil.

Was den Rest angeht: Da war ich nicht Deiner Meinung und hatte
keine Lust, mich zu wiederholen. Daher habe ich die Sache
etwas abgekürzt.

Ok, kann man auch machen, wenn einem die Argumente ausgehen.

Stimmt, man kann es auch machen, wenn man keine Lust hat, sich
zu wiederholen.

Eine Wiederholung kann ich aber nicht erkennen. Noch fehlt jeglicher Hinweis darauf, dass mit der holländischen Regelung nicht mehr alternativer Strom produziert worden ist. Bislang hast du diese Behauptung nicht einmal argumentativ untermauert (oder du musst den Beleg sehr, sehr gut versteckt haben).

Ciao

Ralf

Aber die wirklich guten Produkte kommen von den ganz normalen
landwirtschaftlichen Betrieben, nicht von den Großanlagen.

Uninteressant. Wenn die Preise niedrig sind, werden sich die
guten, kleinen Betriebe nicht durchsetzen können. Ist schon
heute mit den Bioprodukten. Die sind in der Regel deutlich
teurer und werden daher kaum nachgefragt.

Wer sagt, daß die Bioprodukte in Massen hergestellt und abgesetzt werden müssen? Du bist doch auch gerade gegen die Massenproduktionen (Großagrarier). Der Markt für die kleinen, guten Hersteller ist da und scheint zu funktionieren.

Ehrlich gesagt, weiß ich nach Deinem obigen Statement nicht, was Du willst. Massenproduktion von Bioware? Das paßt doch vorne und hinten nicht zusammen.

Für die Diskussion hier aber uninteressant. Es ging um
Staatseingriffe ja oder nein. Wenn das Geld anders besser
hätte verwendet werden können, bedeutet das ja nur (ausser du
meinst jetzt Steuersenkung o.ä.), dass es einen besseren
Staatseingriff gegeben hätte. Dann kannst du aber nicht mehr
sagen, dass Staatseingriff per se schlecht ist.

Ich sage, daß Staatseingriffe schlecht sind, weil der Staat (bis auf wenige Ausnahmen, wenn nämlich etwas politisch gewollt ist) mit nicht vorhandenem Sachverhalt in ein System eingreift, was er eben nicht versteht. Weil diese Eingriffe nicht funktionieren, sage ich, daß Staatseingriff schlecht ist. Wenn der erste staatliche Eingriff in den Markt erfolgt, der insgesamt eine Verbesserung bringt, bin ich dabei.

Ich kann mich nicht daran erinnern, in der Zeitung gelesen zu
haben „Skandal! Rindfleisch stammt aus Massentierhaltung“.

Dann hast du etwas überlesen. Bei Rindfleisch ist das zwar
nicht der Fall. Aber bei Eiern gibt es das schon. Und wenn da
„Hühner mit Freigehege“ draufsteht, aber Eier aus
Massentierhaltung drin ist, dann ist das ein Skandal. Und das
passiert schon heute.

Wenn Du Dich entsinnst, ging es darum, wo diese „skandalösen“ Produkte aufgetaucht sind. Marken, Märkte etc. Das Stichwort war, daß die Hersteller Kontrolle genug sind.

Wie wahrscheinlich ist es dann, daß argentinisches Rindfleisch
aus Massentierhaltung stammt?

Gegenwärtig sehr unwahrscheinlich. Einfach weil argentinisches
Rindfleisch in Deutschland noch nicht für den Massenbedarf
produziert wird.

Was ist los? Von dem nach Deutschland importierten Rindfleisch kamen in 2000 knapp 15.000 Tonnen aus Argentinien, das sind rd. 20 % der Importe. Und 2000 war das Jahr vor der BSE-Krise. Die Exporte wären also in 2001 deutlich höher geworden, wenn nicht die Maul- und Klauenseuche dazwischen gekommen wäre. Wohlgemerkt: Die in Argentinien. Die hatten wir aber im ach so kontrollierten Europa auch. Also hier bitte kein Vorwurf an Argentinien. Im Gegensatz zu Europa ist aber in Argentinien der Anteil der „ökologischen“ Produktion deutlich höher als in Europa.

Richtig. Und genau da ist das Problem. Gute Qualitätsware
braucht kaum vom Staat kontrolliert zu werden. Das tun die
Unternehmen schon selbst. Da ist das Image sehr entscheidend.
Schlechte Massenware muss vom Staat kontrolliert werden, da da
der Preis entscheidend ist. Und hier willst du den Staat
herausnehmen. Dann bekommst du unkontrollierte, schlechte
Massenware. Die Folgen dürften klar sein.

Die Folge von allen Skandalen ist hoffentlich, daß die Konsumenten nicht weiterhin dem billigen Schrott hinterher rennen. Wer glaubt, ein gutes Hähnchen könnte € 1,50 kosten, der hat auch kein Problem damit, ob das aus dem Münsterland, Holland oder Tschernobyl kommt. Zumindest macht er sich keine Gedanken, ob der Hahn von A, B oder C kommt.

Diese Annahme beruht darauf, daß derzeit in Europa ein
derartiger Test unnötig ist, weil gentechnisch verändertes
Material nicht in Umlauf ist. Nich daß die beiden Dinge
vergleichbar wären, aber bei BSE hab´ ich das auch so in
Erinnerung.

Richtig. Sind nicht miteinander vergleichbar. Wenn du weisst,
dass es in Europa angebaut wurde, dann ist weitgehend klar,
dass dies Produkt gentechnikfrei ist. Einfach weil
gentechnisch veränderte Organismen in Europa noch nicht
grossflächig angebaut worden sind.

Was natürlich nicht bedeutet, daß die bösen Großagrarier oder andere nicht heimlich und/oder unwissentlich entsprechendes Saatgut oder entsprechende Futtermittel verwenden.

Dieser Argumentation vermag ich mich nicht anzuschließen.
Meine Erfahrungen aus dem Wirtschaftsleben führen mich eher zu
der Auffassung, daß erst dann zu unseriösen Mitteln gegriffen
wird, wenn die Existenz auf dem Spiel steht.

Das ist schlicht Unsinn. Sicher dann steigt der Druck, aber es
liegt auch an der Einstellung. Das Beispiel Hähnchenmäster
Anton Pohlmann (aus meiner Heimat Vechta) ist gerade in der
Landwirtschaftsbranche ein deutliches Beispiel. Um die
Existenz ging es bei ihm nie.

Den Fall kenne ich nicht und aus einem Einzelfall auf die Regel zu schließen, müßte eigentlich sogar Dir zu blöde sein. Über die Breite der Fälle hinweg, geht es darum, Verluste durch finstere Machenschaften zu verdecken bzw. zu kompensieren. Denn nur der, der mit dem Rücken an der Wand steht, hat nichts zu verlieren. Ein funktioniender Betrieb, der pfuscht, setzt jedoch unnötigerweise seine Existenz auf´s Spiel.

Das stimmt nicht. Ich behaupte, daß die Produktion von
„ökologischem“ Strom außerhalb Hollands durch das holländische
Experiment nicht gestiegen ist. Was in Holland verkauft wurde,
waren Überkapazitäten vor Ort.

Vor welchem Ort? Schweden wohl? Dafür fehlt jeglicher Hinweis.
Schweden hat mehr grünen Strom produziert als ohne die
Holland-Nachfrage. Ob es sich dabei lediglich um
Überkapazitäten gehandelt hat, ist bislang nicht nachgewiesen
worden. Nur eine Behauptung.

Da über die genannte Quelle die entsprechende Behauptung untermauert wird, sehe ich das durchaus als Hinweis.

Verkauft werden kann auch nur, von dem man rechtzeitig genug
weiß, daß man es hat. Eine Windbö am nahestehenden Wald zu
erkennen, ist in diesem Sinne nicht rechtzeitig.

Darum geht es ja auch nicht. Es gibt seit jeher Grund- und
Spitzenlastkraftwerke. Letztere werden angefahren, wenn der
Energiebedarf ansteigt. Man weiss ja ungefähr, was ein Kunde
verbraucht. Dieser Verbrauch wird innerhalb des Jahres
eingespeist und der Rest wird von konventionellen Kraftwerken
produziert. Daher haben ja auch Ökostromer nicht nur Wind und
Sonne im Angebot sondern auch gasbefeuerten KWKs. Es geht ja
gegenwärtig nicht darum, den gesamten Stromverbrauch auf
Sonne, Wind, Wasser umzulegen sondern einen deutlich größeren
Teil.

Eben weil man weiß, wer wann was verbraucht, gibt es ein Problem, wenn auf einmal unangemeldet Wind- oder Sonnenenergie eingespeist wird. Und ich sprach auch nicht von irgendwelchen großen Energieunternehmen, die noch ein paar andere Kraftwerke im Rennen haben, sondern davon, daß die Energieversorger Ökostrom von Hinz und Kunz ankaufen mußten, obwohl sie nichts damit anfangen konnten.

Noch fehlt
jeglicher Hinweis darauf, dass mit der holländischen Regelung
nicht mehr alternativer Strom produziert worden ist. Bislang
hast du diese Behauptung nicht einmal argumentativ untermauert
(oder du musst den Beleg sehr, sehr gut versteckt haben).

Beweise mir das Gegenteil.

Gruß
Christian

Moin Christian,

Aber die wirklich guten Produkte kommen von den ganz normalen
landwirtschaftlichen Betrieben, nicht von den Großanlagen.

Uninteressant. Wenn die Preise niedrig sind, werden sich die
guten, kleinen Betriebe nicht durchsetzen können. Ist schon
heute mit den Bioprodukten. Die sind in der Regel deutlich
teurer und werden daher kaum nachgefragt.

Wer sagt, daß die Bioprodukte in Massen hergestellt und
abgesetzt werden müssen? Du bist doch auch gerade gegen die
Massenproduktionen (Großagrarier). Der Markt für die kleinen,
guten Hersteller ist da und scheint zu funktionieren.

Ja, der Markt für die kleinen, guten Hersteller ist unter den gegenwärtigen Bedingungen da. Aber diese gegenwärtigen Bedingungen willst du ja abschaffen.

An diesem Beispiel kannst du sehen, dass vielen Leuten (notgedrungen) der Preis auch bei Lebensmitteln wichtiger ist als die Qualität. Wenn du also den Markt freigibst, werden sich die billigsten Lebensmittel verstärkt durchsetzen und die Qualität wird sinken.

Ehrlich gesagt, weiß ich nach Deinem obigen Statement nicht,
was Du willst. Massenproduktion von Bioware? Das paßt doch
vorne und hinten nicht zusammen.

Naja, ist eine Jahrhundertaufgabe. Aber theoretisch: ja. Praktisch: einen höheren Marktanteil von Bioprodukten.

Ich sage, daß Staatseingriffe schlecht sind, weil der Staat
(bis auf wenige Ausnahmen, wenn nämlich etwas politisch
gewollt ist) mit nicht vorhandenem Sachverhalt in ein System
eingreift, was er eben nicht versteht. Weil diese Eingriffe
nicht funktionieren, sage ich, daß Staatseingriff schlecht
ist. Wenn der erste staatliche Eingriff in den Markt erfolgt,
der insgesamt eine Verbesserung bringt, bin ich dabei.

Wie definierst du „insgesamt“? In allen Bereichen (das bekommst du nie hin) oder besser als ohne Staatseingriffe (das gab es schon x-mal).

Im übrigen: was bedeutet die Klammer? Bei jedem Staatseingriff will der Staat etwas politisch. Das sind also nicht wenige Ausnahme sondern ist Standard.

Dann hast du etwas überlesen. Bei Rindfleisch ist das zwar
nicht der Fall. Aber bei Eiern gibt es das schon. Und wenn da
„Hühner mit Freigehege“ draufsteht, aber Eier aus
Massentierhaltung drin ist, dann ist das ein Skandal. Und das
passiert schon heute.

Wenn Du Dich entsinnst, ging es darum, wo diese „skandalösen“
Produkte aufgetaucht sind. Marken, Märkte etc. Das Stichwort
war, daß die Hersteller Kontrolle genug sind.

Und das war eben nicht der Fall. Trotz der Hersteller sind ja die falsch deklarierten Eier angeboten worden. Und das, obwohl die Gefahr der Aufdeckung bestand (was ja auch geschehen ist). Wenn diese Gefahr nicht mehr existiert, wird die Falschdeklarierung natürlich zunehmen.

Wie wahrscheinlich ist es dann, daß argentinisches Rindfleisch
aus Massentierhaltung stammt?

Gegenwärtig sehr unwahrscheinlich. Einfach weil argentinisches
Rindfleisch in Deutschland noch nicht für den Massenbedarf
produziert wird.

Was ist los? Von dem nach Deutschland importierten Rindfleisch
kamen in 2000 knapp 15.000 Tonnen aus Argentinien, das sind
rd. 20 % der Importe.

Jeder Deutsche isst 10 kg. Rindfleisch im Jahr. Bei 80 Millionen sind das 800 Millionen oder 800.000 Tonnen. Also 1,9%. Also Nischenprodukt.

Die Folge von allen Skandalen ist hoffentlich, daß die
Konsumenten nicht weiterhin dem billigen Schrott hinterher
rennen. Wer glaubt, ein gutes Hähnchen könnte € 1,50 kosten,
der hat auch kein Problem damit, ob das aus dem Münsterland,
Holland oder Tschernobyl kommt. Zumindest macht er sich keine
Gedanken, ob der Hahn von A, B oder C kommt.

Eben. Er macht sich keine Gedanken. Zum Teil auch, weil er sich das nicht leisten kann oder einfach nicht genügend Wissen hat.

Nun gibt es zwei Möglichkeiten:
a) der Staat tut etwas, dass der Konsument dennoch noch einigermassen gutes Fleisch bekommt oder
b) der Staat tut nichts und überlässt es dem Markt. Da der Kundes sich dann aber (weiterhin) nur nach den Preis richtet, wird der Markt sich auch daran orientieren: billiges Fleisch, egal welcher Qualität.

Natürlich kannst du jetzt sagen: wenn sich der Kunde aus Ignoranz oder Dummheit vergiften will: soll er doch.

Was natürlich nicht bedeutet, daß die bösen Großagrarier oder
andere nicht heimlich und/oder unwissentlich entsprechendes
Saatgut oder entsprechende Futtermittel verwenden.

Doch, das soll das bedeuten. Denn dieses müsste erst einmal importiert werden. Und da bestehen die Kontrollen. Was aber, wenn die Gentechnik in Produkten verarbeitet ist? Da sind Kontrollen ungleich schwerer.

Dieser Argumentation vermag ich mich nicht anzuschließen.
Meine Erfahrungen aus dem Wirtschaftsleben führen mich eher zu
der Auffassung, daß erst dann zu unseriösen Mitteln gegriffen
wird, wenn die Existenz auf dem Spiel steht.

Das ist schlicht Unsinn. Sicher dann steigt der Druck, aber es
liegt auch an der Einstellung. Das Beispiel Hähnchenmäster
Anton Pohlmann (aus meiner Heimat Vechta) ist gerade in der
Landwirtschaftsbranche ein deutliches Beispiel. Um die
Existenz ging es bei ihm nie.

Den Fall kenne ich nicht und aus einem Einzelfall auf die
Regel zu schließen, müßte eigentlich sogar Dir zu blöde sein.

Aha. Der deutsche Hühnerbaron ein Einzelfall. Von der Grösse sicherlich, aber ein bedeutender.

Über die Breite der Fälle hinweg, geht es darum, Verluste
durch finstere Machenschaften zu verdecken bzw. zu
kompensieren. Denn nur der, der mit dem Rücken an der Wand
steht, hat nichts zu verlieren. Ein funktioniender Betrieb,
der pfuscht, setzt jedoch unnötigerweise seine Existenz auf´s
Spiel.

Das ist schlicht naiv. Wäre dem so, würde die Wirtschaftskriminalität in Boomzeiten (geringe Existenzsorgen) abnehmen. Dem ist aber nicht so.

Das stimmt nicht. Ich behaupte, daß die Produktion von
„ökologischem“ Strom außerhalb Hollands durch das holländische
Experiment nicht gestiegen ist. Was in Holland verkauft wurde,
waren Überkapazitäten vor Ort.

Vor welchem Ort? Schweden wohl? Dafür fehlt jeglicher Hinweis.
Schweden hat mehr grünen Strom produziert als ohne die
Holland-Nachfrage. Ob es sich dabei lediglich um
Überkapazitäten gehandelt hat, ist bislang nicht nachgewiesen
worden. Nur eine Behauptung.

Da über die genannte Quelle die entsprechende Behauptung
untermauert wird, sehe ich das durchaus als Hinweis.

Welche Quelle? Ich habe keine Quelle gesehen.

Verkauft werden kann auch nur, von dem man rechtzeitig genug
weiß, daß man es hat. Eine Windbö am nahestehenden Wald zu
erkennen, ist in diesem Sinne nicht rechtzeitig.

Darum geht es ja auch nicht. Es gibt seit jeher Grund- und
Spitzenlastkraftwerke. Letztere werden angefahren, wenn der
Energiebedarf ansteigt. Man weiss ja ungefähr, was ein Kunde
verbraucht. Dieser Verbrauch wird innerhalb des Jahres
eingespeist und der Rest wird von konventionellen Kraftwerken
produziert. Daher haben ja auch Ökostromer nicht nur Wind und
Sonne im Angebot sondern auch gasbefeuerten KWKs. Es geht ja
gegenwärtig nicht darum, den gesamten Stromverbrauch auf
Sonne, Wind, Wasser umzulegen sondern einen deutlich größeren
Teil.

Eben weil man weiß, wer wann was verbraucht, gibt es ein
Problem, wenn auf einmal unangemeldet Wind- oder Sonnenenergie
eingespeist wird.

Unangemeldet? Dann wird automatisch ein Spitzenlastkraftwerk runtergefahren. Kein Problem.

Und ich sprach auch nicht von irgendwelchen
großen Energieunternehmen, die noch ein paar andere Kraftwerke
im Rennen haben, sondern davon, daß die Energieversorger
Ökostrom von Hinz und Kunz ankaufen mußten, obwohl sie nichts
damit anfangen konnten.

Einkaufen müssen? Grosse Energieunternehmen?
Ist die Naturstrom AG (z.B.) schon ein grosses Energieunternehmen? Und muss E.ON Ökostrom von der Naturstrom einkaufen, obwohl E.ON nichts damit anfangen kann? Was für eine Vorstellung hast du eigentlich vom Energiemarkt?

Noch fehlt
jeglicher Hinweis darauf, dass mit der holländischen Regelung
nicht mehr alternativer Strom produziert worden ist. Bislang
hast du diese Behauptung nicht einmal argumentativ untermauert
(oder du musst den Beleg sehr, sehr gut versteckt haben).

Beweise mir das Gegenteil.

Die Behauptung kam von dir. Du bist in der Beweispflicht.

Ciao

Ralf

Ergänzung zu Windkraftanlagen
Hallo Ralf.

Und bei der Förderung der Windkraftanlagen auch.

Die Förderung von Windkraftanlagen wäre nicht nötig, wenn andere Energiequellen das kosten würden, was sie kosten müßten. Würde Öl und Konsorten der Preis (z.B. durch Steuern) der Preis zugeordnet, der all ihre fiesen Folgen berücksichtigen würde, wären Windkraftanlagen ohne Subventionen rentabel.

Und genau dieses wäre ökonomisch sinnvoll. Es kann nicht sein, daß die politisch motivierten Subventionen genauso sozialisiert werden, wie die Kosten für die Umweltschäden. Hier wäre ein Eingreifen der Politik nicht nur wünschenswert, sondern auch sinnvoll, und zwar in jeder Hinsicht. Nicht zuletzt in ökonomischer.

Insofern bin ich kein Gegner der Ökosteuer, sondern nur ihrer Verwendung.

Gruß
Christian

Moin Christian,

Die Förderung von Windkraftanlagen wäre nicht nötig, wenn
andere Energiequellen das kosten würden, was sie kosten
müßten.

Ja, theoretisch. Praktisch wäre ein Benzinpreis von (z.b.) € 2,50 Euro nicht durchsetzbar. Ein sanftes Vorgehen (Benzin leicht teurer und Windenergie leicht billiger zu machen) ist da politisch leichter durchzusetzen und ökonomisch sinnvoller.

Ciao

Ralf

Die Frage ist klar zu beantworten
Freie Marktwirtschaft bedeutet, wenn jemand nicht wirtschaftlich arbeiten kann macht er Bankrott.

Kommunismus bedeutet, der Staat finanziert auch nicht überlebensfähige Betriebe.

In Deutschland haben wir eine freie Marktwirtschaft, aber trotzdem werden über Subventionen aus Wahltaktischen Gründen nicht überlebensfähige Betriebe am Leben erhalten, um mit Gewalt Arbeitsplätze zu erhalten, um auf dem Papier als Politiker gut da zu stehen (siehe Schröder und Holzmann) und um dankbare Arbeiter=Wähler zu haben.

Ganz einfach.

Oder ???

Winni