Subventionslügen (speziell FDP)

Hallo Spezialisten (insb. Schwarze und FDP)

ich bin eigentlich ein Befürworter von Subventionsabbau.
Aber mal ne Frage:

zig Milliarden werden in die Landwirtschaft gebuttert… und ich habe noch selten dagegen eine Stimmme gehört.

Worin besteht eigentlich in diesem Zusammenhang der Unterschied von Raps- oder Maisanbau zum Kohleabbau, beispielsweise ?
Oder geht es um den Reichsnährstand ?

Doch wohl nicht in der Anzahl der Stimmen, die man so fangen kann??

Gruß

Peter

Hallo Spezialisten (insb. Schwarze und FDP)

ich bin eigentlich ein Befürworter von Subventionsabbau.
Aber mal ne Frage:

zig Milliarden werden in die Landwirtschaft gebuttert… und
ich habe noch selten dagegen eine Stimmme gehört.

Worin besteht eigentlich in diesem Zusammenhang der
Unterschied von Raps- oder Maisanbau zum Kohleabbau,
beispielsweise ?
Oder geht es um den Reichsnährstand ?

Doch wohl nicht in der Anzahl der Stimmen, die man so fangen
kann??

Der Bauernstand ist doch eine der Hauptklientel der Schwarzen und die Bergarbeiter ein Hauptklientel der Roten. Ist es dir jetzt klar!

Zudem würden in Bayer ein Großteil der Bauern pleite gehen und dort die Arbeitslosigkeit auf 60 % schießen!

gruss
winkel

hallo Winkel,
nicht nur in Bayern (dort übrigens am wenigsten). Die Bauern sind tatsächlich unterstützungswürdig. Solange es in EU unterschiedliche Förderungen gibt und Preise, solange muss der deutsche Bauernstand unterstützt werden. Sag jetzt nicht, dass dann der Bauer halt weniger für seine Butter verlangen soll, oder für seine Kartoffeln. Er kann es nicht! Es geht sonst pleite. Oder möchtest Du, dass 90 % der Landwirschaft den Finger hebt? Landwirtschaft ist nötig.
Beim Kohlebergbau ist es wiederum was anderes. Hier wird ein Industriezeig künstlich am Leben erhalten. Mit Geld, das sinnvoller zur Arbeitsplatzschaffung in diesen Gebieten verwendet werden könnte. Die Summen reichen aus, sämtlichen Bergleuten eine Rente zu zahlen, die höher ist, als sie z.Zt. verdienen. Trotzdem heißt es immer wieder: Bergbau tut Not. Wofür frage ich mich? Ist es so erstrebenswert, unter Tage zu arbeiten? Ist es eine Arbeit, die ein Staat als Image braucht?
Ist es nicht besser, diese Kumpels umzuschulen, ihnen eine andere Arbeit zu schaffen? Das Geld wäre dafür da (siehe Archiv)
Grüße
Raimund

Hallo Peter

ich bin eigentlich ein Befürworter von Subventionsabbau.
Aber mal ne Frage:

zig Milliarden werden in die Landwirtschaft gebuttert… und
ich habe noch selten dagegen eine Stimmme gehört.

Hier gibt es laufend Massnahmen, die werden nur nicht wahr genommen.

Worin besteht eigentlich in diesem Zusammenhang der
Unterschied von Raps- oder Maisanbau zum Kohleabbau,
beispielsweise ?

Die Frage ist falsch. Warum wird die Landwirtschaft subventioniert und warum die Kohle? Möchte eine kurze Antwort - nur auf der Basis des Subventionsabbaues geben - Menschen werden hierbei - wie in der Berliner Regierung nicht beachtet -

Ich bin auch für den Abbau. Fangen wir mal mit der Kohle an. Wer diese Subventionen abbaut hat keinerlei Konsequenzen zu tragen, denn die Strompreise werden sich nicht auswirken. Wenn die Kohle zu teuer ist, wird sie nicht verkauft und somit nichts ins Netz eingespeist. Warum sollen wir ein Produkt finanzieren, das uns wirtschaftliche keinerlei Vorteile bringt und nur Steuergelder kostet ?

In der Landwirtschaft können wir die Subventionen abschaffen. Da dies europaweit erfolgt, ist dagegen nichts einzuwenden, wenn da nicht wäre, dass der Verbraucher sich an marktgerechte Preise halten muss. Joghurt für 1 EUR, der Liter Milch für 3 EUR, Butter und Käse für jene die es sich noch leisten können. Und dann kommt hinzu, dass die Landschaftspflege selbstverständlich staatlicherseits finanziert werden muss. Ich komme aus einer in der Zwischenzeit aufgelösten Landwirtschaft. Noch in der Schule ging es am Morgen hinaus zum Gras mähen, Futter holen. Selbst am Beginn meines Berufes. Bevor es zur Arbeit ging, ging es im Sommer hinaus auf das Feld, da war nichts mit Disco (gab es da noch nicht) denn um 4 Uhr ging es raus, um 7 zur Arbeit um 17 Uhr heim um 17,15 stand man bereits im Sommer und Herbst auf dem Feld und wenn es mal geregnet hat, war um 22 Uhr Feierabend. An Samstagen und Sonntagen war da nichts in den Erntezeiten, von wegen sich auf dem Sofa lümmeln. Uns selbst im Winter musste man eben sich regelmässig einteilen, damit man nicht jedes Wochenende ab 16 Uhr im Stall sein musste

Man kann aus dem Blickwinkel der Tiefkühltruhe und der Ladentheke des Bäckers und des Metzgers selbstverständlich sich äussern. Dann muss man aber auch bereit sein, höhere Preise zu zahlen.

Gruss Günter

Oder geht es um den Reichsnährstand ?

Nein, um den Erhalt der Kolchosen

Doch wohl nicht in der Anzahl der Stimmen, die man so fangen
kann??

Dann wäre die Kumpel-Stütze schon längst nicht notwendig. Sag das mal den Sozilisten und den sich neuentdeckten Liberal-Kommunisten.

Gruss Günter

passt gut ins Europapolitik-Brett…
HAllo zusammen!

…immerhin wird über viele Subventionen in Brüssel entschieden.

Dazu passt auch die Sache mit dem Hartweizen:
Als die EU-Kommission entschied, daß Hartweizen förderungsfähig sein sollte (um Landwirten am Mittelmeer aufgrund des trockeneren Klimas entgegenzukommen), dauerte es kein Jahr, bis der erste Däne selbigen Zuschuss verlangte, immerhin hatte er ja Hartweizen angebaut…

Meiner Meinung nach kann man ALLE Subventionen abschaffen:
Der Schaden durch die Marktverzerrung ist viel grösser als der Nutzen, weil produziert wird, was bezuschußt wird, und nicht das , was sich nach „Angebot und Nachfrage“ rechnen würde.

Außerdem könnte man mit dem eingesparten Geld (nicht nur der Zuschuss, sondern auch der garantierte Abnahmepreis - die Masse fällt ja an , weil man’s fördert!) eine Menge sinnvoller Sachen machen.

Viele Grüsse!
Denis

hallo Winkel,
nicht nur in Bayern (dort übrigens am wenigsten). Die Bauern
sind tatsächlich unterstützungswürdig. Solange es in EU
unterschiedliche Förderungen gibt und Preise, solange muss der
deutsche Bauernstand unterstützt werden.

Hallo, aber das ist ja genau das Problem, daß trotz EU… nein DURCH die EU jeder Staat nur an sich selbst denkt und die EU kassen plündert.
Das ginge nur über den Abbau aller Subventionen!!!

Woher kommt es, daß die Bauernhöfe bei uns in der Nähe Ihre Produkte selbst an den Endverbraucher vermarkten? Die Produkte sind 50 - 100% teuerer als im Supermarkt. Aber die Läden sind ständig brechend voll und leben ganz gut davon. Sie sind selbstverständlich für eine gute Qualität und Service verantwortlich und dafür sind die Leute bereit mehr Geld auszugeben.

Dann Esse ich eben ein Schnitzel, daß nicht mehr 300 Gramm sondern nur 250 Gramm wiegt.

Ist es nicht der Wahnsinn, daß es sich in einem eigenen Garten fast gar nicht mehr lohnt Gemüse anzupfalnzen, weil der billigkram aus der EU als Endprodukt billiger ist als der Kauf der Gemüsepflanzen im Frühjahr?.

Ich sehe überhaupt keinen Sinn in diesen blödsinnigen Subventionen, die natürlich dann überhaupt abgschafft werden müssen.

Muss ich mir den teuren spanischen in Folie eingeschweissten Zuckermais (1€ das Stück) kaufen, wenn ich hier bei uns immer nur Futtermais sehe um die Überproduktion an Fleisch weiter voranzutreiben. was bekommt der Bauer für ein Stück Futtermais? Das ist gar nicht zu benennen, aber trotzdem wird weiter am Markt vorbeiproduziert…
… und das mit Volldampf, Subventionen sei dank

PP

hallo Peter

nicht nur in Bayern (dort übrigens am wenigsten). Die Bauern
sind tatsächlich unterstützungswürdig. Solange es in EU
unterschiedliche Förderungen gibt und Preise, solange muss der
deutsche Bauernstand unterstützt werden.

Hallo, aber das ist ja genau das Problem, daß trotz EU…
nein DURCH die EU jeder Staat nur an sich selbst denkt und die
EU kassen plündert.
Das ginge nur über den Abbau aller Subventionen!!!

Natürlich wäre das eine Lösung… doch nur Europaweit! Doch wir sprechen hier von bundesdeutschen Subventionsabbau.

Woher kommt es, daß die Bauernhöfe bei uns in der Nähe Ihre
Produkte selbst an den Endverbraucher vermarkten? Die Produkte
sind 50 - 100% teuerer als im Supermarkt. Aber die Läden sind
ständig brechend voll und leben ganz gut davon. Sie sind
selbstverständlich für eine gute Qualität und Service
verantwortlich und dafür sind die Leute bereit mehr Geld
auszugeben.

Nur von den Läden kann ein Bauernhof nicht leben. Teilweise darf er auch nicht. Ich kann mich erinnern, dass z.B. Milch nur in kleinen Mengen vom Bauern selbst verkauft werden darf. Ebenso mit Fleisch.

Dann Esse ich eben ein Schnitzel, daß nicht mehr 300 Gramm
sondern nur 250 Gramm wiegt.

Ist sowieso gesünder! :smile:

Ist es nicht der Wahnsinn, daß es sich in einem eigenen Garten
fast gar nicht mehr lohnt Gemüse anzupfalnzen, weil der
billigkram aus der EU als Endprodukt billiger ist als der Kauf
der Gemüsepflanzen im Frühjahr?.

Das mag rein rechnerisch sein… doch gegen meine Tomaten, Gurken, Zuccini, Kürbisse… hat das Hollandzeug keine chance!

Ich sehe überhaupt keinen Sinn in diesen blödsinnigen
Subventionen, die natürlich dann überhaupt abgschafft werden
müssen.

Klar müssen Subventionen weg. Doch bitte dort erst, wo es nur politisch motiviert ist, siehe Bergbau.

Muss ich mir den teuren spanischen in Folie eingeschweissten
Zuckermais (1€ das Stück) kaufen, wenn ich hier bei uns immer
nur Futtermais sehe um die Überproduktion an Fleisch weiter
voranzutreiben. was bekommt der Bauer für ein Stück
Futtermais? Das ist gar nicht zu benennen, aber trotzdem wird
weiter am Markt vorbeiproduziert…
… und das mit Volldampf, Subventionen sei dank

Ich frage mich, wo all der schöne Futtermais hingeht, der jedes Jahr die Böden auslaugt? Mais ist ein Starkzehrer! Ich habe den Verdacht, dass damit das gleiche passiert, wie mit den Tomaten und orangen… die zuviel produziert wird: Vernichtung! Ich bin wirklich kein Kirchengänger, aber hier muss ich sagen: es ist eine Sünde, Lebensmittel zu venichten. besonders wenn es aus monetären Gründen geschieht. Mich widert es an, wenn ich jährlich im Fernsehen sehe, wie in Spanien (?) dieses Tomatenfest abläuft und Tomaten tonnenweise als Volksbelustigung auf die Straßen gekippt werden um sich darin zu wälzen. Man sollte mal so einen Film in Äthiopien oder einem anderem Hungergebiet vorführen! Genauso die Firma Fanta, die zu Werbezwecken Orangen vernichtet. Kaffee… usw.
M.M: entweder richtig am Bedarf planen oder, wenn schon durch ein besonders gutes Erntejahr eine Überproduktion entstand, diese konservieren und für die Hungergebiete verwenden. Klar kostet das was. Doch wir werfen so viel Geld raus für Waffen, dass man ruhig einen Teil dafür verwenden kann.
Grüße
Raimund

Hallo Raimund,

da gebe ich dir absolut recht.

Ich gebe etwas mehr Geld aus um besseres Fleisch und Milch zu haben, und auch um die besseren (besten) Zucchinis und Tomaten etc. zu haben.
Ich sehe den Agrarmarkt nicht als Alternative zur Kohle, ist für mich das gleiche. Würde nicht Subventioniert werden würde nicht soviel angebaut und dann wieder vernichtet, würden weniger Oliven von Ex-Yugoslawien geschmuggelt werden um sie dort zusammen mit EU-Oliven im Mehr zu verklappen.

Wie viele Jahre haben wir uns über den Ostblock belustigt mit seiner Subventionspolitik. Das die Bauern im Supermarkt Kartoffeln gekauft haben, diese auf ihren Traktor geladen haben um sie zu einem höheren Preis wieder an die LPG zu verkaufen.
Das war der gleiche Subventionswahnsinn, nur damala haben wir uns an die Stirn geschlagen oder uns bestenfalls auf die Schenkel geklopft über dieses Wahnsinn. Und heute stecken wir mittendrinn. Sind ein teil dieses Systems geworden, eines systems das noch nie funktioniert hat.

Mahlzeit…
PP