Ich lese gerade „Die irrlichternde Zeit“ von Jurij Mamlejew, dem sog. „Erben“ Dostojewskys. Rein stilistisch sind sich die beiden auch wirklich ähnlich, auch die tiefe russische Seele mit ihrem Hang zur Depression findet ausreichend Platz sich in dem Roman zu entfalten. Als Liebhaber der russichen Literatur, gehört schon jetzt, da ich das Buch noch nicht ganz gelesen habe, der Roman in die „Russland-Ecke“ meines Bücherregals und hat dort einen festen Platz inne.
Meine Frage nun: In dem Roman gerät ein junger Mann namens Pascha zufällig in eine „Gesellschaft“, die die Ehrung des Familienoberhaupts feiert. Auf dieser Feier betrinkt sich Pascha nicht nur - was soll er auch sonst tun, immerhin kennt er niemand -, sondern vergewaltigt auch eine Frau und zeugt dabei - wie sich später herausstellt - einen Sohn.
Als er überstürzt die Gesellschaft verlässt, bei dem ihm alle Anwesenden zwar irgendwie bekannt vorkamen, aber er sie doch nicht zuordnen konnte, und schließlich zurückgekehrt in seine Wohnung sein Familienalbum durchblättert, bemerkt er, dass er unversehen bei einer Feier seiner Familie anwesend war - der Haken: Seine Eltern sind seit Jahren tot und er folgert aus mehreren Hinweisen, dass seine Mutter in der Zeit, in die er zurückversetzt wurde, gerade mit ihm schwanger gewesen sein musste.
Mir kam diese Thematik schon irgendwie bekannt vor, ich bin mir ziemlich sicher, dass ich so was schon in einem anderen Roman gelesen habe: Eine Person nimmt an einer Feier teil und merkt dann, dass dies nur möglich war, wenn er in der Zeit zurückgereist, das heißt in ein Zeitloch geraten ist.
Weiß zufällig jemand den Titel des Romans bzw. der Erzählung?