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Hallo Leute,

wer kennt den Titel dieses Buches:

Es muss verhältnismäßig neu erschienen sein. Möglicherweise erst in diesem Jahr.

Es soll angeblich eine Autobiographie sein, in der der mittlerweile alte Autor beschreibt, dass er im Alter von 20 Jahren seinen Stiefvater mit der Axt oder einem Beil oder irgendsowas erschlagen habe.

Da die Tat nach den Gesetzen dieses Landes verjährt ist, kann er jetzt dieses „Geständnis“ ablegen.

Es soll in diesem Land (möglichereise England oder Amerika) aufgrund dieses Falles sogar eine entsprechende Gesetzesänderung erwogen werden.

Kann mir da jemand weiterhelfen???
Danke
Gisela

Hallo Gisela!

Es ist aber umstritten, ob es stimmt oder nur Publicity ist.

Aus http://www.krimigalerie.de/ :

Thriller als Geständnis
Nicht nur das Boulevard, sondern auch seriöse Medien berichteten ausführlich über das literarische Geständnis des Otto Veenhoven.
Er schildere in seinem zweiten Roman, dem autobiografischen Thriller „Sunny Home. Die Vergeltung“, sein eigenes Verbrechen, so der bisher praktisch unbekannte Schriftsteller.

Stiefvater umgebracht?
Der heute 68-Jährige behauptet, der Tod seines Stiefvaters Jan Antoon („Siem“) Nieuwenhuysen am 8. Februar 1955 sei kein tragisches Unglück gewesen. Er selbst habe seinen Stiefvater erschlagen, so Veenhoven.

„Mord mit Vorbedacht“
Seine angebliche Tat begründet der Autor mit der Gewalt, die der Stiefvater seiner Mutter angetan hatte. Gegenüber der Zeitung „NRC Handelsblatt“ sprach Veenhoven von einer „gerechtfertigten Liquidierung“, um seine Mutter aus den Händen des sadistischen Stiefvaters zu befreien.
„Man kann es einen Mord mit Vorbedacht nennen“, sagt Veenhoven. „Aber so sah ich es damals nicht. Und ich sehe es noch immer nicht so“.

Unfall inszeniert?
Offiziell starb Veenhovens Stiefvater an jenem „stürmischen Abend“, indem er vom Dach seiner Villa „Sunny Home“ gestürzt war. Der damalige Postamtsleiter von Lochem in der Provinz Gelderland habe versucht, den Rauchfang zu reparieren.
Veenhoven behauptet, als 20-jähriger Rekrut seinem Stiefvater mit einer Axt den Schädel gespalten und anschließend einen Unfall inszeniert zu haben. Der von ihm gerufene Hausarzt habe seine Version gegenüber den Polizeiermittlern bestätigt.

Polizei: „Mehrfach verjährt“
Zu befürchten habe er heute nichts, versichert der geständige Autor, das habe er vor der Veröffentlichung eingehend geprüft, zitierte ihn die Zeitung „De Volkskrant“. In den Niederlanden verjährt Mord nach 18 Jahren.
Die Polizei von Lochem kündigte an, allfälligen Hinweisen nachzugehen, betonte aber zugleich: „Das Verbrechen, wenn es denn geschah, ist mehrfach verjährt.“

Heimatgemeinde entzweit
In Lochem sorgt die Causa erwartungsgemäß für großes Aufsehen. Nicht alle im Ort wollen glauben, dass Veenhoven wirklich ein Mörder sein könnte. Auch die Gründe für die Gewalttätigkeit des Stiefvaters werden hinterfragt.

10.000 Exemplare im Eigenverlag
Erschienen ist Veenhovens Buch im Eigenverlag „Zoon en Vader Producties“. „NRC Handelsblatt“ bezifferte die Auflage mit 10.000 Exemplaren.
Der frühere Journalist und spätere Comictexter Veenhoven kündigte bereits einen dritten Roman an.

Quelle: David Zelinger, ORF.at

Gruß, Hartmann.