Suche Finanzierungsmodelle für ein Anlageobjekt

Hallo,
ich spiele mit den Gedanken, mir eine Immobilie als Anlageobjekt zu kaufen (d.h. ich würde die Whg. weitervermieten)
Es gibt ja verschiedenste Modell, um so etwas anzugehen, wie z.B.
-> Tilgung über LV
-> Tilgung über Fonds
-> Vielleicht ganz normal tilgen
-> Wahl zw. 5,10,15 jährige Zinsfestschreibung

Ich würde gerne Eure Meinung zu diesem Thema erfahren. Angesichts der aktuellen Tatsache, daß es dem Aktienmarkt schlecht geht etc. Ist es sinnvoll die Tilgung über LV o.ä. anzugehen oder würdet ihr dies abraten? Wie sind eurer Meinung nach die weiteren Zinsentwicklungen? Soll man erst eine 5 jährige Zinsbindung angehen oder lieber eine 10, gar 15 jährige?

Danke,
Fabian

Hallo Fabian,

grundsätzlich würde ich keine Immobilie auf Pump kaufen, wenn ich sie als Anlageobjekt kaufe!

Wenn Du das Geld, oder zumindestens einen Gutteil des Geldes (>> 50 %) nicht parat hast, laß die Finger davon, zumal Du anscheinend wenig Erfahrung in dieser Materie hast.

Gandalf

Hallo Gandalf (der Weiße?),
danke für Deinen Hinweis. Welche Erfahrungen brauche ich Deiner Meinung nach,um mich mit der Materie auskennen?
Es geht um eine Neuimmobilie in einem guten Stadtteil.
Das Obj. läßt sich degressiv 5% p.a. abschreiben (über 8 Jahre). Dazu kommen noch die Schuldzinsen, die ich abschreiben kann. Ich hoffe nicht, daß in den ersten 10 Jahren größere Reparaturaufwendungen notwendig sind. Dann scheint es, eine glatte Rechnung zu sein, oder? Und da ich die Schuldzinsen abschreiben kann, ist doch blödsinnig, wenn ich das Obj. nicht zu 100% finanzieren lasse. Es wäre doch schreklich, wenn ich über die Miete noch ein Plus unter dem Strich hätte, was ich zusätzlich noch versteuern müßte :wink:
Gruß,
Fabian

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Hi Fabian,

Hallo Gandalf (der Weiße?),

meinetwegen :wink:

danke für Deinen Hinweis. Welche Erfahrungen brauche ich
Deiner Meinung nach,um mich mit der Materie auskennen?

Zur Bewertung von Immobilien sollte man Kenntnisse des (regionalen) Marktes haben, wissen, welche Mieten realistisch zu erwirtschaften sind, welche Nebenkosten auflaufen welchen außerordentlichen Kosten auftauchen können. Das Umfeld abschätzen können …
Kaufmännische Kenntnisse, die das rudimentäre etwas übrsteigen, sind sicher auch nicht von Nachteil.
Da Du schon elementare Fragen zur Finanzierung hinterfragst, habe ich angenommen, daß es bei den anderen Kenntnissen ähnlich aussieht und in solchen Fällen rate ich von solchen Geschäften ab!

Es geht um eine Neuimmobilie in einem guten Stadtteil.

Von wem hast Du das Angebot, von einem (einigermaßen) seriösen Makler (RDM z.B.) oder aus der Zeitung oder von einem Investor, oder …
Kannst Du die Angaben nach eigenen(!) Erkenntnissen/Wissen bestätigen oder glaubst Du diese Daten nur?!

Mein Tip:
Kennst Du jemanden, der von Immobilien Ahnung hat und nichts(!) mit diesm Objekt zu tun hat?
Frag ihn/sie nach seiner/ihrer Meinung.

Wenn es eine Firma ist, die die Immobilie anbietet stelle fest, ob sie einschlägig bekannt ist, sicher Dich nach allen Seiten ab!!

Gandalf

Hallo Gandalf der Weiße,

danke für die wertvollen Tipps.

Es geht um eine Neuimmobilie in einem guten Stadtteil.

Von wem hast Du das Angebot, von einem (einigermaßen) seriösen
Makler (RDM z.B.) oder aus der Zeitung oder von einem
Investor, oder …
Kannst Du die Angaben nach eigenen(!) Erkenntnissen/Wissen
bestätigen oder glaubst Du diese Daten nur?!

Also das Angebot hing in einer Bank und wird durch KfW gefördert.
Das Objekt existiert noch nicht. Die erste Bauphase beginnt im Juni und dauert etwa 12 Monate. Fast alle Wohnungen dieses Hauses sind verkauft. Ich habe diese Immobilie per Zufall in einer Bankfiliale gesehen…

Aber nochmal zum Thema zurück:
Es geht mir nicht darum, ob die Immobilie i.O. ist oder nicht.
Es geht mir lediglich um einen optimalen Finanzierungsweg.
Du hattest gesagt, man sollte mind. 50% mitbringen, bevor man daran denkt.
Ist das Dein Ernst? Ich glaube nicht, daß das Sinnmacht, wenn man das Objekt vermieten möchte, oder?
Angenommen, ich würde die Immob. zu 100% finanzieren lassen wollen.
Was glaubst Du, was der beste Finanzierungsweg wäre.

Merci,
Fabian

Hi Fabian,

Angenommen, ich würde die Immob. zu 100% finanzieren lassen
wollen.
Was glaubst Du, was der beste Finanzierungsweg wäre.

es gibt nicht die optimale Variante.
Viel hängt davon ab, wie wagemutig Du bist, bzw. welches Risiko Du eingehen möchtest.

Eine schnöde Tilgung über einen Ratenkredit ist sicher die einfachste und sicherste Methode. Eine Zinsfestschreibung über 15 und mehr Jahre ist schließlich möglich und von Dir nach zehn Jahren einseitig kündbar.

Eine Kapitallebensversicherung hat den Kick, daß sich am Ende eine ziemlich Finanzierungslücke auftun kann, wenn (wie im Moment) die Zusagen deutlich nach unten gefahren werden, es kann aber auch sein, daß Du am Ende einen Batzen Geld übrig hast (momentan eher unwahrscheinlich).

Eine Finanzierung über Aktienfonds ist momentan sicher was für Leute mit einigermaßen gutem Gottvertrauen.

Gandalf

Tach Fabian,

ich habe jetzt nicht die ganze Diskussion mitgelesen.

Wenn DU es als Anlageobjekt betrachtest dann kommt es auf wie schon erwähnt auf deine finanzielle Situation an.

Eine fremdvermietete Wohnung kann sich als eine Kombination aus Anlagemodell bzw. Steuersparmodell schon lohnen.

Ich selber habe mir auch eine 3 Zimmerwohnung(Neubau) gekauft um sie zu vermieten, da ich dadurch meine Steuerlast (Abgabenquote ca. 50% an Hans Eichel)doch druecken kann, so dass sich das für mich als Kombination Anlageobjekt/Steuermodell lohnt.
Steuertechnisch lohnt nur eine hohe Zinslast, d-h. entfällige Tilgung nach 15-30 Jahren (je nach Lust und Laune).
Die Zinsen werden meiner Meinung nach nicht mehr sehr stark fallen, und wenn man sich ein wenig umschaut gibt es schon Finanzierungsmöglichkeiten mit Effektivzins [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo!
Ich würde eine 20-jährige zinsbindung nehmen (gibt´s für unter
6% p.a.) - hier kann man als Kunde nach 10 Jahre kündigen laut BGB
(die Bank kann dies nicht!) und als Tilgung eine Fonds-LV mit
Garantie oder die beste britische LV in Euro.
Gruß
Heinz

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