Suche Großhandel für Baby-Erstausstattung

Hallo,

ich befasse mich im Moment mit dem Gedanken mich Selbständig zu machen.
Meine Idee ist ein Baby-Erstausstattungsladen mit neuen & auch gebrauchten Sachen.
Ich suche nun jemand der mir ein paar Tips geben kann wo ich günstig & in größeren Mengen Babysachen, Kinderwagen, -betten & alles was man sonst so braucht bekommen kann. Also einen Großhandel oder Adressen wo ich mich hinwenden kann.
Ich bin für jeden Tip, Adresse oder Gedanken dankbar.

Liebe Grüße
Claudi

Hallo Claudi

wenn Google mit der Suche nach „Babyausstattung“ 2,4 Mio Treffer
ausweist, bin ich mir nicht so sicher, ob das eine gute Idee ist, was
Du da vorhast.

Viel Glück
Heinz

Typisch Junge Mutti.

Ohne Direktkontakte auf den Messen kannste dein Vorhaben streichen.
siehe „Kind und Jugend Köln“. Jede 2. auch mit Korbwaren.

Gebrauchtware sofort vergessen. Verschandelt den Laden und macht ihn zur Rumpelkammer. Die Verkäufer gebrauchter Ware wollen mehr als du es zum EK. einkaufen kannst.

Möglichkeit: Igeka oder Ardek.

gruss
local

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Hallo!

Der gesuchte Großhändler beliefert auch andere Einzelhändler mit genau den gleichen Sachen. Im Ergebnis bietest Du Waren eines einschlägigen Standardsortiments an, die alle anderen Händler der Branche auch anbieten. Dann stellt sich die Frage, weshalb ein Kunde bei Dir und nicht beim Wettbewerber kaufen soll. Die Antwort in einem besetzten oder sogar überbesetzten Marktsegment läuft regelmäßig auf niedrige Verkaufspreise hinaus. Aber genau das kann sich ein Unternehmensgründer nicht leisten.

Im Markt für Baby- und Kleinkindausstattungen entwickelte sich über lange Zeit eine breite Second-Hand-Szene. Dort wurde die Luft in den letzten Jahren dünn, weil zu viele Händler auf diesen Zug aufsprangen und weil jeder Einzelhändler gegen das über Ebay zugängliche Gebrauchtwarenangebot und dessen Preisniveau alt aussieht.

Wenn Du in einem Marktsegment, dessen Zielgruppe seit Jahrzehnten schrumpft, als Einzelhändler eine Existenz gründen willst, mußt Du Dir etwas Neues einfallen lassen. Mit gewöhnlichen Großhändlersortimenten wird das nichts. Du mußt entweder neue Bedürfnisse bei Deiner Zielgruppe wecken oder Du brauchst ein spezielles Angebot für eine spezielle Teilmenge Deiner Zielgruppe. Du brauchst Alleinstellungsmerkmale. Dabei ist Alleinstellung nicht so zu verstehen, daß Du landesweit die einzige Anbieterin bestimmter Artikel sein mußt. Du mußt nur vermeiden, gegen Versandhändler wie Otto und Quelle, gegen zahllose Einzelhändler und gegen das Ebay-Angebot über den Preis zu konkurrieren. Nur zur Verdeutlichung, bitte keinesfalls als ernst zu nehmenden Vorschlag auffassen und nicht in den falschen Hals bekommen, könntest Du geeignete Kleidung/spezielle Artikel für siamesische Zwillinge anbieten. Mit solchem Angebot setzt Du Dich von der Konkurrenz ab und kannst auskömmlich kalkulieren.

Es gibt sicher auch in Deiner Branche viele Möglichkeiten, zu Alleinstellungsmerkmalen zu kommen. Du könntest Dich z. B. mit besonders hochwertigen Artikeln auf eine besonders zahlungskräftige Zielgruppe konzentrieren. Oder Du beschränkst Dich auf besonders gesundheits- und qualitätsbewußte Zielgruppen. Wenn das mit Sachkenntnis geschieht und bei Dir gibt es keine Kinderbetten mit grenzwertig großem Gitterstababstand und Du weißt genau, womit z. B. die bei Dir erhältliche Kleidung gefärbt wurde, kannst Du Dich von Wettbewerbern abheben. Dabei scheidet allerdings die Second-Hand-Schiene weitgehend aus, denn Du kannst über die Eigenschaften von Ware nur aussagefähig sein, wenn Du deren Herkunft genau kennst. Zwischen beliebigem Gramusel und gesicherter Qualität liegen nämlich bei allen Produkten Welten. Mit dem beliebigen Gramusel für wenig Geld wirst Du als Existenzgründerin vorhersehbar scheitern. Anders ausgedrückt: Bei der Beantwortung der Frage, weshalb ein Kunde bei Dir und nicht beim Wettbewerber kaufen soll, darf der Preis als Argument nicht auftauchen.

Zuerst sind also Gedanken über die Bedürfnisse einer speziellen Zielgruppe fällig. Dafür brauchst Du den Mut, Deine Zielgruppe einzugrenzen, was automatisch den Ausschluß von Käuferschichten bedeutet. Wenn Du versuchst, es jedem recht zu machen, wirst Du niemanden erreichen. Mit dem Eingrenzen der Zielgruppe geht auch eine Eingrenzung der in Frage kommenden Einkaufsquellen einher.

Gruß
Wolfgang