Guten Tag,
Wir haben ein altes schwer sanierungsnotwendiges Haus gekauft. Bj ca. 1930, Wfl. 180m², 2 Etage + Dachausbau, Fußbodenheizung ist nicht geplant. Saniert wird nach den neuen Kriterien. Und wir liebäugeln mit einem Specksteinofen - vielleicht ist das ja wichtig zu wissen.
Welche Heizung ist denn die richtige? Könnt ihr aus eurer Erfahrung etwas empfehlen? Welche Heizart habt ihr? Und warum gerade diese?
Saniert wird nach neuen Kriterien? hm…naja…was immer darunter zu verstehen sein mag?
Ich hab selbst ein altes Haus komplett renoviert. Nach dem Kauf mußte ich sogar noch den alten Badeofen entsorgen. Ich hab mich für eine Scheitholzheizung entschieden und bin sehr zufrieden damit. Die Heizung ist an eine Solaranlage gekoppelt. Ohne Solar verbrauchen wir rund 2,5 Tonnen Holzbrikett/Jahr. Das mit Warmwasser und rund 25°C in den Zimmern. Wir liegen jetzt bei rund 500€ Heizkosten/Jahr und das für ein ganzes Haus. Leider kann ich noch nicht sagen, was die Solaranlage bringt. Ich hab sie im November gekauft und erst zwischen Weihnachten und Neujahr aufs Dach bringen können. als wir die Leitung in den Keller anschließen wollten, kam der Regen, dann der Schnee.
Meine Heizung hab ich sehr groß dimensioniert. Mit 45° Vorlauftemperatur bei minus 10° Außentemperatur komme ich immer noch auf rund 25°C in den Räumen. Manche haben mich hier wirklich für bekloppt erklärt, aber nach dem ersten Winter wußte ich, daß ich richtig entschieden hab. Durch die Scheitholzheizung mußte ich auch einen Pufferspeicher anschließen und der versorgt uns, einmal aufgeheizt 24 Stunden mit gleichmäßiger Wärme. Durch die Nachrüstung mit der Solaranlage komme ich jetzt auf 1600 Liter Pufferspeichervolumen. Damit beheize ich rund 110 qm.
Außerdem arbeitet die Anlage, wenn ich das möchte, vollkommen ohne Strom. Ich hab hier das Schwerkraftprinzip wieder eingeführt. Rohrleitungen und Ventile sind dafür ausgelegt. Meine Freunde, darunter 2 Heizungsbaumeister, schüttelten nur mit dem Kopf, aber bei dem letzten Stromausfall kamen sie urplötzlich zu einem rein zufälligen Besuch vorbei. Wir hatten es ja warm
Aber davon einmal abgesehen. Am Ende muß jeder selbst wisssen, was er macht. Wichtig ist im Moment nur, daß man sich nicht mehr auf kleine Heizflächen einläßt. Da ist es wirklich am falschen Ende gespart. Wie man dann die Wärme erzeugt, hängt zum Großteil auch von den örtlichen Gegebenheiten ab. Aber Öl? Ich wage mal zu bezweifeln, daß jemand, der sich heute noch eine Ölheizung einbauen läßt, diese auch noch vor dem Versiegen der Quellen oder vor der Unbezahlbarkeit des Ölpreises, bezahlt machen könnte.