Hi @all
Ich muss in der Schule einen Vortrag über Bernhard Schlink machen. Nun suche ich noch Unterlagen. Bitte Sendet mir alles was ihr habt, wisst oder findet…
thx Dani
Hi @all
Ich muss in der Schule einen Vortrag über Bernhard Schlink machen. Nun suche ich noch Unterlagen. Bitte Sendet mir alles was ihr habt, wisst oder findet…
thx Dani
Hi Dani,
gefunden hab ich einiges, aber nicht gesichtet, weil zu umfangreich. Geh mal zu http://www.google.com und gib dort einfach „Bernhard Schlink“ ein (mit Gänsefüßchen). Ich habe keinen der Links hierherkopiert, weil´s zu viele sind - 1620, um genau zu sein. Da gibt es Werkanalysen, Biograpisches, Presseartikel - alles, was das Forscherherz begehrt 
Viel Erfolg wünscht Susanne
Kurzbiografie von Bernhard Schlink
Hi, Dani!
Damit Du Dich nicht durch 1620 Seiten bei Google wühlen musst, kriegst Du jetzt erst mal eine Kurzbiografie von Bernhard Schlink:
Geburt und Herkunft
Bernhard Schlink wurde am 6. Juli 1944 in Bielefeld geboren. Sein Vater war Theologieprofessor. Sch. wuchs in Heidelberg auf.
Ausbildung
Nach dem Abitur wollte Sch. zunächst Geschichte und Soziologie studieren, entschied sich dann jedoch für die Juristerei. Er promovierte über die „Abwägung“ und schrieb beim späteren Verfassungsrichter Böckenförde seine Habilitation über die „Amtshilfe“.
Berufliches Wirken
Als junger Professor lehrte Sch. in Bonn Verfassungs- und Verwaltungsrecht. In Nordrhein-Westfalen ist er immer noch als Verfassungsrichter in Münster tätig, obwohl es ihn nach der Wende von 1989 als Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an die Humboldt-Universität nach Berlin zog. Dort saß er am Runden Tisch und nahm an der Ausarbeitung einer Übergangsverfassung für die DDR vor der Wiedervereinigung teil.
Sch. war bereits als Autor eines Lehrbuchs über die Grundrechte sowie als Fachbuch-Autor und -Rezensent in Erscheinung getreten, bevor er seinen ersten Kriminalroman herausbrachte. Zusammen mit seinem Kollegen Walter Popp schrieb er „Selbs Justiz“ (1987), in dem sich ein Detektiv mit seiner Vergangenheit im Dritten Reich konfrontiert sieht. Seine in Kalifornien erworbenen Kenntnisse auf dem Gebiet „Recht und Computer“ ließ er in den Kriminalroman einfließen. Nach dem Erfolg des Buchs, das 1991 unter dem Titel „Der Tod kam als Freund“ vom ZDF verfilmt wurde, ließ Sch. 1988 „Die gordische Schleife“ mit dem Anwalt und Autor Georg Polger als Hauptfigur folgen. 1992 erschien „Selbs Betrug“: eine „einfallsreiche und verblüffende Variante über den Terrorismus im Zeitalter des Reality-TV“ (hbl, 5.3.1993). 1995 erschien mit „Der Vorleser“ Sch.s erster Nicht-Krimi, der von der etablierten deutschen Literaturkritik zunächst verhalten aufgenommen wurde. Die Geschichte des Romans beginnt Ende der 50er Jahre und erzählt von einer rätselhaften Liebe zwischen einem 15jährigen Gymnasiasten und einer 36jährigen Straßenbahnschaffnerin, die spurlos verschwindet und sich später in einem Prozeß, dem er als Jura-Student beiwohnt, als ehemalige KZ-Aufseherin entpuppt. Sch.s Erzählweise ist schnörkellos, bestimmt von kurzen Sätzen, einer linearen Erzählung und wenigen Figuren. Als „Erzähler von moderatem, fast angelsächsischem Auftreten“ charakterisiert (NZZ, 28.10.1995), bedient er sich einer „einfachen, lakonischen Sprache, die fast panisch Metaphern und Nebensätze meidet und dennoch mit großer Genauigkeit Situationen von filmischer Präsenz herausarbeitet“ (RM, 16.4.1999). 1997 erschien „Der Vorleser“ in den USA („The Reader“). Er hatte Erfolg als „word-of-mouth-book“, und die US-Talkmasterin Oprah Winfrey kürte es zum 1999 „Buch des Monats“. Als sie eine Besprechung von „Der Vorleser“ („The Reader“) für ihre Talkshow „Oprah’s Book Club“ ankündigte, waren innerhalb weniger Monate mehr als eine Million Exemplare in den USA verkauft. Sch. eroberte die amerikanischen Bestseller-Listen (u. a. Platz 1 der New York Times Bestseller-Liste) und trat als Stargast in der amerikanischen Fernsehshow von Oprah Winfrey auf. In der Folge steigerte sich auch noch einmal das deutsche Interesse an seinem Roman (über 500.000 verkaufte Bücher), der in 25 Sprachen übersetzt wurde. Die Filmrechte sicherte sich Miramax-Films der Brüder Weinstein („Das Piano“, „Der englische Patient“, „Shakespeare in Love“). Als Regisseur war Anthony Minghella („Der englische Patient“) im Gespräch. Auch in Großbritannien war „The Reader“ mit über 200.000 verkauften Exemplaren erfolgreich und landete als erster deutscher Roman nach „Die Blechtrommel“ von Günter Grass auf der britischen Jahresbestsellerliste 1998 (Platz 71). Sch. gilt als einer der erfolgreichsten deutschen Autoren im In- und Ausland. Für 2000 kündigte er den Abschluß einer Sammlung mit sieben Geschichten an (Arbeitstitel: „Liebesfluchten“). Außerdem begann er mit der Arbeit an einem dritten „Selb“ dessen Handlung im wiedervereinigten Deutschland spielen soll.
12. April 2000 (MA-Journal) - Der Jurist und Schriftsteller Bernhard Schlink wird vom Düsseldorfer Landtag für eine zweite Amtsperiode von sechs Jahren zum Richter am Verfassungsgerichtshof für das Land Nordrhein-Westfalen in Münster gewählt.
Werke, Publikationen
Werke: „Selbs Justiz“ (87; Kriminalroman), „Die gordische Schleife“ (88, Kriminalroman), „Selbs Betrug“ (92; Kriminalroman), „Der Vorleser“(95; Roman), „Liebesfluchten“ (2000; Erzählungen), „Heimat als Utopie“ (2000; Essays)
Preise, Auszeichnungen
Preise: Autorenpreis für deutschsprachige Kriminalliteratur „Der Glauser“ (89; für Die gordische Schleife), Deutscher Krimi-Preis (92; für Selbs Betrug), Hans-Fallada-Preis der Stadt Neumünster (97), italienischer Literaturpreis „Grinzane Cavour“ (97), Prix Laurey Bataillon (bestdotierter frz. Preis für übersetzte Literatur). Im Febr. 2000 wird er die Ehrengabe der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Gesellschaft erhalten.
20. Januar 2000 - Es wird bekannt, dass der Schriftsteller Bernhard Schlink für seinen Roman „Der Vorleser“ den mit 5.000 DM dotierten Evangelischen Buchpreis erhält.
Familie, Interessen und Hobbies
Sch. hat einen Sohn. Er lebt in Berlin und Bonn. (ah)
Adresse
c/o Diogenes Verlag, Sprecherstr. 8, CH-8032 Zürich; Tel.: 041/1 254 85 11; FAX: 1 252 84 07
Ich hoffe, ich konnte Dir damit etwas weiterhelfen und wünsche Dir viel Erfolg bei Deinem Referat!
Gruß!
Chris