Hallo zusammen,
erstmal möchte ich mich bei allen zu entschuldigen versuchen,
die ich vor etwa drei Jahren mal hier mit meinen Fragen schon-
mal genervt habe.
Schon damals hatte ich die Idee, Kurierdienste „irgendwie“ mit
Hilfe von telematischen Endgeräten zu organisieren. Es gab auch
einen Investor für das Projekt. Der hat aber das Kunststück
fertiggebracht, uns als kleines Startup über ein Jahr lang an
der Nase rumzuführen, sodaß ich alles schließlich auf Eis leg-
te, um dem grausamen Spiel ein Ende zu bereiten.
Nun will ich von vorne anfangen, auch mit einem neuen Konzept.
Das wurde von kompetenter Stelle geprüft und als „machbar“,
„innovativ“, „förderfähig“ und „lukrativ“ bezeichnet. Aber ich
würde mich gerne noch über einige Dinge bei der Basis infor-
mieren, denn alles wissen die Herren am Grünen Tisch ja auch
nicht (auch wenn sie’s behaupten).
Es handelt sich um sowas ähnliches wie eine Frachtenbörse für
Kuriere. Das ist aber nur eine Umschreibung des Business, bitte
habt Verständtnis, daß ich nicht öffentlich den Knackpunkt
poste. Bedient wird ganz Deutschland, starten werden wir in
München (Pilotprojekt).
Um entscheiden zu können, ob ich den Startschuß geben soll,
wären mir Schilderungen der jetzigen Situation von Stadt-Ku-
rieren sehr dienlich:
Verdienst, Kosten
Vertragssituation (Funkzentrale, Vermittler etc.)
Leerfahrten, Auslastung
Sonderkonditionen (Dumpingverträge usw.)
Nebentätigkeiten
Berufsgenossenschaft, Versicherungen usw.
geeignete Fahrzeuge
Ich weiß, das klingt unverschämt - so, als würde ich den Krämer
um die Ecke fragen, was er denn nun an einer Flasche Spülmittel
verdient, aber vielleicht ist der eine oder andere aus der Bran-
che doch bereit, mir Hinweise zu geben oder zu einer der folgen-
de Meinungen was zu sagen:
In den letzten Jahren hat sich bei den Kurieren ein mörderischer
Preiskampf entwickelt
2.
Der Lastkilometer Pkw Stadt wird mit etwa 25 Cent vergütet
3.
Die Auslastung bei Anschluß an einen Vermittler ging auf durch-
schnittlich 8 Fahrten täglich zurück
4.
Die durchschnittliche Fahrtstrecke Stadt liegt bei etwa 12 km,
die ins Umland bei 22 km
5.
Vermittler verlangen zunehmend längere Anfahrtstrecken und Warte-
zeiten, verhindern aber nach wie vor durch Knebelverträge und
Disposition die Annahme von selbst geworbenen Aufträgen
Wäre interessant, Eure Antworten diskutieren zu können - ich ver-
such’s einfach mal, durch dieses Posting was loszutreten.
Ihr könnt auch direkt antworten an [email protected], ich freue mich
über jeden konstruktiven Kontakt aus der Branche.
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