Hallo,
nachdem ich auf der Suche im Internet ausschließlich auf einkanalige Stromschleifensimulatoren gestoßen bin, versuche ich es mal in diesem Forum unter möglicherweise Gleichgesinnten.
Da es regelmäßig vorkommt, dass unsere Steuerungen individuell angepasst werden müssen, muss das fertige SPS-Programm abschließend auf Herz und Nieren getestet werden. Um Produktionsabläufe nicht zu gefährden, müssen die neuen Funktionen vor der Einbindung testweise simuliert und dem Kunden flexibel und anschaulich demonstriert werden. Da teilweise eine Vielzahl von Signalen auf die Reaktion der Steuerung Einfluss nehmen, wäre hierfür die Möglichkeit ideal, mit einem mehrkanaligen Sollwertgeber spontan per Hand unterschiedliche Betriebsabläufe durchfahren zu können.
Vielleicht hat jemand schon mit ähnlichen Anforderungen zu tun gehabt und kann mir einen Tip geben … Gibt es hierfür bereits ein fertiges Gerät oder müsste man sich da etwas selbst basteln?
LG, Erwinhose
Ist eine Siemens Steuerung? Dafür gibt es PLCSIM…
Ansonsten in der Hardware den Wert händisch eingeben. Ich habe in meinen Programmen einen SIM Merker der bei Simulation auf 1 ist. So kann ich über diesen Merker z.B. sagen woher der analoge Wert kommt. Also z.B. von der Karte oder manuell auf einem MW, DW usw.
Dafür würde ich keine extra Hardware von extern an die Karte kabeln…
Vielleicht hat jemand schon mit ähnlichen Anforderungen zu tun
gehabt und kann mir einen Tip geben … Gibt es hierfür bereits
ein fertiges Gerät oder müsste man sich da etwas selbst
basteln?
Hallo,
ich schliesse z.B. statt eines Pt100 ein Potentiometer an (das ich in Temperatur kalibriert habe). Ich glaube nicht, dass es sowas in allgemeiner Form gibt - natürlich wäre ein programmierbares System zur Ausgabe von analogen und digitalen Werten denkbar (eine Art arbiträrer Funktionsgenerator mit vielen Kanälen), aber dann müsste man noch Umwandler nachschalten für resistive, kapazitive usw. Sensoren. Das wäre machbar, aber sehr sehr teuer.
Gruss Reinhard
Hallo, Nachtrag:
Halbleitertester (Credence,Agilent,Teradyne) können das, auch wenn sie eigentlich für andere Zeitmassstäbe ausgelegt sind, aber das ist nur eine Software-Frage. Analoge und Digitale Ein/Ausgänge können modular bestückt werden, der Anschluss erfolgt z.B. über ein 1500 poliges Stecksystem auf eine Adapterplatine, die Device-spezifische Anpass-Schaltungen enthält, diese Platine kontaktiert dann das Testobjekt.
Der kleine Nachteil: ein Tester hat einen Einstiegspreis von ca. 1 Mio $, eine Adapterplatine kommt auf etwa 50 k$.
Gruss Reinhard