Suche Messkarte (A/D)

Hallo zusammen,

ich bin auf der Suche nach einer geeigneten Messkarte (PC ISA oder PCI slot) für eine industrielle Anwendung. Sie sollte mind. 2 analoge Eingänge (+/- 10V bevorzugt), 8 digitale Eingänge und 8 digitale Ausgänge besitzen. Messgeschwindigkeit mind. 1 kHz.
Mehr Ein/Ausgänge wären für spätere Entwicklungen ebenfalls interessant.

Habe öfters mit verschiedenen Karten von Meilhaus Electronic gearbeitet aber dabei nur schlechte Erfahrungen gemacht (waren meist auch ältere Karten).

Kann mir jemand eine bewährte Karte empfehlen oder mich auf ev. Informationsquellen hinweisen?

Vielen Dank,
Udo

Lieferanten
Hi
ohne Anspruch auf Vollständigkeit ein paar renommierte Hersteller:

National Instruments (NI)
http://www.ni.com/

Data translation
http://www.datatranslation.com/

Keithley
http://www.keithley.com/main.jsp

ich bin auf der Suche nach einer geeigneten Messkarte (PC ISA
oder PCI slot) für eine industrielle Anwendung. Sie sollte
mind. 2 analoge Eingänge (+/- 10V bevorzugt), 8 digitale
Eingänge und 8 digitale Ausgänge besitzen. Messgeschwindigkeit
mind. 1 kHz.

Obige Anbieter führen entsprechende Produkte. Persönlich habe ich mit den Messkarten aller drei Hersteller jeweils gute Erfahrungen gemacht.
Ciao Rossi

Conrad hat ebenfalls taugliche Karten.GrussHeinz J.

Danke Ros, danke Heinz.

Ich bin gerade dabei mir die Seiten durchzuschauen. Die DT300 Serie von DataTranslation ist recht interessant.

Ich versuche auch rauszukriegen ob ich die Karte bzw. den Treiber dann in Delphi ansprechen kann. Notfalls kann ich auch die Delphi-Unit schreiben, wenn ich die Deklarationen der Treiberfunktionen kenne.

Mich würden vor allem eure Erfahren interessieren. Würdet ihr mir eine spezielle Karte empfehlen?

Udo

Hallo,
habe gute Erfahrungen mit Karten von BMC gemacht.
-> http://www.bmc.de/main_fs.php4 gemacht.

Habe öfters mit verschiedenen Karten von Meilhaus Electronic
gearbeitet aber dabei nur schlechte Erfahrungen gemacht (waren
meist auch ältere Karten).

Und das bei den Preisen, die sind ja nicht grad billig, oder?
Gruß Uwi

Hallo,
habe gute Erfahrungen mit Karten von BMC gemacht.
-> http://www.bmc.de/main_fs.php4 gemacht.

Vielen Dank für den Tip. Die PCI-BASE300 habe ich jetzt schon öfters angetroffen. Kommt diese modulbasierte Karte mit einem PCI Steckplatz aus oder nimmt sie den Platz von zwei Steckplätzen ein (mit aufgestecktem Modul)?

Da ISA Steckplätze ja nicht mehr state-of-the-art sind ist es wohl besser eine PCI Karte zu verwenden.

Habe öfters mit verschiedenen Karten von Meilhaus Electronic
gearbeitet aber dabei nur schlechte Erfahrungen gemacht (waren
meist auch ältere Karten).

Und das bei den Preisen, die sind ja nicht grad billig, oder?
Gruß Uwi

Nein, sind sie wirklich nicht. Dafür sind sie verdammt lang, habe manchmal regelrecht Einbauprobleme gehabt. Naja, das eigentliche Problem war, dass die Messung unzuverlässig war. Wenn ich die A/D Kanäle laut Timimg beschrieben im Handbuch abgefragt habe bekam ich manchmal den falschen Wert gelesen. Ausserdem waren sie sehr störanfällig. Ich weiss nicht wie das mit den aktuellen Karten ist aber ich muss mich so oder so nach neuen umsehen…

Vielen Dank für den Tip. Die PCI-BASE300 habe ich jetzt schon
öfters angetroffen. Kommt diese modulbasierte Karte mit einem
PCI Steckplatz aus oder nimmt sie den Platz von zwei
Steckplätzen ein (mit aufgestecktem Modul)?

Weis nicht, wieviel ein PCI-Steckplatz an Höhe braucht.
Frag einfach nach den Abmaßen beim Anbieter.

Da ISA Steckplätze ja nicht mehr state-of-the-art sind ist es
wohl besser eine PCI Karte zu verwenden.

Das hängt von der Anwendung ab. Ich habe voriges Jahr eine
preiswerte Karte mit mehr als 20kHz Abtastrate reproduzierbarem
Timing und 2 genau so schnellen Analogausgängen gesucht.
Da kommt eine einfache PCI-Karte nicht in Frage, weil die unter
DOS nicht nutzbar ist. Unter Windows kannst das aber sowieso
vergessen. Da ist also ein alter 486 mit DOS und ISA-Steckplatz
besser als ein toller GHz-Rechner mit Windows.
Die alternative sind Karten mit eigenem Prozessor und RAM.
Die sind dann aber richtig teuer und normalerweise auch viel
leistungsfähiger.

Nein, sind sie wirklich nicht. Dafür sind sie verdammt lang,
habe manchmal regelrecht Einbauprobleme gehabt. Naja, das
eigentliche Problem war, dass die Messung unzuverlässig war.
Wenn ich die A/D Kanäle laut Timimg beschrieben im Handbuch
abgefragt habe bekam ich manchmal den falschen Wert gelesen.
Ausserdem waren sie sehr störanfällig. Ich weiss nicht wie das
mit den aktuellen Karten ist aber ich muss mich so oder so
nach neuen umsehen…

Inzwischen ist sicher vieles anders.
Die Karten waren wohl auch deshalb so groß, weil wohl ein
kompletter Rechner drauf war.
Ansonsten kann ich nur sagen, daß man für viel Geld sicher
auch was ordentliches verlangen kann.

Was BMC angeht, war das Geschäftsgebaren sehr kulant.
Die Beratung vom Vertrieb allerdings nicht sehr fachmänisch.
Die hatten mir zuerst einen PCI-Karte mit Windows-Software
verkauft, ohne die oben genannten Probleme zu kennen.
Der Analogausgang war auch viel zu langsam.
Die Karte wurde aber anstandslos zurückgenommen, gutgeschrieben
und kurzfristig eine andere, sogar billigere geschickt.
Im Zweifelsfall also nicht beim Vertrieb, sondern gleich einen
richtigen Fachmann fragen.
Gruß Uwi

Weis nicht, wieviel ein PCI-Steckplatz an Höhe braucht.
Frag einfach nach den Abmaßen beim Anbieter.

Ich meinte da mehr die Höhe der Platine da dort ja zusätzlich noch eine Mudulkarte aufgesteckt werden muss und ich daran zweifelte, dass direkt angrenzend noch eine weitere PCI Karte platz hat. Das hat sich aber erledigt, da diese Karte eine eigene Blende mit 37poligen Stecker für die Digitalports benötigt, also sowieso 2 Steckplätze einnimmt.

Bei BMC habe ich aber auch externe Lösungen mit USB gefunden (MEM-ADF). Mit 10 kHz Summenabtastrate und jeweils 4 I/O Leitungen ist das Teil ideal, da so kein Einbau notwendig ist und es wohl so auch besser geschirmt ist. Blöd ist nur, dass es unter WinNT kein USB gibt… :frowning:

Da ISA Steckplätze ja nicht mehr state-of-the-art sind ist es
wohl besser eine PCI Karte zu verwenden.

Das hängt von der Anwendung ab. Ich habe voriges Jahr eine
preiswerte Karte mit mehr als 20kHz Abtastrate
reproduzierbarem
Timing und 2 genau so schnellen Analogausgängen gesucht.
Da kommt eine einfache PCI-Karte nicht in Frage, weil die
unter DOS nicht nutzbar ist.

Naja, ich habe prinzipiell nichts gegen die ISA Steckplätze. Mit DMA oder Interrupt-Polling sind sie auch nicht schlecht. Allerdings findet man diese Schnittstelle in modernen PCs gar nicht mehr. Ok, es werden noch Industrie-PCs mit älteren Prozessoren und Mutterplatine verkauft, aber die sind teuer und für meine Anwendung nicht notwendig.

Unter Windows kannst das aber sowieso vergessen.

Kommt wiederum auf die Anwendung an. In meinem Fall geht es nur um Messdatenerfassung ohne Steuerung. Die Anwendung erfordert zwar ca. 1 kHz Abtastrate von 3 analogen Eingängen aber mit einem FIFO-Puffer und NT/2000/XP Betriebssystem kann diese Abtastrate leicht gehalten werden (auch unter DOS würde ich auf das Polling-Verfahren verzichten). Gleichzeitig werden auch Daten ausgewertet, angezeigt und (im Netz) abgespeichert. Das Ganze lief vorher unter MS-DOS ohne viel grafische Anzeige und soll nun geändert werden.

Die alternative sind Karten mit eigenem Prozessor und RAM.
Die sind dann aber richtig teuer und normalerweise auch viel
leistungsfähiger.

Hmm, ich zweifle ob man für einen FIFO Puffer unbedingt einen Prozessor benötigt. Das schnelle USB-Modul (ca. 350 €) enthält aber tatsächlich einen RISC-Prozessor (in Gegensatz zu den anderen, langsamen Modulen).

Inzwischen ist sicher vieles anders.
Die Karten waren wohl auch deshalb so groß, weil wohl ein
kompletter Rechner drauf war.

Mir ist klar, dass die Karten heute nicht mehr so gross sind (obwohl, so klein sind sie nun auch wieder nicht). Dass ein kompletter Rechner drauf wäre, ist mir neu.

Ansonsten kann ich nur sagen, daß man für viel Geld sicher
auch was ordentliches verlangen kann.

Ganz deiner Meinung. Auf der anderen Seite sind fast alle Karten, die ich gefunden habe, Multifunktionskarten mit 16 analogen Ports und 24 digitalen Leitungen. Ich brauche das alles einfach nicht…

Was BMC angeht, war das Geschäftsgebaren sehr kulant.

Mir hat die detaillierte und einfache Beschreibung im Handbuch gefallen, wenn es denn nur korrekt wäre… :wink:

Grüsse,
Udo

Hallo Udo,
bei uns ging es um die Erfassung von Signalen mit 100 kHz - MHz Bandbreite. Die Karten waren jeweils ok. Ich weiss nicht, ob sie noch in der Form auf dem Markt sind, an die konkreten Produktnummern kann ich mich leider nicht mehr erinnern. Für Deine Applikation wären sie aber sowieso sicher überdimensioniert und zu teuer (jeweils ca 10000 DM). Wie gut die kleineren Brüder und Schwestern dieser Messkarten sind weiss ich nicht, aber NI und Keithley haben beide einen sehr guten Ruf („Edelklasse“), auch der Ruf von DT ist sehr gut.
Ciao Rossi