Hallo,
Dann will ich mal schauen, ob ich etwas Licht ins Dunkel bringen kann.
- PDFs lesen.
Das können alle Palms und PocketPCs. Die pdfs müssen einen Konvertierungsprozess durchlaufen, bei dem die Größe reduziert wird und das Dokument in ein PDA-freundliches Format gebracht wird. Das dauert je nach Größe des pdf ein paar Sekunden bis ein paar Minuten und ist ziemlich schmerzlos.
Das Display sollte einen guten Kontrast haben
und möglichst nicht spiegeln
Das Gerät mit dem besten Kontrast musst Du selbst finden, da gibt es leider zu viele Unterschiede. Daher Geräte nie blind im Internet kaufen, immer vorher ansehen. Wichtig ist auch die Auflösung (bei Palm meist 320x320, manchmal 320x480, bei PocketPC meist 240x320, manchmal 480x640).
- Akkulaufzeit: wenigstens 10 Stunden sollten es schon sein.
Akku bevorzugt.
Das kannst Du Dir bei einem Farbgerät abschminken. Die normale Akkulaufzeit ist je nach Gerät 4-7 Stunden. Etwas höhere Laufzeiten kann man erreichen, wenn man die für manche Geräte (z.B. Dell Axim) erhältlichen stärkeren Zusatzakkus kauft.
Laufzeiten von 10 Stunden erreichte man nur mit den älteren Graustufengeräten mit PalmOS (besonders hervorzuheben hier der Handera330 und TRGpro, aber auch der Palm IIIxe). Diese gibt es so gut wie nicht mehr.
- PocketPC bevorzugt. Ich bin die Windows-Oberfläche gewöhnt
und möchte möglichst unkompliziert Dateien und kleine
Programme von meinem XP-Rechner weiter benutzen.
Das eine steht mit dem anderen in keinem Zusammenhang. Dass PocketPC-Geräte aufgrund Ihres OS besser mit Windows harmonieren ist ein Fehlschluß. Auch auf einem PocketPC kann man nur Programme verwenden, die für dieses Betriebssystem geschrieben wurden. Eine „Konvertierung“ von Programmen von Windows zu PocketPC ist nicht möglich. Pocket Word auf dem PocketPC ist nicht ein „konvertiertes“ Word, sondern eine einfache Textverarbeitung unter dem PocketPC-Betriebssystem.
Dateien können zum Teil ohne Umwandlung auf einen PDA verschoben werden. Das ist aber nur dann sinnvoll, wenn auf dem PDA sich auch eine Software befindet, die mit diesen nativen Daten etwas anfangen kann.
wie umständlich ist die Konvertierung von Windowsprogrammen für
Palm? Wie groß ist der Anteil Windows->:stuck_out_tongue_winking_eye:alm konvertierbarer
Programme?
Wie schon beschrieben funktioniert das nicht so.
Zum Thema Software: für PalmOS gibt es um den Faktor 10 mehr Software als für PocketPC, darunter viel mehr Freeware und Shareware. Allerdings sind das oft nur kleine Tools. Die „großen“ Programmtypen (Officeanwendungen, Player, Bildbearbeitung usw.) sind für beide Plattformen vorhanden und kosten in etwa das selbe.
Konvertierungen von Daten sind völlig schmerzlos und erfolgen meist vom Benutzer unbemerkt während der Synchronisation von PDA und PC.
- USB-Anschluss. Sind 1 oder 2 Anschlüsse Standard oder
kostet USB deutlich mehr als kein USB?
Hier liegt eine Fehlinformation Deinerseits vor. Wenn bei einem PDA dabei steht „USB-Anschluss“, heißt das nicht, dass man USB-Geräte an den PDA anschließen kann, sondern dass man den PDA an den USB-Anschluss des PCs anschließt. Peripherie wird an den PDA über die vorhandenen proprietären Anschlüsse, öh, angeschlossen.
Es soll demnächst PDAs mit einem USB-Hostanschluss geben, bei denen dann Anstöpseln von USB-Peripherie möglich ist. Das wäre hauptsächlich für Tastaturen und USB-Memorysticks gedacht. Mäuse werden vom OS nicht unterstützt.
- MP3 hören für unterwegs. Wie groß ist durchschnittlich die
Speicherkapazität von PDAs? Wie teuer ist es, ihn zu erweitern
bzw. welche Möglichkeiten außer Flash-Karten gibt es
überhaupt, will man noch mobil bleiben?
PocketPCs haben normalerweise 64-128 MB Speicher, einige auch mehr. Palms haben 2-64 MB (Ausnahme T5 mit 160 MB), da palmbasierte Daten und Programme viel kleiner sind. Es macht also wenig Sinn, mp3 auf dem PDA selbst zu speichern (bei den meisten Palms geht das auch nicht). Speichererweiterung findet über Flashkarten statt.
- W-LAN wäre nett, ist aber nicht zwingend.
Gibt es sowohl bei Palm als auch bei PocketPC eingebaut oder als Steckkarte nachzurüsten. Bei PocketPC ist die Modellauswahl mit WLAN etwas größer. WLAN geht übrigens extrem auf die Batterie. Meines Wissens gibt es keinen PDA, der mit aktivem WLAN länger als 2 Stunden durchhält.
- Wie steht es mit der Lebensdauer von PDAs, d.h., muss ich
bei durchschnittlich gebrauchten ebay-PDAs damit rechnen, dass
sie oder ihre Akkus nach einiger Zeit einfach aufgrund des
Alters den Geist aufgeben? Wie teuer ist ein neuer Akku für
PDAs?
Ehrlich gesagt würde ich keinen PDA gebraucht kaufen, der älter als 6 Monate ist. Bei Li-Ion oder Li-Polymer Akkus, die häufig in PDAs verwendet werden, ist die Lebensdauer nicht von den Ladezyklen abhängig, sondern auf ca. 2-5 Jahre ausgelegt, egal auf welche Weise sie nachgeladen werden. Man geht davon aus, dass die Lebensdauer des Akkus der Lebensdauer des PDAs entspricht. Es gibt nur wenige Geräte bei denen der Akku vom Benutzer austauschbar ist.
Ich möchte jetzt noch keine spezielle Empfehlung abgeben, da ich den Eindruck habe, dass bei Dir noch viel Informationsbedarf besteht. Vielleicht hast Du die Möglichkeit, Dir im Geschäft oder bei Bekannten mal einen Palm oder PocketPC anzuschauen und Dir einen Überblick über die Funktionalitäten zu verschaffen.
Einen einfachen Palm zum pdf-Lesen mit Graustufendisplay bekommst Du neu unter 120 EUR. Ein Gerät mit WLAN und austauschbarem Akku kostet aufwärts von 350 EUR.
Ich hoffe, das hilft ein bißchen. Falls Du noch weitere Fragen hast, nur zu 
Gruß,
Myriam