hi thomas!
[…]
Das tut dieser Teil aber hauptsächlich
deshalb, weil sie die Naturwissenschaft
nur vom Hören-Sagen kennen.
ich glaube aber, dass es mit der theologisch-religiösen „bildung“ der gläubigen nicht besser bestellt ist. es ist ja im glauben weniger das wissen als eben der glauben ausschlaggebend.
ich sage nicht, dass atheisten ihr „vertrauen“ zu recht in die naturwissenschaften setzen…
vergisst du völlig die vielfalt religöser
formen und glaubensinhalte
Nein, das habe ich nicht vergessen, aber
wenn ich das auch noch ausdiskutiert
hätte, wäre der Beitrag zu lang geworden.
das einerseits, aber er wäre auch und vor allem (m.E.) in der form und der aussage gar nciht mehr möglich gewesen. um noch ein relativ naheliegendes beispiel zu nennen: der islam begreift sich ja auch als eine folgereligion von juden- und christentum. dann hat dein entwicklungsstrang schon drei äste, die alle modernität und richtigkeit für sich beanspruchen. das klingt einfahc ganz anders als dein einfach gewickelter strang. und ich spreche nur von EINER tradition, und das sehr grob - keine unterscheidung von sunniten und schiiten, von orthodoxen und gemäßigten juden, von kopten, griech.-orthodoxen, katholiken, protestanten, freimaurern, mormonen, zeugen jehovas. was, wenn nun noch vielfältige buddhistische, hinduistische, chinesische, japanische, australische, ozeanische, afrikanische, indianische etc.pp. traditionen einbezogen werden sollten?
das nimmt einer religion mit wahrheitsanspruch einfach sehr viel wind aus den segeln - weil sie plötzlich selbst nur noch minderheit ist. und ich glaube, die erfahrung, minderheit zu sein, ist sehrsehrsehr viel wert - vor allem, wenn das bewusstsein einsieht, dass jede(r/s) minderheit ist…
Hier gehen eine ganze Reihe interessanter
Überlegungen ab.
da muss ich dir zustimmen.
(…)
Dieser Punkt ist unabhängig von meinen
Überlegungen. Personen, die ihre Religion
als die einzig Wahre betrachten und
gleichzeitig bereit sind, andere mit
Gewalt zu bekehren, brauchen keine
zusätzlichen Argumente, sondern nutzen
alles, was ihnen unter die Finger kommt,
um sich zu rechtfertigen. Dabei wird dann
problemlos jede Wahrheit oder Aussage
zurechtgebogen.
mit einer argumentation wie deiner kannst du aber (ungewollt) solch eine bewegung unterstützen, weil sie sich prima einfügt. dein text wäre dann einer von denen, die jenen „unter die finger“ kommen, und er müsste nicht mal sonderlich zurechtgebogen werden: er bietet sich beinahe an.
wenn du hingegen mit einem zaunpfahlwink auch auf die kulturelle vielfalt weltweit hinweist, haben solche fanatiker einen um vieles schwereren stand, ihre argumente klingen tausendmal so hohl, wenn du simple tatsachen und banale fragen dagegenhältst. und: du schützt deinen text gegen missbrauch und dich selbst vor missverständnissen.
machs gut
jonas