Suche neuen Hausverwalter - worauf achten?

Moin,
wir suchen einen neuen Verwalter - worauf sollte man Achten?
Welche Fragen immer stellen?
Einfach den billigsten nehmen?
Umfang der Arbeiten?
Danke vorab
D.

Hier in der Nähe gab es eine spektakuläre Pleite einer Hausverwaltung, wo Rücklagen in größerem Umfang veruntreut wurden.

1 „Gefällt mir“

Servus,

macht das wie mit einem Bewerber auf einen angebotenen Arbeitsplatz:

Lasst ihn selber darstellen, was seine Leistungen sind, worauf er besonderen Wert legt, wo er seine Schwachstellen sieht („keine“ gibt es nicht und ist eine Lüge) und was er sich von Euch für eine gute Zusammenarbeit erwartet.

Und dann entscheidet Ihr.

führt unter jeder Garantie zu einer leichten bis mittleren Katastrophe - in dieser Branche sind jämmerliche Amateure unterwegs.

Schöne Grüße

MM

2 „Gefällt mir“

wenn ich das richtig verstanden habe so sind wir die erste Hausgemeinschaft auf ihrem Schreibtisch. Sie macht das erstmal von der Küche aus…

Dann sollten die ersten Fragen in Richtung “Was muss ein Hausverwalter leisten und können und haben?” gehen. Informationen sollten im Internet zu finden sein. Hier mein ungeprüfter erster Treffer:

Was brauche ich als Hausverwalter laut Gesetz? Dein umfassender Leitfaden! - Hausverwalter Wissen

2 „Gefällt mir“

und was konnte sie über ihre Qualifikation erzählen? Und über ihren Werdegang? Hatte sie mal, vielleicht als angestellte Mitarbeiterin, mit der Materie zu tun?

Schöne Grüße

MM

Ich habe schon eine gute Handvoll Hausverwalter „durchgemacht“ und muss sagen, dass selbst die beste Präsentation, gute Gespräche, tolle Bewertungen etc. am Ende täuschen können. Aber irgendwelche Anhaltspunkte braucht es ja….

Meine Empfehlung:

  • nicht pauschal den günstigsten nehmen; tatsächlich hatte ich mit den günstigsten Verwaltern immer auch die meisten Probleme. mE entstehen durch niedrige Preise Engpässe im Personal, was du dann ausbaden musst
  • Online-Bewertungen lesen
  • Verwalter vorstellen lassen
  • ggf. andere WEGs nach Erfahrung fragen
  • darauf achten, dass die Verwaltung digitalisiert ist: Es gibt nichts schlimmeres als einen Verwalter, der auf Papier- und Kartei setzt
2 „Gefällt mir“

sicher nicht, die Kosten sind nur ein Faktor von vielen wie z.B. Qualifikation, Erreichbarkeit/Notfallmanagement, transparente Kostenstrukturen, Zertifikate (IHK)/Verbandsmitgliedschaft, Versicherungsumfang usw.

damit fallen Erfahrungswerte und mögliche Referenzen schon mal weg → muss kein k.o.-Kriterium sein aber auf der Positiv-Seite fällt das eben auch weg.

Macht Euch eine Liste der Dinge die Euch wichtig sind, sortiert nach „must have“, „should have“ und „nice to have“ und lasst „Sie“ Stellung zu den einzelnen Punkten nehmen.

Hier ist noch eine Checkliste als Hilfestellung: Verwalter-Checkliste

2 „Gefällt mir“

Danke für die vielen Infos.
Da muß ich mich jetzt ersteinmal durecharbeiten.
Über das Ergebnis der Sitzung werde ich Euch Berichten.
D.

1 „Gefällt mir“

Bei einer Einzelperson, die das

macht, stellt sich auch die Frage, ob und wie dann bei Urlaub, Krankehit, sonstiger Abwesenheit eine Vertretung geregelt ist.

&tschüß
Wolfgang

2 „Gefällt mir“

Servus,

zwei bescheidene Rückfragen:

welche Aussagekraft sollten diese haben? Wenn ein Hausverwalter auf diese Reklamestrategie setzt, kann er ohne besonderen Aufwand Dutzende positiver „Rezensionen“ kaufen und (über eine entsprechend spezialisierte Agentur) alle Negativen entfernen lassen, so wie es die Null gemacht hat, die auf diese Weise die nicht besonders pfiffige Vertreterin von 3/4 der Wohnungen in unserer Eigentümerversammlung tief beeindruckt hat, so dass wir jetzt damit leben müssen, dass keine nennenswerte Kommunikation mehr zwischen Verwaltung und Eigentümern stattfindet, keine Abrechnung auch nur im Ansatz richtig ist und anstehende Arbeiten ausschließlich an Kumpels der Null, in ihren Metiers ebenfalls Nullen, vergeben werden.

Was sollte das den Eigentümern bringen? Es ist völlig gleichgültig, ob ein Verwalter mit iX-Haus, RELion, dem Taylorix Fixomat, einem Durchschreibebuch oder einer KIadde arbeitet, deren Organisation nur er selbst kennt - entscheidend ist, was hinten herauskommt.

Bei der Null, die ich oben erwähnt habe, führt der Digitalisierungsfimmel, den sie bedient, um mit der Mode zu gehen, dazu, dass Kommunikation mit den Eigentümern ersetzt ist durch ein lustiges Such- und Ratespiel in Gestalt eines katastrophal organisierten Online-Portals, in dem man wegen unsinniger Begriffe und noch unsinnigerer Befüllung durch die Null ganz schlicht nichts finden kann: Weder ernst gemeinte Abrechnungen (in einem Dschungel von Entwürfen, Vorschlägen und wegen Fehlern auf halber Strecke liegengebliebenen Versuchen) noch Wirtschaftspläne noch Einladungen und Tagesordnungen zu Eigentümerversammlungen oder Protokolle von solchen - einfach nichts.

Was sollte „Digitalisierung“ im Vergleich zu direkter, konkreter Kommunikation zwischen Verwalter und Eigentümern denn bringen? Das einzige Digitale, was hier wegen Zeitersparnis einen Vorteil bringt, ist die Kommunikation per E-Mail, über die man wohl ungefähr vierzig Jahre nach deren Einführung nicht mehr zu diskutieren braucht.

Schöne Grüße

MM

Hallo,

natürlich können Bewertungen auch mal gefälscht sein. Es gibt aber viele Verwalter, bei denen man bei Google schon einen Bewertungsschnitt von 2,x hat…. meist mit Bewertungen a lá „seit Wochen nicht telefonisch erreichbar“ etc. Da wird dann schon einiges klar. Und wenn man in einer kleinen Stadt lebt, findet man bei den Bewertern auch schnell mal Bekannte… das hat mir auch schon geholfen.

Mit Digitalisierung ist vor allen Dingen gemeint, dass ich nicht 4 Wochen warten muss, wenn ich eine Abrechnung von 2023 nochmals benötige. Entweder der Verwalter hat ein Self-Service-Portal oder kann es mir eben schnell durchschicken, ohne dass der Praktikant im Keller suchen muss. Alles schon erlebt.

Natürlich: Wenn der Verwalter am Ende ein Saftladen ist und sich nur gut präsentieren kann, dann hat man am Ende trotzdem Ärger…aber an irgendwelche Anhaltspunkte muss man sich ja halten…

1 „Gefällt mir“

Servus,

in der Tat ist ein digitales Archiv beim Aufrufen irgendwelcher Dokumente wesentlich schneller als ein papierenes - ich arbeite aktuell mit beidem, „wir“ archivieren seit 2024 digital. D.h. für Belege oder Dokumente aus der Zeit 2017 - 2023 brauche ich ungefähr fünf bis sechs Minuten, für Belege oder Dokumente aus der Zeit 2024 - 2026 ungefähr zwei. Die Zeit, die am Aufruf gespart ist, wird beim Ablegen bei „uns“ ungefähr zehnfach investiert - wobei das natürlich davon abhängt, wie oft irgendwelche Belege aus zurückliegenden Perioden überhaupt gebraucht werden.

Kommt natürlich auch drauf an, wie man sowas implementiert - klar kann man jedem eingehenden Beleg, egal ob Papier oder digital, eine eigene fortlaufende Nummer verpassen, die mit diesem Beleg fest verknüpft ist und unter der er sowohl abgelegt wird als auch aufgerufen werden kann, und klar kann man eine Indexierung definieren, die ein lernfähiges System nach und nach auf dem eingehenden Beleg erkennen und zuordnen kann.

Aber davon sind „gängige“ Systeme zur digitalen Archivierung wie DocuWare je nach Einsatz Meilen bis Lichtjahre entfernt.

Moral: Digitalisierung für sich alleine ist kein geeignetes Kriterium. Entscheidend ist, wie ein Hausverwalter - egal ob auf Papier oder per *.pdf oder mit dem unsäglichen Zugfäärd (Jaja, das ungefähr vierzig Jahre alte Format ETIN beherrschen die Jungs schon, aber der Name ist absolut unterster Scheißdreck) - organisiert ist.

Schöne Grüße

MM