Suche Rezept: Türkischer Dip

Hallo,

mein Lieblingstürke hatte immer leckere Dips, jetzt hat der Besitzer gewechselt, er ist der Meinung daß sich diese Dips nicht lohnen. Ich habe also versucht, das Rezept zu erfragen. Ganz einfach, hieß es, einfach Joghurt, Quark, und dann entweder Spinat, Aubergine oder Möhren anbraten, unterrühren, nach Belieben etwas Salz und Knoblauch, fertig.

Ich dachte mir sofort, daß das nicht so schmeckt wie im Original. Also fragte ich nach und bekam zur Antwort „Viel Joghurt, wenig Quark“. Da der neue Inhaber sehr lieb ist, aber wenig deutsch spricht, und ich dankbar war, daß er mir überhaupt das Rezept verraten hat, wollte ich ihn nicht weiter nerven.

Doch ich finde mit viel Joghurt, wenig Quark, wird das Ganze zu dünnflüssig. Muß ich vielleicht einen anderen Joghurt nehmen? Im Original war es eine feste Masse, so wie Magerquark wenn er aus der Packung kommt. Wer jetzt schon einen Rezepttipp hat, möge ihn mir bitte nennen und bitte nicht weiter lesen.

ich bin kein Koch, auch kein Hobbykoch. Ich kann halt Essen zubereiten. Als Liebhaber der schnellen Küche habe ich mir heute die Zutaten von Salatzubereitungen aus der Tüte durchgelesen. Ich fand, daß die Mischung „würzige Gartenkräuter“ dem Geschmack am nächsten kommt. Also habe ich mir heute folgendes Rezept ausgedacht:

300g Naturjoghurt
150g Magerquark
Knorr Salatkrönung „Würzige Gartenkräuter“
2 EL Olivenöl
Ein Würfel TK Spinat

Spinat klein hacken
Olivenöl in der Pfanne erhitzen und Spinat anbraten
Joghurt, Quark und Salatkrönung in eine große Schüssel geben
Spinat in die Schüssel geben und mit einem Schneebesen vermischen
Ca. 2 Stunden kalt stellen.

Dazu Ciabatta oder Fladenbrot reichen.

Ergebnis: Etwas zu dünnflüssig, aber lecker. Ein mächtiges Abendessen für eine Person, leckere Vorspeise für 3 Personen

Desgleichen lässt sich mit Auberginen oder Möhren zubereiten.

Nun die Frage an die Kochexperten: Wie kann ich dererlei Dips _frisch_ zubereiten?

Danke + Gruß, Dennis.

Hallo,

ich kenne diese Dips zwar nicht, kann aber ansonsten sehr gute türkische Hausmannskost kochen. Spreche halt mal aus dieser Kocherfahrung heraus:

Du hattest selbst schon die Idee - anderer Joghurt. Kauf einen nach türkischem Rezept hergestellten beim „Bakal“ (türkischer Tante-Emma-Laden). Türkischer Joghurt ist viel fester als der Deutsche. Noch etwas: nicht so viel rühren - damit machst aus fast jedem Joghurt eine Flüssigkeit.

Was mich wundert ist der Quark. Türken verwenden normalerweise keinen Quark. Nicht einmal beim Cecik (heißt bei den Griechen Zaziki). Die werden im Original nur aus Joghurt hergestellt.

Evtl. die angebratenen Zutaten auch erst abkühlen lassen. Wärme macht auch den Joghurt flüssig.

Im Sommer kannst dann dazu Ayran trinken: Joghurt, wenig Salz und Wasser zu einer dickflüssigen Milch verrühren und gekühlt trinken. Soll sehr gesund sein und den Durst gut löschen.

Ach ja, das Wort Joghurt, fast weltweit wird es verwendet, stammt aus dem Türkischen und wird dort Yoghurt geschrieben.

Gruß
Ingrid

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Dennis,
lege dir ein Küchenhandtuch in eine Sieb. Packe dort den Joghurt rein,
und lass ihn mehrere Stunden abtropfen. Dann erreichst du genau
die Konsistenz dir du haben willst.
Hoffe, es hilft dir weiter,
Gruß, Thomas

Hallo Ingrid!

An Dich, als eine in türkischer Küche erfahrene Hausfrau, gleich noch eine andere Frage.
Diese leckeren gefüllten Paprika beim Türken, wie kann ich die selbst machen?
Bei den Mengen, die unser Sohn davon verdrücken kann, werde ich noch arm!

Danke,
Angelika

Hallo Dennis,
Du kannst auch mal googlen mit einigen Zutaten Deines Dips und immer noch „türkisch“ dazuschreiben.
Evtl. hilft Dir auch diese Rezeptesammlung:
http://www.kostenlose-rezepte.net/index.php?suche=Au…

Oder schau doch mal in einer Bücherei nach türkischen Kochrezepten.

Gruss,
Kleiner_König

Hallo Angelika,

nun arm werden sollst Du nicht. :smile:) Allerdings bin ich weit weg von zu Hause und komme an die von meiner Ex-Schwiegermutter überlieferte Rezeptsammlung nicht ran. Mach es aus dem Gedächtnis - somit sind die Mengenangaben „Gefühlssache“ und nicht so ganz genau.

Dann hast Du nicht geschrieben, ob Du die kalten oder die warmen „Dolmas“ möchtest.

Das A + O bei den türkischen Paprikas ist der Paprika. Diesen beim türkischen „Bakal“ kaufen. Er ist kleiner und viel dünnhäutiger und dünnfleischiger als der bei uns normalerweise verwendete Paprika. Nicht den länglichen spitzen Paprika (heißt glaube ich Carliston) nehmen, sondern die kleinen runden (sehen wir hellgrüne Miniaturen unseres Paprikas aus) Paprikas kaufen. Sie heißen DOLMA (was gefüllt bedeutet).

Zutaten für 4 Personen (ca.-Angaben):
1 Tasse Reis (möglichst beim Türken kaufen - NIE Parboiletreis nehmen)
2 Tassen Wasser
1/2 Teel. Salz
etwas Butter/Margarine

1 Zwiebel kleingeschnitten
300 g Rinderhack (oder Lammhack)
etwas gehackte Petersilie
etwas Paprikapulver (je nach Geschmack scharf und/oder mild)
Salz
Pfeffer
8 bis 10 Dolmas (kleine türkische Paprikaschoten)
etwas Butter

1 bis 2 Eßl. Tomatenmark
1/2 ltr. Fleischbrühe
etwas Butter
etwas Speisestärke

In etwas Butter den gewaschenen, abgetropften Reis in einem Topf solange unter rühren rösten, bis er die Farbe ändert. Nicht braun werden lassen.
Mit Wasser auffüllen, Salz dazu und dann unter rühren aufkochen lassen. Wenn er kocht, Deckel drauf und die halbe normale Kochzeit, also 10 Minuten unter kleiner Flamme köcheln lassen - Deckel nie abnehmen.

Inzwischen die gehackte Zwiebel im Fett anschwitzen. Hackfleisch dazu und unter rühren gar machen. Würzen nach Geschmack.

Dann Reis und das angebratene Hackfleisch vermengen.

Bei den Paprikas vorsichtig den Deckel am Stil abschneiden und das Kernhaus samt Kernen entfernen. Die Reis/Fleischmasse einfüllen. Wenig von der Fleischbrühe in die Paprika gießen und den Deckel ohne Stil auflegen.

Etwas Butter in einer Kasserolle erhitzen und die Paprikas einsetzen. Nicht zu lange anbraten lassen. Die restliche Fleischbrühe zusammen mit dem Tomatenmark vermengen und damit ablöschen.

Mit geschlossenem Deckel in den Backofen und bei mittlerer Hitze garen. Wenn fertig, die Soße mit ein wenig Speisestärke binden und nach Geschmack würzen. Oder originaltürkisch dazu einen Yoghurt (natur) als Soße essen. Türken essen dazu Brot, es schmeckt aber auch gut Reis dazu, der wie oben vorbereitet, aber dann 20 Minuten gekocht wird.

Mit dieser Füllung kannst Du auch andere Gemüse füllen. Zum Beispiel Weinblätter. Bei der Soße dann das Tomatenmark weglassen.

Gefüllte Auberginen und Zucchini haben ein etwas anderes Rezept bzw. eine andere Vorbereitung.

Willst Du kalte Dolmas machen, Hackfleisch weg lassen, statt Butter Olivenöl verwenden. Unter den Reis, vor dem Kochen, einige Korinthen und Minze mischen. Machen sich gut auf einem türkischen kalten Buffet. Die Füllung kann man auch für kalte gefüllte Weinblätter verwenden.

Viel Spaß beim Einkaufen und kochen

Ingrid

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

3 „Gefällt mir“

Hallo Ingrid!

Das ist wirklich lieb, vielen Dank und ein Sternchen.

Angelika

Hallo,

vielen Dank für die Antworten. Jeder Tipp war wirklich hilfreich, so daß ich im Laufe des Sommers meine Dips immer weiter perfektionieren kann.

Danke nochmal!

Dennis