hi,
ich brauche ganz dringend den songtext von Ronny Trettmann - Grossvater.
bitte antwortet schnell, denn ich brauch ihn bis morgen früh…im inet hab ich leider nix gefunden:/
mfg corali
hi,
ich brauche ganz dringend den songtext von Ronny Trettmann - Grossvater.
bitte antwortet schnell, denn ich brauch ihn bis morgen früh…im inet hab ich leider nix gefunden:/
mfg corali
Habe nur mal ein bisschen Tante Google bemüht… 
Es ist um halb 4, mitten in der Nacht,
ich und Opa – wir trinken noch’n Schnaps,
alle anderen haben sich schon längst flach gemacht.
Die ganze Familie – es war ein guter Tag.
Wir hatten uns ne Weile nicht gesehen,
und ich freu’ mich – bei ihm ist alles schön.
Ich hör’ ihm zu – und er ist am Erzählen.
Wir denken nicht daran, schlafen zu gehen.
Wenn Großvater erzählt, dann wird es spät,
denn er hat so viel erlebt.
Es ist wie, als wird die Zeit zurückgedreht
Und man ihm noch mal als Jungem gegenübersteht.
Keiner hat ihn je gefragt,
keiner wollte ihm zuhören.
Doch die Erinnerungen kann man nicht zerstören,
kann sie ihm nicht nehmen,
weil sie ihm gehören.
Wenn Großvater erzählt,
erzählt er vom Krieg.
Er spricht von Oma, Belagerung und Sieg.
Und vom Kreuzfeuer auf feindlichem Gebiet.
Und dann begreife ich,
warum er sonst zu allem schwieg.
Dann erzählt er, wie man seine Einheit voll und ganz aufrieb,
und sein engster Freund tot im Graben liegen blieb.
Er war erst 16 Jahre alt,
als er die Heimat abschrieb,
und in Kriegsgefangenschaft geriet.
In Sibirien unter Tage in aussichtsloser Lage,
Spitzhacke in der Hand, kurzgeschorene Haare,
In einem fremden Land, Strafarbeit für Jahre,
nichts zu essen, keine Frau und Tabak Mangelware.
Seine gesamte Kindheit war eine Militärparade,
seine ganze Jugend eine todbringende Strapaze,
Er ist der einzige Großvater, den ich habe,
hör ihm zu, manchmal stelle ich ihm ‘ne Frage.
Wenn Großvater erzählt, dann wird es spät,
denn er hat so viel erlebt.
Es ist wie, als wird die Zeit zurückgedreht
Und man ihm noch mal als Jungem gegenübersteht.
Keiner hat ihn je gefragt,
keiner wollte ihm zuhören.
Doch die Erinnerungen kann man nicht zerstören,
kann sie ihm nicht nehmen,
weil sie ihm gehören.
Wenn Großmutter erzählt, erzählt sie vom Krieg,
vom letzten Brief, den Großvater von der Front schrieb,
von ihrer Familie, wie man sie vertrieb,
und dann weiß ich, warum sie sonst zu allem schwieg.
Und dann beschreibt sie, wie es ist, wenn man flieht,
alles verliert und die letzten Freunde nie mehr sieht.
Und wie jung sie war, und gerade frisch verliebt.
Und damals stolz zu ihrem Freund aufs Moped stieg.
Sie kam vom Lande – sogenannte arme Leute,
früh aufstehen und Feldarbeit war alles, was sie kannte.
Und die Nazis waren für sie eine Verbrecherbande,
sie nahmen ihr den Mann und nannten sie eine rote Schlampe.
Sie litt mit Zwangsarbeitern, Hungernden und Todkranken,
Schmuggelte Brotlaiber durch die Lagerschranke.
Überlebte Dresden, als die Stadt lichterloh brannte.
Ich höre zu, und manchmal denke ich – .
Wenn Großmutter erzählt, dann wird es spät,
denn sie hat soviel erlebt.
Es ist wie, als wird die Zeit zurückgedreht.
Und man ihr noch mal in jungen gegenübersteht.
Keiner hat sie je gefragt,
keiner wollte ihr zuhören.
Doch die Erinnerungen kann man nicht zerstören,
kann man ihr nicht nehmen,
weil sie ihr gehören.
Wenn Großvater erzählt, dann wird es spät,
denn er hat so viel erlebt.
Es ist wie, als wird die Zeit zurückgedreht
Und man ihm noch mal als Jungem gegenübersteht.
Liebe Grüße!
oh man…daaaaaannnkkkeeee!!!