Ich ziehe bald in meine erste Wohnung und dort befindet sich
noch ein alter Durchlauferhitzer.
Diesen wollte ich gerne gegen einen neueren, evtl. Moderneren
und damit vllt auch stromsparenderen ersetzen. Ein Blick auf
den alten DE verriet mir, dass dieser 18kW/h verbrauchte.
Er verbraucht 18kWh pro h. Er hat eine Leistung von 18kW.
kWh = Energie, Arbeit
kW = Leistung
kWh sagt, was man geleistet hat
kW sagt, wie schnell es ging
Hier besteht keine Korinthenka**erei von mir, sondern es ist gerade bei solchen Themen zum Verständnis des Problems wichtig, Größen und EInheiten nicht zu mixen.
Dies find ich schon als eine beträchtliche Menge.
Wer Wasser während des Durchlaufens erhitzen will, der benötigt hat eine solche Leistung. 18kW sind kleine Geräte.
Die Normgröße ist heute eher 21kW.
Ich habe kurz gegoogelt und rausgefunden, dass es auch einen
hydraulischen DE gibt?
Und der jetzige ist ein elektronuisch geregelter? Der also nicht nur zwei Stufen hat, zwischen denen man wählen kann, der nicht beim Einschalten klack-klack macht?
Dieser verbraucht weniger Strom, ca
6,8kW/h.
Grmpf.
Sollte es ein Gerät mit 6,8kW Leistung sein (sehr merkwürdige Leistungsstufe), dann hat er halt weniger Leistung. Um 100l Wasser von 10° Einlauf auf 38° Auslauf zu bringen, verbraucht er genau so viel Energie wire ein 18kW oder 27kW Gerät. Nur benötigt er dafür deutlich mehr Zeit = langsamere Durchflussgeschwindigkeit des Wassers.
Zudem regelt ein hydraulisch gesteuerter DLE die Leistung nicht stufenlos passend zur eingestellten Wunschtemperatur, sondern kann nur in zwei Stufen schalten.
Ein 6,8kW Gerät wird zum Duschen kaum reichen.
Zum Duschen würde ich sowieso niemals einen hydraulisch gesteuerten DLE empfehlen!
Das klassische Problem:
Man dreht Heißwasser an. Der DLE geht auf Stufe 2.
Nun kommen 45°C heißes Wasser aus der Brause. Zu heiß!
Also wird der Mischer mehr in Richtung kalt gedreht (vom Ansatz her schon blöd: Erst zu heiß machen, dann Kaltwasser beimischen).
Dabei sinkt aber auch die Durchflussmenge durch den DLE, und der kann dann auf Stufe 1 zurückschalten, was dann dem Duschenden nach 10s Wunschtemperatur einen kalten Schauer beschert. Dann wird wieder herumgeregelt, bis man endlich eine erträgliche Temperatur hat. Das bis dahin vebrauchte Heißwasser geht ungenutzt in den Ausguss.
Also:
Wenn Du sparen willst, dann setze einen elektronisch geregelten DLE ein. Spare nicht an der Leistung, die begrenzt nur die maximal zur Verfügung stehende Durchlaufmenge. Allerdings besteht die Gefahr, dass z.B. bei einem 27kW Gerät:
- die Elektroleitungen überlastet werden (darum vorher prüfen lassen!)
- die zur Verfügung stehende Heißwassermenge übergroß ist und man dann mit unnötig hoher Duirchflussmenge duscht
Gegen das erste Problem hilft der Fachmann.
Gegen das zweite Problem hilft ein Drosselventil, Selbstdisziplin oder ein (leider auch sehr teurer) Komfort-DLE, bei dem man die Durchflussmenge elektronisch begrenzen kann.