Suche unabhängige, förderfähige Energieberatung für Gebäudesanierung Kosten und Qualität

Wie findet man eine gute, unabhängige förderfähige Energieberatung für eine Gebäudesanierung und was kostet sie?

  1. Hat jemand Erfahrung mit der Energieberatung ecohome? (Festpreismodell)
  2. Hat jemand Erfahrungen mit Experten der Seite Energieeffiziensexperte
    https://www.energie-effizienz-experten.de/expertensu…

Was sollte ich noch beachten?

Vielen Dank an alle für den Erfahrungsaustausch

persönliche Empfehlung
Hi!
Eine gute persönliche Empfehlung für einen Architekten oder Bauingenieur vor Ort ist durch nichts zu ersetzen. Man kann nämlich auch direkt nach Referenzen fragen und die Bauherren vielleicht sogar direkt ansprechen und nach ihren Erfahrungen mit dem Anbieter fragen.

Und den Anbieter kann man dann ja direkt fragen, welche seiner Leistungen wie genau förderfähig sind. Bin mir nicht mehr sicher, ob es da pauschale Preise gibt, habe hierein paar Zahlen gefunden - Quelle musst Du selbst einschätzen. Ich meine aber, wir haben für unser Einfamilienhaus auch um die 900 € bezahlt (und die Hälfte wieder bekommen)

  1. Hat jemand Erfahrung mit der Energieberatung ecohome?
    (Festpreismodell)

Nein. Bin auch immer skeptisch bei solchen „Marken“ - mir ist für mein individuelles Haus ein individuelles Angebot lieber. Und erfahrungsgemäß geht für den Markenauftritt wertvolles Geld und Energie flöten, die man bei einem direkten Kontakt sinnvoller einsetzt.

  1. Hat jemand Erfahrungen mit Experten der Seite
    Energieeffiziensexperte
    https://www.energie-effizienz-experten.de/expertensu…

Als Ausgangspunkt scheint mir das nicht so schlecht zu sein. Erstmal eine Liste erstellen lassen und davon ausgehend sich mal umhören, wer mit den Leuten schonmal zu tun hatte. Wobei ich gerade bei einem kleinen Test festgestellt habe, dass die Liste irgendwie nicht vollständig ist - unser Architekt steht z.B. nicht drin (?)

Was sollte ich noch beachten?

Thermografieaufnahmen sind meistens zu Beginn unnötiger Hokuspokus… Dass alte Fenster viel Wärme durchlassen, das weiß ich auch so, dazu muss ich nicht sehen, dass die rot oder gelb sind :smile:

Das Geld für einen guten Energieberater zahlt sich auf jeden Fall aus. Wir haben noch längst nicht alles umgesetzt, aber durch die Beratung eben auch erfahren, welche Maßnahmen sich am ehesten auszahlen und welche technisch am einfachsten und in welcher Reihenfolge sinnvoll für uns sind.

Der Architekt hat uns die Handwerker vermittelt und noch einen Auftrag für die Bauüberwachung bekommen. Auch diese Kosten haben sich 100% gelohnt. Als Baulaie (trotz mehrfach vorhandenem technischem Wissen) habe ich doch keine Erfahrung mit Dichtungsbahnen, Verklebungen und den kritischen Stellen. Und die Arbeitsteilung in good Cop (wir, es gab Getränke, Kaffee und Kuchen für die Handwerker) und etwas bad cop (der Architekt, der ihnen täglich auf die Finger geguckt hat und dessen weitere Empfehlung den Handwerkern auch wichtig war) hat sich bewährt…

Grüße
kernig

Hallo Solunalux,

primär sollte eine Energieberatung individuell auf den speziellen
Einzelfall angepaßt und wirklich unabhängig/neutral gehalten sein.
Die Förderfähigkeit ist in Relation zu sehen zu dem gewollten Ergebnis.
In der Vergangenheit war die „Vor-Ort-Beratung“ des Bundesamtes für
Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA-Beratung) empfehlenswert - aber (dies
ist meine Auffassung) inzwischen mit soviel „Pflicht“-Ausarbeitungen verbunden,
die für den einzelnen Beratungsempfänger zu oft nicht benötigt werden.
Der Umfang des BAFA-Berichtes ist quantitativ toll, aber verschlingt mit diesen
peripheren Aussagen soviel Zeit, daß dieser Aufwand oft mit der Fördersumme
ziemlich gleichzieht.
Von Festpreismodellen halte ich nicht viel, was nicht heißen soll, daß vorher eine
verbindliche Abstimmung über den Leistungsumfang und das Honorar erfolgen
muß.
Aber ob mit einer Beratung über ein Unternehmen die neutrale Zielsetzung
(Materialien, Haustechnik etc.) bleibt, möchte ich nicht beurteilen.

Die „dena-Liste“ ist inzwischen ein Auffangbecken verschiedenster Qualifikationen geworden. Leider hat sie auch die „BAFA-Liste“ einvernommen, die früher
Garant war, einen fachlich speziell ausgebildeten, unabhängigen  Sachverstänigen zu bekommen.
In der Expertenliste sind diese Berater unter „unabhängige Vor-Ort-Beratung (BAFA)“ aufgeführt. (wer Böses denkt, könnte den Begriff der „Unabhängigkeit“ einmal in Zusammenhang mit den anderen Beratungspunkten hinterfragen). 
Es wird mit Sicherheit kein Fehler sein, zunächst nach einem Experten zu recherchieren, der für diese „unabhängige Vor-Ort-Beratung (BAFA)“ zugelassen ist. Es handelt sich in der Regel um Ingenieure und Architekten, die bei ihren jeweiligen Länderkammern als „Staatlich anerkannte Sachverständige“ geführt werden, nachweislich unabhängig sind und Fortbildungsverpflichtungen haben.
Weiter: Die KfW hat den Sektor der Baudenkmal-Sanierungen insoweit von den „normalen“ Sanierungen abgekoppelt, als daß im Rahmen dieser Förderungen ausschließlich Sachverständige zugelassen sind, die über die BAFA-Qualifikation hinaus noch von der WTA (Wissenschaftlich-Technischen Arbeitsgemeinschaft für Denkmalpflege) zertifiziert sind.
Soweit zur Expertenliste der dena. Es sind also durchaus Qualifikationssprünge vorhanden.

Eine alternative Förderung von individueller Energieberatung ergibt sich mit der Inanspruchnahme der Sanierungsprogramme 151/152/430 der KfW, wobei eine sogenannte „Baubegleitung“ durch einen Sachverständigen (muß bei der KfW zugelassen sein - siehe dena-Liste) über das KfW-Programm 431 nennenswert gefördert wird.
Näheres über den KfW-Link:

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/…

Was die Kosten angeht, würde ich zurückhaltend sein bei billigen Angeboten.
Eine Architekten- bzw. Ingenieurstunde kann mit 70 - 100 EUR im Durchschnitt berechnet werden. Und - je nach gewünschtem Leistungsumfang - kann bei einem schlichten Einfamilienhaus ein halber bis zu einem ganzen Tagessatz zusammenkommen.
Dies schließt natürlich eine Bestandserfassung einschl. Berechnung des Ist-Zustandes und möglicher Varianten ein.

MfG
R. Schneider

Halllo  Zunächst einmal ist zu beachten, dass ein Berater auch zugelassen ist wenn Förderungen für Investitionen anstrebt werden . Es gilt der Grundsatz: Ohne Bescheinigung eines zugelassenen Sachverständigen gibt es auch keine Förderung. . Zugelassene unabhängige Berater findet man hier:

http://www.bafa.de/bafa/de/energie/energiesparberatung/  

Zugelassene Berater haben sich bei der Beratung immer an gesetzliche Vorgaben zu halten, wobei nach meiner pers. .Meinung vorwiegend staatliche Interessen verfolgt und gewissen Lobbyisten Aufträge zugeschanzt werden, was mit den Interessen von Investoren teils erheblich kollidiert. Technisch gesehen sind heute nämlich schon Alternativen möglich, die sich auch ohne Zuschüsse besser rechnen als die diejenigen Lösungen mit staatl. Förderung.Ich finde es bedauerlich dass großen Teilen der Bevölkerung solche Lösungen vorenthalten sind. Es ist also zunächst die interessante Frage zu klären ob eine möglichst hohe Förderung, eine ökologische oder aber auch die langfristig wirtschaftlichste Vorgehensweise für den eigenen Geldbeutel angestrebt werden soll, bevor der geeignete Sachverständige ausgewählt wird. Ich hoffe ich konnte Ihnen mit meiner Antwort weiterhelfen