Suche vorverstärker für Pro ject Debut 3

hallo,
ich suche für mein Plattenspieler debut 3 von pro ject ein geeigneten Vorverstärker unter 200 Euro. Ich habe schon überlegt einen azure 640 p
zu nehmen da er preislich als auch klanglich sehr gut sein soll. Jedoch wurde mir erklärt das vorverstärker und plattenspieler auch von ihren technischen werten zusammenpassen müssen. Hat jemand dazu eine Antwort?

Jako

der Plattenspieler ist relativ wurscht. Der TA den du verwenden willst ein bedeutend wichtigerer Faktor. Was ist den der Rest der Kette?

ich muss zugeben das der rest der kette noch nicht wirklich ausgereift ist: onkyo verstärker a-9511. und zwei relativ gute selbstgebaute Regallautsprecher. allerdings gibt es eine zweite anlage die meinem vater gehört hierbei handelt es sich um 10 jahre alte jvc geräte in guten zustand und neum besserem netzkabel. daran kommen zwei magnat 9007.

Hi

naja, der Onkyo ist ein ordentliches Gerät (für das Baujahr…)… nur eben ohne Phono-Eingang.

Deine Überlegung, da der Dreher ja nun festzustehen scheint, sollte als nächstes sein was für ein TA-System du verwenden willst. Das ist nun nicht zuletzt von deinem Bargeld abhängig und sollte zum Arm passe (Masse/Compliance). Auch sollte klar sein das der gewählte Dreher ein Einsteiger-Plattenspieler ist, und sicher nicht zu den Guten gehört.

Also: Entscheidung ob MM, MI, HO-MC oder MC -System.

MM/MI/HO-MC erfordern keinen speziellen Vorverstärker, reinweg die RIAA-Entzerrung ist nötig. HO-MC-Systeme haben in der Regel einen niedrigeren gain als gängige MM-Systeme, da wäre ein Gerät mit anpassbarem Pegel, aber unbedingt notwendig ist das nicht. Im Grunde tut es eben jeder Enntzerrer-Vorverstärker ab 20€, nach oben ist da keine Grenze gesetzt, aber ob bei der Peripherie anderes sinnvoll ist ist fraglich. Genauso fragwürdig wie „bessere“ Netzkabel.

Ich stehe arg auf die HO-MCs von Ortofon wie X3MC (nur noch antik…) oder das aktuelle MC3Turbo (oder die kleineren Geschwister wie MC1Turbo), bis 200€ kommt man da hin.

Wenn du dich für ein MC-System entscheiden solltest ist ein spezieller Übertrager nötig, da solltest du schauen einen anpassbaren (Abschlusswiderstand, Gain) Phonopre für MC (oder MM/MC) zu bekommen, was aber sicher etwas ins Geld gehen wird.

Jedenfalls steht VOR dem Pre die Entscheidung für welches TA-Prinzip und dann für welches System. Zu beachten wäre die Armmasse bei der auswahl des Systems.

Alles Zurück: Nun lese ich gerade das der Debut 3 nen magnetischen Blech-Plattenteller (wie kann man so nen Mist bauen) hat der MC-Systeme ausschliesst. Vermutlich auch HO-MC. Der ProJect glänzt auch noch mit mieser Verarbeitungsqualität…

Also: es bleibt nur MM(MI) als Abnehmprinzip. Ortofon 2M Blue oder eher das Red (Blue ist schon etwas overdressed für den Dreher) wäre dann was was ich ausprobieren würde. Da würde ich auch noch nicht zu irgend nem Pre greifen der ins Geld geht… natürlich auch nicht zu billigstem Chinesenzeug. Was ordentliches halt. Muss sicher nicht die 100€ überschreiten.

Für deutlich wichtiger würde ich auch ohne den Raum zu kennen ne ordentliche Wandhalterung erachten um von schwingenden Böden abzukoppeln. Massive Wände vorausgesetzt, an Trockenbau brauchste das auch nicht versuchen. Die Laminat-Pest überträgt Schwingungen wie ne Membran, Erschütterung ist das letzte was ein Plattenspieler brauchen kann.

Gruss, pita

nein es sollte deim mm system bleiben vielleicht mal ein TA ortofon white und dann auch einen acrylteller. habe gehört das soll ganz gut zusammenspielen. und ja der vorverstärker sollte nicht mehr als 200 euro kosten.

und, für welche Cartridge entscheidest du dich? Ob Pre mit anpassbarem Pegel würde ich entscheiden anhand des abgegebenen Signals… sehr niedrige wirst du sicher ausgleichen wollen, es nervt etwaswenn andre Quellen deutlich lauter sind als phono.
Dann ist die Frage ob variabler Abschlusswiderstand für dich Sinn macht, z.B. wenn du vorhaben solltest mehrere unterschiedliche Carts zu verwenden oder öfter mal zu wechseln. Unterschiedliche Carts können sehr unterschiedliche Abschlusswiderstände benötigen.

Jetzt am Anfang werde ich noch den mitgelieferten Cartridge benutzen (OM 5E).Zu Weihnachten werde ich dann aufrüsten auf einen OM 10/Super OM 10 (was ist der Unterschied?).Bessere Cartridges werden wahrscheinlich nicht sinnvoll sein. Also sollte der Pre Verstärker soweit anpassbar sein das er mit beiden klar kommt!

Oder wäre ein andere Cartridge für unter 90 Euro (Shure/Grado/…) für den Debut 3 sinnvoll?

OM5e ist (immerhin, elliptischer schliff) die unterste Kategorie Ortofon OM. OM10/OM20 sind jeweils ein grosser Schritt weiter… ich benutze ein OM10 manchmal zum Einlesen (neben einem MMC20e). Das System kann bleiben, ist gleich, Nadelupgrade reicht bei den OM. Auch bei Blue/red etc kannst du per Nadel upgraden.

Was für ne effektive Masse hat denn dein Arm? Der ist sicher nicht VTA-justierbar - oder (Armhöhe)? Das ist uU nötig wenn Carts unterschiedliche Bauhöhen haben und die Armneigung verändern. Wenn der Arm nicht einstellbar ist, dann muss man uU mit dünneren/dickeren Matten oder Spacern unter der Cartridge arbeiten.

Ich würd bei dem Dreher nicht mehr als 150 für’s System ausgeben… nahezu jeder klassiker der oberen Mittelklasse ist besser verarbeitet und aufwendiger gefertigt als der Tscheche.

Unterschiedliche Systeme brauchen unter Umständen unterschiedlichen abschlusswiderstand. Es gibt pres bei denen man diesen per Steckbrücke ändern kann. Das wäre ideal… aber diese Geräte liegen in einer höheren Preiskategorie.
Das istb ein thama in das du dich einlesen musst. Der Abschlusswiederstand verändert den Klang der Systeme deutlich. Melde dich bei Audiokarma an und siuch nach Pstings von catman, der hat sich ausführlich mit dem Thema beschäftigt, englischkenntnisse Voraussetzung.

Hallo Jako,

der Cambridge Azur 640 P ist für sein Geld ein sehr gutes und hervorragend verarbeitetes Gerät mit dem Du nichts falsch machst. Du hast damit nicht nur die Möglichkeit MM sondern auch MC-Systeme zu betreiben. Das Gerät selber besitzt ausserdem noch einen Subsonicfilter! welches bei Geräten in dieser Preisklasse nicht unbedingt üblich ist.

Als System für den ProJect Debut 3 würde ich Dir entweder ein Ortofon 2M red (ca. 80,- €) oder alterantiv ein Nagaoka MP100 (ca. 60,- €) empfehlen.

Ich selber würde das Nagaoka nehmen da es für sein Geld ein hervorragendes System ist welches nicht nur neutral sondern auch sehr ausgewogen spielt. Die Rundnadel löst noch gut auf und ist gutmütig was vor allem ältere Platten angeht. Das Nagaoka selber ist eigentlich ein MI-System was aber anschlussmässig wie ein MM-System angeschlossen wird. Neben 5 mV Ausgangsspannung wird es - wie bei den MM-System üblich - mit 47 kOhm abgeschlossen. Die Nadelnachgiebigkeit (Compliance) dürfte bei rund 20 µm/mN (Gewicht: 6,5 gr.) liegen was bei Deinem Tonarm passen dürfte. Des weiteren hast Du mit dem Nagaoka optional die Möglichkeit auf Mono- bzw. Schellackeinschübe zurückzugreifen. Ich selber benutze das System auf einem Dual 1019 (Baujahr 1967) und muss sagen, dass es mir sehr gut gefällt.

VG

Peter