Sündenfall war „vorprogrammiert“ ?!

Gott hat also die Natur(-gesetze) und das Leben geschaffen und mit allen nötigen Parametern ausgestattet, auf das es sich entwickle- gut.
Eine mitgegebene Haupteigenschaft des Menschen ist seine Neugier, sein Forscherdrang, sein logisches Denken, ohne dem es ja keine Entwicklung gäbe. Ich setze dabei voraus, dass auch Adam und Eva dies mitgegeben wurde (wenn nicht, hat sich die Frage schon erledigt). Salopp gesprochen, ist es doch dann naiv anzunehmen, dass sie nicht irgendwann mal auch die verbotene Frucht kosten (= erforschen) werden. Und sie und alle Nachkommen dann dafür zu bestrafen… na ja, ich weiß nicht…
Klaus

Moin Klaus

Eine mitgegebene Haupteigenschaft des Menschen ist seine
Neugier, sein Forscherdrang, sein logisches Denken, ohne dem
es ja keine Entwicklung gäbe.

und sein freier Wille und sein Unterscheidungsvermögen zwischen Gut und Böse.

Ich setze dabei voraus, dass auch Adam und Eva dies mitgegeben wurde (wenn nicht, hat sich

die Frage schon erledigt). Salopp gesprochen, ist es doch dann
naiv anzunehmen, dass sie nicht irgendwann mal auch die
verbotene Frucht kosten (= erforschen) werden.

Mit anderen Worten, sich gegen Gottes Gebot - nicht von der Frucht zu essen - zu entscheiden. Unmittelbar danach wussten A+E das sie Böses getan hatten ohne das ihnen das jemand mitgeteilt hatte.

Und sie und

alle Nachkommen dann dafür zu bestrafen… na ja, ich weiß
nicht…

die sog. Ursünde hat den Weg zu Gott für jeden Menschen unterbrochen. er kann für jeden persönlich wiederhergestellt werden, das ist die andere Seite.

Gott wollte keine marionetten - wäre für ihn wohl kein Problem gewesen. er wollte Menschen die sich für ihn entscheiden. zu abstrakt?

Gruß

Felix

Tja, freier Wille usw… *grins*

Interessant ist doch vor allem auch, das „Gott“ solch einen Baum überhaupt erschaffen hat - was für einen Nutzen hatte er? War er irgendwie überlebenswichtig? In dem Sinne stimme ich dir zu, eigentlich hat sich „Gott“ da einen üblen Scherz erlaubt… Der Baum war nur da um eine Verführung darzustellen.
Hm… Wobei mir gerade einfällt das Christen auch so argumentieren könnten: „Gott“ hat ja auch einen ewigen Gegenspieler, Teufel oder Satan. Ganz bestimmt hat dieser den Baum in das Paradies gebracht und der allmächtige musste ihm diese Chance der Fairness halber lassen.
(Ironie kommt in diesem Text mit Absicht vor ^_^)

Gott hat also die Natur(-gesetze) und das Leben geschaffen und
mit allen nötigen Parametern ausgestattet, auf das es sich
entwickle- gut.

Das ist eine mosaische Deutung der Schöpfung, es gibt andere weitaus Intelligentere. Nach diesen ist die Schöpfung ein permanenter Akt, ohne Anfang und Ende, und vor allem ohne diesen schrecklich zornigen alten JudenGott mit Bart.

Eine mitgegebene Haupteigenschaft des Menschen ist seine
Neugier, sein Forscherdrang, sein logisches Denken, ohne dem
es ja keine Entwicklung gäbe. Ich setze dabei voraus, dass
auch Adam und Eva dies mitgegeben wurde (wenn nicht, hat sich
die Frage schon erledigt). Salopp gesprochen, ist es doch dann
naiv anzunehmen, dass sie nicht irgendwann mal auch die
verbotene Frucht kosten (= erforschen) werden. Und sie und
alle Nachkommen dann dafür zu bestrafen… na ja, ich weiß
nicht…
Klaus

Das Bild von Adam und Eva ist eine reine Allegorie und steht für ein in ferner Vergangenheit stattgefundes spirituelles Ereignis. Auch hier ist das Wort „Bestrafung“ fehl am Platze. Es war einfach die natürliche Folge, vom Erlangen mentaler Fähigkeiten. Schließlich mußten wir mal aus der reinen Tierexistenz (Adam/Eva) herauskommen.

mfg
rolf

die Frage schon erledigt). Salopp gesprochen, ist es doch dann
naiv anzunehmen, dass sie nicht irgendwann mal auch die
verbotene Frucht kosten (= erforschen) werden. Und sie und
alle Nachkommen dann dafür zu bestrafen… na ja, ich weiß
nicht…

Wieso bestrafen? Nachdem sie das einzige Geheimnis des Paradieses erforscht hatten, wären die beiden in ihrer unstillbaren Neugier und Forschungsdrang doch elendig verkümmert, hätte Gott ihnen nicht ganz neue Felder, Rätsel und Geheimnisse aufgetan. Er hat sie also dankenswerterweise aus der ewigen Langeweile des Paradieses in die unerforschten Welten des irdischen Jammertals entlassen.

SCNR,
Schorsch

hi

.ihr müßt natürlich in den entsprechenden Zeiten denken!
.es wurde ja der Baum nicht während dessen erschaffen, sondern lange Zeiten davor, bevor all das mit den Menschen geschah!
.damals war auch Luziver ein Engel!
.im Laufe der Zeit, wurde er jedoch zum Teufel!
.nun den Baum wird es aber bereits gegeben haben!
.die Infektion des Baumes mit den entsprechenden die Schambringenden kann doch dann im Laufe der Zeit vom Teufel stattgefunden haben…

cu

Hallo Klaus.

Salopp gesprochen, ist es doch dann
naiv anzunehmen, dass sie nicht irgendwann mal auch die
verbotene Frucht kosten (= erforschen) werden. Und sie und
alle Nachkommen dann dafür zu bestrafen… na ja, ich weiß
nicht…

Die Welt wurde von haSchem als nicht vollständig erschaffen, sie war noch nicht perfekt. Erst der Mensch als Partner in der Schöpfung sollte dieses erreichen. Hierzu hätte es nicht vielem bedürft. Nur eine Mitzwa hatte G’tt vorgesehen: Gehorsam gegenüber dem Ew’gen. Das Verbot lag also nicht in der Frucht.

Diese Entscheidung lag aber ganz beim Menschen. Somit war dieses nicht vorbestimmt. Hätte er sich anders erschienen, hätte sofort das meschianische Zeitalter begonnen.

Durch die Sünde wurde aber die Welt von G’tt entfernt, es entstand ein Abstand, welche wir wieder überwinden müssen. Dieses würde ich aber nicht als Strafe verstehen, würde ja auch heissen, immer noch im Ungehorsamkeit zu denken.

Schönes Wochenende, git schabbes,
Eli

Hallo Ali.

.es wurde ja der Baum nicht während dessen erschaffen, sondern
lange Zeiten davor, bevor all das mit den Menschen geschah!

Nu, ich würde bei ein paar Tagen nicht gerade von einer langen Zeit reden.

.damals war auch Luziver ein Engel!

Was hat dieser damit zu tun?

.die Infektion des Baumes mit den entsprechenden die
Schambringenden kann doch dann im Laufe der Zeit vom Teufel
stattgefunden haben…

Der Baum hat weder die Scham noch die Sünder gebracht, sondern alleine die Handlung des Menschen. Er handelte wider G’tt und dachte er könne dieses verstecken. Aber als dann haSchem ihn fragt, wo er ist, erkannte er sich selbst, erkannte das sein Handeln nicht im Verborgenen war.

Scholem,
Eli

Hallo,

in der Bibel steht, lasst uns Menschen machen, gemäß unserem Gleichnis.
Mit „unserem“ meinte Gott die Geisteswesen im Himmel ( Engel etc.)

Der Mensch bekam somit im Unterschied zu aller anderen Schöpfung die Gabe des freien Willens.
Alle Tiere z.B. handeln nur instinktiv. Der Mensch handelt in gewissen Situationen auch instinktiv, dies dient aber meist dem „Selbserhaltungstrieb“ und ist eine physiche Schutzfunktion. Der Mensch kann sich aber im Unterschied zum Tier auch „frei entscheiden“, dadurch hat er die Möglichkeit zu Philosophieren oder Freude an die von ihm entwickelten Dinge ( Musik, Malerei u.s.w.) zu haben.

Interessanterweise fand das erste „Fehlverhalten“ dieser „freien“ Schöpfung im Himmel statt indem sich ein mächtiger Engel gegen Gott erhob und später Satan der Teufel genannt wurde was nichts anderes heißt als Widersacher oder Verleumder.

Dieses mächtige Geistwesen trug die Rebellion gegen Gott auf die Erde nieder indem er Adam und Eva verführte indem er zu A+E sagte sie werden bestimmt nicht sterben wenn sie von der Frucht essen würden. Damit wurde er zum „Vater der Lüge“.

Die Frage, ob nun A+E eine Chance hatten der Verführung Satans standzuhalten da sie doch nur Menschen waren und ungleich ggü. Satan nur über menschliche Fähigkeiten verfügten stellt sich in sofern nicht, da die Treueprüfung ggü. Gott nur darin bestand sein Gebot zu halten nicht von der Frucht zu essen ( also keine allzu schwierige Aufgabe).

Trotzdem verstießen A+E dagegen, somit geschah dies in voller Absicht und war nicht vorprogrammiert.

Dennoch hat Gott seinen Sohn gesandt, damit die Menschheit gerettet werden kann ( siehe Thread weiter unten „ Tod Jesu“).

Gruß Peter

Hi Klaus,
provokant: es war eine göttliche Prüfung. Gott wollte die „ideale“ Kreatur schaffen, jedem Bösen abhold. Und nachdem er noch nach der Schöpfung behaupten konnte: „Und er sah, dass es gut war“, hat er in der Schaffung des Ideals dieses höchsten Wesens, dem Menschen, versagt. Und er ließ dem Unvermögen seinen Lauf in der Erkenntnis, dass es keine Götter neben ihm geben wird, die er sich vielleicht zu seiner Gesellschaft schaffen wollte, weil ER einzigartig ist (er versuchte sie zu formen nach seinem Ebenbild).
Gruß,
Anja

Moin,

Durch die Sünde wurde aber die Welt von G’tt entfernt, es
entstand ein Abstand, welche wir wieder überwinden müssen.

Wieso müsst ihr das ?
Oder anders gefragt: Was hättet ihr ganz konkret davon ?

Gruß
Marion

zwei Denkfehler:

  1. habern einige Tiere logisches Denkvermögen (nur 2 Beispiele von vielen: Affen und alle Walarten)
  2. wenn Gott den menschen nicht verführen wollte, warum hat er überhaupt diesen Baum der Erkenntnis in das Paradis gestellt? Doch nur darum, um ihre von ihm gegebene Intelligenz herauszufordern und sie endlich dorthin zu locken, wo sie diese Intelligenz steigern konnten: zum Baum der Erkenntnis. Vermutlich hat der Erfinder dieser erbaulichen Geschichte gar nicht einen Baum (Apfelbaum) gemeint, sondern nur den Sprung des menschen vom Primitiven zum Intelligenzwesen. Eeinem Wesen, das sich immer weiter entwickeln muss und kann.
    M.W. verlangen alle Religionen von ihren anhängern mehr oder weniger drastisch das Fortentwickeln, das Lernen.
    Sozusagen: Forschung (im weitesten Sinne) ist gottgewollt und eine Art Gottesdienst. Dieser „Baum“ war keine prüfung, sondern eine listige Art, den Menschen zum denken und zum Wagnis zu bringen.
    Wen mman die „Nahtod“-Erlebnisse zusammenfasst, dann wird man immer wider auf diesesn Lernbefehl stoßen.
    Grüße
    Raimund

Die Geschichte vom Sündenfall in Genesis 3 ist ein Mythos, das heißt, dass man nicht glauben muss, dass dieses Ereignis wirklich so stattgefunden hat. Dieser Mythos wurde in den Kanon (Buchauswahl) des Alten Testaments aufgenommen, weil er Antworten auf grundlegende Fragen der Menschen gibt. Ich verstehe diesen Mythos so, dass Gott den Menschen grundsätzlich mit einem freien Willen ausgestattet hat. Dann gehört es auch dazu, sich gegen die Gebote Gottes (die verbotene Frucht ist nur ein Symbol für ein solches Gottesgebot) entscheiden zu dürfen. Wir Menschen spüren dann aber auch die Konsequenzen unseres Handelns. Stellvertretend kann man dies bei Adam und Eva erkennen. Gott bestraft sie zwar, handelt dabei aber wie ein guter Vater, der sich trotzdem um seine Kinder sorgt: Er gibt Ihnen Kleidung und weist ihnen einen neuen Lebensraum zu. Um mit Leibnitz zu sprechen, der sich im Zummenhang mit dem Theodizee-Problem auch mit dem freien Willen des Menschen auseinandergesetzt hat: Die von Gott geschaffene Welt ist nicht vollkommen, aber die beste unter den möglich denkbaren Welten.
Anita Franziska

ich lese diese geschichte als die geschichte von der entstehung der ethik. als parabel. der mensch ist als einzige spezies zu einer ethik fähig, d.h. er hat die macht zum ungehorsam. hätte er die nicht, wäre er ein tier und würde seinen instinken „vorprogrammiert“ folgen und immer „das richtige“ tun. aber nun hat er die freie wahl. und da er die freie wahl hat, gibt es gute und schlechte taten. als „test“ gibt es ein ganz simples verbot: das nicht essen! und prompt gehorcht er nicht. die darauffolgende „strafe“ ist pro forma. denn was soll das für eine strafe sein, zu arbeiten und kinder zu haben? es ist das leben selbst! aber irgendeine „strafe“ muß folgen, sonst wäre es ja keine übertretung. und so wurde der mensch ein wenig wie gott, weil er wissentlich dinge tun kann, die entweder gut oder schlecht sind.

gruß
datafox

die Erkenntnis von Gut und Böse
Hallo Klaus,

es heisst in meiner Ausgabe doch Sinngemäß, dass A+E nicht vom Baum der ERKENNTNIS essen dürfen. Es geht also nicht um irgendeine Frucht, um irgendein Verbot dass ein Kind trotzdem bricht.

Fakt ist doch m.E., dass ich in dem Augenblick aus meinem Paradies vertrieben werde, in dem ich darüber richte, was Gut und was Böse ist. Und so erging es auch A+E. Das wird ja am Beispiel der Nacktheit auch nochmal explizit erläutert.

Insofern ist dies natürlich ein Parabel, aber in der Gott „vorher“ schon gewarnt hat. Entweder moderner, gottgleicher Mensch, oder im Paradies, und wir haben nunmal den anderen Weg gewählt, während mein Hund noch immer im Paradies lebt.

P.S.: vielleicht hat es so schonmal jemand von Euch erlebt. 5 Parteien leben in einem neuen Haus, nun schon 10 Jahre, alle haben sich aneinander gewöhnt, tolle Hausgemeinschaft, alle arrangieren sich. Dann auf einmal zieht jemand neues ein, stellt seinen Kinderwagen im Flur rechts ab, statt links wie der Vormieter, kehrt Montags, statt freitags oder höhrt Techno statt walzer. Und auf einmal ist dem Nachbar klar, … dass geht aber nicht.

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