Sütterlin?

Moin, ich habe eine schreckliche Schrift, und wollte diese daher verbessern. Spontan ist mir Sütterlin (altdeutsch) eingefallen. Nur, ich kann das nicht ganz einfach lesen. Zur Zeit bin ich auf dem Weg des Abiturs, insofern weiß ich nicht ob es den Lehrern auch so geht, was denkbar schlecht wäre. Macht es daher Sinn, Sütterlin zu lernen, oder soll ich mich lieber an einer anderen Schönschrift versuchen?

Hallo, Pinne,
halte ich nicht für zielführend. Grund: nur noch wenige Menschen sind in der Lage diese Schrift zu lesen.

Ich empfehle eher, sich ein entsprechend liniertes Heft (wie in http://www.papeterie-welz.de/schule/k002u001s001.htm die oberste) zu kaufen und dann diesem Kurs für Verienfachte Ausgangsschrift http://www.schulkrempel.de/Eltern/VA3.pdf zu folgen. Jeden Tag ein paar minuten üben (meinetwegen das Tagebuch führen) und schon bessert sich die Schrift.

Grüße
Eckard

Hallo,

ich schließe mich Eckard an.
Sütterlin sieht so aus:
http://wiki-commons.genealogy.net/images/9/96/S%C3%B…
Wie sollte das deine SChrift verbessern?

Gruß
Elke

(die Sütterlin schreiben und lesen kann, aber es so gut wie nie braucht)

Hallo,

im Gegensatz zu den beiden anderen Meinungen, finde ich die Idee nicht schlecht. Das charakteristische auf und ab dieser Schrift schult das Schreiben sehr wohl. Ihre Kenntnis erschließt eine Menge Schriftgut, das viele eben nicht mehr lesen können.

Andreas

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

verbessern in dem Sinn, dass ich zum besseren Schriftbild hätte üben müssen, bis es wirklich in Fleisch und Blut übergeht. Ob dies dann aktuelle Schreibschrift oder Sütterlin wäre, ist egal (wobei mir klar ist das letzteres mehr Zeit in Anspruch genommen hätte).

Mhh… dann müsste ich wohl bei Klausuren mit meiner derzeitigen Handschrift vorlieb nehmen, insofern ich nicht von Sütterlin Kenntnissen des betreffenden Lehrers weiss. Allerdings wäre es zumindest für alle restlichen (schul)schriften denkbar, oder seht ihr darin probleme?

Servus,

seht ihr darin probleme?

ich sehe das Problem, daß Sütterlin im Vergleich zur deutschen Kurrentschrift, die Du vermutlich mit „altdeutsch“ meinst, keine schöne Schrift ist.

Andererseits kann man Deutsch Kurrent nicht mit einer der heute üblichen Federn oder gar mit Kuli schreiben. Sie braucht eine flache Feder, ohne die man die charakteristische Unterscheidung zwischen Grund- und Haarstrich nicht ausbilden kann.

Grundsätzlich gebe ich Dir allerdings Recht: Ein bissel Kalligraphie, egal mit welcher Schrift, tut auch der eigenen Alltagsklaue ganz gut.

Schöne Grüße

MM

insofern ich nicht von
Sütterlin Kenntnissen des betreffenden Lehrers weiss.
Allerdings wäre es zumindest für alle restlichen
(schul)schriften denkbar, oder seht ihr darin probleme?

Dann solltest Du erst mal Deine Lehrer fragen, ob sie in der Lage - und willens - sind, Arbeiten in Sütterlinschrift zu korrigieren.
Die (relativ vielen) Deutschlehrer z. B., die ich kenne, würden sich schlichtweg weigern, seitenlange Aufsätze in dieser Schrift zu lesen.

Warum arbeitest Du nicht an Deiner aktuellen Schrift und übst (evtl. mit unterschiedlichen Schreibwerkzeugen) größer/kleiner/differenzierter/einheitlicher… zu schreiben?

Gruß
Kreszenz

Hallo,

Warum arbeitest Du nicht an Deiner aktuellen Schrift und übst
(evtl. mit unterschiedlichen Schreibwerkzeugen)
größer/kleiner/differenzierter/einheitlicher… zu schreiben?

hilfreich ist es dabei, einen Kalligraphiefüller zu benutzen (gibt es in allen möglichen Formen und Preisklassen) - damit wird sogar meine Sauklaue leserlich … ;o)

Beste Grüße

=^…^=

Wieso? mhh… kann ich gar nicht genau sagen. Vll auch nur deshalb, weil mir die Sprache in Verbindung mit selbstlernen relativ neu ist und somit eine gewisse Faszination darstellt.

Irgendwo in der Tiefe des Archivs habe ich eine Webseite genannt, wo man das lesen üben kann und außerdem eine Sütterlinschrift für den Rechner kostenlos runterladen kann. Falls Du es nicht findest, such auch gerne noch mal.

pp

Die hatte ich bereits via google gefunden, da waren noch 2-3 andere Schriftarten der ungefähren Bauart dabei :smile:

Sütterlin, hier isses
http://www.suetterlinschrift.de/Lese/Sutterlin0.htm

höchstachtungsvöllst

pp

ob
das beim schön schreiben hilft weees ich net. Finds einfach ne spannende Sache. Ich kanns zwar ganz gut schreiben, aber hab dann Probleme, das selbst zu lesen. Scheint also nicht wirklich zu helfen bei Deinem Problem :smile:

pp
mit Sauklaue, daher die Berufswahl…

danke :o)

Moin,
also, ich kann Sütterlin schreiben (mit oder ohne Feder, recht ordentlich, dekorativ), aber meine normale Handschrift hat sich dadurch kein wenig verbessert. Die ist immer noch ziemlich krakelig. Bei meiner Oma isses ähnlich, die hat erst Sütterlin gelernt, dann die normale Schrift und die sieht bei ihr richtig schlimm aus, weil sie eben Sütterlin gewohnt ist.
Sütterlin selbst sieht nicht schlecht aus, wenn man Geburtstagskarten oder Urkunden schreiben will, eignet sich aber nicht für den Alltagsgebrauch. In meiner Schulzeit (ist schon über 10 Jahre her) habe ich’s sogar quasi als ‚Geheimschrift‘ nutzen können, um irgendwelche Kommentare auf meine Hefte zu schreiben, weil’s die meisten Lehrer schon damals nicht mehr lesen konnten…

Wenn Du ein ordentlicheres Schriftbild haben willst, schau Dir erstmal an, woran’s liegt. Bei manchen sehen einzelne Buchstaben furchtbar krakelig aus, die kann man ändern, indem man speziell für diese Buchstaben eine alternative Schreibweise übt (hab ich z.B. bei meinen großen A und L und beim kleinen z gemacht). Bei anderen sehen die einzelnen Buchstaben eigentlich sehr hübsch aus, aber das Gesamtbild ist unordentlich. Bin mir nicht sicher, ob man daran was ändern kann (bei ging’s nicht). Vielleicht mit viel Übung. Ist aber viel eine Sache des Charakters… (Soll nicht negativ sein, hat eher was mit Kreativität etc. zu tun…).

Es bringt übrigens auch nicht viel, einzelne Sütterlinbuchstaben ins Schriftbild einzuarbeiten, davon wird’s meist auch nicht ordentlicher (hab ich auch versucht…)

LG

Hi.
Also ich hatte auch mal eine schludrige Schrift. Bei mir konnte man „v“ und „r“ nicht auseinanderhalten. Ich schreibe eine Art Druckschrift, bei der viel wieder „zusammengewachsen“ ist. Irgendwann fand ich diese v/r-Ähnlichkeit auch schlimm und problematisch und habe mir tatsächlich angewöhnen können, das „v“ anders zu schreiben: Ich mache keinen Haken, so wie beim r oder als würde man etwas abhaken, sondern schreibe die beiden Striche einzeln. Komische Sache, aber irgendwie geht das und ich bin das jetzt gewohnt.
Früher habe ich auch das e von außen nach innen geschrieben (also den Kringel im Uhrzeigersinn). Das habe ich mir auch abgewöhnt.

Aber eigentlich ist meine Schrift komplizierter, da ich ca. 3 „Register“ habe: Eine Art Notizschrift, nur für schnelle Notizen für mich selbst — da verschwimmen Endungen wie -mmung zu einer einzigen Linie mit Schlenkrich drunter. Da schreibe ich das e auch „falsch“ und v und r sehen gleich aus. Nach einer Woche könnte ich solche Zettel kaum noch lesen.
Dann meine normale Schrift, die lesbar aber vielleicht nicht sauber ist. Sie hat viele Ligaturen und Homographen.
Und eine eher saubere Schrift, in der jeder Buchstabe einzeln geschrieben ist, wo das e in der richtigen Schreibrichtung geschrieben steht und man alles gut lesen kann. Die benutze ich auch für ausländische Wörter, da es da mehr drauf ankommt, sie lesen zu können. Wenn ich ganz sauber schreiben möchte, z.B. bei einzelnen Wörtern in Fremdsprachen, dann schreibe ich sogar das a wie in dieser Schrift oder verwende spaßeshalber Serifen.

Es ist wirklich nicht so schwer, sich in seiner Schrift umzugewöhnen. Wenn man beim Schreiben ein bisschen aufpasst und einem bewusst ist, was man ändern möchte (z.B. zu ähnliche Buchstaben oder „hässliche“ Zeichen), dann geht das. Nach einiger Zeit hat man sich daran gewöhnt.

Zurzeit versuche ich, etwas an meinem Kyrillisch zu feilen, was ich auch in Druckbuchstaben schreibe.
Sütterlin und Kurrent kann ich auch, aber es sieht bei mir nicht schön aus. Ich benutze es auch nie. Ich denke aber nicht, dass sie dir viel hilft. Mach dir eher deine Handschrift bewusst und analysiere, was du daran nicht magst und was du verbessern könntest. Pick dir nach und nach die Sachen raus, die du verändern möchtest, übe ein wenig und versuche dann, beim Schreiben darauf zu achten. Irgendwann wird’s in Fleisch und Blut übergegangen sein.

Liebe Grüße,

  • André