Super, Max hat gewonnen!

Habe mich gestern wie ein Rumpelstilzchen gefreut, als Max den Grand Prix Vorentscheid gewonnen hat! Endlich mal ein Sänger mit einer tollen Stimme, der Charisma hat und äußerst emotional singt!!! Und - er wurde nicht gewählt, weil er ein Brad-Pitt-Verschnitt a`la Patrick Nuo ist oder dem Publikum seine „possitiven Energien“ nebst hohler Kommentare verklikert hat. Er musste auch nicht - wie einige andere Milchbubis - im Synchrondoppelachsel mit weißem Rambostirnband sein Lied hecheln, nein, er hat sich einfach auf einen Barhocker gesetzt und sein Lied interpretiert. Eigentlich doch auch nur das, was man von einem, wohlgemerkt guten! Sänger erwarten würde. Das sich das allerdings bei einem augenscheinlich dem total anspruchslosen Mainstream verfallenen Publikum durchsetzte, ließ sogar mich staunen! Man denke an DSDS-Pannen wie Alexander oder bereits erwähnten Daniel K. (der übrigens derzeit wieder auf Platz 1 der Bravo-Charts platziert ist) oder noch weiter zurück an die BB-„Stars“, welche wochenlang auf Platz 1 der Charts waren.
Und mit diesen einfach Mitteln hat er der ganzen Einwegwegwerfmusik-Riege in Deutschland eine glatte Ohrfeige erteilt.

Hallo, Metamorphose!

Alexander und Daniel Küblböck im Vergleich mit Max zu kritisieren, bedeutet nichts anderes als den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben. Es ist für mich widersinnig, als Fan des anspruchslosen Mainstreams, den Max verkörpert, das Publikum für diese Vorliebe kritisieren zu wollen. Tolle Stimme? Nun ja. Charisma? Nie gehört. Emotional? Mit viel gutem Willen. Max ist wie alle anderen Casting-Stars ein zufällig herausgegriffener und von Stefan Raab beworbener Pseudo-Star, von dem wir nach dem Grand Prix wahrscheinlich nicht mehr viel hören werden. Er ist kein (ob auf leichten oder steinigen Wegen) gewachsener Künstler, sondern ein netter Trällerer, der sicher in Istanbul keine allzu schlechte Figur machen wird. Der Song ist nicht besser und nicht schlechter als die gesammelte Bohlen-Soße, die aus den Charts tropft, nur dass sich einige von ein paar Akustikgitarren als vermeintliches Zeichen handgemachter Musik blenden lassen. Max ist nicht gewählt worden, weil er die lang erwartete Neuentdeckung der deutschen Musikszene ist, sondern weil er auf allen Wegen (Radio/TV/Internet/…) gepusht und gefeatured wurde. Auch wenn Stefan Raab selbst über das Grand Prix-Procedere oft genug gelästert hat, nimmt er mit Max in bester Siegelscher Tradition daran teil: Er selbst als Profi im Hintergrund schreibt einem austauschbaren Typen einen austauschbaren Titel für den Grand Prix. The same procedure as every year – oder nicht?

Gruß
Christopher

Alles Geschmacksache!!!
Na, so trifft man sich wieder!!!

Hallo, Metamorphose!

Alexander und Daniel Küblböck im Vergleich mit Max zu
kritisieren, bedeutet nichts anderes als den Teufel mit dem
Beelzebub auszutreiben.

Aber da liegen doch wohl Welten dazwischen. Falls Du nicht erkennen kannst, wer eine gute Stimme hat und die hat Max unbestreitbar, dann tut es mir leid!!

Es ist für mich widersinnig, als Fan

des anspruchslosen Mainstreams, den Max verkörpert, das
Publikum für diese Vorliebe kritisieren zu wollen.

Manchmal kann Mainstream auch wirklich gute Musik beinhalten! Auch Superstars werden durch den Mainstream gemacht!! Nur dass die Hauptklientel der deutschen Musikbranche augenscheinlich von den 12-25 jährigen verkörpert wird (siehe Charts)!

Tolle

Stimme? Nun ja. Charisma? Nie gehört. Emotional? Mit viel
gutem Willen.

Die Stimme ist unweigerlich gut, aber letztlich natürlich geschmacksache. Für mich hat er durch seine Emotionalität schon eine gewisse Ausstrahlung und dass er sehr emotional singt, wird auch ein blinder erkennen. Falls Du die Sendung von Stefan Raab verfolgt hättest und gehört hättest, wie Max jedem seiner Cover-Titel seine ganz besondere Note verliehen hat, würdest Du meine Meinung evtl. verstehen. Auch die Jury, wo wirkliche Musikkenner wie Stefan Raab und Joy Flemming dabei waren, waren hellauf von diesem Talent begeistert. Und dass nicht, weil er dem Teenie-Babyface entsprach womit man ja heutzutage gut CD`s verkaufen kann, sondern weil er einfach nur gut singen konnte. Ansonsten hätte man ja auch einige der anderen Finalisten favorisieren können, die weitaus besser ausgesehen haben und eine Bessere Performance boten!!

Max ist wie alle anderen Casting-Stars ein

zufällig herausgegriffener und von Stefan Raab beworbener
Pseudo-Star, von dem wir nach dem Grand Prix wahrscheinlich
nicht mehr viel hören werden.

So ein Schmarrn, „zufällig herausgegriffen“. Er hat sich beworben, wurde für gut befunden und nach vielen Prüfungen letztlich (von Jury UND Zuschauern) zum Sieger gewählt! Was spricht denn eigentlich gegen solche Castings?? Wenn man dadurch außergewöhnliche Talente finden kann (ich gebe zu, dass das bei anderen Casting-Shows nicht immer der Fall war und die Halbwertszeit dieser Pseudo-Talente doch ziemlich kurz war!) ist das doch eine gute Sache. Viele der heutigen Superstars hätten sich über solch eine Möglichkeit gefreut oder meinst Du, falls eine Whitney Houston oder eine Barbara Streisand mitgemacht hätten, hätten sie deßwegen weniger Talent??

Er ist kein (ob auf leichten

oder steinigen Wegen) gewachsener Künstler, sondern ein netter
Trällerer, der sicher in Istanbul keine allzu schlechte Figur
machen wird.

Muss der Weg den steinig sein, wenns auch einfacher geht?? Hat bei Dir nur jemand Talent, der hart dafür gerackert hat?? Talent ist Gottgegeben!!!

Der Song ist nicht besser und nicht schlechter

als die gesammelte Bohlen-Soße, die aus den Charts tropft, nur
dass sich einige von ein paar Akustikgitarren als
vermeintliches Zeichen handgemachter Musik blenden lassen.

Ist Geschmackssache!!!

Max

ist nicht gewählt worden, weil er die lang erwartete
Neuentdeckung der deutschen Musikszene ist, sondern weil er
auf allen Wegen (Radio/TV/Internet/…) gepusht und gefeatured
wurde.

Klar, aber erst als er ganz demokratisch mit den gleichen Chancen unter vielen ausgewählt wurde.

Auch wenn Stefan Raab selbst über das Grand

Prix-Procedere oft genug gelästert hat, nimmt er mit Max in
bester Siegelscher Tradition daran teil: Er selbst als Profi
im Hintergrund schreibt einem austauschbaren Typen einen
austauschbaren Titel für den Grand Prix.

Was oder wer ist denn heute bitteschön nicht austauschbar???

The same procedure as

every year – oder nicht?

Ist das nicht in allem so???

Gruß
Christopher

Aber…
Hi,
möchte mich hier nicht über gut oder schlecht von Max’ Lied auslassen, das soll jedem selbst überlassen bleiben. Es ist auch richtig, daß in den Medien wahnsinnig viel Werbung für ihn gemacht wurde.
Für mich gibt es trotzdem einen Unterschied zu Alexander und Co.: seine Stimme hat einen Wiedererkennungswert, der m.E. einen richtigen Star ausmacht. Ob er das jemals wird, ist natürlich eine andere Frage. Wahrscheinlich wird so lange an ihm rumgestylt und gepusht, bis er genauso aussieht wie Alexander und ihn keiner mehr hören will. Aber besser er fährt nach Istanbul als Scooter :wink:

MfG
Julia

besser Max als Scooter zum Grand Prix
Aber wären Scooter gefahren, wären „uns“ die Ostblock-Stimmen sicher gewesen… :smile:

Geschmack und objektive Kriterien
Hi!

Aber da liegen doch wohl Welten dazwischen. Falls Du nicht
erkennen kannst, wer eine gute Stimme hat und die hat Max
unbestreitbar, dann tut es mir leid!!

Die Welten, die ihr dort seht, kann ich nicht erkennen. Daniel Küblböck finde ich auch widerlich, aber er hat Max etwas ganz einfaches voraus: Er ist ein Typ, ein Spinner gewiss, aber er polarisiert. Max lässt mich kalt. Wenn es Dir auch Leid tut und Du die Zuschauer- bzw. Expertenjury für erschöpfend kompetent erklärst, so ist es doch schließlich Geschmackssache.

Manchmal kann Mainstream auch wirklich gute Musik beinhalten!

Du selbst hast kritisiert, dass das Publikum dem anspruchslosen Mainstream verfallen sei. Andererseits hast Du offenbar einen ähnlichen Geschmack und schreibst jetzt, Mainstream sei auch gute Musik. Wie nun?

Was spricht denn eigentlich gegen solche Castings?

Dagegen spricht, dass ein Star in spe nicht vom Künstler, der vor einem Dutzend Menschen auftritt, zum Sänger wird, der Stadien füllt, sondern künstlich mehrere oder alle Stufen überspringt. Er erhält durch Stefan Raab (oder RTL oder PRO7 oder SAT.1 oder …) sofort die Möglichkeit, vor wirklich großem Publikum aufzutreten. Eine allmähliche Steigerung empfinde ich erstens als aufbauende, erfreulich zu beobachtende Entwicklung und zweitens als geeignete Reifeprüfung für einen Menschen, der sich anschickt ein Star zu werden. Es gibt natürlich auch labile Figuren unter denjenigen, die sich langsam nach vorne gearbeitet haben, aber es ist auffällig, wie sich die Zusammenbrüche und Exzesse bei den Express-Stars häufen. Ein Casting ist nicht der natürliche Weg, so wie eben auch kein Kind über eine Nacht einen halben Meter wächst. An älteren Beispielen wie den Spice Girls sieht man beispielsweise, dass zusammengecastete Gruppen weniger belastbar sind. Je stärker das wildfremde Management dann versucht, die Interpreten zu manipulieren, desto schneller geht es abwärts. Du siehst, wie erfolgreich Juliette Schoppmann ist, nachdem sie sich von Dieter Bohlen losgesagt hat, und kannst Dir vielleicht vorstellen, wie erfolgreich Max ohne Stefan Raab wäre.

Muss der Weg den steinig sein, wenns auch einfacher geht?? Hat
bei Dir nur jemand Talent, der hart dafür gerackert hat??
Talent ist Gottgegeben!!!

Zehn Ausrufezeichen machen Deine Aussage nicht richtiger. Talent ist bei weitem nicht alles, was zählt. Ob ich singe, schreibe oder male, muss ich mein Talent mit einer gewaltigen Menge an Arbeit (und Fortune) paaren, um reife Früchte ernten zu können. Wie ich schrieb, kann der Weg einfach oder steinig sein, aber gerade steinige Wege führen Künstler dazu, sich nicht gemütlich auf ein paar Gramm Talent zu verlassen. Oft wird behauptet, nur aus Wut und Unzufriedenheit entstehe künstlerisch wertvolle Arbeit, was sicher in dieser Absolutheit nicht richtig ist. Dennoch entsteht aus der künstlerischen Auseinandersetzung mit Freude oder Leid oft eine Authentizität, die ich bei Alexander vermisse, bei den No Angels – und bei Max. Hat das, was er dort singt, irgendeine Bedeutung für ihn? Ich denke nicht.

Was oder wer ist denn heute bitteschön nicht austauschbar???

Diejenigen, die nicht an Wettbewerben in einer Weise teilnehmen, über die sie vorher vernichtend hergezogen sind. Aus dem Stegreif: Tom Waits. Al Stewart. Bertine Zetlitz. Allan Taylor. Kosheen. Rosenstolz. Suzanne Vega. Moloko. Beginner. Leonard Cohen. Mylène Farmer. Elton John. Sophie Zelmani. Everlast. 2raumwohnung. Juanes. Simply Red. Bic Runga. George Michael. Wir Sind Helden. Sind das genug für den Anfang?

Gruß
Christopher

Hi!

Die Welten, die ihr (ihr??ich) dort seht, kann ich nicht erkennen.
Daniel Küblböck finde ich auch widerlich, aber er hat Max
etwas ganz einfaches voraus: Er ist ein Typ, ein Spinner
gewiss, aber er polarisiert.

Da hast Du recht, der Rest ist Geschmackssache.

Max lässt mich kalt.

Ok, mich rührt er - oder besser sein Gesang - eben schon!!

Wenn es Dir

auch Leid tut und Du die Zuschauer- bzw. Expertenjury für
erschöpfend kompetent erklärst, so ist es doch schließlich
Geschmackssache.

Man kann von Stefan Raab oder den anderen Jurymitgliedern halten, was man will, aber zu beurteilen, ob jemand singen kann (da ist wohl Joy Flemming die kompetenteste)traue ich ihnen in jedem Fall zu!

Manchmal kann Mainstream auch wirklich gute Musik beinhalten!

Du selbst hast kritisiert, dass das Publikum dem
anspruchslosen Mainstream verfallen sei. Andererseits hast Du
offenbar einen ähnlichen Geschmack und schreibst jetzt,
Mainstream sei auch gute Musik. Wie nun?

Hmmm, gute Frage, ist auch etwas kompliziert. Da stellt sich erst mal die Frage, was Mainstream eigentlich ist. Durchschnitt oder einfach nur Masse. Der Begriff ist eigentlich eher negativ belegt. Für mich beinhaltet er eher die breite Masse, die sich jedoch auch wieder unterteilt. Es gibt eben eine große Masse, die die Alexanders, Dieters und Daniels gut finden. Dann aber auch wieder jene, die Coldplay, Grönemeyer ect. anhängen. Letztlich bewirken aber diese Massen, dass diese Stars zu Superstars werden. Und einige dieser Superstars machen eben auch gute Musik.

Was spricht denn eigentlich gegen solche Castings?

Dagegen spricht, dass ein Star in spe nicht vom Künstler, der
vor einem Dutzend Menschen auftritt, zum Sänger wird, der
Stadien füllt, sondern künstlich mehrere oder alle Stufen
überspringt. Er erhält durch Stefan Raab (oder RTL oder PRO7
oder SAT.1 oder …) sofort die Möglichkeit, vor wirklich
großem Publikum aufzutreten. Eine allmähliche Steigerung
empfinde ich erstens als aufbauende, erfreulich zu
beobachtende Entwicklung und zweitens als geeignete
Reifeprüfung für einen Menschen, der sich anschickt ein Star
zu werden.

Du hast in gewisser Weise recht, aber Max singt ja auch schon seit vielen Jahren in seiner eigenen Band und nun ist er eben entdeckt worden. Klar, nicht seine Band und nicht seine eigene Musik, aber er als Sänger. Wem bietet sich schon diese Möglichkeit in einer Zeit, in der jeder zweite Teenie ein Star werden will?? Vielen erfolgreichen Stars haben doch genauso angefangen, mit der eigenen Band und wurden eben dann irgendwie entdeckt und schließlich natürlich promotet. Das ist doch das Geschäft!!! Wieso sollte sonst jemand zu einer Plattenfirma gehen. Jeder will doch letztlich ein Star werden! Den Idealismus haben nur wenige, dass sie nur singen um des Singens willen!
Und klar macht die Plattenfirma Promotion,ist doch ganz logisch!!

Es gibt natürlich auch labile Figuren unter

denjenigen, die sich langsam nach vorne gearbeitet haben, aber
es ist auffällig, wie sich die Zusammenbrüche und Exzesse bei
den Express-Stars häufen. Ein Casting ist nicht der natürliche
Weg, so wie eben auch kein Kind über eine Nacht einen halben
Meter wächst.

Natürlich ist es besser, schön langsam auf den ganzen Hipe vorbereitet zu werden. Aber wo funktioniert das so? Irgendwann kommt eben der Durchbruch nach langer erfolgloser Zeit, das verkraftet doch selten jemand. Oder was meinst Du, warum viele Superstars stark drogenabhängig sind? Es gibt einfach nur wenige Menschen, die es verkraften, das sie gottgleich verehrt werden und ein ganzes Fußballstadion von Leuten sie anhimmelt!

An älteren Beispielen wie den Spice Girls sieht

man beispielsweise, dass zusammengecastete Gruppen weniger
belastbar sind. Je stärker das wildfremde Management dann
versucht, die Interpreten zu manipulieren, desto schneller
geht es abwärts. Du siehst, wie erfolgreich Juliette
Schoppmann ist, nachdem sie sich von Dieter Bohlen losgesagt
hat, und kannst Dir vielleicht vorstellen, wie erfolgreich Max
ohne Stefan Raab wäre.

Da hast Du wirklich recht, aber wir diskutieren hier ja letztlich über Max und seinen Sieg von gestern. Er wurde nun ja nicht für irgendeine Clonband gecastet, sondern soll einfach mit seinem Lied am Grand Prix teilnehmen. Er ist ja nun auch kein Superstar und das ganze SSDGPS war ja auch nicht danach ausgerichet. Max hat eben einfach den Spaß mitgemacht und sich vorgestellt und gewonnen, nicht mehr und nicht weniger. Was noch weiter draus wird, wir werden sehen. Vielleicht wird auch nix draus, wer weiss das schon! Aber letztlich werden alle Stars von einem Management oder der Plattenfirma dirigiert und haben nicht die Entscheidungsfreiheit, wie man vielleicht meinen möchte. Da steckt knallhartes Business dahinter. Und promotet werden sie alle und sie promoten sich ja auch selbst ganz gut. Was spricht auch dagegen? Wenn sie das nicht wollen würden, könnten sie doch einfach weiter in kleinen Bars ihre Musik trällern und zufrieden sein!

Muss der Weg den steinig sein, wenns auch einfacher geht?? Hat
bei Dir nur jemand Talent, der hart dafür gerackert hat??
Talent ist Gottgegeben!!!

Zehn Ausrufezeichen machen Deine Aussage nicht richtiger.
Talent ist bei weitem nicht alles, was zählt. Ob ich singe,
schreibe oder male, muss ich mein Talent mit einer gewaltigen
Menge an Arbeit (und Fortune) paaren, um reife Früchte ernten
zu können.

Ok, aber jemand ohne Talent kann noch so viel arbeiten, er wird es einfach nicht so weit bringen, wie jemand mit Talent. Und, s.o., Max singt ja auch schon seit langem in seiner eigenen Band, hat also auch was dafür getan.
Und, wie Du so schön sagst, Fortune… und ist es nicht ein Glück für Max, nun nach Istanbul zu fahren, wer weiss, ob er auf andere Weise je entdeckt worden wäre! Nicht jede Chance kann man sich erarbeiten!

Wie ich schrieb, kann der Weg einfach oder steinig

sein, aber gerade steinige Wege führen Künstler dazu, sich
nicht gemütlich auf ein paar Gramm Talent zu verlassen. Oft
wird behauptet, nur aus Wut und Unzufriedenheit entstehe
künstlerisch wertvolle Arbeit, was sicher in dieser
Absolutheit nicht richtig ist. Dennoch entsteht aus der
künstlerischen Auseinandersetzung mit Freude oder Leid oft
eine Authentizität, die ich bei Alexander vermisse, bei den No
Angels – und bei Max. Hat das, was er dort singt, irgendeine
Bedeutung für ihn? Ich denke nicht.

Ja, wieder hast Du in gewisser Weise recht, klar sagt man, dass sich durch Höhen und Tiefen die Persönlichkeit (eben auch eines Künstlers) bildet und heranreift! Aber was weisst Du denn schon über Max?? Klar, er ist jung, aber disqualifiziert in das als Persönlichkeit oder Talent?? Oder haben bei Dir nur Künstler über 40 eine Chance?? Würdest Du ein junges Talent verwerfen, nur weil es noch keine schlimmen oder harten Zeiten erlebt hat als Künstler?? Max kann doch noch reifen und er wird sicherlich diese harten Zeiten auch durchleben. Jeder Musiker macht doch eine gewisse Entwicklung durch und das äußert sich dann in ihren Liedern.
Ich kenne Max ja nun auch nicht persönlich, vielleicht hat er auch nix zu sagen und ist todlangweilig. Aber er kann meiner Meinung nach gut singen. Was draus wird…
Er hat ja wiegesagt nicht an diesem „Spaß“ teilgenommen mit der Aussicht, sich danach den „Superstar-Bämbl“ aufs Hirn pappen zu können. Er singt einfach nur Stefan Raabs Lied in Istanbul und wurde eben als dafür geeignetster Sänger vom Publikum ausgewählt. So easy…

Was oder wer ist denn heute bitteschön nicht austauschbar???

Diejenigen, die nicht an Wettbewerben in einer Weise
teilnehmen, über die sie vorher vernichtend hergezogen sind.
Aus dem Stegreif: Tom Waits. Al Stewart. Bertine Zetlitz.
Allan Taylor. Kosheen. Rosenstolz. Suzanne Vega. Moloko.
Beginner. Leonard Cohen. Mylène Farmer. Elton John. Sophie
Zelmani. Everlast. 2raumwohnung. Juanes. Simply Red. Bic
Runga. George Michael. Wir Sind Helden. Sind das genug für den
Anfang?

Aber all jene haben irgendeine Chance gesucht um nach oben zu kommen. Die Künstler, die Du genannt hast, kann man auch nicht mit Max vergleichen. Das sind ja wirklich Vollblutmusiker, aber alle haben eins gemeinsam. Sie haben irgendwie auf Ihre Chance gewartet und sie ergriffen, sobald sie sich ihnen bot. Und ich denke nicht, dass sie abgelehnt hätten, nur weil sie noch zu jung waren oder ihre Texte nicht selbst geschrieben haben oder weil sie noch nicht genug harte Zeiten erlebt haben! Max dagegen hat ein gewisses Potential, seine Stimme und sein Sangestalent. Warten wir doch erst mal ab. Gib ihm doch einfach eine Chance!

Gruß
Sonja

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Eigentlich geht´s nicht um Interpreten!
Hallo,

habt Ihr schon vergessen, dass der „GP“ ein Autorenwettbewerb ist. Und es - so war es ursprünglich gedacht - um die Songs geht.
Unter diesem Gesichtspunkt muss ich sagen, dass der diesjährige Beitrag Deutschlands mit Max eher durchschnittlich ist. Max singt wirklich nicht schlecht, aber wenn man genau hinhört, dann werden seine Vorbilder deutlich. In erster Linie klingt er wie Michael Bolton (und will auch so klingen).
Und da sind wir schon bei der Casting-Problematik:
Es ist eben nur sehr schwer möglich, eine musikalisch eigenständige Persönlichkeit zu entwickeln, wenn man auf dem Gymnasium ist, und die harte Schule der schimmligen Übungsräume, versifften Clubs, durchgefahrenen Nächte, Auftritte vor 5 Leuten, ausgekochten Veranstaltern undundund nicht durchgemacht hat.
Ich möchte den Musiker-Blues nicht übermäßig romantisieren, aber was sooo schnell geht, ist einfach in Gefahr, auch ganz schnell wieder zu verschwinden.
Ich wünsche Max, dass er mit begabteren Autoren, als Stefan Raab es ist, Kontakt bekommt. Der Titel ist nämlich bestenfalls mittelmäßig, und genauso aus musikalischen Versatzstücken zusammengeklaut, wie die Titel, die Bohlen so absondert.
Aber wie ich die Szene kenne, läßt der Moloch, dar hinter Raab steht Max sofort fallen, wenn er versucht sich weiter zu entwickeln oder anders zu orientieren. Der infantile, unkritische Raabfanclub macht das ja alles mit.
Tja, die Macht hat eben das Fernsehen.
„Video killed the Radio-Star“ ist leider wahr geworden!
Andere haben es schon gesagt, Raab macht jetzt im „GP“ genau das, was er immer gegeißelt hat, wenn Ralph Siegel es tat:
Retortenmusik, möglichst alleinige Wertschöpfung (Komposition, Text, Produktion, Verlag alles bei Raab), miese Beteiligungen für Künstler. Ich kenne solche Künstlerverträge, da bleibt für die Interpreten vergleichsweise nur Kleingeld übrig!

Also: Mal sehen, ob es für Max nicht vernünftiger ist, ein gutes Abitur zu machen.

Grüße
Günther

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Hallo,

habt Ihr schon vergessen, dass der „GP“ ein Autorenwettbewerb
ist. Und es - so war es ursprünglich gedacht - um die Songs
geht.

Ja, aber trotzdem muss der Sänger auch singen können!

Unter diesem Gesichtspunkt muss ich sagen, dass der
diesjährige Beitrag Deutschlands mit Max eher durchschnittlich
ist. Max singt wirklich nicht schlecht, aber wenn man genau
hinhört, dann werden seine Vorbilder deutlich. In erster Linie
klingt er wie Michael Bolton (und will auch so klingen).

Woher weisst Du das? Einfach weil er eine soulige Stimme hat und sehr emtotional singt. Oder könntest Du so klingen wie Michael Bolton?? Ich glaube nicht, dass Max jemanden nachäffen will!

Und da sind wir schon bei der Casting-Problematik:
Es ist eben nur sehr schwer möglich, eine musikalisch
eigenständige Persönlichkeit zu entwickeln, wenn man auf dem
Gymnasium ist, und die harte Schule der schimmligen
Übungsräume, versifften Clubs, durchgefahrenen Nächte,
Auftritte vor 5 Leuten, ausgekochten Veranstaltern undundund
nicht durchgemacht hat.

Will man das denn überhaupt? Man oder besser Stefan Raab wollte doch nur einen Sänger für den Grand Prix finden! Er wollte keinen „Superstar“ (Mein Unwort des Jahrhunderts!) finden, keine eigenständige Persönlichkeit, nichts! Auch niemanden, der mit siner Band und seinen eigenen Liedern kommt, einfach nur einen Sänger mit einer guten Stimme!
Max hat privat seine eigene Band und singt jetzt einfach noch in Istanbul. Ihr macht doch diesen Hype des Superstars draus. Keiner hat davon gesprochen! Wir sind einfach alle schon zu DSDS-versaut! Aber ist die Karriere eines Sängers wirklich nur gerechtfertigt, wenn er in schimmlingen Übungsräumen, versifften Clubs ect. sein Leben gefristet hat?? Machen diese - vergleichsweise milden Erlebnisse - eine reife Persönlichkeit?
Sind es nicht die anderen Dinge des Lebens, unsere Erfahrungen mit unseren Mitmenschen und den unwägbaren Härten des Lebens, die eine Persönlichkeit reifen lassen? Und das ist keine Frage des Alters. Mancher hat mit 20 mehr erlebt als jemand mit 40! Und kann man wirklich in jemanden hineinsehen? Machen wir nicht immer wieder die Erfahrung, dass Leute, von denen wir nach außen hin die Meinung hatten, sie hätten ein glückliches und unbeschwertes Leben ,bei näherem Kennenlernen genauso bittere Erfahrungen gemacht haben und auch ihre Probleme haben? Jeder hat sein Kännchen schon erlebt, der eine verkraftet`s eben besser, andere gehen daran zugrunde und leiden ihr Leben lang. Und grade Künstler gehören zu der eher labileren Gruppe, zu den eher sensiblen und gefährdeten Existenzen.

Wissen wir also, was dieser Max für ein Mensch ist, was er schon erlebt hat?? Nein, wir behaupten einfach, er wäre keine Persönlichkeit? Aber spielt das eine Rolle?? NEIN! Dieser Max soll einfach nur Singen, der Koch kochen und der Bäcker backen! Will er dann ein anerkannter Musiker werden, brauchts schon noch etwas mehr. Ansonsten bleibt einfach nur sein außergewöhnliches Stimm- und Gesangspotential!

Ich möchte den Musiker-Blues nicht übermäßig romantisieren,
aber was sooo schnell geht, ist einfach in Gefahr, auch ganz
schnell wieder zu verschwinden.
Ich wünsche Max, dass er mit begabteren Autoren, als Stefan
Raab es ist, Kontakt bekommt. Der Titel ist nämlich
bestenfalls mittelmäßig, und genauso aus musikalischen
Versatzstücken zusammengeklaut, wie die Titel, die Bohlen so
absondert.

Stefan Raab gibt das auch ohne weiteres zu. Letzlich ist jedes Lied doch mehr oder minder ein Versatzstück aus vielen Liedern und Eindrücken. Das muss nicht immer bewußt sein, man hat einfach schon zu viel gehört und wird dadurch auch stark beeinflußt. Entweder man kreiert eine neue Musikrichtung oder es ist alles mehr oder minder etwas schon mal da gewesenes!

Aber wie ich die Szene kenne, läßt der Moloch, dar hinter Raab
steht Max sofort fallen, wenn er versucht sich weiter zu
entwickeln oder anders zu orientieren. Der infantile,
unkritische Raabfanclub macht das ja alles mit.

Es ist doch noch garnicht mehr geplant, wir sind nicht bei DSDS!
Wieso siehst Du alles so pessimistisch und wie kannst Du alles schon so vorhersehen?

Tja, die Macht hat eben das Fernsehen.
„Video killed the Radio-Star“ ist leider wahr geworden!
Andere haben es schon gesagt, Raab macht jetzt im „GP“ genau
das, was er immer gegeißelt hat, wenn Ralph Siegel es tat:
Retortenmusik, möglichst alleinige Wertschöpfung (Komposition,
Text, Produktion, Verlag alles bei Raab), miese Beteiligungen
für Künstler. Ich kenne solche Künstlerverträge, da bleibt für
die Interpreten vergleichsweise nur Kleingeld übrig!

Ich sehe, du hasst Stefan Raab! Stefan Raab ist bestimmt nicht DER Megamusikautor, glaube ich auch nicht, dass er das annimmt! Dennoch ist der Titel - zumindest für den Anlaß des GP - gut gelungen. Klar liegen die ganzen Angelegenheiten bei Raab, schließlich hatte er die Idee dazu! Was Max bekommt, I dont know, er verdient auf jeden Fall was, hat nereale Chance, was draus zu machen (die er sonst vielleicht nie bekommen hätte), lernt ne Menge interessanter Leute kennen und wird das ganze sicher nie vergessen. Wer von uns bekommt schon jemals so eine Möglichkeit?

Gruß
Sonja

Hallo

Lied doch mehr oder minder ein Versatzstück aus vielen Liedern
und Eindrücken.

Es kommt eben darauf an, wie hoch man seine musikalischen Ansprüche ansetzt.
Ich glaube nicht, dass Max jemanden nachäffen will!
Was heißt will. Es geht eben nicht so einfach, mit 20 eine ausdrucksstarke Stimme zu haben ist so gut wie unmöglich(mit wenigen Ausnahmen). Die Macher im Hintergrund haben keine Vision mehr, und deshalb gefällt ihnen ein Künstler, der so klingt, wie einer, der bereits ein großer Star ist.
Ihr macht doch diesen Hype des Superstars draus.
Wen meinst Du denn bitte mit „Ihr“?
Dieser Maxsoll einfach nur Singen, der Koch kochen und der Bäcker backen!
Genau! Der Koch kann aber nicht richtig kochen, und der Bäcker ist hier auch der Koch, der nicht richtig kochen kann, dafür hat er eine Fernsehshow in der er so tut, als wäre er genauso gut wie die Band die dort spielt - die ist nämlich sehr gut!

Entweder man kreiert eine neue Musikrichtung oder

es ist alles mehr oder minder etwas schon mal da gewesenes!

Quatsch, man muss doch nicht gleich eine neue Musikrichtung erfinden, um gute und einfallsreiche Popmusik zu komponieren.

Es ist doch noch garnicht mehr geplant, wir sind nicht bei
DSDS!

Hast Du eine Ahnung. Du glaubst doch nicht im Ernst, dass Raab nur mal eben so einen Sänger zum GP schickt, ohne weitere Planung zu haben. Wenn Max erfolglos bleibt, dann gibts noch 1-2 Alibi Songs, und dann ist das Thema Max für Raab gestorben.
Wenn er erfolgreich wird, dann verhindert Raab mit seiner Dominanz, dass Max eine Chance bekommt sich echt zu entwickeln.
Geld wird er dann verdienen, aber wenn wir von Entwicklung der künstlerischen Persönlichkeit sprechen; das kannst Du dann vergessen. Es geht eben nur noch um schnelle Kohle!
Ich weiss, es klingt hart, aber so sind die Spielregeln heute im „Musicbusiness“.

Wieso siehst Du alles so pessimistisch und wie kannst Du alles
schon so vorhersehen?

A: Ich sehe es realistisch. B: Ich kenne das Geschäft.

Ich sehe, du hasst Stefan Raab!

Ich „hasse“ niemanden! Raab ist eine Zeiterscheinung, und dass er seine Chancen nutzt um abzusahnen, ist legitim. Nur: Auch Popmusik war mal eine Form der Kunst, in der sich bessere Songs allein durch ihre Qualität durchsetzen konnten.
Dieses Prinzip funktioniert heute leider nicht mehr, weil das Fernsehen bestimmt, wen es zum „Star“ macht und wen nicht. Max tut mir leid, dass er nicht vor dieser XYZ-Casting-Show Zeit reingekommen ist!

Also: Abwarten und erleben!

Grüße
Günther

Hallo,

obwohl ich Max auch um Längen besser finde, als alles was bei diesen hirnrissigen Castingshows bisher rauskam, befürchte ich, dass wir mit diesem Lied wieder wie die Deppen da stehen. Der Herr Raab schreibt ein derartig schlechtes und falsches Englisch, dass Dieter Bohlen und DJ Bobo (meine bisherigen Sprachpanscher-Favoriten) dagegen wie Shakespeare wirken. Hauptschüler der 7. Klasse können es besser.

Gruß,

Myriam

Hallo, Sonja!

Wem bietet sich schon diese Möglichkeit in einer Zeit, in der jeder zweite
Teenie ein Star werden will??

Ich persönlich finde diesen Berufswunsch eher abschreckend. Es ist weiterhin möglich, auf dem herkömmlichen Wege mit seiner Band bekannt zu werden, aber die Masse der Teenies scheint daran kaum interessiert. Wäre ja Arbeit. Denjenigen, die Star werden wollen und dies explizit so sagen, unterstelle ich, dass sie vom Starsein recht wenig Ahnung haben. Wer sich nicht aus eigener Kraft hochgearbeitet hat, dem fehlt auch meines Erachtens menschliche und musikalische Kompetenz, um ein gewisses Standing vor seinem Management und den Kollegen zu entwickeln. Gegen Promotion ist nichts zu sagen, aber ich glaube nicht, dass Alexander, Elli oder Max bei der Art und Weise, in der ihr Gesicht transportiert wird, besonders viel mitzureden haben. Und auch auf die grauenhaften Songs, die Bohlen oder Raab für sie verfassen, haben sie sichtlich wenig Einfluss. Um es mit einem Songtitel von Martin Kesici zu sagen: In diesem Zweig des Musikbusiness mitzuspielen ist notwendigerweise ein „losing game“.

Da hast Du wirklich recht, aber wir diskutieren hier ja
letztlich über Max und seinen Sieg von gestern. Er wurde nun
ja nicht für irgendeine Clonband gecastet, sondern soll
einfach mit seinem Lied am Grand Prix teilnehmen.

Dafür ist er sicher halbwegs geeignet. Ich hätte lieber Wonderwall in Istanbul gesehen, weil ich den beiden eher abnehme, was sie singen. Dennoch: Gut, dass es nicht Scooter ist :wink:

Aber was weisst Du denn schon über Max?? Klar, er ist jung,
aber disqualifiziert in das als Persönlichkeit oder Talent??

Nein, Quark. Es ging mir um folgenden Punkt: Nicht jeder muss selbst komponieren oder texten können. Es ist völlig legitim, wenn man sich mit einem Profi zusammensetzt, der die eigene Geschichte unter Mitarbeit des Sängers in Worte und Noten kleidet. Ich kann ja auch kein Haus bauen und gehe zum Architekten oder Gartenplaner, wenn ich eine Idee habe. Davon aber sehe ich bei Max nichts: Er ist kein gleichberechtigter Partner, sondern eine Marionette. Wäre ein anderer Stefan Raabs Grand-Prix-Star geworden, hätte der das gleiche, nichtssagende Lied gesungen. Dass Max ein ganz natürlicher, netter Typ ist, ändert nichts daran, dass er sich dafür zu schade hätte sein müssen.

Aber all jene haben irgendeine Chance gesucht um nach oben zu
kommen. Die Künstler, die Du genannt hast, kann man auch nicht
mit Max vergleichen. Das sind ja wirklich Vollblutmusiker

Was spräche denn dagegen, einmal wieder einen oder mehrere Vollblutmusiker zum Grand Prix zu schicken? Joy Fleming ist aufgetreten – durchgefallen. Rosenstolz sind aufgetreten – durchgefallen. Wonderwall sind aufgetreten – durchgefallen. Du siehst, wie die Stars immer kleiner werden und trotzdem das Publikum die Nummer wählt, die am meisten Massenpromotion erhalten hat. Das ist der Grund, warum ich letztlich dafür plädiere, den Grand Prix abzuschaffen. Es geht längst nicht mehr um die Musik, die Veransaltung ist in Deutschland zum Personenkult geworden.

Gib ihm doch einfach eine Chance!

Wie Du vielleicht weißt, verfolge ich das Musikbusiness in Teilen sehr aufmerksam. Ich werde mir sicher seine nächste Single, vielleicht auch sein Album, anhören und wohlwollend beurteilen.

Gruß
Christopher

Hallo, Sonja!

Denjenigen, die

Star werden wollen und dies explizit so sagen,
unterstelle ich, dass sie vom Starsein recht wenig Ahnung
haben. Wer sich nicht aus eigener Kraft hochgearbeitet hat,
dem fehlt auch meines Erachtens menschliche und musikalische
Kompetenz, um ein gewisses Standing vor seinem Management und
den Kollegen zu entwickeln.

Ok, hocharbeiten, in jedem Loch spielen, nichts zu essen zu haben und dann groß rauskommen, ist das nicht etwas zuu romantisch gedacht? Woher weisst Du, dass es Deinen aufgezählten Musikern so ergangen ist? Kann nicht jemand genauso von seiner Musik überzeugt sein, wenn er noch nicht die harten Zeiten erlebt hat? Und genauso gut? Wie Du in meinem Antwortschreiben an Günther lesen kannst, bin ich nicht der Meinung, dass eine Persönlichkeit und ein gewisses Standing nur dadurch geprägt wird, wenn man in irgendwelchen Spelunken spielt und dann groß rauskommt, da braucht es schon mehr dazu! Jeder hat sein Säckchen an Erfahrungen und Problemen zu tragen, Du und ich, und ich habe noch in keiner Spelunke gespielt. Aber das Leben hat uns bisher geprägt und wir könnten eine Menge davon erzählen.

Eine Persönlichkeit wird meiner Meinung nach von den Erfahrungen und Erlebnissen mit unseren Mitmenschen und den Härten - und Freuden - des Lebens geprägt. Dann kommt natürlich noch die eigene Natur dazu und je nachdem, wird entweder eine starke Persönlichkeit draus oder evtl. jemand, der an den Härten des Lebens zerbricht. Gottes Tiergarten ist groß.
Wir müssen hier aber weiter abstrahieren. Max wurde nur als Sänger gesucht, also rein sein Gesangstalent und seine Stimme, wenn Du´s Marionette nennen willst ok. Aber er wusste das! Und ist es nicht eine tolle Möglichkeit, nach Istanbul zu fahren? Ist doch ne große Sache!
Schließlich hat der GP eine Zuhörermasse, die kaum ein Superstar je erreichen wird, was für eine Möglichkeit!

Von einem Musiker oder einer tollen Band erwarte ich natürlich anderes, wichtig sind dabei natürlich die Songtexte! Und da spielt, meiner Meinung nach, natürlich eine gewisse Reife und Persönlichkeit des Texters eine Rolle. Doch auch junge Menschen haben schon ihre Erfahrungen mit dem Leben gemacht und können davon schreiben, wenn sie genug Talent dafür haben (Wir sind Helden, Rosenstolz ect.)Doch, nicht jeder hat das Talent, gute Texte zu schreiben oder Musik zu komponieren, aber er kann durchaus ein guter Interpret sein! Nicht in jeder Deiner aufgezählten Bands ist der Sänger auch der Songschreiber, er hat evtl. überhaupt kein Talent dazu, sonder ihm gefallen die Texte und er interpretiert sie.

Gegen Promotion ist nichts zu

sagen, aber ich glaube nicht, dass Alexander, Elli oder Max
bei der Art und Weise, in der ihr Gesicht transportiert wird,
besonders viel mitzureden haben. Und auch auf die grauenhaften
Songs, die Bohlen oder Raab für sie verfassen, haben sie
sichtlich wenig Einfluss. Um es mit einem Songtitel von Martin
Kesici zu sagen: In diesem Zweig des Musikbusiness
mitzuspielen ist notwendigerweise ein „losing game“.

Klar, diesen DSDS, Superstar,Starsearch und wie sie alle heißen wollen - schmarrn find ich auch den falschen Weg und das ganze ist meiner Meinung nach auch nicht authentisch und hat nur sehr wenig mit den dahinter stehenden Personen zu tun. Sie sind wirklich nur Marionetten in einer Einwegstarverwurschtelschnellgeldrauspressmühle.

Max hat aber nicht bei irgendeiner Superstarsuchmaschine mitgemacht, sondern einfach bei einer Suche nach einem guten Sänger für den von Stefan Raab verfassten Titel. Und, wie bereits erwähnt, finde ich den Titel für den GP garnicht so schlecht! Aber natürlich Geschmackssache! Klar hat Stefan Raab Promotion für ihn und seine CD gemacht, musste er auch, um eben die Kriterien der Teilnahme zu erfüllen. Aber letztlich entschied ja doch der Zuschauergeschmack. Und ein Ohrwurm ist das Lied allemal! Das kann man aber nicht mit der DSDS-Vermarktungsmaschinerie verleichen!

Ob Stefan Raab nun weiteres mit Max vorhat, ihm weiter Titel schreibt und ob Max das überhaupt will, wer weiss das schon? Das war nicht die Intention. Natürlich wird noch etwas nachfolgen, dafür ist der Erfolg nun einfach zu groß. Blöd wäre Max! Ob er sich allerdings durchsetzen wird, äußerst fraglich, da gehört eben schon mehr dazu! Und diese Möglichkeit der Selbstverwirklichung bekommen nur wenige! Aber immer entscheidet dabei natürlich der Geschmack des Publikums! Qualität verkauft sich nicht immer, was wir ja heutzutage allzuschmerzlich mitbekommen. Plattenfirmen wollen aber verkaufen! Und da unterliegen die Stars natürlich dem Druck der Plattenindustrie!

Aber es ist auch eine Chance, vielleicht machen sie ja was draus, wenn auch die realen Chancen für die Selbstverwirklichung ziemlich gering sein dürften!

Da hast Du wirklich recht, aber wir diskutieren hier ja
letztlich über Max und seinen Sieg von gestern. Er wurde nun
ja nicht für irgendeine Clonband gecastet, sondern soll
einfach mit seinem Lied am Grand Prix teilnehmen.

Dafür ist er sicher halbwegs geeignet. Ich hätte lieber
Wonderwall in Istanbul gesehen, weil ich den beiden eher
abnehme, was sie singen. Dennoch: Gut, dass es nicht Scooter
ist :wink:

Was spräche denn dagegen, einmal wieder einen oder mehrere
Vollblutmusiker zum Grand Prix zu schicken? Joy Fleming ist
aufgetreten – durchgefallen. Rosenstolz sind aufgetreten –
durchgefallen. Wonderwall sind aufgetreten – durchgefallen. Du
siehst, wie die Stars immer kleiner werden und trotzdem das
Publikum die Nummer wählt, die am meisten Massenpromotion
erhalten hat. Das ist der Grund, warum ich letztlich dafür
plädiere, den Grand Prix abzuschaffen. Es geht längst nicht
mehr um die Musik, die Veransaltung ist in Deutschland zum
Personenkult geworden.

Das ist doch Unsinn, jeder konnte teilnehmen und jeder hatte seine Chance! Und das Max nur wegen der Promotion gewonnen hat, glaube ich nicht. Die anderen Titel und Interpreten waren einfach zu schlecht, unpassend ect.! Jeder hatte seine, wirklich reele Chance. Und, ich fand es eher superschwierig für Max, als Nobody mit ziemlich langweiligem Aussehen, gegen DIE Starriege in Deutschland anzutreten, welche jeder eine große und eingeschworene Fangemeinde hinter sich schart. Jeder der Teilnehmer konnte davor seinen Titel schon veröffentlichen und Promo machen. Viele davon waren ja auch in Stefan Raabs Show da und haben Ihr Lied promotet. Von vornherein sahen daher die Chancen für Max eher schlecht aus. Ich denke schon, dass den Zuschauern das Lied gefallen hat. Ich fand nun andere Titel (Mia, Westbam ect.) auch ganz gut, aber für den GP??

Gruß Sonja

Hallo Myriam,

du triffst den Nagel auf den Kopf! Hierzulande denkt jeder, der einigermaßen englisch spricht, er könnte jetzt auch englisch texten. Da nimmt man ein paar Klischees, stöpselt sie zusammen, fügt einige Beibäähähäs hinzu (bluesig!), und schon nimmt man am GP teil.
Und genauso schlecht wie sein Englisch, ist auch seine Komposition. Keine Idee, abgekupfert von allen möglichen Vorlagen (James Taylor, Eric Clapton usw.), ärmlich arrangiert und ein Schluß wie ein Kinderlied: Tonika auf der 1. Stufe erreicht. Schlußaccord - Peng -Ende - sooo „fertig!“.
Stefan Raab eben!
Max tut mir leid, er hätte wirklich potential.
Ich wünsche ihm alles Gute. Möge er gewinnen! Er hätte es verdient, langsam und einfühlsam aufgebaut zu werden, mit einer Chance zur Eigenständigkeit. Aber so nicht!

Also: Wenn das die Spitze der Deutschen Autorengilde ist - und die sollte uns doch vertreten - dann „ARMES DEUTSCHLAND“.

Grüße
Günther

Ein Kommentar aus der Presse
Hallo liebe Duskutanten,

un noch einmal mehr Öl ins Feuer zu werfen, noch eine Meinung zum Thema:

http://de.news.yahoo.com/040321/3/3y5n3.html

Und selbst? Nichts gehört und deswegen nichts gemeines gemeint :smile:

An älteren Beispielen wie den Spice Girls sieht
man beispielsweise, dass zusammengecastete Gruppen weniger
belastbar sind. Je stärker das wildfremde Management dann
versucht, die Interpreten zu manipulieren, desto schneller
geht es abwärts.

Sind die Spicegirls nicht ein verdammt schlechtes Beispiel für Deine ‚Beweisführung‘?

Dennoch entsteht aus der
künstlerischen Auseinandersetzung mit Freude oder Leid oft
eine Authentizität, die ich bei Alexander vermisse, bei den No
Angels – und bei Max.

Das hört sich ganz schön pauschal an, man kann von Menschen am Anfang ihres Lebens natürlich nicht die Erfahrungswelt von Hundertjährigen erwarten…andersherum kann ich in einer ganzen Reihe von älteren ‚Künstlern‘(eine Aufzählung erspare ich uns) auch nach reichlich Lebenserfahrungen immer noch überhaupt nix sehen.

Hat das, was er dort singt, irgendeine
Bedeutung für ihn? Ich denke nicht.

Frag ihn besser, letzlich kann man nicht in einen Menschen hineinsehen, den man im Fernsehen auf einer Bühne sitzen sieht.

Was oder wer ist denn heute bitteschön nicht austauschbar???

Diejenigen, die nicht an Wettbewerben in einer Weise
teilnehmen, über die sie vorher vernichtend hergezogen sind.

Mal davon abgesehen, daß das so kein Kriterium für Authentizität ist, aber hat Max das denn getan?

Aus dem Stegreif: … Rosenstolz…

Und warum hat Rosenstolz schon am Vorausscheid für den Grand Prix teilgenommen? Immerhin hatten sie damals Platz zwei, wenn ich mich recht erinnere.

Gruß Maid

Hallo!

Man könnte das wahrscheinlich bis ultimo weiterführen. Ich glaube aber, wir sollten die Diskussion mit dem Fazit beschließen, dass wir einfach nicht einer Meinung sind. Ich hoffe, Du bist damit einverstanden. Danke für den interessanten Austausch!

Viele Grüße
Christopher

Hallo

Es geht eben nicht so einfach, mit 20 eine

ausdrucksstarke Stimme zu haben ist so gut wie unmöglich(mit
wenigen Ausnahmen).

Wieso kann jemand mit 20 noch keine gute und ausdrucksstarke Stimme haben??? Hat Max sie gekauft, geklaut?? Oder sie von Michael Bolton ausgeliehen?

Die Macher im Hintergrund haben keine

Vision mehr, und deshalb gefällt ihnen ein Künstler, der so
klingt, wie einer, der bereits ein großer Star ist.

So`n Unsinn, Max hat einfach eine rauchige Soulstimme, die haben eben viele. Du könntest nun auch Michael Bolton mit der Stimme von Rod Stewart, Joe Cocker usw. vergleichen. Und er singt eben einen Soultitel ziemlich emotional. Er hat auch jedem der Covertitel immer eine ganz persönliche tolle Note gegeben, sowas erwarte ich von einem guten Sänger! Den Gesang kann man nicht neu erfinden?
Nur eine gute Stimme zu haben, das ist außergewöhnlich und das kann man auch nicht beeinflußen. Wer hat schon bei den derzeitigen deutschen Gesangsstars so eine Stimme mit diesem hohen Erkennungswert? Doch nur wenige!

Genau! Der Koch kann aber nicht richtig kochen, und der Bäcker

ist hier auch der Koch, der nicht richtig kochen kann, dafür
hat er eine Fernsehshow in der er so tut, als wäre er genauso
gut wie die Band die dort spielt - die ist nämlich sehr gut!

Also hat in Wirklichkeit die Band gewonnen? (Die Band ist wirklich gut!)

Quatsch, man muss doch nicht gleich eine neue Musikrichtung

erfinden, um gute und einfallsreiche Popmusik zu komponieren.

Ja, aber bei der Menge an Lieder, die bereits exisiteren, kann nichts komplett neu erfunden werden. Alles war irgendwie schon mal in kleinen Nuancen so da! Bohlen macht aber einfach nur ein Lied aus seinen 5 vorhandenen oder einfach nur einen neuen Text, wie bei der 1. DSDS-CD! Das war wirklich der Brüller und die CD hat sich ja millionenfach verkauft!

Hast Du eine Ahnung. Du glaubst doch nicht im Ernst, dass Raab
nur mal eben so einen Sänger zum GP schickt, ohne weitere
Planung zu haben. Wenn Max erfolglos bleibt, dann gibts noch
1-2 Alibi Songs, und dann ist das Thema Max für Raab
gestorben.

Klar wird noch was nachfolgen, der Erfolg ist einfach zu groß! Warten wirs doch einfach ab! Ich hoffe, dass Max schon irgendwie bleiben wird, schätze allerdings die Chancen auch bei 2,0043 Prozent ein!

Wenn er erfolgreich wird, dann verhindert Raab mit seiner
Dominanz, dass Max eine Chance bekommt sich echt zu
entwickeln.

Glaube ich nicht, ich denke schon, dass Raab auch persönlich sehr von Max Talent begeistert ist. Natürlich wird er weiter was mit ihm machen und natürlich wird er, falls er ihn überhaupt produzieren will, seinen Senf zu den Titeln geben! Ich denke, er kann auch gut einschätzen, was sich verkaufen läßt und was nicht! Und das ist schließlich das einzige, was heutzutage zählt! Wenn MaxIdeen und eigene Vorstellungen gut sind, wieso sollte Raab sie nicht realisieren? Falls sich Max jedoch völlig vereinnahmen läßt und Titel singt, die er eigentlich nie singen wollte, tut`s mir echt leid! Schade dann um sein Talent!

Ich sehe, du hasst Stefan Raab!

Ich „hasse“ niemanden! Raab ist eine Zeiterscheinung, und dass
er seine Chancen nutzt um abzusahnen, ist legitim. Nur: Auch
Popmusik war mal eine Form der Kunst, in der sich bessere
Songs allein durch ihre Qualität durchsetzen konnten.

Das funktioniert auch heute noch! Nur der Anspruch des Publikums oder eines Teils davon ist ziemlich nach unten gegangen! Und die werden eben grandios von den Jeanettes, Daniels, Alexanders und auch Raabs bedient. Aber, die Verantwortung liegt nicht nur bei den Medien, die Leute kaufen die Musik und gucken auch diese Sendungen usw. Nur so kann das ganze funktionieren. Wir sollten uns eher Gedanken machen, warum so ein Schafshit funktioniert und wie es in Deutschland um die Bildung der breiten Bevölkerung bestellt ist!

Nur ein dummes Volk ist lenkbar!

Gruß
Sonja

Hallo,

habt Ihr schon vergessen, dass der „GP“ ein Autorenwettbewerb
ist. Und es - so war es ursprünglich gedacht - um die Songs
geht.

LOL…spätestens seit die Abstimmung in die Hände der Zuschauer gelegt ist interessiert doch diesen Aspekt keine S…timm mehr …oder kennst Du die Autoren der zwei letzten Gewinner vom GP? :wink:

Unter diesem Gesichtspunkt muss ich sagen, dass der
diesjährige Beitrag Deutschlands mit Max eher durchschnittlich
ist. Max singt wirklich nicht schlecht, aber wenn man genau
hinhört, dann werden seine Vorbilder deutlich.

Wie naiv…selbst ganz große Künstler bekennen sich offen zu ihren Vorbilder, wo bitte in der Musik gibt es keine vorbilder, seit der 12-Ton Musik fällt mir da nicht wirklich was ein. :wink:

Ich möchte den Musiker-Blues nicht übermäßig romantisieren,
aber was sooo schnell geht, ist einfach in Gefahr, auch ganz
schnell wieder zu verschwinden.

Das ist sicher richtig, aber wird an dieser Stelle die Beeutung eines Sieges beim Grand Prix nicht völlig überschätzt…bzw. geht das Ringen um den ‚echten‘ Musiker in der Frage nicht am Thema vorbei?

Gruß Maid :smile:

Hi!

Das hört sich ganz schön pauschal an, man kann von Menschen am
Anfang ihres Lebens natürlich nicht die Erfahrungswelt von
Hundertjährigen erwarten…

Darum geht es nicht, ich habe den Eindruck, Du missverstehst mich bewusst: Max singt einfach etwas herunter, was Stefan Raab ihm vorgesetzt hat, nicht einmal maßgeschneidert, sondern mäßige Konfektion. Ein junger wie ein alter Mensch kann in seinen Liedern von dem singen, was ihn bewegt.

Diejenigen, die nicht an Wettbewerben in einer Weise
teilnehmen, über die sie vorher vernichtend hergezogen sind.

Mal davon abgesehen, daß das so kein Kriterium für
Authentizität ist, aber hat Max das denn getan?

Er hat sich zum Spielfigürchen von Stefan Raab machen lassen, der schon oft über Ralph Siegel gelacht hat, der sich einen beliebigen Sänger oder eine beliebige Gruppe für seine Kompositionen gesucht hat. Stefan Raab macht jetzt das Gleiche, und das empfinde ich als unehrlich.

Und warum hat Rosenstolz schon am Vorausscheid für den Grand
Prix teilgenommen? Immerhin hatten sie damals Platz zwei, wenn
ich mich recht erinnere.

Gegen eine Teilnahme am Grand Prix ist an sich nichts zu sagen. Rosenstolz haben damals, wie Du Dich sicher erinnerst, Herzensschöner gesungen. Ich finde den Song persönlich eher schwach, aber immerhin haben die beiden in der Komposition, beim Texten und in der Produktion ihre eigene Energie in den Song gesteckt und nicht ein paar schlechte englische Plattitüden aneinandergereiht. Das ist kein Plädoyer gegen die englische Sprache, auch wenn ich mich über jeden deutschen GP-Beitrag freue. Es ist nur ein Bekenntnis zu Künstlern, die das, was sie bewegt, in ihre Musik einfließen lassen. Man muss nicht beides können, komponieren und texten, aber um als reiner Sänger berühmt zu werden, muss man schon ein bisschen mehr bringen als Mäxchen. Weil im Plauderbrett Joe Cocker als Vergleichsobjekt genannt wurde, empfehle ich, Can’t wait until tonight einmal mit Marjorine oder With a little help from my friends zu vergleichen. Da war Joe Cocker auch erst Anfang/Mitte 20.

Gruß
Christopher